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SPD-Neuaufstellung: Nahles trommelt, Schulz taumelt
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Andrea Nahles sagt der Union mit derben Tönen den Kampf an. Aber auch der Start der neuen SPD-Fraktionschefin war nicht optimal, was vor allem Parteichef Schulz angelastet wird. Hat er noch eine Zukunft?

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rakoge 27.09.2017, 17:26
1. SPD und Erneuerung....

...die SPD war mal eine stolze Arbeiterpartei, als sie noch wirkliche Arbeiter in der Partei hatte (Georg Leber, Holger Börner) oder richtige Charaktere (Willy Brandt, Helmut Schmidt oder auch Gerhard Schröder).
Mittlerweile besteht sie aus allem nur nicht mehr aus Arbeitern, sondern mehrheitlich aus spät68ern die irgendwo Soziologie, Politik oder eine sonstige Geschwätzwissenschaft studiert haben, wenn sie es auch bis zum Abschluss geschafft haben.
Nur die Arbeiter der einstigen Arbeiterpartei gibt es nicht mehr. Ein VW-Werker oder BASF-Werker gehört heute zur Mittelschicht, dem ist nicht nach Revolution
Wenn man dann an die Herausforderungen der Zukunft denkt wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und man auf der anderen Seite sieht wie die um Erneuerung bestrebt SPD sich auf Parteitagen mit "Genossen" anredet und dann "Brüder zur Sonne und Freiheit" intoniert, dann merkt man das die den Schuss nicht gehört haben.
Die SPD muss sich entscheiden ob sie eine HartzIV-Partei werden will als Klientel (ist aber schon durch die
Linken besetzt), oder sich wieder mehr der Mitte durchsetzt und die Neid-Debatte anderen überläßt.

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siebenh 27.09.2017, 17:28
2. Zusammengefasst

Schulz verteilt und entscheidet Dinge, die sich in den nächsten vier Jahren in einen Bumerang verwandeln könnten und muss aber evtl im November gehen. Dann darf die SPD die Suppe auslöffeln, die er da einbrockt. Ich hoffe im Sinne einer lebendigen Demokratie, dass es der SPD als ältester Partei in Deutschland nicht geht, wie vielen Sozialdemokraten in anderen EU Ländern und sie sich mit Schulz in die Bedeutungslosigkeit ziehen lassen.

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daktaris 27.09.2017, 17:30
3. Krass!

Mensch Martin, von 0 auf 100% und wieder zurück Richtung 0% innerhalb von 9 (!) Monaten. Was ist bei der SPD los?! Mister 100% wirkt um so mehr wie ein emotionaler Schnellschuß. Die Nerven scheien blank zu liegen. Ist das das letzte Aufbäumen oder der Ruck in die richtige Richtung? Im eigenen Interesse sollte die SPD Martin nicht so schnell "opfern". Das diskrediert die SPD als ernstzunehmende Partei.

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olmen 27.09.2017, 17:31
4. Kopf-Schütteln kommt erst jetzt

und damit zu spät. Dass der Kandidat so ist, war doch schon vorher abzusehen. Ungestümes Agieren - vielfach auch ungeschicktes taktieren - ist doch nicht überraschend. Es ist damit zu rechnen, dass der Vorsitz nach der Niedersachsen-Wahl ebenfalls auf Frau Nahles fällt. Deren erste sprachliche Entgleisung kann ebenfalls nur verwundern; so wird das nichts, schon gar nicht eine Wähler-Verdoppelung. Aufarbeiten sieht anders aus. -
Die CDU/CSU startet schlecht, aber die SPD leider noch schlechter.

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sefopo 27.09.2017, 17:31
5. Die Besserwisser

Es ist schon lustig zu beobachten wie der Spiegel, nicht gerade als Freund der SPD bekannt (das war zu Augsteins Zeiten anders), gute Ratschläge verteilt, die niemand wirklich hören will.

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sonntagsberg 27.09.2017, 17:31
6. Liebe Spiegel-Redaktion,

ist Ihnen schon einmal aufgefallen, daß CDU/CSU die größten Wahlverlierer sind. Und wenn ja, warum schreiben Sie dann nicht, daß auch Frau Merkel zurücktreten sollte? Und 'Schulz hatte recht, Merkel hat während des Wahlkampfes politische Aussagen vermissen lassen. Sie hat den deutschen Wähler in arroganter Weise verhöhnt.

Also, wenn schon ein Neustart bei der SPD, dann müßte auch das Verlierer-Duo Merkel/Seehofer die Sessel räumen. Und zwar schleunigst.

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prologo 27.09.2017, 17:32
7. Durchmogeln

Sehr treffend in diesem Artikel beschrieben. Denn das ist kein Neustart, sondern ein durchmogeln, ein weitermachen der verantwortlichen Verlierer dieses SPD Desaster.

Damit ist das langsame Sterben der SPD eingeläutet. Solange sich diese alte Seeheimer Gruppe nicht selbst entfernt, entfernt sich diese SPD aus dem Bundestag. Die SPD Basis schafft das nicht.
Damit macht sich diese SPD weiterhin überflüssig. Ein Neuanfang sieht anders aus.

Und wo ist Gabriel? Der liegt wie der Hase in der Furche, wenn die Kugeln pfeifen. Der wartet, bis der Pulverdampf verzogen ist, und dann kommt er wieder, damit alles wieder von vorne beginnt.

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portlana 27.09.2017, 17:33
8.

nun gut, wie alle Parteien mit flügeln hat man das Problem, dass beide flügel berücksichtigt werden müssen
das gleiche problem wie die grünen auch haben.

von daher ist es wohl folgerichtig, dass posistion 2 an den anderen flügel ging. auf der anderen seite sollte man so langsam sich mal für einen flügel als hauptweg entscheiden, sonst passiert da nichts mehr.


was schulz angeht wird es schwierig, lassen wir ihn als person mal aussen vor.

was hat denn die spd bisher immer falsch gemacht
richtig statt , dass der verlorene kanzlerkandidat sich in de opposition
begibt und da führend 4 jahre sich profiliert und dann wieder zur Walh steht, haut der ab, man hört nix von irgendjemand mit führungskraft und 4 jahre später kommt auf einmal irgendwer, der meisstens noch nicht mal ein bundesland regiert. (eine ausnahme und der hat sogar mal gewonnen) und dann fängt das wieder von vorne an.

und sorry nahles macht einen super job als ministerin auch wenn scheinbar kaum einer es mitbekommt (wohl mangels interesse an differenzierten betrachten der regierungsarbeit nach ministerien).
aber sie ist hat definitiv nich das charisma zur kanzlerin.

da muss man sich schon dei frage stellen, sollte vielleicht ein verlierer der eh erst vor 12 monaten gekommen ist wo schon alles fast zu spät war, auch sofort wieder aufgeben und das ganze fängt wieder von vorne an...
nachtrag auch schulz hat da wohl ein charisma problem

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darksystem 27.09.2017, 17:44
9.

Schulz ist halt unerfahren als Parteichef.

Was der Artikel völlig falsch darstellt: Das Problem sind in erster Linie nicht die Entscheidungen von Schulz. Sondern der gekränkte Stolz der Parteigenossen.

An Schulz stelle hätte ich gesagt "Ihr Seeheimer habt uns dahin gebracht wo wir heute sind." Ende. Dann darf jeder zur Postenwahl antreten der will, und wer gewinnt, gewinnt.

Das wäre aktuell mit Sicherheit immer der Kandidat des linken Parteiflügels. Schon klar dass man damit die Seeheimer verprellt, aber wer will/braucht die denn noch?

Bei so einer Niederlage heißt es überflüssigen Ballast abwerfen, d.h. Querulanten welche es wichtiger ist wer welchen Posten bekommt anstatt der Partei zu helfen.

DAS ist der einzige Fehler von Schulz. Aufgrund seiner Unerfahrenheit knickt er zu schnell ein.

ER hat das sagen. Wem das nicht passt, der kann gehen.

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