Forum: Politik
SPD-Parteitag beschließt GroKo-Verhandlungen: Auf Biegen und Brechen
DPA

Die SPD steuert in Richtung Großer Koalition. Aber nach ihrem Parteitag stehen die Sozialdemokraten gespalten da. Wie soll ein Bündnis mit Angela Merkel eigentlich funktionieren?

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mullertomas989 21.01.2018, 20:01
10. Ich dachte nur die SPD würde Ihre Verhandlungsergebnisse zerreden?

Ja, wahrscheinlich werden die Fliehkräfte groß sein in der neuen Groko. Allerdings vermutlich nur bei CSU und SPD. Die CDU hat Merkel, das reicht als konservativer Kern. Und das miteinander ringen innerhalb der Koalition kann die SPD doch sehr sachlich und gesittet angehen, kann hier zeigen, dass sie einen konstruktiveren Stil hat als die CSU! Es heißt immer "das Land zuerst", wenn sich alle darauf fokussieren, kann es gut werden.

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kurtganz 21.01.2018, 20:04
11. SPD: Totengräber der Demokratie

Wie unanständig darf man sein, als Mensch, als Politiker? Erst rettet man nach der Wahl seinen A...durch starke Worte (Schulz: wir haben verstanden: Opposition und nichts anderes; Nahles: ab morgen gibt es auf die Fresse), dann rettet man selbigen A... durch flammende Reden für das Gegenteil. Über Gründe für eine GroKo kann man ja diskutieren. Aber wenn die Genossen Schulz, Nahles und Ko. einen Funken Anstand hätten, dann wäre diese Wendung ohne sie erfolgt, dafür hatten sie sich zuvor allzuweit aus dem Fenster gelehnt. Von solchem Personal (das es natürlich nicht nur in der SPD gibt), kann sich der Wähler nur grausen. Einzige Tat für die Demokratie wäre der Rücktritt der gesamten SPD- Führung. Pfui Spinne!!!

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darampoucas 21.01.2018, 20:05
12. Wahnsinn

Meiner Auffassung nach darf ein Abstimmungsergebnis bei solch fundamentalen Fragen nicht so knapp ausfallen. Zurecht fragt man sich nun, wie die SPD unter diesen Voraussetzungen eine Koalition mit der CDU eingehen will. Ich fürchte ehrlich, dass es in der SPD zu einer weiteren und tieferen Spaltung kommen wird, weil gerade junge Parteimitglieder keine Grundlage mehr sehen.

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WolfThieme 21.01.2018, 20:06
13. Schau'n wir mal

Ach, das geht schon. Und wenn die CDU/CSU hundertmal die Sondierungen als Heilige Schrift definiert, Verhandlungen sind Verhandlungen, die SPD ist zu gar nichts verpflichtet und kann jeder Zeit gehen, und Frau Merkel hat mit ihrem Führungsauftrag ein zweites Mal versagt. Herr Dobrindt wird weiter den Kaspar spielen, Frau Weinkönigin Klöckner probiert auf Nachfolgerin, Jens Spahn macht auf Jens Spahn, eine visionäre Truppe, die leider nicht artikulieren kann, was sie eigentlich will. Aber das war ja immer so. Merkel: "Ihr kennt mich." Weiß Gott

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pragmat 21.01.2018, 20:08
14. Gespalten?

Wieso sollte die SPD gespalten dastehen? Es hat sich nur gezeigt, dass die Delegierten mit einer relativ knappen Mehrheit hinter dem Kurs ihrer unfähigen Verhandler stehen. Die Gurken-Truppe von Schulz, Schulz und Nahles kann froh sein, dass es noch einmal so glimpflich ausgegangen ist.

Der wirkliche Gewinner heißt Angela Merkel, der ihre Kanzler-Kandidatur für einen Appel und ein Ei auf dem Silbertablett serviert wird. Denn sie ist es, die in der jetzigen 1. Wahlphase auf die Stimmen der Sozialdemokraten im Bundestag angewiesen ist.

Nach dieser Abstimmung darf man den Sozialdemokraten bescheinigen, dass die noch nicht einmal das Grundgesetz kennen und deuten können. Sonst hätten sie ihre Abgeordneten nicht mit dem Maulkorb der Koalitionsverhandlungen und Fraktionszwang versehen.
Taktik in der Politik darf man auch von der SPD verlangen. Doch davon ist bei der Führungsriege nichts zu spüren. Wahrscheinlich will sie dann das denn auch so, Wahlverlierer zu sein.

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Tolotos 21.01.2018, 20:09
15. Das Problem ist, dass der Souverän für die Union weniger der Wähler als die Wirtschaftslobby ist!

Deshalb wird sie sich allem verweigern, was Ungerechtigkeiten abbaut, aus denen die wirtschaftliche Oberschicht Vorteile erzielt. Dazu zählt die Bürgerversicherung ebenso, wie die Absurditäten des EEG, die sicherstellen, dass Klimaziele nicht erreicht werden können.

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Kreklova 21.01.2018, 20:14
16. Kampf gegen die Basis

In dieser Hinsicht hat der Kommentator absolut Recht. Die Oligarchen an der Parteispitze kämpfen gegen die Basis. Mit allerlei teils wolkigen, teils inhaltsleeren Sprüchen hat man die Delegierten noch einmal überreden können. Die Abstimmung unter den Parteimitgliedern wird anders aussehen. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma scheinen Neuwahlen zu sein, ohne Martin Schulz aber mit einem Programm, welches tatsächlich das Prädikat sozialdemokratisch verdient. Schulz ist dies schuldig geblieben.

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christian.fiedler2601 21.01.2018, 20:15
17. niemals mehr mit diesem Schulz

wenn schon die SPD meint dies machen zu müssen, dann hätten sie der Glaubwürdigkeit wegen dies niemals mit Schulz machen dürfen. Von den tatsächlichen Problemen Deutschlands entfernt sich die SPD unter diesen Betonköpfen immer mehr.
Schröder, Müntefering, Steinbrück hatten noch wirklich Mut und Verantwortung gezeigt mit Ihrer Reformagenda.
Von der Realität ist man jedoch derart erschrocken, dass man sich lieber in die warme Ideologiestube zurückzieht.

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boba 21.01.2018, 20:17
18.

”Schon klar, die 150 Jahre alte SPD zu einer anderen Partei zu machen, ist eine anspruchsvolle Angelegenheit.” - es würde völlig ausreichen, die spd wieder zu der partei zu machen, die einmal war: die partei der ”kleinen leute”, die dafür sorge trägt, daß der reichtum dieser gesellschaft auch bei diesen menschen ankommt. aber spätestens seit schröder und seiner agenda gehört die spd zum neoliberalen einheitsbrei, die das hohe lied der globalisierung singt und dafür sorgt, daß die gier der unternehmen und banken befriedigt wird. so lange die spd dieses problem nicht klar benennt und einen klaren kurs gegen den raubtierkapitalismus fährt (wie z.b. corbyn in großbritannien), ist diese partei zurecht auf dem weg zu einer splitterpartei nach dem beispiel der niederländischen und französischen sozialdemokraten …

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Paliim 21.01.2018, 20:19
19. Weniger gespalten als vorher

Wenn man den Parteitag gesehen hat, dann muss man sagen, dass die SPD weniger gespalten ist als vor dem Parteitag. Die Jusos haben da schon Brücken gebaut und gerade auch der Juso Chef kann eine Erneuerung miteinleiten. Man sollte ihm einfach eine Chance geben. Zu erwähnen ist auch Nahles Rede. Einfach großartig. Ich kann mir mit diesem Personal eine Erneuerung der Partei in einer Regierung vorstellen.

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