Forum: Politik
SPD-Personaldebatten: Ansage vom Boss
imago/ Future Image

Nahles weg, Gabriel zurück, aber bitte stets ordentlich gekleidet: Gerhard Schröders Rettungsideen für die Sozialdemokratie sind durchaus verlockend. Den perfekten Kandidaten verschweigt er allerdings.

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The Independent 05.02.2019, 13:24
170.

Zitat von remedias.cortes
Der Kündigungsschutz ist auch nicht so wichtig, wenn die soziale Absicherung gut ist. Denn der gekündigte Däne fällt eben NICHT ins Bodenlose..... Dafür kann man ihn auch nicht mit dem Schreckgespenst "Arbeitslosigkeit" zu prekären Jobs pressen. Flexicurity" wird die dänische Kombination aus größtmöglicher Flexibilität und hoher Sicherheit genannt. Das dänische System mit hohen Gehältern, hohen .......
Grundsätzlich liegen Sie richtig, es gibt aber in Dänemark - neben einem sehr leistungsfähigen Fortbildungssystem - auch den staatlichen Zwang Jobs anzunehmen, die ein geringeres Einkommen bieten und eine geringere Qualifikation voraussetzen. Lehnt das ein Arbeitsloser ab, droht die (komplette) Streichung des durchaus üppigen Arbeitslosengeldes. Dadurch, dass Dänemark ein vergleichsweise kleines Land ist, das man in 4 Stunden durchqueren kann, ist dort unter Arbeitslosen außerdem die Bereitschaft zum Pendeln oder für einen Ortswechsel (für eine Festanstellung in einer anderen Stadt) deutlich höher als hierzulande.

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123Valentino 05.02.2019, 13:26
171. Mein Herz...

wollte SPD , der Verstand sagte aber nein.
Frau Nahles ist es auch , allerdings ist da keiner der ihr flüstert, „bedenke das du sterblich bist“.
So eine Person sollte immer neben ihr stehen.
Deshalb lässt man so vor die Wand fahren .
Es sind die Genossen , die sie nicht schützen, da braucht es keinen Schroeder.

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brohltaler 05.02.2019, 14:43
172. Indiskutabel!

Ein Macho wie er im Buche steht, der seine exotische Ehefrau vorführt wie ein Beutetier. Konnte ihn aus anderem Anlass "bewundern", und wir haben uns im Bekanntenkreis köstlich amüsiert über diesen alten Mann, der offensichtlich selbst gar kein Gespür mehr dafür hat, wie lächerlich er sich macht.
Mit der gleichen Kaltschnäuzigkeit und Arroganz mit der er nun Nahles und anderen "Zeugnisse" glaubt ausstellen zu sollen, hat er einst die Stammklientel einer damals noch kerngesunden Sozialdemokratie für immer verjagt, und seine Partei zerstückelt. Dabei sehe ich keinen Grund Nahles in Schutz zu nehmen, allzu überfordert kommt sie daher. Tatsache allerdings ist, dass ein Drittel der SPD Mitglieder wegen Schröders sozialem Kahlschlag der Partei den Rücken gekehrt haben, und ihre derzeitigen Umfragewerte liegen unterhalb derer der Neunazis! Eine wirkliche Schande, die stets mit dem Namen Schröder verbunden bleiben wird. Also Herr Putinlakai, halten Sie die Füße still, mucksmäusschenstill!

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doclondon 05.02.2019, 15:39
173. Sarah, go for it!

Der Gerhard hat schon Recht....leider aber auch der Autor, in dem Punkt dass seine (Gerhards) Zeit vorbei ist. Für mich gibt es derzeit nur eine Politikerin die für Glaubwürdigkeit und moderne Konzepte steht: Frau Wagenknecht. Sie würde für die SPD die Rückkehr zur Spitze ermöglichen. Schon durch die Schwäche der anderen:

Grüne: gehypt--außer Umwelt keine Kompetenzen, realitätsfern, Berufspolitiker, wird sich schnell wieder dahin begeben wo sie hergekommen sind: Zwischen 5-10% als mahnendes Gewissen gesellschaftspolitisch aber recht hilfreich. Zu mehr reicht es (zum Glück) nicht.
CDU: weiter so, gähn, schnarch --> geht es signifikant bergab sobald die fundamentalen Fehler Merkels nicht mehr vom Aufschwung zugekittet werden. AKK die nächste wachsweiche Berufspolitikerin. Bemüht. Falsche Person für die neuen Aufgaben der Epoche. Zeit für die Opposition zwecks Grunderneuerung.
FDP, AFD etc: Aufschwung beruht letztlich auf Protest. Per se temporär. Potential als Partei unter normalen Umständen limitiert. Wird sich bei 5% einpendeln, sobald die CDU wieder zur Besinnung gekommen ist. Nach der Merkel Ära bleiben sie wohl als Randstein zur CDU der Politik erhalten.
Linke: hätte wahrscheinlich schon 20% wenn irgendeiner dort auf Wagenknecht hören würde. Insgesamt aber die falsche Partei mit den falschen Figuren. Im Ergebnis letztlich irrelevant.
Ergo: Es wäre die Zeit der SPD hätte sie jemanden wie Frau Wagenknecht als Führungsfigur hätten und diese entsprechend mit Macht ausstatteten. Wird leider nicht passieren.

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tanzbewegung/nthweiden 05.02.2019, 15:43
174. Der/ ie zwölfmalkluge, supertelegene Kandidat/in

Das macht scheinbar so richtig Spass: SPD Bashing vom Feinsten! Ausgangspunkt in der Regel Statements von Altvorderen, die keinerlei Verantwortung tragend genau wie die Schlaumeier von der Presse immer noch meinen ihren abgestandenen Senf verbreiten zu müssen. Was bleibt eigentlich von den Politikern incl Merkel übrig, wenn alle Bewertungen und besserwisserischen Beurteilungen abgezogen sind:
Arme Würstchen, die zu dämlich sind ein Loch in den Schnee zu pissen?

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manque_pierda 05.02.2019, 15:50
175. Als weder

ehemaliger noch zukünftiger SPD-Wähler kann man sich zwar gemütlich zurücklehnen im Forum hier, aber ohne Schadenfreunde sollte man doch erkennen, dass die SPD ein wichtigeres Politikfundament unseres Landes ist, als die grünen Yuppies und Klassenkämpfer, die sich verzweifelt mit Gelbwesten und AfD-Abweichlern verbrüdern wollen.
Gleichwohl, Schröder hat recht, nicht das er selbst eine Ikone wäre, aber zumindest beherrschte er oder Gabriel das Politikhandwerk auf Profiniveau, Nahles, Kühnert, Scholz... da hätten wohl Friedrich Ebert, Brandt oder Schmidt lieber selber auf die Macht verzichtet mit solchen Mitstreitern. Aber so gelten eben selbst Göring-Eckhardts und Wagenknechts als respektable Politiker, eben Dummsozialismus, wenn alle gleich unintelligent oder arm sind, bleibt es eben dennoch Gleichheit.
Für einen Abgesang ist es vielleicht zu verfrüht, aber nein Herr Kuzmany, Schröder ist nicht der Schuldige, sondern eine Funktionärsnomenklatura die glaubt, dass ihre Kernwählerschaft a.D. mit Gender, Migrationsenthusiasmus und Ökofunditum zu begeistern wäre. Die einen gingen zum grünen Original, die anderen zur AfD oder den Enttäuschten. Die noch da sind hoffen, in der nächsten Koalition ein Fleischstück abzukommen oder sind schlicht zu alt, um weiterzuziehen. Schade, ein weiterer Pfeiler verrottet in unserem Land. Aber daran ist sicher auch der Feinstaub Schuld...

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widderfru 05.02.2019, 15:52
176. Schröder "Totengräber der SPD"

Mit seiner brutalen Agenda-Reichtumsmerung für wenige. Sozialabbau,
Unsicherheit, rückläufiger Lebensstandard- Altersarmut. Das waren die Erfolge des "Kanzlers der Bosse". Das diesem Sozialverräter eine Plattform geboten wird? Der ist nicht nur ein altersseniler Betonkopf,
dem fehlt jeder Anstand- diesem lächerlichen Gockel!

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dieter.sp 05.02.2019, 16:52
177.

Zitat von mostly_harmless
Die Gewerkschaften waren gegenüber den Sozen IMHO viel zu rücksichtsvoll. Wären die gleichen "Reformen" von einer schwarz-gelben Regierung gemacht worden, hätte es IMHO von Seiten der gewerkschaften Proteste von hierzulande völlig unbekannter Qualität gegeben. Und was nun die Linke angeht: Da die Sozen zwischen 1998 und 2013 eine Politik gemacht haben die im Kern daraus bestand, das Lambsdorff-Papier zu Gesetzen zu machen (und dabei ist völlig egal, wie die Rolle der CDU war, die Sozen haben dem zugestimmt), muss sich niemand wundern, dass sie Ziel der Kritik von links werden. Ebensowenig muss sich die SPD wundern, dass ihre Prozentzalhen so abgstürzt sind. Niemand hat nach 1949 in diesem Land eine arbeitnehmerfeindlichere Politik gemacht wie die Sozen zwischen 1998 und 2013. Es gab für Arbeinehmer keinen Grund. SPD zu wählen. Und der Schwenk zurück in sozialdemokratisches Fahrwasser in 2013 war vermutlich einfach zu spät.
Mit Rücksicht hat das Verhalten der Gewerkschaften bei der Agenda 2010 wohl wenig zu tun. Deutlich mehr war das Verhalten damals vernunftbestimmt. Sie sollten nicht annehemn, dass Gewerkschaftsbosse per se völlig dämlich seien und nicht zu beurteilen vermögen, zu was sie ja oder nein sagen. Damals war die Situation schlicht und einfach so, dass die Agenda 2010 das beste war, was dem deutschen Arbeitervolk widerfahren konnte. Und die Gewerkschaftsbosse haben das zweifellos auch selber erkannt. Freilich mögen Sie damit recht haben, wenn Sie meinen, bei einem anderen Kanzler bzw. einer anderen Regierung hätten sie dennoch, auch wider besseren Wissens, protestiert, demonstriert und was der Dinge mehr wären.
Schlimm ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass es offensichtlich noch immer eine ganze Reihe von Menschen gibt, welche nicht zu kapieren vermögen, dass die Agenda 2010 (und die weiteren Massnahmen der Regierung Schröder) verhindert haben, dass Staat und Wirtschaft völlig zusammenbrachen. Nur mit Wunschträumen war das aber weder damals noch heute möglich. Immerhin ist uns damit auch das erspart geblieben, was Schweden nach äusserst leidvollen Erfahrungen dazu zwang, einen völlig überbordenden Sozial- aber auch Bevormundungsstaat unter größten Entbehrungen für alle wieder auf ein vernünftiges Maß zurechtzustutzen.
Will man das wirklich erst akzeptieren, wenn man es am eigenen Leib erfahren hat? Ist es nicht klüger, aus den Erfahrungen anderer zu lernen?

Und ja, es gibt derzeit für Arbeitnehmer wirklich keinen Grund, SPD zu wählen. Dort fehlt es an vernünftigen Köpfen, an vernünftigen Ideen und sogar am Willen, das zu ändern. Wer gar Phantasten wie den guten Kevin (hier ist der Name leider wirklich Programm) auf den Schild heben will, der kann in der Tat nur noch Mitleid erregen

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lalito 05.02.2019, 17:04
178. Ja, feste wünschen!

Zitat von doclondon
. . . Ergo: Es wäre die Zeit der SPD hätte sie jemanden wie Frau Wagenknecht als Führungsfigur hätten und diese entsprechend mit Macht ausstatteten. Wird leider nicht passieren.
Ihr letzter Satz und der Rest davor ist obsolet.

Aber gut, eine "freundliche" Übernahme darf man ja mal durchspielen. Zumindest ist die aktuelle Personaldecke der SPD hinsichtlich Kompetenz weit von der Brillanz der knallroten S. Wagenknecht entfernt. Vielleicht wäre eine etwas ungepresstere Intonation, da kann der Logopäde helfen, dann auch in der Breite mehrheitsfähig - denn inhaltlich trifft Frau Wagenknecht meist ins schwarze Mark.

Aber noch besser, wenn das Angeprangerte von ihr dann auch noch mit konkreten finanzierbaren Handlungssträngen optimiert werden könnte, so in der Art, dass man erstens länger zuhören will und zweitens durch die Bank auch sein Scherflein beitragen möchte, ach was sag ich - WILL, einem guten Ergebnis und einer homogenen wie freidlichen Gesellschaft zuliebe.

Stattdessen und währenddessen bringt das Kapital durch die Hintertür nur weitere Scherenöffnungsvirtuosen an den Start, macht ja auch Sinn für das Häufchen.

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martin2011ac 05.02.2019, 17:07
179. Wenn die SPD eine Aktie wäre, würde ich die heute Kaufen ...

Die Sache ist doch ganz einfach, hier mal ein Plan wie ein SPD Kandidat, Kanzler werden kann, tatsächlich hat die SPD nämlich enormes Zukunftspotential. (1) Ein neues Godesberger muss her, indem die SPD ganz unumwunden zu gibt, dass die Agenda 2010 ein Fehler war. (2) Erbschaftssteuer, Finanztransaktionsteuer und Einkommenssteuersatz anheben. (3) Zeitgemäße Spitzensteuersätze die z.B. auch bei 500.000 (70%) und 1 Millionen (90%) nicht halt machen. (4) Realistische Erwartungen schaffen, indem man den Leuten erklärt (a) dass Vollbeschäftigung in Zeiten der KI vielleicht nicht mehr machbar ist und man deswegen (b) den Gesellschaftlichen Wohlstand umverteilen muss (siehe Steuererhöhungen) um damit (c) ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren. Ich fasse zusammen. (1) Tiefer als jetzt kann die SPD nicht fallen (2) selbst wenn die SPD heute mit solchen Forderungen Wahlen verlieren würde (was sie sowieso täte), wäre sie (3) bestens für eine Zukunft positioniert, in der die Arbeitslosenzahlen explodieren werden. Wenn die SPD eine Aktie wäre, würde ich die heute kaufen, weil sobald die SPD sich mal von der Agenda 2010 distanziert und zur Not ihren rechten Flügel ziehen lassen würde, stünde ihr, bei dem Markenkern, eigentlich eine goldene Zukunft bevor, dafür werden die kommenden Technologischen Umbrüche schon sorgen – Wetten?

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