Forum: Politik
SPD-Problem Sarrazin: Der Thesenritter

Ein Genosse entsetzt die SPD - und die CDU-Chefin greift an. Nach seinen deutschtümelnden Ausländerthesen knöpft sich jetzt Angela Merkel den Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin vor. Die Sozialdemokraten haben plötzlich ein Problem.

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Baikal 25.08.2010, 20:55
130. Merkelmurks

Zitat von Wallenstein
Der Zentralrat der Juden sollte lieber mal den ausgeprägten Antisemitismus bei hierlebenden Muslimen anprangern.
Aber das hieße ja sich mit den aktuellen Problemen zu beschäftigen, Stellung nehmen zu müssen und damit auch angreifbar zu werden. Da ist es doch einfacher, sich mit der geradezu besinnunglosen Verteidigung Israels in der angeblichen Staatseaison der BRD einzukuscheln und so ganz unangreifbar die eigenen Interessen zu verfolgen.

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sir_henry 25.08.2010, 20:55
131. Die Mutti kennt die Wahrheit nicht, oder ...?

Zitat von edgarzander
Die Bundesausländerbeauftragte schrieb z.B. in 2000: "...von 1971 bis 2000 ist die Zahl der Ausländer in Deutschland von 3 Millionen auf etwa 7,5 Millionen gestiegen. Die Zahl der erwerbstätigen Ausländer hat sich jedoch nicht bewegt: Sie blieb bei rund 2 Millionen. 1973 (dem Jahr des Anwerbestopps) waren 65 Prozent der Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt beschäftigt, ein Jahrzehnt später waren es nur noch 38 Prozent. Ein Großteil der Zuwanderung nach Deutschland, die seit dem Anwerbestopp hauptsächlich ungesteuert über Familienzusammenführung erfolgte, ging also nicht in den Arbeitsmarkt, sondern in die Sozialsysteme..."
Wenn die SPD wenigstens 50 % Mitglieder a la Sarrazin haette, koennte man sie wieder einmal waehlen.

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kit_fisto 25.08.2010, 20:57
132. Sarrazin und der Zentralrat der Juden

"Die Empfehlung des Zentralrats der Juden, der Sarrazins Äußerungen als "rassistischen Hasstiraden" einordnet, klingt zumindest nicht unlogisch."

Ich sag es ganz deutlich: Ich halte sehr wenig bis gar nichts von der Moralischen, Politischen Kompetenz des Zentralrats der Juden wenn es um Diskriminierung geht. Das Gleiche gilt für Merkel, Özdemir und Co des Deutschen Bundestages, dessen Parteien sich in dem Punkt nicht mehr ansatzweise unterscheiden.

- Ich halte Judenhasser, wie alle Rassisten, egal ob sie Finnen, Deutsche, Spanier, Türken, Indonesier, Argentinier - Christen, Muslime oder Juden sind, für ekelerregend.
- Ich empfinde die Shoah als das Fürchterlichste was Menschen Menschen je angetan haben.

- Wenn ich Dokumentarfilme über den Holocaust sehe, leide ich mit den Juden, ich bin dann Jude.

- Der Anti-Zionismus, der sich in weiten Teilen als eine neue Form des Anti-Semitismus unter Linken Menschenrechts-Aktivisten breit gemacht hat, ist mir zuwider, und ich fürchte um die Prosperierende, Friedliche Zukunft des Staates Israel.

- Ich bin der Überzeugung, dass das Iranische Theokratische Regime die zur Zeit größte Bedrohung nicht nur für Israel, sondern für den Weltfrieden ist, und halte die Hamas, Hisbollah, Muslim-Bruderschaft und all die Politischen Vehikel Al-Quaidas für menschenverachtende Kriegstreiber und Mörder-Organisationen.

- Die Unvereinbahrkeit des Islams mit der Demokratie, als auch Humanistischen Werten scheint mir offensichtlich, nur wenige Islamische Glaubensrichtungen wie das Alevitentum, oder die Masse der Sekulär lebenden Moslems sind damit vereinbahr.

Aber ich halte auch die Stigmatisierung, die Mutigen Denkern die sich trauen, kontroverse, komplexe, eventuell missverständliche Wahrheiten oder Ansichtem auszusprechen, heutzutage in Deutschland von allen Seiten widerfährt, ebenfalls für ekelerregend.

Die Walser-Rede in der Paulskirche, die Martin Hohmann-Ansprache 2003 zum Nationalfeiertag, und auch die Thesen Sarrazins müssen von einer Wahrhaft Meinungsfreiheitlichen Demokratie, die den Namen verdient hat, ausgehalten werden.
Ich gehe soweit zu sagen, dass die Hohmann- und Walser-Reden nicht Anti-Semitisch sind. Ich behaupte wer dies so begreift, bezeichnet die bloße Möglichkeit etwas könnte als Rassistisch (Anti-Semitisch) aufgefasst werden als Rassismus. Und ich bin überzeugt dass dies unmoralisch und undemokratisch ist.

Leute die Moslems hassen, Juden hassen, Deutsche hassen, Afrikaner hassen, haben eine Krankheit. Aber deshalb jeden, der sich nicht deutlich genug als nicht infiziert kenntlich macht, zum Rassisten abzustempeln, ist Moralisch nicht anständig.

Dass wir mittlerweile immer noch nicht in der Lage zu sein scheinen, dies differenziert zu verarbeiten, stimmt mich besorgt, allerdings stimmt mich die Selbstsicherheit der meisten Diskussions-Teilnehmer, die sich in diesem Zusammenhang auf die Seite Sarrazins stellen, hoffnungsvoll.
Denn in der Tat, bei aller Provokationen Sarrazins, hat er etwas existenziell wichtiges mitzuteilen, und alle die das verkennen, und aus Ideologischen Verirrungen reflexartig mit Verleumdung seiner Person reagieren, zeigen unser Demokratie-Defizit in für mich erschreckender Weise auf.

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janeinistrichtig 25.08.2010, 20:57
133. Dumm

Zitat von Dominik Menakker
Sie sind zu dumm: Geht mal gar nicht. Wie kann man sowas schreiben? Es ist doch erwiesen, dass jeder Kleinbauer aus Ostanatolien das Zeug zum Einstein hat.
Ich bin auf dem Land aufgewachsen, unter lauter Deutschen (naja, einen Posbirsky oder Koldischek oder... hatte es auch - sprachen aber fliessend deutsch).
Was glauben Sie, was dorten für Quatsch geredet wurde, wie "dumm" manche Menschen waren und sicherlich noch sind.
Die hiessen aber auch Meier und Müller.
"Intelligenz" ist keine Frage der Herkunft.
Es geht nur um Bildung und die Möglichkeit dazu. Das dies ein Problemfeld ist steht ausser Frage. Die berühmte "Rund-um-Keule" zu schwingen ist weder angemessen noch hilfreich.

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kit_fisto 25.08.2010, 20:57
134. Nachtrag

Ich bin Thilo Sarrazin dankbar für seine Klarheit und Direktheit, und ich sehe seinen Hauptvorwurf nicht an eine zu große Zahl Integrationsunwilliger Muslime in Deutschland gerichtet, sondern zuerst an die Parteien des Deutschen Bundestags, CDU, SPD, FDP und GRÜNE, Linke, die eine verantwortungsbewußte, vernünftige und "nachhaltige" Einwanderungs-Politik in den letzten 20-30 Jahren verleugnet, verkannt und verschlafen haben.

Und der Bote wird wie so oft einmal wieder zum Täter gemacht.

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kikolo 25.08.2010, 20:57
135. nichts mehr

was sarrazin macht ist nichts weiter als das gejammere von leuten die glauben sie haetten was zu verliern

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meinereinerfrank 25.08.2010, 20:58
136. ................

Zitat von Heinzel
Was gibt es da überhaupt noch zu schützen? Typisch deutsche Kultur ist doch nur noch randgruppentauglich. Schützenfest? Das ist doch nur was für Dörfler. Laubenpieper? Wie viele Deutsche machen sowas? Typisch deutsche Namen? Wer nennt heutzutage seinen Sohn noch Günther oder Alfred? Typisch Deutsche Musik, das ist doch Schlager und Volksmusik, aber die haben ja in Deutschland nicht den besten Ruf. Die meistend Deutschen sind doch gar nicht mal imstande, zu erklären, was spezifisch deutsch ist. Aus lauter Verzweilfung über soviel nicht vorhandene deutsche Kultur versteifen sich die meisten dann darauf, die deutsche Arbeitsethik als typisch deutsch zu sehen. Die natürlich untrennbar mit den so bekannten Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Fleiss, Genauigkeit verbunden ist. Deshalb gilt man ja in Deutschland sofort als eingedeutscht, wenn man all diese Eigenschaften aufweist. Kannst du hart arbeiten, biste Deutscher.
na dann fragen sie doch mal umgekehrt einen türken was türkisch ist oder was das türkentum darstellt.
der wird die frage wohl auch nicht beantworten können und dabei doch ganz genau wissen was das ist.
uns haben die linken seit dem ende des nationalsozialismus allerdings sehr erfolgreich ein bewustsein dessen was deutsch ist, aberzogen.

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heiko1977 25.08.2010, 20:58
137.

Zitat von Frank Wagner
Direkte Frage an den sysop : Was ist an Deutschland so furchtbar, das wir es nicht schützen dürfen und ohne jeden Widerstand, ja ohne jede Diskussion ?
Pressemitteilung Nr.276 vom 23.07.2009

"Zuwanderung nach Deutschland 2008 konstant geblieben
Mit 574 000 Zuzügen ausländischer Zuwandererinnen und Zuwanderer nach Deutschland hat es im Jahr 2008 bei dieser Gruppe kaum Veränderung gegenüber dem Vorjahr (575 000) gegeben. [...] Hauptherkunftsländer der ausländischen Zuwanderer waren Polen (119 200), Rumänien (47 000), die Türkei (26 200), Ungarn (25 100) und Bulgarien (23 600).
[...] 2008 wurden 738 000 Fortzüge verzeichnet. Das waren rund 100 000 mehr als im Vorjahr. Bei den Fortzügen im Jahr 2008 entfielen 175 000 auf deutsche (2007: 161 000) und 563 000 auf ausländische Auswandererinnen und Auswanderer (2007: 476 000)."

Quelle: http://www.destatis.de/jetspeed/port...nderPrint.psml

Jetzt erklären Sie mir doch mal bitte wo Sie die Übergabe an "fremde Völker" sehen. Vor allem wen verstehen Sie als "fremde Völker" die Polen, sind ja die größte Gruppe an Zuwanderern?

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der_durden 25.08.2010, 20:59
138. Wie? Hier?

Zitat von Takeshibeat
Was ich nicht verstehe: Die Wortmeldungen des Herrn Sarazin kommen so regelmäßig wie Wintereinbrüche. Und genauso regelmäßig erschrecken wir uns. Wieso eigentlich?
Hier in dem Forum erschreckt es niemand, wie es scheint, er erfreut sich offensichtlich größter Bliebtheit.

Da sieht man mal wieder, wie einfach es Demagogen in Deutschland haben.

Im Übrigen eine Eigenschaft, die die meisten Sarrazin-Freunden hier mächtig über Lafontaine schimpfen lassen.

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ohmscher 25.08.2010, 20:59
139. Nach unten, nach unten!

Zitat von Skep
aus SPON: "Sarrazins Szenario ignoriere die Anpassung des Bildungssystems an die zunehmende Anzahl von Kindern aus bildungsfernen Schichten, glaubt Buschkowsky. "
Das hab ich überlesen - und es ist tatsächlich grandios! Grandios grauenhaft. Danke fürs Zitieren!

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