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SPD-Rennen um den Vorsitz: Lange und Ahrens verzichten auf Kandidatur
Ralph Orlowski/ REUTERS; [M] SPIEGEL ONLINE

Da waren es nur noch 15 Bewerber: Das Duo Simone Lange und Alexander Ahrens hat gleich zu Beginn der Castingtour für den SPD-Vorsitz auf seine Kandidatur verzichtet - und will nun ein anderes Duo unterstützen.

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rab17 04.09.2019, 19:50
1. kommt da ein Winner-Duo raus?

es ist schwer, für mich aktuell gar nicht, zu erklären, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass da im Ergebnis ein Sieger-Duo raus kommt.
Das heißt eine Frau/Mann-Kombination, die in Zukunft eine orientierungslose Partei neu formiert und in großem Umfang Wählerstimmen zurück gewinnt. Mein Eindruck ist, daß der ganze Schwung und die ganze Emotion in einer langsam drehenden Mühle zermahlen werden und nur noch langweilige politische Hausmannskost übrig bleibt. Und "entgratete" Kandidaten mit mainstream-orientierten Programmpunkten. Das ist konsensfähig und sehr vernünftig, aber eben nichts, was Wähler fasziniert und gewinnt. Ich bin gespannt und wünsche den Kandidaten und der SPD viel Glück dabei.

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kuestenvogel 04.09.2019, 19:53
2. Okay...

Aussichtsreiche Kandidaten bzgl. Veränderung, Zukunftsperspektiven, wären somit Petra Köpping, 61, und Boris Pistorius, 59, Michael Roth, 49, und Christina Kampmann, 39, und Norbert Walter-Borjans, 66, und Saskia Esken, 58.

Sie meisten Teilnehmer kenne ich nicht vom Namen nach. Die zweite Reihe strebt nach Veränderung, die Basis seit vielen Jahren. ich wünsche einem der Teams gz im Voraus - Mut zu Zukunftsperspektiven, auch da viele Arbeitnehmer/Masterberufe durch KI ersetzt werden. Viele menschliche Arbeitskraft wird in den nächsten 50 Jahren überflüssig - daran hängt in DE das gesamtliche gesellschaftliche System/Produktion, global mag ich kaum anmerken. Antworten?

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olmen 04.09.2019, 19:55
3. SPD übertreibt

die Art und Dauer des Auswahlverfahrens. Und: Es ist unbillig, die sog. Große Koalition bzw. Unionsparteien für ihre derzeit schlechte Lage verantwortlich zu machen - das ist zu einfach. Beides läßt daran zweifeln, ob diese SPD überhaupt auf absehbare Zeit in der Lage ist, das Land vernünftig (mit) zu regieren.

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Piet.L. 04.09.2019, 19:58
4. Die Kanditaten des Grauens

Das ist alles was die ehemals wichtige Ratei SPD aufbieten kann.
Mittelmäßige profillose Chargen wie Stegner, Geywitz oder Lauterbach wollen das Erbe Willi Brands antreten. Der rotiert im Grabe.
Genossen, lasst es bleiben, löst euch auf.

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RalfHenrichs 04.09.2019, 20:05
5. Gratulation

Vor allem Lange war eine wirklich starke Kandidatin. Wie sie sich damals gegen Nahles präsentiert hat, war extrem stark. Aber Walter-Borjans/Eskens waren schon vorher meine Favoriten und es ist gut, wenn die linken SPDler sich nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen.

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romeov 04.09.2019, 20:05
6. Bauerntheater

...typisch SPD 2019: Provinziell, umständlich und verkrampft. Kandidaten blass bis zum Abwinken. Das ist aber ein auch einer Zeit geschuldet, in der nur noch darauf geachtet wird, dass keiner etwas falsches sagt und sich politisch korrekt benimmt. Dies reicht schon, um gewählt zu werden. Dabei bin ich Verfechter der sozialdemokratischen Idee. Die Personen fehlen halt um mich zu begeistern.

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skeptikerjörg 04.09.2019, 20:17
7. Geht ja gut los

Das einzige Team, von dem nicht mindestens ein Partner tief in Klüngelgruppen verstrickt ist, schmeißt das Handtuch. Klar, als mehr oder weniger No Names hätten sie kaum eine Chance gehabt, die "Prominenten" haben schon ihre Kampfgruppen formiert. Aber ist eh schon egal. Da die kommissarische Führung beschlossen hat, dass die Partei sich bis Dezember nur um sich selbst und um Personen drehen wird, bleibt der dann auf dem Parteitag zu bestätigenden Doppelspitze sowieso nur noch, die Scherben zusammen zu fegen. Immerhin gibt es keinen Sündenbock für die Klatschen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

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silikonfuge 04.09.2019, 20:26
8. Ja wo laufen sie denn?

Frau Lange ist also raus. Wie man weiß, hatte sie zuvor vorsichtige Kritik an der aktuellen SPD Politik geäußert. War das den SPD Granden womöglich schon zu viel? Gut vorstellbar. Soll doch alles bleiben wie es ist. Niedriglohn, Rentenkürzungen, Rentenbesteuerung. Ist doch alles prima. Warum wählen die Wähler bloß immer die anderen. Das muss man den Wählern noch austreiben.

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friedrich_eckard 04.09.2019, 20:26
9.

Das Duo bestätigt die hohe Meinung, die ich auch vorher schon von ihm hatte... hoffentlich nehmen sich mindestens Mattheis / Hierschel ein Beispiel an dieser vollkommen richtigen Entscheidung. Für einen der LINKEN nahestehenden Mitte-links-Befürworter ist der Schrecken der steuertragenden Leistungshinterzieher als SPD-Co-Vorsitzender eine sehr annehmbare Vorstellung, seine Mitte-links-Tauglichkeit hat er im von der LINKEN parlamentarisch gestützten Kabinett Kraft bewiesen, Kühnert hat sich auch schon sehr deutlich für Walter-Borjans / Esken starkgemacht, und aus dem mitgliederstärksten SPD-Landesverband zu kommen dürfte auch kein Nachteil sein. Für die Stichwahl sollte diese Unterstützung jedenfalls reichen, und wenn sich jetzt die Hoffnungen auf eine Erneuerung der SPD auf den an Jahren zweitältesten Bewerber um den Parteivorsitz konzentrieren... Herrschaft, Corbyn ist doch auch kein Jungdachs und Sanders auch nicht!

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