Forum: Politik
SPD-Siechtum: Diese Partei ist am Ende
DPA

Feministische Pornos statt Proletariat: Wer ihre Wähler sind, hat die SPD-Spitze längst aus dem Blick verloren. Wer Juso-Schlaumeiern wie Kevin Kühnert das Ruder anvertraut, muss sich nicht wundern, wenn er zur Kleinpartei schrumpft.

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peter_rot 20.09.2018, 22:43
590. So ein Kommentar in SPON - ich staune

Selten so einen guten Kommentar gelesen - 100 % richtig.

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winfried2001 20.09.2018, 22:44
591. Sie sprechen mir aus der Seele...

Eine der besten Analysen, die ich in den letzten Monaten aus SPON lesen durfte!! Ich war über Jahrzehnte treuer SPD Wähler, fand Schröders Agenda nicht gut, aber bitter notwendig, und konnte mich im Zeitablauf immer weniger mit den handelnden Personen und Positionen identifizieren. Schröder wählte ich aus Überzeugung, Steinmeier mit Bauchgrummeln und danach war Schluss. Das aktuelle Führungspersonal hat schlicht kein Format. Früher gab es Brandt, Wehner, Schmidt, Bahr, später Schröder und Münte. Heute vergraulen Stegner, Nahles und Co. jeden noch so wohlmeinenden Wähler. Ich bin traurig, aber diese SPD ist für mich unwählbar geworden. Schade drum.

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lars-s. 20.09.2018, 22:47
592. Meine Zustimmung...

...Herr Fleischhauer. Ich raune mal ein paar Worte in die frustrierte Menge: Nils Heisterberg, der Junge Mann ist Genosse, beschäftigt sich genau mit den im Artikel genannten Unmöglichkeiten, die so in der sPD abgehen und hat ein sehr aufschlussreiches Buch geschrieben, genannt "Die liberale Illusion". Der Titel ist Programm. Außerdem ist er bei Aufstehen mit von der Partie, eine Option über die alle von der sPD Enttäuschten wenigsten nachdenken sollten. Es muss mal richtig Druck gemacht werden, damit dieser ganze Kram, mit dem man als SPD keinen Blumentopf gewinnt gegen echte, sozialdemokratische Politik getauscht wird. So sehr ich mich über die Ehe für Alle gefreut habe, so sinnvoll staatliche feministische Pornos evtl sein mögen, diese Themen überlässt man lieber den Grünen. Getrennt kämpfen, vereint schlagen...

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Fuxx81 20.09.2018, 22:53
593.

Zitat von
Hätten diejenigen recht, die meinen, dass das Heil der Partei in der Opposition liege, müsste die bayerische SPD vor Kraft kaum gehen können.
Nun existiert die bayrische SPD aber auch nicht völlig losgelöst von der Bundes-SPD, jedenfalls nicht in der Wahrnehmung der Wähler...
Grundsätzlich stimme ich der Analyse ja zu aber bei einigen Punkten macht der Autor es sich zu leicht.

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joanz74 20.09.2018, 22:54
594. Sehr geehrter Herr Fleischhauer

Als ein in Gelsenkirchen geborener, dessen Vater aktives Mitglied in der SPD war,und der es vom Gesellen zum Diplom Ing gepackt hat attestiere ich ihnen hiermit dass sie keine ahnung haben. Ihre grundsätzliche Kritik, zumindest die Absicht so wie ich sie verstehe ist ok, doch sie attackieren einen Juso Vorsitzenden der recht naiv daher kommt, mit Standard argumentationen der jungen Union bzw der Juli's etc... und sofort ist ihr Weltbild in Ordnung. Ist es aber nicht, der von ihnen zitierte Artikel aus der SZ, im übrigen völlig unzureichend zitiert was den Inhalt an geht,trifft den Nagel wohl eher auf den Kopf. Die SPD ist keine Partei der Zukunft,der Ideen bzw der Wissenschaft mehr, und ganz und gar nicht eine Partei die für Sozialen aufstieg und Programme für gesellschaftliche Gerechtigkeit steht. Sie hat keine Antworten auf Fragen der industriellen fort Entwicklung ,bzw gesellschaftlichen entwicklungen. Das wirklich traurige daran das jetzt gerade Mut und realismus und Innovation seitens der Politik gefragt sind und nicht bewahren. Dafür haben wir ja schon die von ihnen seitens favorisierten Konservativen, die mit noch weniger verve an die sache gehen, nur halt mangels alternativen noch nicht so extrem abgestraft wurden, leider beobachte ich dass dieser Zustand auch fragil ist,was sich dann androht läßt mich erfrieren. Sie weisen auf inhalts leere einer Partei hin, was in Ordnung ist hin,ohne jedoch darauf hinzuweisen wo sie herkommt, sie instrumalisieren Debatten von Jusos über randprobleme, ohne auf den Kern der Problematik zu kommen. Die deutsche Gesellschaft braucht eine Diskussion Ebene fernab von Partei Büchern, was der SPD in diesem Fall (auch allen anderen) gut tun würde, und keine ideologischen eingefahrenen Kommentare, deren Zielsetzung niemanden klar ist

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wiseacre 20.09.2018, 22:55
595. Schröder

Der Niedergang der SPD begann mit Schröder's Agenda 2010. Denn damals hat die Partei ihre Identität geopfert und alles verraten, wofür sie einmal stand.

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mac4me 20.09.2018, 22:55
596. Volle Zustimmung

Die ohnehin geschrumpfte Kernklientel der SPD wählt heute eher grün oder rot (oder auch blau), und wie sie auf die radikalen Veränderungen in der Arbeitswelt außerhalb des gewerkschaftlichen Wirkungskreises reagieren soll, weiß die SPD bis heute nicht.

Die Grundrente ist nur eine umetikettierte Grundsicherung und löst das Problem der Altersarmut deshalb nicht.

In der Migrationsfrage ignoriert die SPD hartnäckig die Tatsache, dass ihre Klientel durch die Zuwanderung in jeder Hinsicht unter Druck gesetzt wird und sucht stattdessen nach neuen Wählern unter den Zugewanderten, was ihr wiederum viele einheimische Wähler übelnehmen.

Letztendlich sitzt sie zwischen allen Stühlen, beschäftigt sich kaum mit drängenden, dafür aber viel mit Randthemen und adressiert keine klare Zielgruppe - vom Mangel an attraktivem Personal ganz zu schweigen.

So macht sich die SPD letztendlich überflüssig. Es gibt keinen Grund mehr, sie zu wählen.

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grumpy-ole-cat 20.09.2018, 22:56
597. Untergangsdatum

Die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem, spätestens seit sie die
von der CDU anvisierte Mehrwertsteuererhöhung um 2% erfolgreich gekippt hat.

Es ist eine Verhöhnung der Wähler, dass man in den Wahlkampf zieht, eine zweiprozentige MwSt-Erhöhung zu verhindern und mit einer DREI-prozentigen Erhöhung aus den Koalitionsverhandlungen herauskommt.

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xberg99 20.09.2018, 22:57
598. Wenn

man dieser wöchentliche Polemik liest und dazu noch glaubt was Herr Fleischhauer von sich gibt ist es mir schon klar wieso AFD viele Fans und Unterstützer hat. Nur für komplexe Themen gibt es leider keine einfache Antworten. Auch wenn viele das nicht wahr haben wollen.

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Taraviva 20.09.2018, 22:58
599.

Das mit dem Point of no return dürfte falsch sein: in Zeiten, wo immer weniger Wähler einer bestimmten Partei fest verbunden sind, kann die Fluktuation genausogut auch wieder zurück zur SPD gehen. Was die Flüchtlingsthematik angeht, ist das die Partei von Willy Brandt, und genau deswegen ziehe ich - und nachwievor auch noch viele andere - den Hut vor ihrer Haltung. Auch wenn das für eher ahistorisch eingestellte Menschen schwer nachvollziehbar sein könnte.

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