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SPD: Sigmar Gabriel verzichtet auf Kanzlerkandidatur
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Paukenschlag bei der SPD: Parteichef Sigmar Gabriel verzichtet auf Kanzlerkandidatur und Parteivorsitz. Martin Schulz soll nach SPIEGEL-Informationen Nachfolger werden.

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Freidenker10 24.01.2017, 18:02
290.

Zitat von elikey01
@Freidenker10, 8. Keine Partei dürfte (künftig jemals wieder) genügend Stimmen für eine alleinige Reg.Mehrheit erhalten; eher ist mit Dreier-Koa's zu rechnen. Und da gehts schon los: Bereits beim Abklopfen der Schnittmengen für eine Koa offenbart sich, dass jede Partei ihre Vorstellungen weitestgehend umsetzen will. An die Kompromissfähigkeit werden demnach groß Ansprüche gestellt, bis man dann einen Koa-Vertrag ausgehandelt hat. Löhne sind Sache der Tarifparteien. (Sozialen) Wohnungsbau ankurbeln, findet ja in Ansätzen bereits statt. Es dauert, bis eine Wirksamkeit spürbar wird. Bsph. sei dazu erwähnt, dass man inzw. schon fast verzweifelt Personal für Polizei und Justiz, auch für Lehrkräfte selbst für Grundschulen sucht. Es fehlt an ausbildungsfähigen Bewerbern, was wiederum auf die Vernachlässigungen im Bildungssystem hinweist. Die Beamtenschaft in die gesetzl. Rentenvers. zu überführen, ist nicht nur ein schwieriges systemisches Unterfangen, sondern dürfte auch auf erhebliche Widerstände stoßen. Denn u.a. haben z.B. auch Ärzte und Anwälte eigene Vers.Systeme. Und Single-Selbstständigen fehlt es meist an genügend Umsatz, um neben der Existensicherung einen sinnvollen Beitrag für die Altersversorgung aufzubringen. Die Forderung nach einem gerechteren Steuersystem ist seit Jahren sehr berechtigt und eine Reform längst überfällig. Was man über so viele Jahre schleifen ließ, lediglich an den div. Baustellen "flickschusterte", lässt sich eben nicht in einer Legislaturperiode ausbügeln. Etablierte Parteipolitiker aller Couleur versprachen viel, hielten eher wenig (aus welchen Gründen im Einzelnen auch immer) und brachen bekanntlich seit der Bankenkrise 2008/2009 Verträge. Das Migrationsthema mit allen Folgen wird das Land (neben der EU) noch viele Jahre erheblich beschäftigen. Wer ist eigentlich noch glaubwürdig? Wenn Schulz als Kanzlerkandidat antritt, sollte er mehr auf sich als Person setzen, für sich werben und punkten, nicht so vordergründig für die SPD. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Nur hies. Wahrnehmung und daraus gebildete Meinung
In unserem Land ist nur solange alles unmöglich bis es mal einer macht, danach wundern sich alle wieso nicht schon viel früher. Deutschland und dessen Politiker mögen keine Veränderungen noch nicht mal die zum positiven! Mein Rentenbeispiel mit Österreich zählt noch immer. Warum haben die es geschafft und profitieren nun gesamtgeschellschaftlich davon und wir nicht? Ich glaube kaum, dass bei uns die Bürger auf die Barrikaden gehen würdem wenn das Rentensystem fairer wäre...

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innkeeper3 24.01.2017, 18:02
291.

Zitat von curiosus_
...der AfD Stimmen? Weshalb? Das würde ja bedeuten, dass es eine Schnittmenge zwischen Schulz-Wählern und AfD-Wählern gibt. Schulz dürfte wohl eher die CDU Stimmen kosten. Schulz-Wähler und Merkel-Wähler, da kann ich mir eine Schnittmenge vorstellen.
Ich denke eher, daß die Nominierung von Schulz die SPD eine Vielzahl von Wählerstimmen kosten wird. Er ist neben Stegner einer der unsympathischsten Vertreter der SPD.

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comaren 24.01.2017, 18:02
292. Wer braucht die SPD ?

Ich stelle die Frage, wer braucht die SPD ? Leute, die eine sozialere Politik möchten, sollten gleich LINKS wählen, Besser Merkel. Rot-Rot-Grün wäre eine Katastrophe.

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Proggy 24.01.2017, 18:03
293.

Zitat von kunibertus
von gerade mal sehr knapp über 20% (BT-Wahl 2013: 25,7%) fällt mir nur noch eine Weisheit aus der christlichen Seefahrt ein. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
Da wird es Martin Schulz wohl gerade noch schaffen, als letzter das Licht ausmachen zu dürfen. Obwohl auch das eine Herausforderung für ihn sein wird.
In den nächsten 20 Jahren braucht die SPD eh keine Kanzlerkandidaten, genau so wenig/viel, wie die FDP oder die NPD.

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Pless1 24.01.2017, 18:04
294.

Zitat von jjcamera
Wie kommen Sie darauf, dass der bekennende Pro-Europäer Schulz der Antieuropa-Partei AfD Stimmen kosten wird? Wo ist da der kausale Zusammenhang? Weil Antieuropäer dann lieber SPD wählen?
Die Wähler der AfD sind ja nicht alles Antieuropäer. Die meisten sind reine Protestwähler: Gegen das Establishment, gegen immer die gleichen Gesichter - ähnlich wie bei Trump.

Und auch wenn Gabriel noch nie Kanzlerkandidat war ist er genau das: ein Vertreter des (Partei-) Establishments. Er steht als Vizekanzler für die Politik der letzten Jahre, genauso wie Merkel. Und daher nicht als wirkliche Alternative -ähnlich wie bei Hillary.

Das ist bei Schulz ein gutes Stück weit anders. Zum Einen, weil er eben nicht Teil der Groko ist. Zum Anderen, weil er mit seiner bodenständigen und doch seriösen Art auch die eher einfachen Menschen eher anspricht als Gabriel.

Ich denke schon, dass Schulz eher Menschen dazu bringen kann, doch wieder der SPD zu vertrauen als "Protest" zu wählen bei dem Populisten.

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Putin-Troll 24.01.2017, 18:04
295. Dass ich nicht lache

Zitat von
Es geht um das Überleben der SPD.
Wenn es Gabriel um das überleben der SPD ginge, wäre er nicht die große Koalition eingagangen. Jeder wusste, wie das enden würde.

Schulz wird nun erst einmal einen Startvorteil haben, weil er weniger bekannt (und damit weniger berüchtigt) ist. Wenn den Leuten aber erst mal klar wird, was der in Brüssel so alles verbrochen hat, wird er es ähnlich schwer haben.

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fliese1 24.01.2017, 18:04
296. Schulz

ist die schlechteste Entscheidung der SPD. Die meisten kennen Schulz nur als EU Vertreter und die EU ist in letzter Zeit nicht gerade beliebter bei den Bürgern geworden. Wenn einer überhaupt eine kleine Chance gehabt hätte wäre es O. Scholz gewesen. Es wird wohl so sein das die SPD unter die 20% rutschen wird.

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karlheinz-hesse 24.01.2017, 18:04
297. Nach 35 Jahren

bin ich aus dieser Partei ausgetreten. Ich werde mir genau anschauen wie sich das Profil der SPD entwickelt. Wenn zum Richtigen Weg, haben die mich wieder als Parteigenosse.
Viel Glück Martin Schulz.

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prinoset 24.01.2017, 18:07
298. Warum sollte er?

Zitat von hoppla_h
Gabriel steuert um: „Zu spät!“ - Die SPD ist ruiniert, aber auch immer noch nicht 'ganz unten'. … Gabriel entdeckt seine pessimistische Sicht auf ein Wahlergebnis als Kanzlerkandidat. Den Kelch reicht er an Martin Schulz weiter. Welch ein giftiger Schierlingsbecher: [/b]Der Pessimist sagt: „Schlimmer geht nicht!“ - Der Optimist sagt: „Doch!“ ...[/b] Martin Schulz – wenn er sich denn einen Rest an Selbstachtung bewahrt hat – sollte dieses Angebot ausschlagen.
Mit solch einer Karriere hat er nie gerechnet und wenn das Ergebnis nicht stimmt, hey, so what, es gibt immer Möglichkeiten.

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karlheinz-hesse 24.01.2017, 18:08
299. Aber Klar,

Zitat von prinoset
Eine schon gewagte Wortwahl angesichts der jedem bekannten Fakten. Die SPD wird um die 18 % im Bund erhalten. Somit stellt sich die Frage nach einem Kanzlerkandidaten gar nicht. Gabriel weiß genau, dass der benannte Kandidat nur zum Verheizen aufgestellt wird und er mit all seinen Allüren eh niemals hätte Kanzler werden können. Wen stellt eigentlich die AfD als Kanzlerkandidat zur Verfügung. Das sollte man zumindest andenken, die Wahrscheinlichkeiten dürften in etwa gleich sein, wie die Gabriels.
wenn es nach den Auftritten Höckes diese Partei noch von den letzten Wutbürgern gewählt wird. Aber wer versteht schon Menschen, die Fremde hassen und die Zeit bis 1933 zurück drehen wollen.

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