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SPD-Spitze vor GroKo-Mitgliedervotum: Wird schon, weil: muss ja
DPA

Am Wochenende fällt die Entscheidung, die SPD-Spitze zeigt sich überzeugt: Die Mitglieder werden für die GroKo stimmen. Zuletzt lag die Parteiführung bei solchen Prognosen schon mal daneben. Wie stehen die Chancen diesmal?

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RalfHenrichs 02.03.2018, 06:12
1. Nein oder Untergang

Bislang konnte man sagen: die SPD-Führung ist nicht mehr links, aber die Basis. Stimmt die Basis für die GroKo, hat sich die SPD als linke Volkspartei - sowohl als Volkspartei, als auch als linke - verabschiedet. Aber noch weiß man es nicht: am Ende stimmen von den 430.000 vielleicht 80% ab, also ca. 350.000. Auf den Basiskonferenzen waren vielleicht insgesamt 1.000 oder knapp mehr. Niemand kann daher wirklich einen Überblick haben wie die Mehrheit ist. Es gibt ja meines Wissens auch keine Umfragen unter SPD-Mitgliedern (nicht Sympathisanten oder Wählern).

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crewmitglied27 02.03.2018, 06:16
2. Die Umfragen bei 56%

Die Vermutungen bei 60%.
Durch Sonntagsfragen aufgebauter Druck ("SPD bei 17%)-
Die "gefühlte Resonanz" auf den Parteiveranstaltungen positiv.
Der Rummel in den Medien mit der aufgebauten Drohkulisse Neuwahlen.
Das kann doch nur einen positiven Entscheid geben.
Wenn nicht, wird die SPD schon ihre 53% Zustimmung finden. Das kriegen die hin.

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pit.duerr 02.03.2018, 06:18
3. E gal jetzt ,

wie das Zinnober am Sonntag ausgeht. Ich hoffe, die SPD und Unionoberen werden es mal langsam raffen, das es bei den Tafeln in Deutschland so langsam ziemlich brennt. Erst Essen und jetzt hat auch noch Marl klare Kante zeigen müssen und hat alleinstehenden Männern, auch Deutschen, die Neuaufnahme verweigert. Begründung liegt unter anderem darin, das 80% der Empfänger mittlerweile Flüchtlinge seien. Die ehrenamtlichen Helferinnen sind ziemlich sauer auf die Politik aus Berlin, die geradezu das Spiel der drei Affen spielt, nix sehen wollen, nix hören wollen und nix riechen wollen. Es brennt im sogenannten Sozialstaat Deutschland, jetzt noch vereinzelt aber ,wenn sich nicht schnellstens etwas ändert, wird es sich wohl zum Flächenbrand entwickeln. Hat jetzt nur indirekt mit der Groko Wahl zu tun, gehört aber irgendwie auch dazu zum Thema. Ach so, noch was. Die Arbeit die die Tafeln übernehmen liegt eigentlich im Aufgabenbereich des Staates. Aber man kann ja die politisch hausgemachten innen politischen Themen gerne auf die Ehrenämtler abwälzen. Wenn sich nichts ändert, werden wir bösen bis sehr bösen Zeiten entgegen gehen. Ich sage dafür schon mal danke im Voraus.

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liberaleroekonom 02.03.2018, 06:35
4. Nur nicht zuviel Demokratie wagen

Wenn ich über eine unverbindliche Absichtserklärung (Koalitionsvertrag) abstimmen darf und jeder das hinein interpretieren kann, was er sich so erwartet, sollte doch eigentlich nichts schiefgehen.
Eine echte Abstimmung über die GroKo bzw. die Regierungsfähigkeit der SPD wäre es doch nur dann geworden, wenn neben den Inhalten auch die Personen (Minister), die diese in reale Politik umsetzen sollen, ebenfalls bekannt gewesen wären. Das wäre aber dann selbst für SPD-Verhältnisse doch etwas zu basisdemokratisch gewesen.
Lieber nutzt die SPD-Führung, nach dem zu erwartendem GroKo-Ja, die Möglichkeit sich anschließend mit Personalgeschacher im Hinterzimmer noch etwas weiter selbst zu zerlegen. Vielleicht werde ich diesmal aber auch positiv überrascht. Ich bin mal gespannt ob Frau Nahles mit ihren Personalentscheidungen das Kabinettstück von Frau Merkel noch toppen kann.

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dasfred 02.03.2018, 06:45
5. Ich bewundere die GroKo Gegner

Sie haben sich noch ihre kindliche Naivität bewahrt. Glauben die doch tatsächlich, wenn sie ein paar Jahre in der Opposition sitzen, kristallisiert sich ein charismatischer Kanzlerkandidat aus der Partei, und der kann alle Wünsche der Jusos erfüllen und die Wähler werden ihm scharenweise zulaufen. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll. Und die anderen Parteien halten natürlich die nächsten Jahre still. Die CDU stellt einfach Merkel nicht mehr auf, und niemand wählt mehr CDU? Na ja, Träume sind erlaubt, aber nicht, wenn es um die Regierung geht.

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zurbuntenkuh 02.03.2018, 06:52
6. Aus Angst...

werden sich die Mitglieder für die GroKo entscheiden. Langfristig werden sie dafür die Quittung bekommen. Dazu muss man sich nur die Ergebnisse der letzten 2 GroKos angucken (nach der GroKo 2005-2009 verlor die SPD 11%, nach der GroKo 2013-2017 wieder 6 %). Aber Angst war ja noch nie ein guter Berater...

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mirage122 02.03.2018, 07:28
7. Das wollt ihr doch nicht wirklich?

Der erhobene Zeigefinger von Willy Brandt sollte reichen, um die SPD vor einer erneuten GroKo ab zu halten. Das kann doch nicht wahr sein, dass man sich auf weitere Jahre von Frau Merkel diktieren lässt, was Sache ist - . nämlich gar nichts. Stillstand und nochmal Stillstand! Nur damit sie weiterhin regieren kann - jedenfalls was man so regieren nennt. Ich hoffe auf die Vernunft der Mitglieder, damit diese Partei nicht vollends den Bach runter geht!

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Francesca F. 02.03.2018, 07:33
8. Den lieben Genossen in der Führung

steht doch die Panik in den Augen, die Angst vor dem Machtverlust und die Angst vor Neuwahlen für doch dazu dass man sich letztlich für die große Koalition entscheiden wird. Ob das dann letztlich der SPD hilft ist die große Frage. Das einzig Sinnvolle ist ein Nein und dann ist es Sache von Frau Merkel eine Minderheitsregierung zu fühlen und sich die Mehrheiten zu suchen oder ein konstruktives Misstrauensvotum durchzustehen dann jedenfalls wäre die SPD auf der sicheren Seite und könnte auch bei Neuwahlen wieder punkten. Aber bei der SPD denkt man mal wieder etwas zu kurz und das wird sich ganz sicher rächen. Ich als SPD Mitglied habe jedenfalls die richtige Entscheidung getroffen, da bin ich fest überzeugt. Also Genossen packen wir es !

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omanolika 02.03.2018, 07:43
9. SPD-mannsgarn?

Auf dem bundespolitischen Meer,
hat es die SPD grade sehr schwer,
denn das Schiff, ist wirklich in Not,
und daher vom Untergang bedroht,
deshalb beginnt man so bisweilen,
Plätze auf Rettungsbooten und Schwimmwesten zu verteilen.

Manche stolze SPD-Matrosen sagen munter,
wir gehen ja lieber mit unserem Schiff unter,
als uns nun retten zu lassen vor Hilflosigkeit,
und dadurch bedeutungslos zu werden für lange Zeit!

Für andere SPD-Matrosen hingegen,
ist diese Rettung ein wahrer Segen,
denn auf diese ja besondere Weise,
könnte man fortsetzen diese Reise,
die dann noch ne Weile weitergeht,
bis mal wieder eine Wahl bevorsteht...

Denn dann kommt vielleicht mit lautem Geschrei,
tatsächlich mal die doch zu erwartende Meuterei...

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