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SPD-Spitze vor GroKo-Mitgliedervotum: Wird schon, weil: muss ja
DPA

Am Wochenende fällt die Entscheidung, die SPD-Spitze zeigt sich überzeugt: Die Mitglieder werden für die GroKo stimmen. Zuletzt lag die Parteiführung bei solchen Prognosen schon mal daneben. Wie stehen die Chancen diesmal?

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Rubyconacer 02.03.2018, 10:20
50. Weil und Nebensatz

Dieses kindliche „weil mit Hauptsatz“ hat in Medien nichts verloren. Das lernt man ja nicht erst in der Klippschule. Es verärgert einfach nur, so wie dieser krampartige Dauerdativ. Sprache ist dynamisch, aber zum Verhunzen zu schade.

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japhyryderson 02.03.2018, 10:23
51. Zum Mitgliederentscheid

Gestern habe ich mir den neuen "Stimmenfang"-Beitrag angehört. Ich muss sagen, die Interviews mit den Jusos haben mich begeistert. Das hatte etwas. Da waren Aufbruch, Mut und Lust für Neues spürbar. Ich hoffe nicht, das sich diese Entwicklung stoppen läßt. Die Einschätzung von Barbara Hendricks hört sich furchtbar altbacken, von oben herab und nach "Deckel drauf" an. Ich habe überhaupt keine Angst davor, wenn sich eine Mehrheit für NoGroko entscheidet. Weil sich dann in der SPD w i r k l i c h etwas bewegen wird. Deshalb unterstütze ich die jungen Leute.

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oaonorm1 02.03.2018, 10:25
52. Wenn das

""Es überwiegt die Einstellung: Wir haben aufbegehrt, aber jetzt ist es besser, die GroKo zu machen, als für eine ungewisse Zukunft zu stimmen", sagt ein NRW-Abgeordneter, der sich gegen die Regierungsbeteiligung ausspricht."
so ist, dann ist es eine Bankrotterklärung.
DAS ist der Grund warum die SPD in der öffentlichen Wahrnehmung überflüssig ist wie die FDP.

Wenn die es wirklich geschafft haben diese Attitüde in die Basis zu tragen und diese für ja stimmt, wird die SPD auch das bekommen was sie verdient.

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Listkaefer 02.03.2018, 10:38
53. @Willi.S

Danke für Ihre durchdachte Analyse. Aber in einem Punkt Widerspruch: Wenn Sie mit Anderen, die bezüglich Sozialpolitik glaubhafter sind, Wagenknechts Linke meinen sollten - bedenken Sie bitte, dass die realpolitisch nicht das Geringste bewegt haben. Die sind zwar laut, aber seit fast 30 Jahren wirkungslos, weil sie wegen ihrer Positionen zu Nato, EU und Putin bei allen anderen Partnern als nicht regierungsfähig gelten.

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Freidenker10 02.03.2018, 10:40
54.

Zitat von Listkaefer
Ihr Beitrag ist der schrägste von allen. Was für ein Pöstchen haben denn Sie? Und verraten Sie mal, was Sie mit Postengeschacher meinen, mit dem die Parteien aufhören sollen. Ich sehe nur, dass die künftigen Regierungsparteien in ganz üblichen Prozessen ihr Spitzenpersonal bestimmen. Darüber wird beraten, diskutiert und manchmal auch gestritten. Wie soll das denn anders gehen? Dieses Gerede um Pöstchen, chaotische Zustände und Schacherei ist doch argumentativ absolut oberflächlich und meistens auch substanzlos. Das ist so, wie Poltern am Stammtisch im Suff. Wer hier etwas postet, sollte sich um ernsthafte Diskussion bemühen.
Sie scheinen die letzten Wochen total verpennt zu haben. Darf ich an Herrn Schulz erinnern, an Herrn Gabriel und zuletzt an Frau Nahles die den Vorsitz mal so nebenbei übernehmen wollte. Wenn das kein Postengeschacher ist was dann?

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debahn 02.03.2018, 10:40
55. @ dasfred

dasfred heute, 06:45 Uhr
Zitat:
"5. Ich bewundere die GroKo Gegner
Sie haben sich noch ihre kindliche Naivität bewahrt. Glauben die doch tatsächlich, wenn sie ein paar Jahre in der Opposition sitzen, kristallisiert sich ein charismatischer Kanzlerkandidat aus der Partei, und der kann alle Wünsche der Jusos erfüllen und die Wähler werden ihm scharenweise zulaufen. Keine Ahnung, wie das funktionieren soll. Und die anderen Parteien halten natürlich die nächsten Jahre still. Die CDU stellt einfach Merkel nicht mehr auf, und niemand wählt mehr CDU? Na ja, Träume sind erlaubt, aber nicht, wenn es um die Regierung geht."

Oha, Mr. Oberschlau! Immer wieder schön zu lesen, wenn ein Forist die gefühlten 70% der Andersdenkenden als "naive Träumer" abkanzeln will.
Ihre Alternative ist also einzig und allein die GroKo? Prima, dann viel Spaß weitere 4 Jahre mit Absichtserklärungen und frommen Wünschen.
Und die SPD ist so oder so weg vom Fenster. Mit oder ohne GroKo. Dann lassen wir eben Frau A.Nahles noch ein wenig große, weite Welt spielen, auch egal.
Eine CDU light braucht kein Mensch.

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Robert_Rostock 02.03.2018, 10:44
56.

Wenn ich die GroKo-Gegner mit dem Argument "Nur in der Opposition kann sich die SPD erneuern" richtig verstehe, dann soll also die CDU, ggf. zusammen mit der FDP, jetzt 4 Jahre knallharte unsoziale Poitik machen, das Land weiter spalten, noch mehr Armut erzeugen. Das macht alles nix, die Opfer dieser Politik sind diesen SPD-Genossen egal.
Die Partei ist wichtiger als die Lage der Armen. Im Gegenteil, je schlechter es den Menschen geht, desto besser kann man als Opposition darüber meckern, um so besser kann man sich daran "profilieren".
Also auf keinen Fall versuchen, diese Entwicklung zu beeinflussen, gar aufzuhalten. Das könnte ja Wählerstimmen kosten.

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isar56 02.03.2018, 12:02
57.

Zitat von kirschlorber
Es ist nur für die Postenanwärter wirklich interessant ob es zur Groko kommt oder nicht. Die Arbeitnehmer-feindliche Politik der SPD wird sich so schnell nicht ändern. Nicht mit Groko und auch nicht ohne. Beispiel Renten: Frau Nahles behauptete verhandelt zu haben bis es quietscht. Für Soziales (u.a. Renten) werden nun zusätzliche 4Mrd ausgeben. Wow. Die Renten werden dadurch auf ein paar Jahre auf 48% "gesichert". Danach geht es weiter runter auf 43% (Beamtenpensionen stabil 71,5%). Ist für die Rentner kein Geld da? Sind normale Arbeitnehmer schlechtere Bürger als andere? Gerade wurden für die Rettung der HSH Bank 14 Mrd mal eben so rausgehauen. Insgesamt kostete die Bankenrettung den Steuerzahler 150 Mrd. Wer eine Lobby hat, wir bedient. Solange dieser Schrödersche Geist in der SPD herrscht, wird es mit dieser Partei weiter bergab gehen.
Sie bringen es auf den Punkt! Diese Koalitionsvereinbarungen ignorieren das soziale Dilemma im Land um Leiharbeit, Altersarmut, Kindersrmut, den Klimawandel etc und weiter werden Banken und Konzerne mit zig Milliarden von Steuergeldern gepolstert. Sogar für den Betrug der Autoindustrie soll der Steuerzahler herhalten. Wer immer noch diese Genossen oder die Union wählt lebt entweder vollkommen isoliert vom Weltgeschehen oder gehört selbst zu den Lobbyisten. Anders kann ich es mir nicht mehr erklären.

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shaboo 02.03.2018, 12:09
58. Haben ...

... Sie den Koalitionsvertrag eigentlich mal gelesen? Wie "sozial" (und gegebenenfalls nachhaltig und verbindlich) ist denn bitte schön das, was dort zu so zentralen Themen wie Steuern, Rente, Gesundheit oder Wohnen vereinbart wurde? Wie viel schlimmer soll denn das Ihrer Meinung nach unter Schwarz-Gelb ausfallen? Dieses ständige Hochschreiben der SPD-Verhandlungsergebnisse und diese "Hauptsache mitregieren und IRGENDWAS bewegen"-Einstellung bringt echt niemanden weiter. Der Niedergang der SPD liegt zu null Prozent darin begründet, dass sie ihre großartigen Erfolge (wie Mindestlohn) im Kleinen zu schlecht verkauft hat, sondern einzig und alleine daran, welche Politik sie im Großen über all die Jahre mitgetragen und mitverantwortet hat - und die zum Beispiel zur krassesten Ungleichverteilung von Vermögen seit 100 Jahren geführt hat. Und das wird sich auch nicht ändern, wenn man einfach so weiter macht. Es ist doch geradezu pervers, der SPD zu unterstellen, sie würde genau dadurch weniger sozialdemokatisch werden oder "die kleinen Leute" vergessen, dass sie sich der CDU nicht länger als Mehrheitsbeschaffer - und mehr ist sie nun mal nicht - zur Verfügung stellt.

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Kurt2.1 02.03.2018, 12:13
59. #25

Zitat von kritischer-spiegelleser
Die SPD muss regieren unter einer CDU-Kanzlerin. Die ausser ihrem Amt keine weiteren Ziele hat. Also muss die Arbeit die SPD machen. Und die CDU wird versuchen die Lorbeeren einzusammeln. Denkbar schlechte Voraussetzungen für Furore!
Watt mutt, datt mutt!
Es war schon immer das einzige Ziel der CDU den Kanzler zu stellen. Daraus ergibt sich dann die Politik der Partei. Deswegen kein Wahlkampf, deswegen "auf Sicht fahren", deswegen keine visionären Vorhaben, deswegen der ewig gleiche Trott.
Da dies der Mehrheit der Wähler offensichtlich ausreicht, bleibt der SPD nichts anderes, als sich diesen Egomanen an die Hacken zu hängen, um für die Menschen umzusetzen, was geht. Schön wäre es, die SPD würde sich besser verkaufen. Etwas mehr Marketing.
Würde die SPD in die Opposition gehen, würden die Bürger mit ihren Lieblingen allein gelassen werden. Aber ich bin zuversichtlich. Irgendwann merkt auch die letzte Schlafmütze, dass die CDU keine Lösungen für die eigenen Wähler parat hat.
Niemand braucht Furore. Solide Politik reicht. Die liefert bekanntlich die SPD.

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