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SPD-Spitzenpolitiker: "Die massive Kritik an Andrea Nahles ist unfair"
DAVID HECKER/EPA-EFE/REX

SPD-Spitzenpolitiker wie Olaf Scholz, Malu Dreyer und Manuela Schwesig haben zur Solidarität mit der Vorsitzenden Andrea Nahles aufgerufen - und zu einem respektvollen Umgang miteinander.

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shotaro_kaneda 02.06.2019, 07:23
40.

Die massive Kritik an Nahles ist berechtigt und nicht unfair. Ich denke die SPD möchte eine basisdemokratische Partei sein. Also hört auch auf die Basis.

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haralddemokrat 02.06.2019, 07:50
41. Sie ist soweit

unfair, weil es der Politapparat ist, der für die Entwicklung verantwortlich ist. Der Angriff auf Nahles ist die Denkweise der „Führungskopfschuld“. Schuld sind die Strukturen, fehlende Transparenz der Politik, fehlende Klarheit, für was die Partei überhaupt steht, Prozesse und Opportunisten in der Partei, z.B. der Seeheimer Kreis. Was und welche Inhalte verknüpfen diesen Kreis mit der SPD? Fragen über Fragen und sie werden nicht weniger.

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holwin 02.06.2019, 08:36
42.

Frau Nahles hatte einige merkwürdige Auftritte auf Parteitagen und auch im Bundestag. So blöd das auch sein mag, das bleibt im Gedächtnis haften und entscheidet letztendlich bei vielen Menschen darüber ob die SPD wählbar ist oder eben nicht. Inhalte spielen dabei nicht die Rolle, die sie eigentlich spielen sollten. Die meisten Beschlüsse der GROKO gehen auf Initiative der SPD zurück!! Ein Kevin Kühnert schadet der SPD sehr. Seine Aussagen der letzten Zeit und das was die Medien daraus machen, schreckt WählerInnen ab!! Ich kann das selbstgefällige Geschwafel einfach nicht mehr hören. Lieber Genosse, bitte verlasse die Partei und gehe zu den Linken...Die SPD braucht endlich einen festen sozialen Kurs den es gilt gut zu verkaufen. Dann neue Gesichter an der Spitze und zwar solche, die einen souveränen Auftritt hinlegen können und sich nicht um Kopf und Kragen reden.

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vitalik 02.06.2019, 08:39
43.

Zitat von wulf.blumenstein
kann ich - trotz meines Rentenalters - nicht werden. Aufgrund welchen Politikangebotes sollte ein 30-Jähriger Akademiker mit einem Bruttoeinkommen von 40.000 EUR SPD wählen? Der ist nicht auf der Suche nach irgendeiner Gereichtigkeitslücke, die mit Mütter- oder sonstigen Renten geschlossen werden soll, sondern will wissen, wie sich die SPD die zukünftige Gesellschaft in Deutschland vorstellt (digital? bunt? fair?) , wie seine Kinder eine international wettbewerbsfähige Ausbildung erhalten (und nicht in der Bildungsbürokratie der Bundesländer untergehen), welches Auto zunkunftssicher ist und wie Deutschland zukünfitg international aufgestellt sein soll - in der EU, in der NATO, in der OECD etc... Wo bleiben die jungen Leute in der SPD? Warum wird ein Kevin Kühnert abgekanzelt...der soll erst mal zeigen, dass er was kann...Parteiraison....gehts noch? Wie war das mit dem Muff unter den Talaren? Und jetzt das Gegreine: dieses ist nicht fair, jenes ist nicht fair... War es fair, wie die SPD mit Martin Schulz umgegangen ist? Da haben die Strategen grandios versagt: Wieso wird jemand als trockener Buchhändler aus Würselen verkauft und nicht als überzeugter Europäer, der dem EP viele Jahre ein Gesicht gegeben hat? Ich habe kein Patentrezept und ich würde mir wünschen, dass ein Wechsel im Parteivorsitz etwas bringt. Aber das sehe ich leider nicht. Deswegen: hört auf, Euch mit Euch selbst zu beschäftigen, sondern erkennt Fehler an und bietet Inhalte an. Es ist zum Verzweifeln. Ich gehöre der SPD seit 1994 an - wie lange noch?
Da muss ich Ihnen widersprechen. Auch ein 30 Jähriger Akademiker hat Eltern, die bald in Rente gehen.
Von einer SPD erwarte ich keine Antworten auf die Konflikte der Welt und auch die Fragen (digital? bunt? fair?) interessieren mich bei der SPD nicht.
Die SPD steht für mich als Vertretung der Arbeitnehmer, Mindestlohn, Gewerkschaften, Rente, Krankenversicherung, Zeitarbeit, Leiharbeit, Tarifverträge usw. Das muss sich die SPD auf die Fahnen schreiben.


Für die anderen Themen gibt es Parteien, die weit bessere Antworten haben und die damit glaubwürdiger sind.
Man sieht es auch an der aktuellen Umweltdebatten. Weder die CDU noch die SPD waren in der Lage die Umweltthemen anzugehen. Ok, geschenkt und wenn die Zeit reif ist, wie jetzt, kommen die Grünen und zeigen hoffentlich mehr Engagement. Aus diesem Grund fand ich die Piraten so attraktiv, weil mit dieser Partei endlich die Digitalisierung in die Politik Einzug hielt. Leider ist die Partei an sich selbst gescheitert. Aktuell ist es einfach nur peinlich, wenn die CDU und die SPD von Digitalisierung sprechen und dabei das Internet einfach nicht verstehen.

Übrigens bin ich ein Verfechter von Koalitionen. Ich finde es einfach unglaubwürdig, wenn eine Partei alle Belange der Bevölkerung versucht abzudecken. Die CDU steht aktuell für alles, erreicht aber fast nichts.

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2xtatic 02.06.2019, 09:00
44. Richtig erkannt!

Zitat von wulf.blumenstein
Aufgrund welchen Politikangebotes sollte ein 30-Jähriger Akademiker mit einem Bruttoeinkommen von 40.000 EUR SPD wählen?
Spätestens beim übernächsten Karrieresprung zählt er zu den Leistungsträgern der Gesellschaft und gleichzeitig mit seinem Einkommen für Olaf Scholz bereits zu den "Millionären" und darf hemmungslos geschröpft werden. Tut mir Leid, aber unsere Arbeiterpartei tritt der Mittelschicht und damit dem Motor unseres Wohlstands bei jeder Gelegenheit in den Hintern. Somit sind sie mit ihren Restprozenten noch gut bedient. Dass jetzt wieder Briefe zur Besetzung von Pöstchen verschickt werden, zeigt uns, dass kaum mit einem Aufwachen zu rechnen ist.

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Paul-Merlin 02.06.2019, 09:30
45. Verantwortung am Absturz der SPD tragen

neben Nahles zweifellos auch die genannten SPD-Größen Vizekanzler Olaf Scholz, die Ministerpräsidentinnen von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, Malu Dreyer und Manuela Schwesig, die Landeschefs von Bayern und Hessen, Natascha Kohnen und Thorsten Schäfer-Gümbel, sowie der schleswig-holsteinischen Fraktionschef Ralf Stegner. Die SPD hat den notwendigen Wandel nicht geschafft, die Karrieristen in der Partei haben die Oberhand behalten. In der Tat ist deshalb Solidarität in der Parteispitze angebracht, nämlich die Solidarität zum gemeinsamen Rücktritt von allen Ämtern. Diese SPD braucht niemand mehr, sie ist ihrer historischen Verantwortung nicht gerecht geworden und sollte im Zuge ihrer Parteiauflösung das Parteivermögen für soziale Zwecke verwenden, quasi als Abschiedsgeschenk an die im Zuge der Agenda 2010 wirtschaftlich dauerhaft abgehängten Bevölkerungsteile.

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ptb29 02.06.2019, 09:43
46. Die sogenannten Spitzenpolitiker

sollten überlegen, ob sie wirklich Spitze sind. Auch sie trugen zu den schlechten Wahlergebnissen bei.

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gt1961 02.06.2019, 09:58
47. aktuell

...steckt die SPD in der Krise, die nächsten werden die Grünen sein,wenn der Bürger bemerkt, das auch die keinen anderen Weg gehen, als den ,den das Großkapital zulässt. Einem jeden muss klar sein, das Parteien bzw. die Politik nur bedingt Entscheidungsfähig ist. Geld regiert die Welt (Politik)

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testuser2 02.06.2019, 10:28
48. Ist nicht unfair, ihr Rücktritt folgerichtig

Nein, die Kritik an Andrea Nahles ist nicht unfair. Sie hatte bei der Ausbotung einiger ihrer Genossen und bei deren schlechten Wahlergebnissen der SPD schadenfroh an ihre eigene Karriere gedacht. Und die hatte sie an der Seite von Merkel vorantreiben wollen. Das haben die Wähler abgestraft, sie ist selbst schuld.

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spon_7924415 02.06.2019, 10:33
49. Herzlichen Glückwunsch an Spiegel-Redaktion

Die beharrliche, andauernde Kritik an der SPD hat nun ein neues Opfer zur Folge, den Sturz von Fr. Nahles dürfen auch sie sich auf die Fahnen schreiben. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Sie haben es zudem geschafft, die CDU aus der Schußlinie zu nehmen und Rezo mit einem fragwürdigen "Faktencheck" anzugreifen.
Man fragt sich beim Spiegel immer, wie das Blatt eigentlich steht, welches Ziel die Redaktion eigentlich verkörpert. Links ist der Spiegel jedenfalls definitiv nicht.

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