Forum: Politik
SPD-Strategiedebatte: Kuscheln oder Klassenkampf
DPA

Die SPD ist verunsichert. Die jüngsten Urnengänge haben gezeigt, dass Kuschelwahlkämpfe nicht funktionieren - so kommt man an der Union nicht vorbei. Für die Bundestagswahl wird sich die Partei überlegen müssen, ob sie eine härtere Gangart einschlägt. Es droht eine neue Strategiedebatte.

Seite 1 von 9
spiegelleser987 07.05.2012, 15:17
1. Wie soll ...

Zitat von sysop
Die SPD ist verunsichert. Die jüngsten Urnengänge haben gezeigt, dass Kuschelwahlkämpfe nicht funktionieren - so kommt man an der Union nicht vorbei. Für die Bundestagswahl wird sich die Partei überlegen müssen, ob sie eine härtere Gangart einschlägt. Es droht eine neue Strategiedebatte.
Wie soll die SPD jemanden überholen? Ich erinnere mich da ganz vorsichtig an das Interview mit einem Herrn Gabriel gestern in irgendeiner Nachrichtensendung. So in etwa: die SPD hat, als sie in der Regierungsverantwortung war, sich nicht für Banken, Hedgefonds usw. sondern für die Entwicklung der Industrie, großen, kleinen und mittelständischen Firmen usw. in D eingesetzt, um Arbeitsplätze zu schaffen. Ist er vergesslich? Oder hofft er, dass der Wähler vergesslich ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
caecilia_metella 07.05.2012, 15:27
2. Orientierungsschwäche

"Es ist der alte Konflikt um die Frage, wie oppositionell sich die SPD geben darf.

Steinmeiers Haltung mag aus staatspolitischer Sicht löblich sein. Für die Profilierung und die Mobilisierung der SPD scheint dieser Kurs allerdings immer weniger Genossen hilfreich. Ähnlich wie ihre Parteifreunde in den Ländern haben die Sozialdemokraten in Berlin längst große Schwierigkeiten, dem Wähler zu erklären, was sie von der Konkurrenz wirklich unterscheidet."

Die SPD versucht meist, mit den Großen mitzudenken. Die sind aber i.d.R. in CDU/CSU und FDP vertreten.
Der SPD kann man nur raten: Macht die Kleinen stark, denn das sind Eure Wähler.
By the way: Die Großen sind in der Minderheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kalaschnikowa 07.05.2012, 15:31
3. Gabriel vor...

Zitat von sysop
Die SPD ist verunsichert. Die jüngsten Urnengänge haben gezeigt, dass Kuschelwahlkämpfe nicht funktionieren - so kommt man an der Union nicht vorbei. Für die Bundestagswahl wird sich die Partei überlegen müssen, ob sie eine härtere Gangart einschlägt. Es droht eine neue Strategiedebatte
"Würde Gabriel Kandidat, könnte sich die SPD auf einen Krawall-Wahlkampf einstellen, so viel ist klar. Ob der Parteichef aber angesichts seiner geringen Popularität der richtige Mann wäre, bezweifeln nicht nur seine Gegner" - schreibt SPON. Persönlich hoffe ich, dass Gabriel Kandidat wird!! Hat zwar keine Chancen aber es wird bestimmt witzig und lustig! Allein wenn ich an Herrn Steinmeier denke...Gähn...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dramidoc 07.05.2012, 15:33
4. xxxx

Zitat von sysop
Die SPD ist verunsichert. Die jüngsten Urnengänge haben gezeigt, dass Kuschelwahlkämpfe nicht funktionieren - so kommt man an der Union nicht vorbei. Für die Bundestagswahl wird sich die Partei überlegen müssen, ob sie eine härtere Gangart einschlägt. Es droht eine neue Strategiedebatte.
Das Problem ist doch grundsätzlicher Natur. Die SPD ist einfach nicht glaubwürdig, ebenso die Grünen. Wenn sie nun einen klassenkämpferischen Wahlkampf führt, dann wird sie davon auch nicht profitieren. Steinbrück, Steinmeier und Gabriel machen diesem Art diese Strategie noch unglaubwürdiger. Steinbrück ist ein Bilderberger, treibt sich lieber bei seinen Freunden von der Finanzwirtschaft rum als sein Mandat wahrzunehmen. Gabriel führt einen ständigen Kampf mit den tatsächlichen Verhältnissen und Steinmeier ist einfach farblos. Alle drei werden auch mit den Hartz-Reformen in Verbindung gebracht. Ein anderes Problem ist auch die Dominanz der Seeheimer. Thomas Wieczorek schreibt zurecht, dass Parteilinke (egal welche Parteien) nur Feigenblätter sind für ein schlechtes Gewissen. Von daher glaube ich auch, dass die SPD bei der nächsten Bundestagswahl max. 25% bekommen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
passiflore 07.05.2012, 15:33
5. optional

Wenn die SPD nicht so feige wäre und mal lautstark darauf hinweisen würde, dass Deutschland zu einem guten Teil wegen Schröders Agenda 2010 so gut aus der Krise gekommen ist, wäre doch schon ein Schritt gemacht. Aber in Sozialisten-Kreisen gilt Schröders damaliger Kurs ja als Sündenfall. Und so sieht man lieber zu, wie Merkel die SPD-Reformen als Erfolg einfährt. Wenn die SPD sich mal, wie noch vor 40 Jahren, um die Industrie-Arbeitsplätze sorgen würde, um günstige Energien und um "echte Arbeiterthemen" , anstatt sich mit halbgrünem Luxusgefasel einer Beamtenklientel anzudienen, könnte es was werden. Mir fällt dazu aber nur der alte Kämpe Clement ein, der diese Wurzeln nicht verleugnet und immer noch weiß, wo das Geld (u.a in NRW) an der Basis verdient wird. Aber der hat ja nicht den modisch-linken Gutmenschen-Stallgeruch und ist der SPD deshalb suspekt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haus9 07.05.2012, 15:38
6. Alternativen auch für Personal

Steinmeier, Gabriel und Steinbrück haben wir abgewählt. Wenn das gleiche Personal jetzt wieder antritt, ist das schlichtweg dreist. Da hilft auch keine späte Debatte. Ohne neues Personal und eine klare Rückkehr zur Sozialdemokratie kann mich die Partei nicht zurückgewinnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Trollvottel 07.05.2012, 15:42
7.

Zitat von caecilia_metella
Der SPD kann man nur raten: Macht die Kleinen stark, denn das sind Eure Wähler. By the way: Die Großen sind in der Minderheit.
Für wie bescheuert halten Sie die Kleinen?

Neulich hier in NRW unter einem Plakat "Kraft für ein starkes NRW"
daneben- ein Rentner sucht in einer Mülltonne Pfandflaschen.
Hartz4, Billiglohnmarkt, Aufstocken schon vergessen? Da kann ich auch gleich das Original wählen wenn ich asozial will.
Die SPD hat neben Kuscheln durchaus auch Klassenkampf gemacht, nämlich Klassenkampf von oben. Die faulen dämlichen Hartz4 Empfänger gingen schon unter SPD/Grüne Regierung auf Sendung in allen Kanälen auch im ÖR.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Olaf 07.05.2012, 15:43
8.

Zitat von sysop
Die SPD ist verunsichert. Die jüngsten Urnengänge haben gezeigt, dass Kuschelwahlkämpfe nicht funktionieren - so kommt man an der Union nicht vorbei. Für die Bundestagswahl wird sich die Partei überlegen müssen, ob sie eine härtere Gangart einschlägt. Es droht eine neue Strategiedebatte.
Vielleicht sollten die einfach mal mit der Frage beginnen: Warum sollte uns jemand wählen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paretooptimal 07.05.2012, 15:49
9. Personalflaute?

Im rechten Licht betrachtet, ist die gesamte SPD-Führungsriege einschl. Frau Nahles eine Fehlbesetzung. So sehen leider keine Siegertypen aus. Aber das Problem hat auch die CDU und die anderen etablierten Parteien. Alle sind in die Jahre gekommen. Die SPD muß endlich wieder einen eigenen Kurs gegen die Koalition fahren und zwar mit aller Härte. Was die SPD seit geraumer fabriziert, ist nur "Du-Du.Kram". Aber wer soll´s richten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9