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SPD sucht Parteispitze: Kein Retter in Sicht
Omer Messinger / EPA-EFE / REX

Die SPD sucht eine neue Parteispitze. Doch prominente Genossen halten sich bislang zurück, das Verfahren droht zur Farce zu werden. Nun erhöhen Wahlkämpfer aus dem Osten den Druck.

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josho 06.08.2019, 18:41
1. "Blinde Kuh".......

..... das ist ein hervorragendes Bild zum Artikel! Ohne Klärung, in welche Richtung die Partei künftig gehen will, werden sich natürlich nur Blindgänger im wahrsten Sinne des Wortes melden. Die Partei taumelt im Nebel und sucht hierfür eine Führungsfigur! Eine größere Farce konnte man tatsächlich nicht veranstalten. Daran wird leider auch jetzt die unmittelbar bevorstehende Einstelligkeit in den Umfragen nichts ändern. Denn die Damen und Herren in der Chefetage kleben an ihren Ämtern und ihren Ministersesseln.
Kann man ja aus ihrer Sicht irgendwie auch verstehen...

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boba 06.08.2019, 18:52
2.

... woher nur dieser groteske Glaube, die SPD bräuchte neue Vorsitzende, Retter oder sonstwas.
Was die SPD braucht, ist ein PROGRAMM - und zwar eines, welches sich von dem der CDU unterscheidet und welches den Arbeitnehmern in diesem Land eine Perspektive jenseits neoliberaler Vorstellungen bietet. Eigentlich würde ein "Zurück zur sozialen Marktwirtschaft" schon reichen. Der/die neue Vorsitzende, der/die derartiges glaubhaft vertreten kann, findet sich dann von ganz alleine.

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hausfeen 06.08.2019, 18:53
3. So ist es. Da ist niemand.

Kevin Kühnert muss noch reifen. Der Rest ist Schweigen.

Die SPD wäre gut beraten für eine längere Zeit sich auf das Provisorium Trio einzulassen, aber mit anderen Personen. Solchen, die zukunftsorientierter sind.

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friedrich_eckard 06.08.2019, 18:55
4.

Woher, wenn nicht aus der zweiten oder dritten Reihe, sollen denn Hoffnungsträger für die SPD auch sonst kommen, nachdem die erste Reihe es alles so bodenlos ver*oink*t hat? Prominenz sollte in dieser Situation doch geradezu ein Ausschlusskriterium sein... nach meiner Ansicht trägt die wahrscheinlich definitiv letzte Chance der Partei die Namen "Lange & Ahrens", wobei man sich Kühnert in dieser Konstellation recht gut als Generalsekretär vorstellen könnte. Ob aber die SPD-Basis den Mut zu einer Personalentscheidung aufbringt, die nun wirklich einen deutlichen Bruch mit der schröderblairistischen Vergangenheit markieren würde?

Aber was, Genossinnen und Genossen, habt Ihr mit Blick auf Wahlresultate und Umfrageergebnisse denn noch zu verlieren? Gebt Euch also einen Ruck und bedenkt wohl das Wort Friedrichs von Logau: "In Gefahr und größter Not / bringt der Mittelweg den Tod.".

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jonath2010 06.08.2019, 18:55
5. Sprücheklopfer

Was waren das noch Zeiten, als es SPD-Köpfe gab wie Willy Brandt, Helmut Schmidt, Gustav Heinemann, Karl Schiller, Jochen Vogel, Franz Müntefering. Diese Partei hat fertig. Und auf dem Fuße folgt die CDU. Die Menschen haben Sprücheklopfer, die Taten vermissen lassen, einfach satt.

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archivdoktor 06.08.2019, 19:00
6. Ojehh.....

".....das Verfahren droht zur Farce zu werden" meint der Autor - das droht nicht sondern das IST eine Farce! Was haben sich die SPD-Oberen wohl gedacht, als sie dieses Procedere einführten??? Gucken wir auf die bisherigen Kandidaten, dann, na ja.....
Herr Weil macht seine Sache gut in Niedersachsen und wäre "bescheuert", sich auf den Schleudersitz zu setzen....Und Frau Giffey wird natürlich erst abwarten, wie es mit der Plagiatsaffäre weiter geht. Kühnert, Schwan, Klingbeil - kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass einer von diesen die Partei einen kann. Vielleicht wäre es schlauer abstimmen zu lassen, ob man die GroKo verlässt oder sich weiterhin in Berlin durchwurschtelt!

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Faktomat 06.08.2019, 19:01
7. Aufloesen

Was soll ein jahrelanger Todeskampf ? Die Partei hat sich ueberlebt, so wie Pferdegespanne. Das ist halt so, es war nicht die Schuld der Pferde. Die Partei sollte sich aufloesen und ihren Mitgliedern raten, in andere Parteien einzutreten. Z.B. Scholz zur CDU, Kuehnert zur Linken, Gabriel zur FDP oder den Piraten, viele zu den Gruenen, manche zur AfD. Auch in der Wirtschaft erfordert der Wandel immer wieder Konsolidierungen, wenn alte Geschaeftsmodelle auslaufen.

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alter55 06.08.2019, 19:07
8. Es fehlen einfach Köpfe

Ich meine echte Köpfe, die da einst Namen hatten wie Schmidt, Brandt, Wehner etc., ganz gleich, was man von ihnen gehalten hat. Auf der anderes Seite sind Köpfe wie FJS&Co. nicht mehr vertreten.
Von den jungen hat keiner was zu bieten, außer ein Pöstchen, was er behalten will. Da gibt es eine Nahles, die Zeit ihres Lebens nie richtig gearbeitet hat und eine AKK, die "ihrer Chefin" das Wasser nicht reichen kann.
Es gibt niemanden, der sagt, wo es lang gehen kann und was er will, sondern nur Leute im Konjunktiv. Da liegen meines Erachtens die echten Probleme unserer Volksvertreter. Das gibt denen, die keiner will noch immer Aufwind.

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egonon 06.08.2019, 19:13
9. Wofür steht die SPD?

Drei Personen bilden den geschäftsführenden Vorstand und dazu noch Lars Klingbeil. Keiner von ihnen hat klare Vorstellungen von sich gegeben, wie es inhaltlich mit der SPD weitergehen soll.Also sollen sich Personen um den Vorsitz bewerben, für die noch nicht einmal feststeht, welche konkreten Ziele diese Partei verfolgen und welche Wähler sie ansprechen will.Für mich als Wähler kommt es auf das Programm an und dann, welche Personen es glaubhaft umsetzen will. So wie der jetzige Zustand der SPD ist, kann ich nur Trappatoni zitieren. SPD: "wie Flasche leer." So wird das nichts!

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