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SPD sucht Parteispitze: Kein Retter in Sicht
Omer Messinger / EPA-EFE / REX

Die SPD sucht eine neue Parteispitze. Doch prominente Genossen halten sich bislang zurück, das Verfahren droht zur Farce zu werden. Nun erhöhen Wahlkämpfer aus dem Osten den Druck.

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ColynCF 06.08.2019, 19:14
10.

Vielleicht sollte man die Kandidaten alle maskiert antreten lassen: das Monster, der Grashüpfer, der Astronaut, der Schmetterling, ... Die Einschaltquoten gingen durch die Decke.

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prologo 06.08.2019, 19:19
11. Niemand von der SPD will deren Untergangs Kapitän sein

Zitat von boba
... woher nur dieser groteske Glaube, die SPD bräuchte neue Vorsitzende, Retter oder sonstwas. Was die SPD braucht, ist ein PROGRAMM - und zwar eines, welches sich von dem der CDU unterscheidet und welches den Arbeitnehmern in diesem Land eine Perspektive jenseits neoliberaler Vorstellungen bietet. Eigentlich würde ein "Zurück zur sozialen Marktwirtschaft" schon reichen. Der/die neue Vorsitzende, der/die derartiges glaubhaft vertreten kann, findet sich dann von ganz alleine.
Dem dann die ganze Verantwortung für den Untergang der SPD zu geschoben wird. Aber der wahre Untergangs Kapitän war Schröder.
Und sein Seeheimer Kreis. Müntefering, Steinbrück, Steinmeier und Nahles. Man könnte auch sagen, die Ratten haben das sinkende Schiff schon verlassen.

f
Es hat doch 16 Jahre gedauert. Angefangen mit Hartz IV, Rentenkürzung von Müntefering, Aufhebung der Tarif Autonomie, Einführung des niedrig Lohn Sektors.
Die Folgen sieht man jetzt deutlich. Renten Armut für Millionen Zukunft Rentner. Kinderarmut wegen Niedrig Löhnen. Nur die Tafeln haben sich verzehnfacht.

Diese SPD hat 16 Jahre lang nichts dagegen getan, ihre großen Fehler zu korrigieren. Aber dafür, dass die SPD Führung weiter an den Trögen sitzen kann, haben sie die eigene Klientel der Arbeitnehmer verraten, verkauft und angelogen.

Deshalb finde ich persönlich das gut so, dass diese, aus meiner Sicht Verräter Partei, aus den Parlamenten fliegt.
prologo

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e.schuermann 06.08.2019, 19:20
12. Melde Dich

Einer, der sagt, er könne es sich kaum vorstellen, dass er kandidiert und die Wahrscheinlichkeit, dass er es täte, bewege sich theoretisch bei 15 bis 20%, ist wahrlich nicht geeignet. Zudem macht Weil eher den Eindruck eines Salonsozialdemokraten. Man sollte ihn nicht weiter quälen.
Der Generalsekretär verkörpert trotz seiner Jugend eher den Typ eines Apparatschiks. Die Partei wäre nicht gut beraten, ihn an die Spitze zu stellen. In Betracht kann, wenn die Partei tatsächlich von den miserablen Prozentzahlen wegkommen will, nur jemand kommen, der wirklich und mit Überzeugung von den unsozialen Schröderschen Hinterlassenschaften wegkommen will. Er muss dann aber auch den Mut dazu haben. Und er braucht eine Truppe, die insoweit nicht vorbelastet ist und mitmacht.
Wo aber ist dieser Mann und gegebenenfalls auch die Frau?
PS
Eine Doppelspitze halte ich allerdings für Blödsinn.

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bergführer 06.08.2019, 19:20
13.

Hätte ich ein Mandat und würde nach meinem Ausscheiden in irgendeinem Versorgungsposten als Vorsitzender irgendeiner unbedeutenden Stiftung für die nächsten 15 Jahre 100.000€ verdienen, ja dann würde ich mich auch nicht zur Kandidatur stellen.
Vielleicht stellt sich jetzt auch mal jemand von den typischen SPON Lesern die Frage ob es nicht sinnvoll sein kann, dass wirtschaftlich unabhängige Menschen in die Politik kommen.

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Zett 06.08.2019, 19:22
14. Müntefering ?

Zitat von jonath2010
Was waren das noch Zeiten, als es SPD-Köpfe gab wie Willy Brandt, Helmut Schmidt, Gustav Heinemann, Karl Schiller, Jochen Vogel, Franz Müntefering. Diese Partei hat fertig. Und auf dem Fuße folgt die CDU. Die Menschen haben Sprücheklopfer, die Taten vermissen lassen, einfach satt.
Der war doch beim "Start" in den Abstieg munter vorneweg dabei.....aber sonst gebe ich Ihnen recht.

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alang1001 06.08.2019, 19:23
15. Sozialdemokraten

******... woher nur dieser groteske Glaube, die SPD bräuchte neue Vorsitzende, Retter oder sonstwas. Was die SPD braucht, ist ein PROGRAMM - und zwar eines, welches sich von dem der CDU unterscheidet und welches den Arbeitnehmern in diesem Land eine Perspektive jenseits neoliberaler Vorstellungen bietet. Eigentlich würde ein "Zurück zur sozialen Marktwirtschaft" schon reichen. Der/die neue Vorsitzende, der/die derartiges glaubhaft vertreten kann, findet sich dann von ganz alleine. *****

Da bin ich so bei Ihnen! Deutschland braucht eine linke große Partei. Allerdings glaube ich das dieser Zug echt abgefahren ist. Nichts was Sozialdemokraten mehr fürchten als LINKS zu sein. Kein Problem was man nicht komplett bekloppt lösen kann. Man kann es kaum glauben, aber diese Partei endet als unter anderem.
Vielleicht ist das so gewollt.

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rainbow-warrior999 06.08.2019, 19:23
16. Weil und/oder Klingbeil

das wäre dann der wohl endgültig festzementierte "Weiter-so"-GroKo-Kurs. Sprich: der programmierte Absturz unter 10 % . sPDesaster live. War schon bei der Abstimmung so. Scheitern mit Ansage. Insofern stimme ich der Einschätzung von @friedrich_eckard voll zu ! "Prominenz sollte in dieser Situation doch geradezu ein Ausschlusskriterium sein."
Kann ich so unterschreiben.

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hansjoerg.gloede 06.08.2019, 19:27
17. Die Titanic...

... konnte auch keiner retten...

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fortelkas 06.08.2019, 19:30
18. Wenn eine Partei schon

....Bewerbungsfristen setzt, dann sollte sie sich auch innerhalb dieser Fristen bewegen und nicht von Wahlkämpfen hektisch drängen lassen. Wahlkämpfe sind fast immer! Und was die politischen Köpfe angeht: Es wird keine "Führer/in" geben, die das politische Jammertal zügig beendet, die Zeiten sind vorbei. Max Weber hat einmal sinngemäß gesagt, Politik sei das Bohren von dicken Brettern, und das braucht Beharrlichkeit und Zeit. Wer immer demnächst an der Spitze der SPD stehen wird, er oder sie oder beide müssen der SPD wieder ein Profil geben, das sie von den anderen Parteien unterscheidet, und das kann politisch nicht in dem verschwommenen Begriff der "Mitte" liegen, denn diese Mitte wählt die SPD sowieso nicht mehr, auch die Reste dieser Mitte nicht. Der Kurs kann nur nach links gehen, da wo das Herz schlägt! Ein gutes Beispiel ist die Regierungsbildung nach der letzten Wahl in Bremen.
Erwin Fortelka

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RalfHenrichs 06.08.2019, 19:31
19. SPON will Weil

Das ist deutlich erkennbar. Der "Retter" kann aber - wenn überhaupt - nur aus der zweiten oder dritten Reihe kommen. Wenn jemand aus der ersten Reihe gewählt werden sollte, ist klar, dass das Format nichts gebracht hat. Denn zu allen aus der ersten Reihe gibt es ausreichend Umfragen und keiner von denen ist besonders populär. Warum sollte er es werden, wenn er Vorsitzender geworden ist?

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