Forum: Politik
SPD in Thüringen: Wahlkampf mit dem Unwahrscheinlichen
Sebastian Willnow/ DPA

Ende Oktober ist in Thüringen Landtagswahl, die SPD steht vor dem nächsten Absturz. Ihre letzte Hoffnung verkörpert ausgerechnet der Mann, dessen Karriere längst als beendet galt: Wolfgang Tiefensee.

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fw2014pv 05.10.2019, 21:27
10. Wiki Eintrag

ist teilweise falsch und lückenhaft. Tiefensee war zu keiner Zeit Entwicklungsingenieur an der Technischen Hochschule Leipzig. Er hat auch keine technische Diplomarbeit eingereicht bzw. verteidigt. Eine einfache Recherche wird das ganz schnell bestätigen. Der Wiki Eintrag ist, aus welche Gründen auch immer, geschönt. Sein politischer Werdegang ist auch sehr besonders und eine Tiefenprüfung wert. Eine sicher dankbare Aufgabe für investigative Journalisten. Die Treuhand ist ja plötzlich auch wieder im Gespräch.

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Wmeinberg 05.10.2019, 21:31
11. Guten Tag.

Zitat von salomohn
Die SPD mit ihrem "Inhalte"-Gerede hat nichts begriffen. Natürlich macht man Politik. Aber im Wahlkampf braucht es MARKETING. In der Fußgängerzone heute ein riesen Profi-Messestand der AfD. Ein paar Meter weiter der Stand der SPD: ein paar alte Klapptische mit einem schiefen, alten Sonnenschirm. Und wenn ich meinen Kumpel in der SPD frage, wer im Ortsverband das social-media-marketing koordiniert, guckt er verständnislos. Haben sie nicht!! Warum soll jemand diesen Verein brauchen, wenn er nichts versteht?
Darf ich fragen, in welchem Ort Sie heute diesen Vergleich ziehen durften?
Danke im voraus.
Abgesehen davon, sind mir in der Politk Social Media Kampagnen suspekter, als Hausmannskost in den Fußgängerzonen.

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Tado HBS 05.10.2019, 21:49
12. Zu 5. Lüge

Sie irren sich: Auch meine beiden Cousins waren katholisch, nie Pionier, nie FDJ, in der Kirche aktiv, beide Abitur, beide Ingenieursstudien, beide promoviert, beide ungefähr im gleichen Alter. Einer der beiden wurde nach der Wende für die CDU Landrat.

Die DDR war ein Willkürstaat. Das ist was viele nicht verstehen.

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Freiheit für Europa 05.10.2019, 22:22
13. SPD muß AfD kopieren oder untergehen

Von Merkel lernen heißt, die Parteiprogramme der anderen kopieren. Aktuell ist die AfD bei Wählern sehr beliebt, weil sie das Problem der Kriminalität und Sicherheit als Alleinstellungsmerkmal hat. Hier könnte die SPD, die von Merkel kopiert bzw. links überholt wurde, gegenüber den anderen linksversifften Parteien wie CDU, Linken und Grünen wieder punkten - aber glaubwürdig wäre sie wohl nicht ganz. Vielleicht könnte die SPD sozial argumentieren, daß man kriminelle Ausländer keineswegs abschieben darf, denn das wäre asozial allen anderen Ländern, denen man ja nur die Kriminellen zumuten will. Besser wäre endlich ein paar Millionen Gefängnisse zu schaffen und jeden noch so kleinen Drogendealer, Clan-Kriminellen mind. für 10 Jahre wegzusperren - das würde viele Arbeitsplätze schaffen und die ganze Welt sicherer - viel wichtiger als Klimasteuern verzehnfachen und dennoch nicht retten. Aber hat die SPD so kluge Köpfe, die das umsetzen können und Thüringen retten?

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Frietjoff 06.10.2019, 23:22
14. Die Ost-SPD war nie Arbeiterpartei

Die Ost-SPD war nie eine Arbeiterpartei. Sie wurde 1989 von Pfarrern und Akademikern (wieder)gegründet und das hat ihr Profil maßgeblich geprägt, auch was die Wähler angeht. Das waren im Osten (insbesondere in TH und SN, wo die SPD nie Volkspartei war) immer Beamte, Lehrer, Ingenieure und andere Akademiker. Die wählen heute halt ganz überwiegend grün.

Die Ost-Grünen waren ja auch nie »Chaoten«, sondern praktisch immer schon Öko-SPD. Im Umkehrschluss ist die Ost-SPD also Grüne ohne Klimafokus. Warum sollte man die heute noch wählen?

Solange die Stimmen, die die SPD verliert, an die Grünen gehen (was in letzter Zeit regelmäßig so gewesen ist), hält sich meine Bestürzung also in Grenzen.

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TomTheViking 06.10.2019, 23:43
15. Ein Schmarrn

Zitat von artep
Das kann nur Lüge sein. Ein Sohn aus einer" katholischen kunstsinnigen Leipziger Familie", der nie Pionier, nie FDJler und nie Soldat war, soll ca. 1971 das Abitur gemacht haben und anschließend zum Ingenieursstudium zugelassen worden sein? Das war die härteste Zeit in der DDR. Entweder die Familie war in der Partei und angepasst, oder er lügt zu seinem Werdegang.
an den sich vielleicht jeder Versager seine Lebenslüge aufbaut.

Fakt ist, die Zulassung zum Abitur war mit einem verdammt strengen Auswahlverfahren verbunden. Selbst die 10 klassige Polytechnische Oberschule von damals war vom Ausbildungsstand einem heutigen Abitur weit überlegen. Um auf die EOS delegiert zu werden musste man zu den drei oder vier Besten einer klasse gehören und einen Notendurchschnitt bis maximal 1,3 hinlegen, die EOS können sie als Eliteschmiede bezeichnen und war universell studienvorbereitend.
Mit einer Mathe oder Physik oder Chemie oder Deutsch 3 wäre auch die Durchschnittsnote 1,3 nicht hilfreich.

Es war also ein hartes Auswahlverfahren und leistungsorientiert.

Ja sicher bei gleichen Leistungen sind oft Kinder von Arbeiter oder Bauernfamilien bevorzugt worden. Ja sicher die Nichtmitgliedschaft bei den Pionieren und der FDJ war der ganzen Sache nicht förderlich
aber es war deswegen nicht unmöglich eine Zulassung zur EOS zu bekommen. Gerade wenn man aus dem kirchlichen Milieu stammte hatte man da weniger Probleme. Die Nichtteilnahme in diesen Organisationen und das man nicht an der Jugendweihe sondern nur an der Konfirmation teilnahm wurde solchen Leuten dann nicht als politischen Protest ausgelegt.

Damals wie heute war die Kirche auch in der DDR eine staatstragende Institution. Man sollte die Kirche in der DDR als Opposition zum Staat nicht überhöhen, das war sie im Großen und Ganzen überhaupt nicht.

Da die Zulassungshürden zur Erweiterten Oberschule sehr hart waren gab es eine Reihe anderer Möglichkeiten zum Abitur (zum Beispiel Berufsausbildung mit Abitur) oder zu einem Fachschulstudium nach abgeschlossener Berufsausbildung zu kommen.

Ja die DDR war kein Rechtsstaat im bürgerlichen Sinn. Ja die DDR war eine Diktatur, nannte sich ja auch Diktatur des Proletariats (was sie aber auch nicht war). Ja es gab in der DDR ein Ministerium für Staatssicherheit.

Aber die DDR war was Chancengleichheit für Frau und Mann betrifft - was Bildung (mit politischer Propaganda sicher nur die heutige steht dem leider nicht mehr nach) betrifft - was liberale Lebensweise (wofür sich der "Westen" so rühmt) betrifft, der Bundesrepublik Deutschland überlegen.

Was die DDR nicht hatte war eine freie Marktwirtschaft und das war dann ja auch immer die Krankheit bis zum Tod.

Wer die heutige Wirtschaft in der Bundesrepublik anschaut dem muss angesichts der Subventionsakrobatik in sehr vielen Kernbereichen der Wirtschaft himmelangst werden, wir werden vom Weltmarkt in naher zukunft abgehängt werden bei einer derartigen Bildungs- und Subventionspolitik garniert mit politischer Propaganda.

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lozenz 06.10.2019, 00:24
16. Die Hauptfrage

ist doch wohl, bekommt die Linke auch in Thüringen die gleiche Breitseite, wie in Sachsen und Brandenburg. Sollte das so sein, und es sieht verdammt nochmal danach aus, wird es eng. Die Ambitionen der Grünen und Seehofer, werden mit Sicherheit dazu eingepreist und die SPD gibt auch nicht wirklich Signale einer kommenden Änderung; im Gegenteil.

Das könnte den ersten Landesvater von der AfD geben, den lieben Bernd.

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Die blaue Katze 06.10.2019, 00:33
17. Solche Leute brauchen wir

Hat schnell noch die S21 - Verträge unterzeichnet und ist dann abgetaucht. Über 10 Milliarden und Fertigstellung nicht vor 2030. das ist die Realität und was Sie Herr Tiefensee erzählt haben war gelogen, im Prinzip einer der größten Betrugsfälle im Nachkriegs-Deutschland.

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hausfeen 06.10.2019, 00:55
18. Mittlerweile gibt es in den neuen Ländern keinen Bonus ...

... mehr dafür, zur DDR-Diktatur in Opposition gestanden zu haben. Diktatur ist vielen kein Schreckgespenst (mehr).

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Miere 06.10.2019, 02:59
19. Gibt es auch Inhalte?

Herr Tiefensee galt vielleicht mal als Aufsteiger, dann wieder nicht, wurde in ein Amt gehievt, dann kaltgestellt ... Ja und? Steht er auch für irgendwas? Hat er irgendwas geschafft? Plant er irgendwas? Plant die SPD irgendwas? Was sind die aktuellen regionalen Themen in Thüringen? Wohnungsnot, steigende Mieten, oder eher KiTa-Mangel, Fahrraddiebstähle, zu wenig Hilfen für dürregeplagte Landwirte, oder was auch immer? Was sagt er zu diesen einzelnen Themen? Was hat er für Konzepte? Macht die SPD da vielleicht mal gerade völlig inhaltsleeren Wahlkampf?

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