Forum: Politik
SPD und CDU in Berlin: Führungslos und intrigant
Jörg Carstensen / DPA

In der Hauptstadt manövrieren sich CDU und SPD immer weiter in die Krise. Das geht auf Kosten der Bundesparteien - und Berlin hilft es erst recht nicht.

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eisfuchs 02.04.2019, 12:22
1. hm??

Nach diesem Artikel habe ich vor allem Fragen, wieso die CDU schwach ist. Liegt sicher nicht daran dass wer wie Gtütters abgesägt wurde, sondern am Erbe von davor und dass man eben nicht versuchen sollte sich großstädtisch zu machen, wenn man so nicht ist.

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Schartin Mulz 02.04.2019, 12:29
2. Was bitte

ist falsch daran, wenn in einer Partei ein Gegenkandidat für den Vorsitz antritt?
Er hat die Amtsinhaberin damit zum Rückzug gedrängt?
Seltsame Logik. Wäre es besser, eine Amtsinhaberin würde nur deshalb wiedergewählt, weil es keinen Gegenkandidaten gibt?
Wenn ein zweiter Kandidat für den Vorsitz eine Partei "zerlegt", dann stimmt da etwas nicht.

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Hajojunge 02.04.2019, 12:29
3. Leider ist derzeit keine Alternative in Sicht

Und falls doch, wird Berlin wohl immer rot bleiben, schon aufgrund der Wählerstruktur, die noch immer vom Ostteil dominiert wird. Der Regierende (besser: Resignierende) Bürgermeister ist nicht nur führungsschwach, er wird auch qua Gesetz am Regieren gehindert. Die Gurkentruppe von Senatoren (u.a. Lompscher, Lederer, Scheeres usw.) hätte er schon längst feuern müssen. - Die Leidensfähigkeit der Berliner ist schon bemerkenswert. Gäbe es vergleichbare Verhältnisse in Paris, wäre die Bevölkerung längst auf die Barrikaden gestiegen.

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laermgegner 02.04.2019, 12:44
4. Ich kann diesen Euphorie - Beitrag für Berlin nicht verstehen

Großberlin ist 1920 aus vielen Dörfer entstanden und verhält sich heute noch so. Berlin ist im Osten gewachsen durch die FDJ- Initative Berlin, wo die " besten " Leute von sonst wo in die Stadt kamen. In Westberlin waren andere Ursache, aber die gleiche Wirkung- Und so ist es noch heute- Keine Struktur, keine Identität, überall Loddeerecken und eine Politik, die nicht rationell, nicht wirtschaftlich, sondern auf Kosten von anderen lebt.
Berlins Mitte verkommt zum Disney- Land, mit Party machen made WOWI. Selbstüberschätzung jeden Tag ; Billig -kultur und eine Einstellung der Leute zu öffentlichen Anlagen wie eiN Selbstbedienungsladen. Und das ist die Einladung - arm aber sex - und da hat sichnichts geändert. ZUm Glück für Berlin, ist sie wieder Hauptsatdt geworden- wäre es nicht so, wären die alten Dörfer noch weiter ausgepägt. So hat Berlin heute nur alte Dörfer und Wohnsiedlungen - und ist für die Urbevölkerung im Bestand noch lebenswert.

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Ditch 02.04.2019, 12:51
5. Gescheiterter Senat, gescheiterte Stadt

Auch in Berlin fängt der Fisch am Kopf an zu stinken ... Müller mit seinem 20%-Wahlergebnis ("Ich habe einen klaren Wählerauftrag!") hat nun einmal keinen eigenen Gestaltungsspielraum und ist ein Bürgermeister von des SEDs Gnaden! Die Dunkelroten und die Grünen bestimmen den Kurs, Müller darf brav Bürgermeister spielen! Es war schon ein Witz, wie er von der eigenen Partei in Ermangelung einer vernünftigen Alternative zum Kandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2016 gemacht wurde. Ging es doch nur darum, den anderen Interessenten Jan Stöß zu verhindern. Anstatt sich um die Probleme der Stadt wie die hohe Kriminalität, den Wohnungsmangel, Verwarlosung ganzer Stadtteile oder marode Schulen zu kümmern, fährt Müller seitdem lieber zum Papst, besucht die Marine, kümmert sich um Luxus-Fahrradwege, Feiertage und freien Eintritt ins Museum! Wow!

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Ökofred 02.04.2019, 12:55
6. Echt jetzt?

Zitat von Hajojunge
Und falls doch, wird Berlin wohl immer rot bleiben, schon aufgrund der Wählerstruktur, die noch immer vom Ostteil dominiert wird. Der Regierende (besser: Resignierende) Bürgermeister ist nicht nur führungsschwach, er wird auch qua Gesetz am Regieren gehindert. Die Gurkentruppe von Senatoren (u.a. Lompscher, Lederer, Scheeres usw.) hätte er schon längst feuern müssen. - Die Leidensfähigkeit der Berliner ist schon bemerkenswert. Gäbe es vergleichbare Verhältnisse in Paris, wäre die Bevölkerung längst auf die Barrikaden gestiegen.
Vom Osten dominiert? Ja, die Zahlen scheinen so, aber in der Politik spiegelt sich das kaum, eigentlich nur bei den LINKEN. Und das meine ich mal wirklich positiv. Die CDU und die SPD sind sowas von Alt- Westberlin oder werden zumindest so wahrgenommen und daher kommen auch eine Reihe von Problemen. Zudem hat Berlin sehr starke Bezirke (Neukölln hat mal eben die Bevölkerung einer Großstadt), die sich teilewiese verbunkern und die Hauptstadtpolitik auflaufen lassen. Mehr Zug könnte von den Grünen ausgehen, aber leider sieht man da nicht so viel von (Stichwort Verkehrswende), Hauptausrede: Wir müssen erstmal den Mist der letzten 20 Jahre wegräumen.

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spontanistin 02.04.2019, 13:08
7. Es geht also um pure Macht?

Kein Wunder, dass diese Art Politik am Bürger vorbei geht, der doch seine Stimme und Steuern für Gestaltungsmacht in seinem Interesse vergibt; also primär für das Gemeinwohl und die Daseinsvorsorge und nicht für machtgeile Berufspolitiker, die sich so nebenbei ihre Pfründe und stetig steigenden Diäten und Pensionen sichern

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vinividiveto 02.04.2019, 13:23
8. Wegner wer?

Ja richtig, eigentlich müsste die CDU die Berliner Koalition vor sich hertreiben - diese Regierung ist der Klassiker eines Totalausfalls, lahme Ente, Rohrkrepierers. Nur hat Grütters - für die ich durchaus eine gewisse Symphatie hege - beim Vor-Sich-Hertreiben genauso wenig zustande gebracht. Sie war von Anfang an eine Fehlbesetzung und die Ablösung notgedrungen ohne Alternative. Ob es der Neue ... wie hieß er noch gleich .... besser kann, muss sich erst zeigen, aber Zweifel sind angebracht.

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sober 02.04.2019, 13:36
9.

Am vernünftigsten agiert in Berlin die Linkspartei, das sage ich als Bürger dieser Stadt und nicht als genuiner Sympathisant dieser Partei. Die SPD braucht eigentlich dringend eine Pause in der Opposition, doch wie soll das gehen? Eine wirklich moderne „Großstadtpartei CDU“ hätte längst ihre Fühler in Richtung der Linkspartei und der Grünen ausgestreckt. Doch es gibt sie nur in den Wortblasen mancher Politiker, nicht in der politischen Wirklichkeit.

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