Forum: Politik
SPD und CDU in Berlin: Führungslos und intrigant
Jörg Carstensen / DPA

In der Hauptstadt manövrieren sich CDU und SPD immer weiter in die Krise. Das geht auf Kosten der Bundesparteien - und Berlin hilft es erst recht nicht.

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Ökofred 02.04.2019, 13:42
10. Echt gefährlich...

Zitat von Ditch
Auch in Berlin fängt der Fisch am Kopf an zu stinken ... Müller mit seinem 20%-Wahlergebnis ("Ich habe einen klaren Wählerauftrag!") hat nun einmal keinen eigenen Gestaltungsspielraum und ist ein Bürgermeister von des SEDs Gnaden! Die Dunkelroten und die Grünen bestimmen den Kurs, Müller darf brav Bürgermeister spielen! Es war schon ein Witz, wie er von der eigenen Partei in Ermangelung einer vernünftigen Alternative zum Kandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2016 gemacht wurde. Ging es doch nur darum, den anderen Interessenten Jan Stöß zu verhindern. Anstatt sich um die Probleme der Stadt wie die hohe Kriminalität, den Wohnungsmangel, Verwarlosung ganzer Stadtteile oder marode Schulen zu kümmern, fährt Müller seitdem lieber zum Papst, besucht die Marine, kümmert sich um Luxus-Fahrradwege, Feiertage und freien Eintritt ins Museum! Wow!
Also nach Zahlen waren 2018 Frankfurt und Hannover (!!) die gefährlichsten Städte Deutschlands. Berlin nur auf Platz 3.
https://www.allsecur.de/hausratversicherung/gefaehrlichste-staedte-deutschland-ratgeber/
Dicht gefolgt übrigens von den Kriminalitätshochburgen Dresden, Leipzig und Halle... alles weitere können sie getrost aus "4 Blocks" oder der BLÖD Zeitung lernen. Stadtteile und Schulen sind in Berlin sicher nicht schlimmer verwahrlost als bspw in Bochum.
Aber ich lasse Ihnen gern Ihre Vorurteile. Kommen sie doch zum Gruseln mal wieder vorbei, wir freuen uns immer auf Visselhövede!

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raton_laveur 02.04.2019, 13:59
11. Die Frequenz des Berlin- Bashing

wird auf SPON immer kürzer, die der Beiträge im Forum sowieso. Das hat auch sein Gutes. Da sollte man auf keinen Fall verraten, daß das Wirtschaftswachstum in Berlin im letzten Jahr 3,1% betrug und damit rund doppelt soviel wie etwa in Bayern. Auch sonst sollte man lieber weiter lästern, über den Flughafen zum Beispiel, und auf keinen Fall verraten, daß Berlin daran nur zu einem Drittel beteiligt ist neben Brandenburg und - dem Bund. Jede sachliche und vollständige Information kann nur dazu führen, daß der Zuzug noch weiter zunimmt und die Wohnungen noch knapper werden.
Also macht bitte so weiter, wünscht sich ein vor langer Zeit zugereister Berliner, der sehr gern in dieser Stadt lebt.

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cvdheyden 02.04.2019, 14:06
12. Die Überschrift

Die Überschrift des Artikel trifft es nicht. Die Realität ist schlimmer. Die Berliner Führungsriege ist schlicht in allem überflüssigl, inkompetent und teuer. Statt sich um die Probleme der Stadt zu kümmern, wird lieber tagelang darüber diskutiert ob Soldaten an Schulen informieren sollen. CDU und SPD vor allem in Berlin: überflüssig.

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Yuuen 02.04.2019, 14:07
13. #niemehrCDU

Leider bin ich kein Spiegel Plus Abonnent und kann daher den Artikel direkt unter diesem nicht kommentieren, "Was taugt Schwarz-Grün?".
Es ist mir jedoch ein dringendes Bedürfnis in die Welt und besonders an die Grünen heraus zu schreien:
Ich betrachte mich als reflektiert, aufgeschlossen, progressiv, empathisch und sozial.
Und sollten die Grünen jemals mit der Union koalieren, werden Sie mich als überzeugten langjährigen Stammwähler verloren haben.
Denn nichts wäre mir befremdlicher und zutiefst abstoßender, als mit meiner Stimme die gesellschaftsfremde, rückwärtsgewandte Politik der Union zu unterstützen.

In der Hoffnung einer aus den Reihen der Grünen liest das vielleicht. :D

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fluminense 02.04.2019, 14:14
14. Auch ich

lebe gerne in Berlin, aber muss täglich feststellen, dass seit Jahrzehnten die Stadt politisch schlecht geführt wird.
Der U-Bahnbau ist bis auf die Verlängerung der U-5 zum Erliegen gekommen. Keine neuen Projekte in Sicht.
Der Resignierende OB Müller war mitverantwortlich, dass ganze Wohnungshäuser vor ca. 10 Jahren für lächerliche 450 Millionen verkauft worden und jetzt reden Linke und Sozis laut über Enteignung. Das nenne ich eine weitschtige Politik ! Über den BER ist es müßig noch ein Wort zu verplempern.
Die Stadt hat immer noch eine tolle Atmosphäre, aber sie funktioniert immer wenige...

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bonus 02.04.2019, 14:22
15. Wenn es den Eseln zu wohl ist

....gehen sie aufs Eis tanzen. Selbstbeschäftigung ist auch eine Beschäftigung. Mal sehen wie lange Grün und Dunkelrot noch mitmachen. Oder sind die auch in Grabenkämpfe verstrickt? Es bietet sich leider keine ernstzunehmende Alternative an.

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Strichnid 02.04.2019, 14:28
16.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es in der Bevölkerung irgendjemanden empört, wenn die Bundeswehr nicht in die Schulen darf. Insbesondere nicht in Berlin.

Insofern finde ich die Formulierung stark übertrieben. Das ist kein "Skandal"-Beschluss.

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DocFG 02.04.2019, 14:35
17. Durchwurschteln

Es geht hier nicht nur um Personen und deren (dürftiges) Profil. Auch der dümmste Wähler merkt, das das Verschenken von Wohnungen und Infrastruktur an private Heuschrecken (unter massgeblicher SPD-Beteiligung) die heutige Politik vieler Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten beraubt. Was der SPD-Identitätsraub von Schröders Hartz4 Gesetzen für die heutige Lage der SPD bundesweit anrichtete, war in Berlin SPD-Wowis Verschenken des infrastrukturellen Tafelsilbers und krasser Fehlentscheidungen beim BER-Projekt. Dank chronisch knapper öffentlicher Kasse kann sich heute kein Berliner Landespolitiker - egal welcher Partei - einen gestaltenden "grossen Wurf" leisten. Und mit Mangelverwaltung lässt sich für die Senatoren oder den Regierenden kein Profil bilden. Wenns gut läuft, dauert die finanzielle Konsolidierung der Stadt noch mindestens 10 Jahre. Bis dahin sind z.B. die vielen in Berlin neu gebauten Eigentumswohnungen allesamt fest in der Hand ausländischer Geldanleger. Weil sich diese Wohnungen auf Basis Berliner Einkommen keiner der langjährigen Einwohner mehr leisten kann. Weder zur Miete noch als Kaufobjekt. Also weiter mindestens 10 Jahre "durchwurschteln" ... Gruss von einem "Ureinwohner" !

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jufo 02.04.2019, 14:37
18. #1 Berlin ist traditionell eher kleinbürgerlich

Zumindest die traditionellen CDU Wähler in der Hauptstadt sind sehr im bürgerlich bis kleinbürgerlichen Millieu verhaftet und können mit Veränderungen wenig anfangen. Diepgen hat das zugezogene linke Millieu mal als Antiberliner bezeichnet er fühlte sich in seinem Bemühen um Stadtentwicklung nicht unterstützt.
Kurzum in der berliner CDU prallen sicherlich sehr unterschiedliche Strömungen aufeinander.

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mens 02.04.2019, 14:38
19. Provinzialismus-Eigentor

Berlin Provinzialismus vorzuwerfen, gehört ja zum guten Ton in der Provinz. Wäre Deutschland keine Föderation und durch den Krieg nicht künstlich kleingehalten worden, wären so einige Unternehmen (Post z.B.) nicht in sich selbstüberschätzenden Städtchen, sondern wie in UK und Frankreich, in der Hauptstadt. Das wird aber noch, versprochen. Große Klappe und nichts dahinter können auch andere Städte. z.B. das feine Hamburg. Wir erinnern uns an die Unterbringung auswärtiger Hundertschaften in zugewachsenen Containern ohne Klo und TV. Die improvisierte Party nach Feierabend war den Hamburgern nicht hanseatisch genug. Also alle mal einen Gang runter schalten. Schon mal in Essen vorne aus dem Bahnhof gegangen... ein Paradies... lach!

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