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SPD und Linke: Zusammenlegung jetzt!
picture alliance / Andreas Arnol

Die Zeit ist reif: Eine Fusion der SPD und der Linken würde die progressiven Kräfte des Landes bündeln und ihnen ein klares Profil geben.

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juttakristina 11.06.2019, 13:21
240. Also, ich weiß nicht...

Sorry, ich finde die Idee nicht so berauschend. Lafontaine, einer der Spaltpilze, ist immerhin noch Mitglied der Linken und wer weiß, ob von der Seite kein Störfeuer käme, Sarah unter der Prämisse nicht plötzlich weitermachen wollte... Die Linke hat auch mit ihrem SED-Erbe noch nicht wirklich aufgeräumt. Mit ein Grund, warum sie im Westen der Republik nicht wirklich einen Fuß auf den Boden bekommt. Das würde dann auch der SPD anhängen, auch wenn die Rest-SED dann inzwischen ein paarmal den Namen gewechselt hat.

Nein, ich glaube, eine ganze Reihe der Wähler würde sich dann noch verabschieden und man könnte froh sein, wenn man insgesamt wieder bei 12 oder 13 % insgesamt landen würde! Denn wer jetzt noch SPD wählt und für wen die Linke nicht in Frage kommt, käme sich genauso verar...t vor, wie der Wähler, der von der SPD zur Linken gewechselt hat und die, die der SED noch nachhängen. Im Endeffekt hätte man sich weiter dezimiert.

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g_bec 11.06.2019, 13:35
241. Naj,

Zitat von misterknowitall2
Haben Sie das so aus den Geschichtsbüchern? Kann es sein, dass das damals kein Zusammengehen war, sondern eine Zwangsehe? Die SED hatte wohl nichts mit einer verbündeten Linken zu tun, sondern war eher Ausdruck eines totalitären Systems.
Zumindest behauptet das die zur Zeit gültige Geschichtsschreibung. Ganz so von außen gezwungen wird die Vereinigung nicht nur gewesen sein, es gab damals auch genügend Gründe für ein Zusammengehen. Aber für viele Sozialdemokraten war der größere Feind ja schon immer ganz links.

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HeisseLuft 11.06.2019, 14:03
242.

Zitat von k70-ingo
Das mit dem Vereinigungssignal, sprich dem Versuch mittels der WASG die Linkspartei im Westen zu etablieren, ging bereits schon in die Hose. Dito der ähnliche Versuch mit Aufstehen! Im Westen fehlt schlichtweg die linke Substanz. Die SPD liegt jetzt bei 12% und wird weiter abschmieren und die Linke schafft es im Westen meistens nicht über die Fünfprozenthürde. Was soll man damit anfangen?
Im Osten fehlt die "linke Substanz" ebenso.
Wer die Ostglieder der Linkspartei als links betrachtet hat eine klare Wahrnehmungsstörung. Die konkurrieren mit der AfD um dieselbe Klientel. Die Marke "aufstehen" war dann ähnlich erfolgreich wie für die CSU die Orban-Einladerei.

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Kurt-C. Hose 11.06.2019, 14:23
243. Warum

um alles in der Welt, halten Linke sich per se für "progressiv" - der Rückschritt in die Verteilungssozialistischen Ideen der 70er Jahre ist alles andere als das.

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yvowald@freenet.de 11.06.2019, 14:42
244. Viele Menschen "glauben" nur, anstatt mehr zu wissen

Zitat von Kampfgeist
Klar gigt es die Arbeiter"klasse", nennen wir sie doch Arbeiterschaft (Arbeiter, Angestellte, kleine Selbstständige) noch. Von der Aldikassiererin bis zum Tischlermeister, vom Gerüstbauer zum Polier. Aber die haben mit der SPD und ihren grünen Allüren nichts am Hut. Die SPD-Führung hat einfach die Themen bestimmt und wollte ihre Wähler erziehen. Und die sind kopfschüttelnd abgewandert. Wählen nicht oder was anderes. Aber es gibt sie noch. Die Arbeiterschaft. Und es gibt die "Eliten", die Grün und links wählen und Krieg um ihre Definitionshoheit führen. Und die Kapitalisten, die sich bei schwarz-Gelb finden und ihr eigenes ungutes Süppchen kochen. Aber die Arbeiterschaft ist mit Abstand der größte Posten. Unschlagbar, wenn die tatsählich eine Partei findet, die sich um sie kümmern will. Die jetzige SPD will aber nicht. Uns Kevin erst recht nicht....!
Diejenigen, die weiter oben benannt und definiert sind (Arbeiter, Angestellte, kleine Selbständige), also zum Beispiel die Aldi-Kassiererin, der Tischlermeister, der Gerüstbauer und der Polier, gehören zu den Kleinen Leuten, die sich lediglich oberflächlich für Politik und politische Fragen interessieren. Und es sind überwiegend Menschen, die über viele Jahre die Unionsparteien für ihre hervorragenden Interessenvertretungen gehalten haben, obwohl sowohl CDU als auch CSU von Politikerinnen und Politikern geführt wurden, die aufs Engste mit dem Großkapital verbunden waren bzw. sind.
Die Kleinen Leute "glaubten", von diesen gut und richtig vertreten zu sein, natürlich ein Trugschluß.
Auch in politischen Fragen hat Glaube einen hohen Stellenwert, denn in unserer alten BRD wurden wir ja bekanntlich "zum Glauben" erzogen.
Erst die Menschen in den jungen Bundesländern haben begonnen, an den Alt-Parteien zu zweifeln und sich unter anderem der AfD zugewandt.
Wenn es die AfD also geschickt anstellt, könnte sie der Mehrzahl Kleiner Leute eine politische Heimat geben, von Interessenvertretung jedoch keine Spur, da die AfD ganz andere politische Ziele verfolgt als beispielsweise DIE LINKE.
DIE LINKE hat das Manko, das man ihr nicht flächendeckend traut, weil man in deren Funktionären noch immer die Erziehungsdiktatoren zuerkennen glaubt, die wieder DDR-Verhältnisse einführen wollen, ein totaler Quatsch. Aber so ist es, wenn Menschen glauben, anstatt sich vorurteilsfrei zu informieren und zu orientieren. Viel Erfolg bei der Vermehrung neuer politischer Erkenntnisse...

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brohltaler 11.06.2019, 14:49
245. Seaaa

Und gleich die *Nr. 1* schlägt in die Kerbe. Wie von Kuzmany richtig erwartet.
Ebenso geschichtsblind wie durchsichtig! Dass die allermeisten Sozialdemokraten sich dagegen bis zum Schluss gewehrt haben, dass nicht wenige ihren Widerstand mit Jahren im Knast oder gar in Sibirien zu bezahlen hatten, dass die Zone vollständig in sowjetischer Hand war, dass Stalin selbst den Zusammenschluss verfügt hätte, alles egal. Hauptsache die bequeme eigene Vorverurteilung wird bestätigt. Die Zustände damals und heute mit einander gleich zu setzen ist billigste Polemik!
Nein, nicht nur dass SPD und Linke nicht im entferntesten irgendjemand dazu zwingt, es ist die einzige realistische Chance, dass irgendwann einmal überhaupt wieder daran gedacht werden kann, linke Politikansätze zur Geltung zu bringen. Die Hoffnung darauf, dass dies mit Mainstream Grünen wie Habeck und Baerbaum jemals wieder möglich sei, dürfte illusorisch sein!

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p-touch 11.06.2019, 15:00
246. Kuzmany gehört

offenbar zu denn Leuten die jemande der am Abgrund steht mit denn Wort aufmunter: "Ach, komm, morgen bis du einen Schritt weiter." Es bringt nicht eine Partei die denn Kontakt zu Wirklichkeit verloren hat mit einer Partei zusammenzulegen die diesen nie hatte.

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hietzinger 11.06.2019, 15:03
247. spö

kurios, im heutigen standard (österreichische tageszeitung) wird der spö empfohlen sich zu spalten ?

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wauz 11.06.2019, 15:09
248. Ich habe Innenansicht

Zitat von arvenfoerster
Sehr geehrte(r) wauz, Ihre Aussagen zur Geschichte der Partei Die Linke sind schlicht falsch. Die SED wurde von der sowjetischen Militäradministration als deutsches Gegenstück der KPdSU geschaffen und verstand sich seit dem Beschluss der Parteitagskonferenz 1949 als marxistisch-leninistische Partei, die als Vorhut der Arbeiterklasse, das Klassenbewusstsein der Arbeiter erhöht, um dann, in der Diktatur des Proletariats, den neuen sozialistischen Menschen zu bilden, der schliesslich den Kommunismus umsetzt. Die Linke befindet sich, oft auch noch sehr persönlich, in der Tradition der zweiten deutschen sozialistischen Diktatur. Ihr Parteiprogramm umfasst die Verstaatlichung des Bankensektors, um über den Geldfluss die staatliche Kontrolle über das Wirtschaftssystem zu gelangen. D.h. die Partei Die Linke stellt eine Gegenkraft zur demokratischen Ordnung des Grundgesetzes dar und steht deshalb auch unter Beobachtung der Verfassungsschutzämter.
sowohl der SED als auch der PDS als auch der Linken.
Ihre Behauptungen sind einfach nur grotesk falsch. Die bloße behauptung man sei "marxistisch-leninistisch" ist inhaltlich an keiner Stelle belegt. Das ist ganuso, wie die SPD als sozialistische Partei zu bezeichen.
Außerdem: einfach mal zu einer Wahlkampfveranstaltung der Linken gehen, und da nach dem Thema "Sozialismus" fragen. Da kommt nichts. Definitiv nchts...

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10prozentfett 11.06.2019, 15:12
249. Ganz ehrlich

Herr Kuzmany, seit 20 Jahren kommt von der SPD die alte Leier von der sozialen Gerechtigkeit - und das soll jetzt die "klare Botschaft" sein? Im Wahlkampf von Martin Schulz kam doch sonst nicht anderes und entsprechend fiel das Ergebnis aus. Fragen Sie mal 10 Leute was sie als "gerecht" empfinden - da kommen 10 unterschiedliche Definitionen - ist das Recht auf wohnen in der Innenstandt gerecht? Sind 71 % Steuer auf Benzin gerecht? 56 % auf Strom? Genau - ja und nein. Mit diesem Thema kann man nur verlieren ...

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