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SPD und Neuwahlen: Genossen fordern Umdenken von Schulz
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Kommt doch noch die GroKo? SPD-Chef Martin Schulz ist eigentlich für Neuwahlen - viele Genossen halten das für den falschen Weg. Im SPIEGEL machen sie Druck auf ihren Parteichef.

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darthmax 22.11.2017, 12:38
1. Weltensicht

Die SPD muss sich fragen, wo sie ihre Priorität setzt.
Partei oder Deutschland.
Die gleiche Frage stünde nach einer Neuwahl an, wenn es dann noch zu einer Mehrheit mit der CDU reicht.
Auf der linksaussen Seite stehen die Linken, auf der industriefeindlichen Seite die Grünen, von beiden diesen Parteien sind kaum Wähler in grösserem Umfang zu gewinnen.
Bleibt also die Mitte.
Die arbeitende Bevölkerung, die unter hohen direkten und indirekten Abgaben leidet. Die unseren Staat aber am Laufen hält.

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buerger2013 22.11.2017, 12:40
2. Ich wäre

für eine GroKo.
Allerdings ohne Merkel und Schulz.
Diese Beiden haben hauptsächlich Europa im Kopf.
Rückblickend auf den Wahlkampf hat sich von diesen Beiden keiner
für die Probleme des eigenen Volkes interessiert.
Rente, Pflege, Bildung, prekäre Arbeit und Infrastruktur z.B. wurde nur am Rande mit
Flosskeln und Allgemeinplätzen bedient.
CDU und SPD müssen sich auf die jeweilige Klientel besinnen und Politiker ranlassen, die auch was anderes können, als Stiefel lecken.

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rexromanus 22.11.2017, 12:41
3. Andere Ausgangslage

Vor dem Hintergrund der gescheiterten Jamaika-Sondierungen ist die Verhandlungsposition der SPD natürlich eine andere. Wenn man es jetzt schafft, in einer neuerlichen GroKo einen ordentlichen roten Stempel drauf zu setzen, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die SPD hier als Sieger herausgehen könnte. Erst recht deshalb, weil die Galionsfigur Merkel in 4 Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen wird und sich der Wähler ach so sehr an den Außenminister Gabriel gewöhnt hat (der dann womöglich, gestützt durch hohe Beliebtheitswerte und fehlender bisheriger Kandidatur - doch noch Kanzler werden könnte :D).

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klausbrause 22.11.2017, 12:41
4.

Wann endlich ist die Verzweifelung der Genossen groß genug, daß sie an sowas exotisches einen programmatischen Neuanfang denken?

Es reicht allerdings nicht, zaghaft links zu blinken (Genosse Schulzens Wort von der Kapitalismuskritik), es müsste schon etwas fundiertes sein.
Dabei bietet die Geschichte der spd genug Inspiration (kleiner Tipp an die netzwerkenden Kanalarbeiter; Es gab auch vor Gerhard Schröder und Otto Lambsdorff, den beiden Vätern der heutigen spd, eine politisch wirksame SPD).

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Tauschwert 22.11.2017, 12:42
5. Natuerlich es gibt Genossen mit Posten

Etwas anderes haette ich von den etablierten Genossen nicht erwartet. Wer will schon seinen Posten raeumen? Die SPD braucht einen Erneuerungsprozess. Die SPD laesst sich ausspielen, wenn es um den Erhalt der Mactverhaeltnisse geht. Bitte nicht noch einmal GroKo.

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lancerfoto 22.11.2017, 12:42
6. Hoffentlich

bleibt Schulz standhaft. Alles andere würde m.E. die ohnehin schon sehr geringe Glaubhaftigkeit der Sozialdemokratie weiter untergraben.

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vomDeich 22.11.2017, 12:42
7. Umdenken? NEIN Angst!

Sicherlich dürfen veränderte Bedingungen ein Überdenken zulassen. Allerdingst gebe ich zu bedenken, dass bereits Sekunden nach dem Wahlergebnis und inhaltlich sehr reichlich von der SPD Argumente angeführt worden, die eine Teilhabe an einer Regierung verneinten, auch diese Argumente gelten bis heute. Warum ist eine Neuwahl falsch? Es solenl doch Volksvertreter den Willen des Volkes weitestgehend vertreten. Es geht doch eher um die Angst, nämlich sein Mandat welches gerade noch knapp erreicht wurde zu verlieren. Das ist unangenehm, ja auch persönlich ein Risiko, hat aber mit einer Verantwortung für Deutschland rein gar nichts zu tun.

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K:F 22.11.2017, 12:43
8. SPD muss standhaft bleiben

Sie würde sich sonst nur als Mehrheitsbeschafferin einer abgehalfterten CDU und im besondern Merkel erniedrigen. Da Merkjel ja unbedingt weiter kanzlern will, sollte sie eine Minderheitsregierung anführen. So scheint sie den Wählerauftrag verstanden zu haben. Da Merkel nichts falsch gemacht hat, sie nicht von der Macht lassen kann, soll sie es versuchen. Und was ist denn ein Kompromiss. Ist die CDU bereit sich von der CSU zu trennen? Wennn ja, dann könnte das eine ganz neue Situation werden. Aber so! Bitte kein Weiterso. Das wollen die Wähler nicht.

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matbhmx 22.11.2017, 12:43
9. Es spräche ja nichts gegen ...

... eine GroKo, nur sollte die SPD es zur Bedingung machen, dass Merkel geht! Und all jenen, die jetzt einfach an die Vorgängerregierung denken, sei gesagt, dass das Wählervotum eindeutig die GroKo abgewählt hat. Ansonsten gilt: Dass in der SPD Stimmen laut werden, einfach die alte GroKo fortzusetzen, hat doch vor allem als Grund, dass man die Ahnung hat, die nächsten Wahlen könnten für die eigene Partei noch schlimmer ausgehen - und da würde so mancher im Bundestag sein Mandat verlieren. Es dürfte also bei einigen das eigene wirtschaftliche Interesse im Vordergrund stehen, wenn man an die alte GroKo anknüpfen möchte!

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