Forum: Politik
SPD unter Druck: Die Kampfansage der Grünen
DPA

Vor 20 Jahren gelang SPD und Grünen der Machtwechsel. Heute fordert die Ökopartei die Sozialdemokraten heraus, die reagieren gereizt. Ist die rot-grüne Liebe endgültig Geschichte?

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w.weiter 08.08.2018, 21:55
30. "olle Tante SPD",

stehe auf! Deine Knochen mögen müde sein, wir brauchen Dich.
Mir ist bewußt in Deinen Genen steckt die Selbstzerfleischung.
Das macht Dich aber durchaus sympathisch.
Du deckst das Spektrum von links bis rechts ab.
Habe keine Bange vor den "Grünen", die sind nur Mittelmaß,
für ihre eigene kleine, gutverdienende Klientel.
Stehe auf "olle Tante", besinne Dich auf Deine jungen Jahre.
[Mann, Mann, Mann, ich schreibe mir einen "Wolf";
naja, vielleicht bringt es etwas}.

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weltgedanke 08.08.2018, 21:57
31. Die Grünen machen Umweltschutz unwählbar

Ich bin stark für Umweltschutz, er ist sogar als Grundprojekt mein Hauptanliegen beim Wählen, aber ich verorte mich politisch eher rechts. Das ist für mich das Logischste der Welt, immerhin ist Umweltschutz im Wortsinn konservativ.

Leider sind die Grünen für mich genau deshalb unwählbar, was ich wirklich sehr schade finde, weil ich dadurch keine politische Heimat finde.
Was dieser ganze die Sprache aufblähende Genderquatsch in einer Umweltpartei zu suchen hat, ist mir jedenfalls nicht klar, und für so etwas werde ich auch keine Stimmen geben. In der Flüchtlingsfrage sind mir die Grünen auch etwas zu links, und ehrlich gesagt leuchtet mir auch dort nicht ein, warum die Partei sich da so deutlich positioniert. Ist das etwa ein Umweltschutzanliegen?

Das Blöde ist, dass ich z.B. für eine bessere und umweltverträglichere Landwirtschaft unglaublich gern stimmen würde, und eigentlich traue ich nur den Grünen zu, da wirklich etwas zu bewegen. Aber wenn ich sehe, was ich mir da womöglich sonst noch ins Haus hole, schaudert mir, und ich ergreife die Flucht.

Falls es noch mehr Wählern so geht, müssen die Grünen vermutlich wirklich bei der SPD wildern.

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nofreemen 08.08.2018, 21:58
32. Gewinn ohne Verlust

Interessant zu sehen wie Parteien zu Wählern kommt. Wie bei Trump so funktioniert es auch bei den Grünen. Wenn genügend wütende, abgehängte, weisse Menschen zusammen stehen und an etwas fest glauben, dann kann es klappen. Sei sind nicht reich, sie sind nicht gebildet (ausnahmen gibt es und jeder kann sich dazu zählen) aber sie haben durchaus Masse und sind fleissig. Dieses Phänomen sieht man in den USA, England, Deutschland und anderen Ländern. Dazu kommt das das System "Demokratie" diese Trends begünstigt. Das Kapital und die "Eliten" (kann sich auch jeder dazu zählen) sind traditionell in der Minderzahl. Wenn es denen nicht gelingt Mehrheiten zu mobilisieren, dann werden sie automatisch Wahlen verlieren. Aber keine Angst, Wahl verlieren heiSt noch lange nicht Wahl-Anliegen zu verlieren. Selbst wenn Umgekehrt gefahren wird, am Ende gewinnt immer das Kapital egal wer an der Macht ist. Beim Bürger kommt zwar nicht viel mehr an, aber er ist gegebenenfalls trotzdem glücklicher, nur schon weil er glaubt gewonnen zu haben. Der Geldtopf ist nicht grösser aber wird ein wenig anders verteilt und die Probleme bleiben dieselben. Aber Glauben macht eben selig.

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Ökofred 08.08.2018, 22:06
33. gut vorgetragen...

Zitat von herwescher
... der Anfang vom Niedergang der SPD ... Damit fing man an, Politik gegen die Kernwählerschaft zu machen: Die Arbeiterschaft ... Wer sich ins Boot holen lässt für eine Entindustrialisierung kann zwar kurzfristig bei Öko-Beamten etwas punkten, aber ehrlich: Eine Arbeiterschaft ohne Auto- und andere Industrien ist jetzt wirklich nicht so prickelnd ... Wenn ich vor dreißig Jahren einem SPD-ler gesagt hätte, seine Partei würde sehr bald die Steinkohlewirtschaft und später dann die Braunkohlewirtschaft auflösen, wie hätte er mich ausgelacht ... In den Eckkneipen im Ruhrgebiet das Rauchen verbieten, damit auch Familien mit kleinen Kindern da abends hingehen können, wäre ihm genauso absurd vorgekommen ...
gut vorgetragen... aber falsch...
Das Hauptproblem der SPD war, dass sich ihre Kernwählerschaft - die Arbeiterschaft, einfach aufgelöst hat. Es gibt die Schichten, die vor 50 Jahren die SPD gewählt haben einfach nicht mehr, zumindest nicht mehr in wahlentscheidener Zahl.
Und der Tod der SPD waren doch besonders die Hartz 4 Gesetzte, können Sie mir erklären, wie die sich denn gegen die "Arbeiterschaft" richten? Die SPD und mit ihr die Gerwerkschaften hatten leider immer zu wenig Interesse an der ARBEITERLOSENschaft.
Wo bitte löst die SPD die Kohlewirtschaft auf? Sie stemmt sich überall gegen den Wandel und befördert damit nur mehr ihren Abstieg in die Unwichtigkeit.
Und hat die Arbeiterschaft hatte heute wie damals keine kleinen Kinder?

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flashmobber 08.08.2018, 22:07
34. Eine

Frau Nahles die der Kanzlerin nacheiffert, eine müde Kanzlerin die ihre Amtszeit herbei sehnt und ein Innen-/Heimatminister der inhaltlich Mr. President of the U.S. wiederspiegelt. Wo soll das nur hinführen? Es fehlt an politischem Charisma. An ener Person, die sich um die kümmert, die das Land am Laufen halten. An dieser Stelle sehe ich aktuell keine der "großen" Volkparteien. Jeder dieser vermeintlichen "Volksparteien" hat in erster Linie mit sich selbst oder mit "eigentlich" verbündeten zu tun. Klare Kante? Fehlanzeige bei allen! Wen wundert es, dass die AfD sowie die "kleinen" Parteien und die Nichtwähler dabei gewinnen? In Frankreich kam der unerwartete Ruck. Ob er auch in Good old Germany kommt? Wer weiß das schon?

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focuspuller 08.08.2018, 22:08
35. In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod

Es hilft nichts: mit drittklassigem Personal kann man keinen erstklassigen Eiindruck hinterlassen. Leute wie Herr Scholz haben vollkommen vergessen, weshalb sie als Sozialdemokraten gewählt wurden, wenn sie es jemals gewusst haben sollten. Wenn es keine sozialdemokratische Finanzpolitik gibt, gibt es auch keinen Grund überhaupt SPD zu wählen. Womit wir beim Kern des Problems angekommen wären: Ganz gleich, welche politische Einstellung zu welcher politischen Frage man auch immer haben mag, keine, keine einzige legt nahe, das Kreuz bei den Sozialdemokraten zu machen. Die Wahl Frau Nahles (von Scholzens Gnaden, versteht sich mit Herrn Dobrindt) hat das lange und langsame Sterben der deutschen Sozialdemokratie eingeläutet. Die Kraft sich selbst aus dieser babylonischen Gefangenschaft zu befreien, haben die Legionen von Funktionären der mittleren Ebene, die die Landes- und Bundesparteitage der Partei ausmachen, nicht. Die Mitglieder haben in Verzweiflung schon alle Hoffnung fahren lassen. Dieses Wahljahr wird ein einziges Jammertal für diese einst so stolze Partei. Das schimmste: sie hat auch nichts anderes verdient.

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bardolino12 08.08.2018, 22:17
36. Seit ich wähle,

hab ich grün gewählt. Klassischer Grünen Wähler, Hochschulabschluss, bisschen Geld etc. Lebend in BaWü habe ich hier selbstverständlich Kretschmann gewählt. Jetzt Ernüchterung aller Orten. Nicht ein einziges „grünes Thema“ umgesetzt. Eingeknickt vor der Autoindustrie. Kretschmann nicht wieder zu erkennen. Habe mich bei aufstehen.de eingetragen.

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herbert 08.08.2018, 22:25
37. Nur Träumer wählen diese Grünen die keiner braucht !

Die Grünen haben mit der SPD damals die Agenda2010 mitgetragen, dem grössten Sozialabbau in Deutschland.
Die Grünen sind somit Täter !

Wer die Umfragewerte betrachtet so muss man erkennen, dass diese schlicht daneben sind.
Laut Forsa würde jeder dritte die Grünen wählen. Aber in der Abstimmung kommen sie nur bis 13 Prozent.

Hier wird gewaltig der Wähler verarscht und es wird so getan, als wenn die Grünen vom Volk gewollt sind.

Die Medienberichte sind gepuscht und nur ein deutscher Michel, der den Unterschied nicht kennt, wählt diese Traumtänzerpartei.

Eine Ökopartei hat auf der grossen Bühne nichts zu suchen.

Wenn die SPD ihr vernichtende Agwenda2010 in die Tonne treten würde, dann käme sie wieder aus dem Abgrund.

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shotaro_kaneda 08.08.2018, 22:25
38.

Die SPD bekommt halt nichts mehr auf die Reihe. Wer sollte denn noch SPD wählen wollen und aus was für Gründen? Wer sozial wählen will, wählt die Linken. Wer Öko wählen will, wählt die Grünen. Für die Besserverdiener gibts die FDP, für die Fustrierten bzw. rechts eingestellten gibts die AfD und für Unentschlossene, Rentner und politisch nicht Interessierte bzw. Menschen ohne Überzeugung gibts die CDU. Die CSU kann auf Bundesebene nicht gewählt werden. Also wofür die SPD? Der Untergang hat mit Hartz IV angefangen und hat sich mit der Weigerung mit den Linken zu regieren und lieber den Juniorpartner für die Union zu geben fortgesetzt. Spätestens mit der letzten Entscheidung eine Groko zu bilden, hat die SPD sich für ihren eigenen Untergang entschieden. Die Warnungen wollte aber keiner hören. Mal schauen, ob die SPD zur nächsten Wahl noch über oder schon unter der 10%-Marke zu finden ist. Das allerdings jetzt so viele auf die Grünen reinfallen ist schon lustig. Meiner Meinung nach sind die Grünen reine Ökopopulisten. Populismus ist nämlich nicht nur im rechten Parteienspektrum zu finden. Und wie gerade CDU (und vor allem CSU) und Grüne zusammenfinden wollen, bleibt mir ein Rätsel.

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Paul-Merlin 08.08.2018, 22:25
39. Für die SPD hat das Totenglöckchen geschlagen ....

Die H4-Partei wird das Menetekel des Arbeiterverrats nicht mehr los. Auch die heutige Führungsspitze war unter Gas-Gerd in die Agenda 2010 voll eingebunden und hat sich nie wirklich davon distanziert. Kleine Schönheitsreparaturen an dem Machwerk, wie ein völlig unzureichender Mindestlohn oder eine ungerechte Rente mit 63 für wenige privilegierte Jahrgänge (alle übrigen Beitragszahler und Rentenempfänger stehen sich dadurch schlechter) ändern daran nichts. Die Grünen haben es geschafft vergessen zu machen, dass sie als Juniorpartner die Agenda 2010 mit verbrochen haben und profitieren aktuell vom Niedergang der SPD. Wie nachhaltig diese Zugewinne sind bleibt abzuwarten. Zu spinnert und realitätsfremd sind zu viele Positionen der Grünen.

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