Forum: Politik
SPD-Verfahren zur Nahles-Nachfolge: Genossen suchen die Super-Sozis
Wolfgang Kumm/ DPA

Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht: Die SPD wählt bei der Nachfolge von Andrea Nahles ein Marathon-Verfahren - und will so wieder zu sich selbst finden. Ob das funktioniert?

Seite 4 von 6
Einohrnase 25.06.2019, 23:10
30. Das Casting ohne wirklich Interessierte

Wer will schon in diesem Verein, der kurz vor seiner Auflösung steht, den Konkursverwalter geben? Schröder war der Totengräber dieser einstmal wichtigen Partei in der deutschen politischen Landschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listkaefer 25.06.2019, 23:13
31. Hier kommen von ca. 2/3 der Foristen ...

... immer dieselben Anwürfe: Chaos. Durcheinander in der SPD. Man weiß angeblich nicht, wofür diese Psrtei steht! Alles Bullshit: Die SPD hat eine 3-köpfige Führung von sehr erfahrenen Leuten. Sie ist also nicht führungslos. Es herrscht kein Chaos, sondern es läuft ein langfristiger und gut geplanter Prozess, eine neue Führung zu wählen. Das wird berechenbar die Partei mobilisiren und erfolgreich sein. Und die SPD-Minister sind die Stützen dieser Groko und machen unbeirrt sozialdemokratische Politik in den Grenzen, die der GroKo-Vertrag nun mal setzt. Was gibt es da zu meckern? Nichts!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
McTitus 25.06.2019, 23:24
32. Ein bisschen weniger Bild Zeitung...

... in der Überschrift fände ich schon schön.
Es ist besser etwas zu unternehmen, als alles so laufen zu lassen, wie es unter Nahles gelaufen ist. Nämlich bergabwärts. Schaun Wir mal, was bei rauskommt. Kann nur noch besser werden. Die Polemik können Sie sich dann immer noch für die Zeit aufsparen, nach der dann vielleicht immer noch nichts funktioniert haben sollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BrunoBalls 25.06.2019, 23:32
33.

Ich habe den Eindruck, die SPD hat so viele gute Kandidaten, dass es darum so sehr schwer fällt, den besten zu finden. Aber einmal muss entschieden werden, dann müssen die anderen hervorragenden Anwärter ins zweite Glied zurücktreten. Ein ganz natürlicher demokratischer Prozess.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Filsbachlerche 25.06.2019, 23:51
34. Zu meinem großen Bedauern

muß ich Ihnen weitgehend rechtgeben.
Seit fast 5 Jahrzehnten bin ich Mitglied der SPD, seit der Kanzlerschaft Helmut Schmidts nur noch grollend.
Kungelei in Hinterzimmern war schon immer die Regel. Vom Ortsverein bis hinauf in die Parteispitzen. Ich fand das schon immer abstoßend.
Warum trat ich in diese Partei einst ein?
1970/71 sah ich es als staatsbürgerliche Pflicht an, einer Partei beizutreten, die weltoffen war.
Die CDU war es gewiß nicht. Als Student erlebte ich mal Barzel live in Bonn, in überschaubarem Kreis. Seither war ich von jeder Sympathie für diese Partei geheilt.
An sich bin ich ein Linksliberaler im Sinne der Mitte des 19. Jh.: Engagierter Einsatz für Menschenrechte und staatsbürgerliche Grundrechte.
Also liebäugelte ich mit der FDP. Doch der nationalliberale FDP-Chef und vor allem der sogar innerhalb der FDP als Wotans Mickiymaus veralberte MdB Zoglmann hielten mich davon ab. Gut 10 Jahre später traten übrigens fast alle Linksliberale zur SPD über…
Die DKP schloß ich aus. Darin befanden sich fast nur bornierte Stalinisten, wie ich in persönlichen Gesprächen feststellte.
Es blieb nur die SPD. Das Konzept Egon Bahrs von 1964 – Wandel durch Annäherung – war für mich rational einleuchtend und wurde von Willy Brandt real umgesetzt.
Das war für mich das entscheidende Argument.
Es gab noch einige Zäsuren, die mich zur schweigenden Opposition führten.
Die gravierendste waren die HartzIV-Gesetze. Ab diesem Moment war ich Gegner der amtierenden Regierung.
Der damalige BK wird – im Nachhinein!- nicht umsonst von vielen CDU-Politikern gelobt. Kein Wunder. Er übernahm von dem UK-PrimeMinister Tony Blair das Konzept der neoliberalen Wirtschaftspolitik. Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Dazu kam der Umstand, daß er alle Parteigenossen, die ihm nicht folgten, aus der SPD hinausekelte. Nur die Seeheimer blieben. Auch ich, obwohl ich mich zunehmend von dieser Politik distanzierte.
Ich kann immer noch mit Argumenten Parteifreunde zum Nachdenken anstoßen. Manchmal auch mit nachhaltigem Erfolg.
Aber der wirtschaftspolitische Rechtsruck der SPD ist heute noch vorwiegend. Trotz aller Erfahrungen, die nahelegen, daß der Markt eben NICHT fähig ist, alle Probleme schnell und kostengünstig zu lösen. Das Gegenteil ist richtig. Beispiele BER, Hbf Stuttgart und Privatisierung der Bahn.
Auch die seit 50 Jahren enorm angewachsene Bereicherung der reichsten Personen ist skandalös – wie auch der enorme Zuwachs des Prekariats in unserer Gesellschaft.
Daran müßte die SPD arbeiten.
Die Hoffnung darauf gebe ich nicht auf!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sven Magr 25.06.2019, 00:22
35. Niedergang der SPD

Der Niedergang der SPD lässt sich klar belegen. Der Schattenmacher hat dazu eine sehr detailiertes Video: https://m.youtube.com/watch?v=qjZRiDwu18w

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heissSPOrN 25.06.2019, 00:34
36.

In den TV-Nachrichten hat Frau Dreyer beim Thema Doppelspitze so komisch betont, dass es für die Führung der SPD viel KRAFT brauche... mir schwant, da könnten noch Leute wieder auftauchen, die wir schon längst abgehakt hatten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
susie.soho 25.06.2019, 01:03
37. Eine veritable Kanzlerkandidatin...

...hätte die SPD: Juli Zeh - wenn die denn wollte! Es gibt in keiner anderen Partei eine ähnlich hoch qualifizierte Person.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klausindo 25.06.2019, 02:07
38. Tolle Lösung...

warum nicht warten bis zum Ende der Legislaturperiode damit man seinen Posten behalten kann? Da bis Heute keiner lnteresse an dem Job gezeigt hat sagt uns das die Partei von desinteressierten Menschen geführt wird die nur an ihren Posten kleben. Brandt, Wehner und Schmidt würden sich im Grabe umdrehen wenn die das wüßten. Aber so ist das wohl Heute im Allgemeinen mit der Einstellung vieler Politiker. Alles mitnehmen und nix tuen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thememleser 25.06.2019, 02:40
39. Spd

so geschichtlich betrachtet, war die SPD, immer eine sehr wichtige Partei innerhalb, Deutschlands Politik.

Langsam aber aber sicher, schafft sie sich wieder ab.
Wahnsinn in Tüten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 6