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SPD-Vize: Scholz will Mindestlohn auf 12 Euro anheben
DPA

Bislang galt Olaf Scholz als rechter Flügelmann seiner Partei - doch jetzt schwenkt Hamburgs Erster Bürgermeister nach links: Im SPIEGEL fordert der SPD-Vize eine drastische Erhöhung des Mindestlohns.

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bs2509 03.11.2017, 12:57
10. Olaf Scholz

Arbeitsminister und Sargträger der SPD unter Gerhard Schröder und Hauptverantwortlicher für den Abstieg der SPD,möchte den Mindestlohn auf 12,- Euro anheben . . .

Wer es glaubt, soll angeblich seelig werden . . . . aber daran glaubt ja noch nicht mal mehr die Rechte Sozen-Riege genannt "Seeheimer-Kreis".
Solange es in der SPD die "Ewiggestrigen" gibt, die eine soziale Poltik in der SPD und in Deutschland verhindern, so lange wird diese Partei nicht wirklich gebraucht.
Und es sollten alle "Hurra-Schreier" aus der Schröder-Ära, Steinmeier, Gabriel, Nahles, Scholz, Oppermann ihren Hut nehmen.
In diesem speziellen Fall ( Hartz-IV) wirkt das Gedächtnis der Gesellschaft nach.

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SIBBESIBBE 03.11.2017, 12:57
11. die spd und Olof

machen sich schon mal bereit für das scheitern von Jamaika.
Dann muss die spd retten was gerettet werden kann: rente mit 63, kohlenjobs in braunkohle, mindestlohn usw. Und Deutschland nicht zu vergessen...

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beggar 03.11.2017, 12:57
12. Reformation

Die Frage, welche Partei sich den Mindestlohn, so wie er jetzt ist, als großen Pluspunkt ans Revers heftet erübrigt sich.
Fehlt nur noch das Statement von Schulz: "Sehr guter Vorschlag von Scholz, genau dies wird in meinem Diskussionspapier zur "Erneuerung" der SPD in wenigen Wochen drinstehen, denn zwischen uns gibt es mehr Gemeinsamkeiten als viele glauben". Noch Fragen?

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Reinhold Schramm 03.11.2017, 12:59
13. Scholz und Mindestlohn ?

● Laut der früheren Bundesarbeitsministerin, Ursula von der Leyen, muss man über einen Zeitraum von 35 Arbeitsjahren (in Vollzeit) monatlich einen durchschnittlichen Bruttoarbeitslohn in Höhe von 2500 Euro erarbeiten, um eine Altersrente auf dem Niveau der Sozialhilfe/Grundsicherung zu erhalten (eine mtl. Nettorente von etwa 740 Euro).

● Auf der Grundlage eines gesetzlichen Mindestlohns muss man etwa 55 Jahre in Vollzeit arbeiten, um eine vergleichbare und eigenständige Altersrente auf dem Niveau der Sozialhilfe/Grundsicherung zu erhalten.

● Ohne die sozial und lebenslang abgesicherten w/m Beamten/Angestellten und Stammbelegschaften von DAX-Konzernen, liegt bis zur Rentenzahlung aus der GRV die Beitragszeit für Frauen im Durchschnitt bei etwa 32 Jahren im Westen und für Frauen im Osten bei knapp unter 40 Jahren. Für Männer im Westen unter 40 Jahren und im Osten (noch) etwas über 40 Erwerbs- und Beitragsjahre.

● Insbesondere erwerbstätige Frauen im Westen und in der GRV erhalten im Durchschnitt aller Bundesländer keine eigenständige Altersrente oberhalb der Sozialhilfe. Für Frauen in Ostdeutschland liegt die durchschnittliche Altersrente aus der GRV deutlich oberhalb der Sozialhilfe, ebenso für Männer aus dem Westen und Osten der Bundesrepublik.

Außergewöhnlich gering sind die durchschnittlichen GRV-Altersrenten für Frauen in Bayern und im Saarland. ○ Selbst die christlichen Kirchen, Wirtschaftsverbände und deren Parteien müssten eigentlich zugeben, dass sich ganz offensichtlich Millionen westdeutsche Frauen in einer freiwilligen und unfreiwilligen Rentenehe befinden. Ohne die soziale Absicherung durch ihre Ehemänner könnten Millionen Frauen auch als Witwen von ihrer eigenständigen GRV-Altersrente nicht existieren. Dabei im völligen Gegensatz zu Beamtinnen.

● Nehmen wir einen mtl. Bruttoarbeitslohn von 2500 Euro zum Maßstab, so liegt der gesetzliche Mindestlohn für 2017/2018 bei 14,62 Euro-Std.!

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rkinfo 03.11.2017, 12:59
14. Eher nur ein Kombilohn 12€ machbar

Die Gewerkschaften haben untere Einkommen deutlich unter 12€ in ihren Verträgen.
Ein Kombilohn von 12€ für die ersten 100 Arbeitsstunden je Monat wäre aber sinnvoll, um Arbeit wieder attraktiv zu machen. Zusammen mit erhöhten Freibeträgen bei einer Einkommenssteuerreform wäre dann der Abstand zur Sozialhilfe signifikant. Für einen Hartz IV Fall weniger können wir uns locker 2-3 Kombilöhner leisten, besonders wenn man seinen Rückfluß per MwSt. mit betrachtet,
Sollte die SPD aber nur populistische Sozialromatik pflegen, wird sie beim Wähler kaum ankommen.

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chardon 03.11.2017, 13:03
15. In der Bundesrepublik Deutschland

hat es einmal etwas gegeben das "Tarifautonomie" hiess. Seit langer Zeit mischt sich die Bundesregierung dieser immer mehr in alles mögliche ein. Soll das Land eine neue "DDR" werden, oder so eine Art französischer Staatssozialismus? Auch die SPD soll mal überlegen und sich ein wenig an die Vergangenheit erinnern! Dann evtl. sehen, wie es besser werden könnte.

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seyffensteyn 03.11.2017, 13:06
16. Bevor ich etwas verteilen kann,

muß die Ertragssituation der Firmen diese Erhöhung des "Mindestlohns" auch hergeben.Ich zahle seit Jahren meinen Mitarbeitern schon 12€ ,Achtung,NETTO!! Da sie ihren Job gut machen,haben sie nichts anderes verdient!Und alle bekommen das Gleiche,egal ob Frau oder Mann.

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regenwurm 03.11.2017, 13:09
17. Das Problem sind die hohen Abzüge, nicht die Stundenlöhne

Von der letzten Erhöhung des Mindestlohns von 8,50 € auf 8,85€ bleiben - wenn man ehrlicherweise das Arbeitergeberbrutto, also die vollen Mehrkosten für die Unternehmen betrachtet - für einen vollbeschäftigten Single gerade mal 43% übrig. 57% (!) nehmen sich Steuern und Sozialkassen. Dieser unglaubliche Skandal, dass selbst Geringverdiener mehr als 50% in die Umverteilungssystems einzahlen müssen, bleibt leider in der öffentlichen Debatte völlig unbeachtet.

Wer es nicht glauben will: Einfach nachrechnen lassen, z.b. bei rechner24.info.

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mostly_harmless 03.11.2017, 13:10
18.

Scheinbar ist der Gegenwind, der den FDP-Ubooten in der SPD (aka "Seeheimer") entgegenbläst, deutlich stärker geworden. Anders ist der Vorgang IMHO nicht zu erklären.

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84erstudent 03.11.2017, 13:11
19.

Wird dann analog der Lohn in anderen Bereichen erhöht so dass sich beispielsweise ein Studium der sozialen Arbeit dann überhaupt noch lohnt?

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