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SPD-Wahlkampf: Schulz will Reiche zur Kasse bitten
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Der Solidaritätszuschlag für untere und mittlere Einkommen soll abgeschafft, Topverdiener stattdessen stärker belastet werden: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat das Steuerkonzept seiner Partei vorgestellt.

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reflektiert_ist_besser 19.06.2017, 14:26
140. z.B.

Zitat von rwachsmu
Man sollte mal drüber nachdenken, was Allen nützt und den Binnenkonsum anregt.
z.B. des Soli für Klein- und Mittelverdiener abschaffen.

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PerserDeutscher 19.06.2017, 14:27
141. Die Neid Debatte in Deutschland

Schulz bewirkt hier ganz klar eine Neid Debatte in Deutschland. Ja ich habe Respekt vor der Arbeit der Pfleger, Hebammen, etc. ABER es gibt zwischen diesen Jobs und einem Job der eine Akademische Ausbildung wie zB. Arzt erfordert eine gravierenden Unterschied. Als Arzt oder Anwalt geht man nochmal 12 bzw. 7 Jahre in die Universität. Und bis man das große Geld verdient ist man Mitte 40. In der Zeit hat einer der Ausbildungsberufe, schon Jahrelang sein Geld verdient. Und jedem steht es offen selber Arzt zu werden. Das einzige was Schulz bewirkt ist das die wirklichen reichen ihr Geld aus DE abziehen und das würde die Wirtschaft schwächen. Solange man legale Schlupflöcher nicht schließt kann man Millionen Einkommen auch gerne mit 500 % besteuern bringt nicht.
Für alle Neider: Nicht jeder Arzt und Anwalt ist Millionär und nein auch nicht jeder BWLer wird Millionär

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undog 19.06.2017, 14:28
142. Ja, es geht der SPD um Gesinnung

Zitat von Niederbayer
Der Ausdruck Reichensteuer ist doch ein reines Neidkonstrukt. Anderfalls müßte man die von der SPD geplante Abschaffung des Solis für geringere Einkommen einen Armenrabatt nennen.
und nicht um pragmatische Entscheidung auf Basis eines realistischen Menschenbildes. Die Sozis glauben wohl, die hochbesteuerten Reichen blieben alle im Lande - könnten hier irgendwie angekettet werden.

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MisterD 19.06.2017, 14:28
143. Das greift völlig daneben...

Das bißchen Soli, was den unteren Einkommensschichten erspart bleibt, ist ebenso lächerlich, wie die Vorstellung ab 60.000 EUR zu den Gut- und ab 76.000 EUR Brutto zu den Spitzenverdienern in diesem Land zu gehören. Auch die 3% fixe Steuer ab 250.000 EUR sind gut gewollt und schlecht gekonnt...

Was man in der SPD (und noch viel weniger in FDP und CDU) verstanden hat, ist, dass man nicht Erwerbseinkommen stärker besteuern muss, sondern Kapitalerträge.
Über die 3% lacht sich doch jeder kaputt, der über 250.000 EUR Brutto pro Jahr verdient, die holt er mittels Aktien- und Immobiliengeschäften in 2 Wochen wieder rein.

Das Problem in diesem Land ist doch, dass ich an der Börse 100.000 EUR Gewinn machen kann und darauf nur 25% Steuern zahle... verdiene ich aber 100.00 EUR durch Erwerbstätigkeit bleiben mir davon am Ende etwas mehr als 50%... das ist absurd und gehört geändert... 25% auf Kapitalerträge bis 10.000 EUR (Privatanleger), 50% bis 100.000 EUR und ab 1.000.000 EUR werden 75% fällig. Fertig...

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kalim.karemi 19.06.2017, 14:29
144. können Sie das bitte mal präzisieren?

Zitat von Stefan_G
... die ich mit verfolgt habe, wurde jeweils von allen Parteien gefordert, reiche mehr in die Pflicht zu nehmen. Nach der Wahl stellte sich immer heraus, dass man den Reichen jeweils Scheunentore an Schlupflöchern bot, so dass ihre relative Steuerlast i.d.R. niedriger lag als der von Angestellten mit mittlerem Einkommen.
welche "Scheunentore" stehen denn den 'Reichen' mit 60, meinetwegen auch mit 160k zur Verfügung? Rührup, Riester, km Pauschale, die Handwerkerrechnung und die Kita. Keine Ahnung, wer Ihnen diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, "Reiche" könnten Steuern vermeiden. Als Angestellter gibt es diese ominöen Möglichkeiten jedenfalls nicht.

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GoaSkin 19.06.2017, 14:29
145.

Es wäre besser, die Steuersätze erst einmal für Alle zu senken und im Gegenzug die Möglichkeiten abzuschaffen, die eigene Steuerlast mittels Werbungskosten und Sonderausgaben zu mildern. Es ist ohnehin nicht nachvollziehbar, warum man Langstreckenpendler, die auf dem Land billig gebaut haben, steuerlich dafür auch noch belohnt. Da sollte man eher über eine Sondersteuer nachdenken, als über Entlastung.

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Chefcook 19.06.2017, 14:30
146. Zu kurz gedacht, wenn die Kapitalertragsteuer unangetastet bleibt.

Sätze wie "Diejenigen, die für ihr Geld arbeiten, dürfen nicht schlechter gestellt werden als diejenigen, die ihr Geld für sich arbeiten lassen" sind doch der blanke Hohn, solange die auf 25% pauschalisierte Kapitalertragsteuer nicht angetastet wird. So wird nur die Steuerlast auf die, aus AUS ARBEIT gut verdienen, umverteilt, anstatt endlich das von Rot-Grün eingeführte Problem der steuerlichen Bevorzugung von Kapitalerträgen anzugehen.
Aber klar: Reichen Geld (vermeintlich) zu nehmen, klingt halt toll im Wahlprogramm.

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malu501 19.06.2017, 14:31
147.

Zitat von oidahund
60TEUR Jahreseinkommen soll schon für den Spitzensteuersatz reichen? Damit ist man in den wirtschaftlich nicht sonderlich erfolgreiehen BL ein Spitzenverdiener - im Raum FFM, München oder Hamburg sieht es ganz anders aus. Hier reichen 60TEUR Jahreseinkommen für eine 2 Zimmer-Whg und etwas Luxus, wie eine Pauschalreise . Die SPD hat sich scheinbar mit den Realitäten in Dtl nicht auseinander gesetzt!
Haben Sie gelesen, dass momentan bereits ein Einkommen von 54TEUR für den Spitzensteuersatz reicht? Das ist in Dtl. derzeit die Merkelsche Realität. Da wären die 60TEUR von Schulz ja zumindest eine Verbesserung oder irre ich mich? Von Frau Merkel hat man noch nichts in Bezug auf die Entlastung von mittleren Einkommen gehört. Warum Sie der SPD jetzt reflexartig unterstellen, sie hätte sich mit der Realität nicht auseinandergesetzt, kann ich nicht nachvollziehen.

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Werner_Schmitt 19.06.2017, 14:32
148. Kriminalisierung

Da ist sie wieder. Die Kriminalisierung der sogenannten Besserverdienenden. Keine Sorge ich falle nicht unter diese Kategorie. Aber es könnte doch sein dass jemand der viel verdient auch viel arbeitet. Dann zahlt er automatisch mehr Steuern, prozentual. Nicht jeder der viel verdient ist kriminell.

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Crom 19.06.2017, 14:33
149.

Zitat von oidahund
60TEUR Jahreseinkommen soll schon für den Spitzensteuersatz reichen?
Den alten Spitzensteuersatz. Der neue (45%) greift ja erst bei über 76.200 (Single). Müsste man jetzt durchrechnen, ab wann man mehrbelastet wird, denn die Progressionskurve soll ja nicht mehr so stark ansteigen.

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