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SPD-Wahlkampf: Schulz will Reiche zur Kasse bitten
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Der Solidaritätszuschlag für untere und mittlere Einkommen soll abgeschafft, Topverdiener stattdessen stärker belastet werden: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat das Steuerkonzept seiner Partei vorgestellt.

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Rheinlandpragmatiker 19.06.2017, 13:38
60.

Zitat von hisch88
Das glaubt er ja wohl selber nicht. Sobald mal eine Steuer beim Bürger eingeführt wurde bleibt sie für ewig erhalten. Siehe hierzu die Schaumweinsteuer (Sektsteuer) zur Finanzierung der kaiserlichen Kriegsflotte 1902. Wie lange war die SPD mit an der Regierung beteiligt um diese (beiden) unverschämten Steuern endlich verschwinden zu lassen ? ... und bis 2020 kann sich noch viel ändern.
Sagen wir mal so: wenn Schulz nicht wirklich etwas ändert, wären es sowieso seine einzigen 4 Jahre im Amt.

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watch15 19.06.2017, 13:40
61. Schulz ist zurück!

Aber ist das alles was Sie oder die SPD zu bieten haben?? Damit wollen Sie oder die SPD für mehr Gerechtigkeit im Land sorgen?? Der Soli wird also für obere Einkommen nicht wegfallen ... die Gering- und Mittelverdiener werden steuerlich nicht entlastet (außer mit dem Soli) und dann noch die alte Leier mit der Reichensteuer ... weiter mit der Neiddebatte. Naja, viel Glück für den Wahlkampf mit diesem Schmalspurprogramm.

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reflektiert_ist_besser 19.06.2017, 13:40
62. oh je ...

Zitat von hans_uwe2@yahoo.de
Sorry, aber Arbeiter mit 76200€ Brutto im Jahr sind für mich nicht "reich" und schon gar nicht die Arbeitergruppe, welche ich zusätzlich belasten würde. Das sind nämlich im großen Maße Ingenieure, Ärzte, Unternehmer (nicht die BWL Typen aka Manager), einfache Anwälte etc. Gruppen, welche ich durchaus auch zum Mittelstand dazuzähle.
für sie sind 8.000 Euro im Monat also nicht ordentlich? Nee, das sind alles ganz normale Arbeiter. Wollen uns diese ganzen Ärzte, Anwälte und Unternehmer hier eigentlich nur noch für doof verkaufen? Meinen sie man versteht nicht, was sie schreiben? Unfassbar.

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Rheinlandpragmatiker 19.06.2017, 13:41
63.

Zitat von der.tommy
Dann schlage ich vor, die Kapitalertragssteuer nicht mehr auf 25% zu Deckeln. Die trifft nämlich wirklich die, welche ihr Geld arbeiten lassen. Ansonsten bin ich einverstanden und das obwohl ich mein Geld nicht für mich arbeiten lasse, aber deutlich den spitzensteuersatz zahle
Sie haben völlig recht - ich würde es sogar umgekehrt handhaben, wenn ich könnte. Warum soll jemand, der morgens um beispielsweise 10.000 € reicher geworden ist, als er abends beim Einschlafen hatte, nicht mehr Steuern zahlen als jemand, der sich das wirklich erarbeitet?

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Niederbayer 19.06.2017, 13:42
64.

Zitat von orthonormalbürger
Freu ich mich über das Programm etwas mehr Reichensteuer schadet niemanden :)
Der Ausdruck Reichensteuer ist doch ein reines Neidkonstrukt. Anderfalls müßte man die von der SPD geplante Abschaffung des Solis für geringere Einkommen einen Armenrabatt nennen.

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spon_2999637 19.06.2017, 13:42
65. Lesen, verstehen, kommentieren

Zitat von oidahund
60TEUR Jahreseinkommen soll schon für den Spitzensteuersatz reichen?
Nein:

"...soll der Spitzensteuersatz auf 45 Prozent angehoben werden, der dann ab 76.200 Euro zu versteuerndem Einkommen für einen Single greift."

BISHER greift der Spitzensteuersatz schon ab 45.000 Euro und beträgt 42 Prozent. Dieser Satz (42 Prozent) gilt dann erst für die oberhalb von 60.000 Euro verdienten Scheinchen. Leider liest sich aus dem Artikel nicht, welcher Satz denn dann für den Einkommensanteil zwischen 45.000 und 60.000 Euro gelten soll. Bisher zahlt man da 42% und nur mit dem neuen Satz könnte man die Entlastung abschätzen. Lassen Sie mich Raten - es kommt in etwa ein Kinobesuch der Freundin dabei heraus - im Jahr :-)

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rst2010 19.06.2017, 13:42
66. "Diejenigen, die für ihr Geld arbeiten, dürfen nicht schlechter gestellt werden als diejenigen, die ihr Geld für sich arbeiten lassen"

das greift zu kurz. evtl. ist der weg der arbeitsreduzierung eine möglichkeit, die zunehmende automatisierung aufzufangen; denn es ist absehbar, dass viele jobs durch automatisierung wegbrechen werden; schließlich ist ein computer als manager wesentlich zuverlässiger und billiger als ein überbezahlter, unkalkulierbarer mensch. so einer würde nie a la piech abolsuter herrscher im unternehmen sein wollen. schließlich sollte der produktivitätszuwachs der letzten jahrzehnte nicht nur den anteilseignern zugute kommen, sondern, wie versprochen, auch den arbeitnehmern. evtl. 'vermietet' eine gruppe von angestellten eine roboter an die firma oder wie das immer gehen will. aber nachdenken darüber sollte man anfangen. denn die konkrete arbeit (mit den händen oder kopf) wird weniger werden. ok, jetzt mögen roboterrestaurants noch eine spielerei sein; aber der trend ist absehbar.

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C-Hochwald 19.06.2017, 13:43
67. Nichts begriffen

Ich wäre von der "Reichensteuer" nicht betroffen, bin aber dennoch dagegen.
1. Ich halte dieses Steuerprogramm für eine in Richtung "Linke" gezielte taktische Maßnahme, für den Fall einer möglichen Koalition.
2. Die französischen Sozialisten sind gerade grandios gescheitert, und die hatten ähnliche Steuerpläne zu Beginn ihrer Regierungsperiode unter Hollande.
3. Es ist weiterhin kein Plan bei der SPD erkennbar, wie die massive Steuerflucht der in der EU operierenden Firmen eingedämmt werden kann. Wie kann das bei einem EU-Poltiker wie Schulz sein???

Ist das Schulz' Kapitulation vor der Lobbymacht der Konzere und Interessenverbände. Dann halt lieber (weil "Widerstand ist zwecklos") die Quellensteuer bei den Gehältern ab einer bestimmten Grenze anheben? Das ist doch nur Plazebopolitik für die Wähler, die sich gegenüber den einkommensstärkeren Arbeitnehmern / Gutverdienern benachteiligt fühlen.

Wenn man den Statistiken (u.a. von SPON, SPIEGEL) glauben darf, entgehen wegen der bisher legalen Steuerflucht der Deutschen Bevölkerung gute 2-stellige Milliardenbeträge im Jahr, mit denen man locker unsere marode Infrastruktur modernisieren könnte - von der ja auch die Konzerne wiederum profitieren würden.

Insofern ist dieses "Steuerprogramm" nicht sozial, wie es erscheinen soll, sondern zumindest höchst unvollständig. Im Moment sehe ich hier nur eine Einnahmenumverteilung von geringen zu hohen Einkommen, aber keine Verbesserung der Staatseinnahmen.

Und der Staat, das sind wir alle in D lebenden Menschen. Bei der Wahl entscheiden wir alle mit, wer unser Kassenwart wird, und wer unser Geld für unsere Belange ausgibt. Daher ist es auch in der Wählerverantwortung, sich die möglichen Konsequenzen eines Wahlprogrammes vor Augen zu halten, bevor am 24. September die Kreuze gemacht werden.

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held_der_arbeit! 19.06.2017, 13:43
68. Das Problem sind nicht die Topverdiener

Das Problem sind internationale Großkonzerne die sich das Steuern zahlen komplett verkneifen, oder die Finanzmärkte die schon bei vagen Ideen einer Finanztansaktionssteuer die Lobbymaschine anwerfen. Wie ein Vorposter schon so richtig sagte; es ist nicht so das "reiche" zu wenig Steuern zahlen würden, sondern gewisse Gruppen zahlen einfach (fast) garkeine

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kleinbürger 19.06.2017, 13:44
69. systemwechsel

gut, ein systemwechsel ist es nicht.

kann man so machen.

allerdings will ich die linken nicht mit an der macht sehen und die grünen nur im schwitzkasten der union.

also da es eh nur kosmetische korrekturen sind werde ich die union oder die fdp wählen.

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