Forum: Politik
Spekulationen über Merkels Zukunft: "Viele machen sich Sorgen um Europa, auch ich"
Karl-Josef Hildenbrand/DPA

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" ihre Euro- und Flüchtlingspolitik verteidigt. Aber ein Satz sorgt besonders für Spekulationen.

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derjoey 16.05.2019, 15:30
80.

Zitat von Deeds447
dem habe ich nichts hinzuzfügen, Sie haben das Problem vollumfänglich erfasst und damit wäre auch Fr Merkels Eignung, egal in welcher Position in total ganzheitlich umrissen. ;)
Dann bin ich sehr froh, Sie überzeugt zu haben.

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kado1 16.05.2019, 15:39
81. Auch Ihnen empfehle ich

Zitat von der-junge-scharwenka
Und ich empfehle - nochmals - die Präambel des Grundgesetzes, aus der die Rolle, die Deutschland nach dem Willen der Verfassungsgeber in Europa haben soll, sehr klar hervorgeht.
das genau zu lesen, „als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen“ …., Sollten die Bürger nicht gefragt werden, ob sie das wollen?
In der EZB hat z.B. jedes noch so kleine Land mit ca. 2 Mill eine Stimme, wie auch wir mit 82 Mill nur eine,
der Club Med hat unter franz. Führung 70 %, mit dem Ausscheiden der Briten noch mehr, besonders schlimm ist, die Nordländer verlieren dann ihre Sperrminorität.
2 Bundesbankchefs traten aus Protest zurück.
Unsere Eliten schworen einen Eid, u.a. den Nutzen für D zu mehren, Schaden abzuwenden.
Macron will u.a. einen EU-Finanzminister mit eigenem Budget, eine EU-Arbeitslosenversicherung, die gemeinsame Haftung für Kredite,... eine Transfer-EU (im Kapitalismus etwas Sozialismus ist ein Unding)
Der Länderfinanzausgleich klappt mit Murren und Knurren gerade noch in D , niemals in der ganzen EU !

Wenn die immer mehr Nehmer- und Pleiteländer einmal einzahlen müssen, ist es vorbei (wenn ich mich richtig erinnere sagte das sogar Bosbach von der CDU)
Die Briten sind noch, trotz Britenrabatt, der zweitgrösste Nettoeinzahler, d.h. sie zahlten ca, 6 Mrd einige schreiben gar um 12 Mrd / Jahr mehr in die EU ein, als sie von ihr zurück bekamen und hatten die Nase voll.
Der EU-Haushalt wird über Zölle ausserhalb der EU und Mitgliederbeiträge finanziert, der soll jetzt sogar von 140 auf 280 Mrd / Jahr verdoppelt werden (von wem wphl?), kürzlich wollte sogar der Noch-Nettoeinzahler Italien 250 Mrd erlassen bekommen. 44% der Italiener wollen raus aus der EU.

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kado1 16.05.2019, 15:43
82. Erkennen Sie das nicht

Zitat von kelcht
Merkel steht für moderne Technologie wie in der Energiewende, ist besser als ein Friedrich Merz (200€ Hartz4 und schauen was passiert). Auch wenn ein Seehofer und Populisten und Bürger ein schwerer Stein für den Fortschritt sind. Merkel hat das Flaggschiff mmn gut geführt.
Merkel hat mit dazu beigetragen das über das Tarn- und Verdummungssystem Target-2 die Bundesbank (nicht etwa die EZB) fast 1 Bill offene Forderungen
gegenüber anderen EU-Landesbanken hat.
Die Konzerne bekamen in der Euro / EU sofort die Mill / Mrd von der Bundesbank, die gehört quasi uns allen.
Somit haben nur die den ganz grossen Nutzen, die schon nicht wissen, wohin mit ihren Mill / Mrd (die sind aber nicht solidarisch), die anderen zahlen, auch die, für die ein paar Krümel für ihren Arbeitsplatz abfallen.
Einige merken es scheinbar erst, wenn es direkt an ihren Geldbeutel geht.
Es erfolgt eine noch nie dagewesene Umverteilung von Arm zu Reich.

Nur noch 1 Punkt, aus Platzmangel hier, mit Willkommen,... hat sie D und die EU gespalten, eine weitere sehr schwere Krise ausgelöst (hat man Arbeit, Wohnungen für Mill und woher nimmt man das Geld bei über 2 Bill Staatsschulden?
Wollen besonders die Grünen, Linken, SPD,.. etwa das Asozialste machen, weitere -zig Mrd zusätzlich zu den 2 Bill Schulden den Kindern vererben?

Das war mit ein Grund für den Brexit und die Briten wollten trotz Britenrabatt nicht nicht weiter ca. 6 Mrd, einigen schreiben gar um 12 Mrd /Jahr mehr in die EU einzahlen, als sie von ihr zurück bekamen.
Macht man so weiter muss und wird es zu einer -zig-fach grösseren Weltwirtschaftskrise, wie vor ca. 100 Jahren führen, dann sind die Verschwender ihre viele Bill Schulden los (die EU-Länder haben ca. 10 Bill, mit einem Bruchteil ging der ganze Ostblock Pleite) und die Masse ihr mühsam Erspartes (doch nicht etwa gewollt?)

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derjoey 16.05.2019, 15:49
83.

Zitat von .patou
Das ist das Skurrile an der gegenwärtigen politischen Situation. Es sind im Moment international so viele furchtbare Gestalten in Amt und Würden, dass man selbst Merkel gegenüber etwas milder gestimmt wird, auch wenn man sie nie wählen würde. Ich würde allerdings sicher nicht so weit gehen, dass ich "sehr zufrieden" mit ihr bin.
"sehr zufrieden" war relativ gemeint, verbesserungswürdig ist vieles an der jetzigen Regierung. Ich nannte die Staatschefs einiger Länder angesichts von deren Einwohnerzahl und Wirtschaftsmacht, um einen Vergleich zu Deutschland ziehen zu können.

Und ich finde, dass man durchaus vergleichen soll. In Deutschland wird meiner Meinung nach auf sehr hohem Niveau geklagt, da hilft es manchmal, sich die Situation der Bürger anderer Länder anzuschauen. Wie gesagt soll das nicht heißen, jetzt mit allem zufrieden zu sein oder alles toll finden zu müssen, eine Demokratie lebt schließlich von ständiger Diskussion und Veränderungen, und ich hoffe sehr darauf, dass sich in Zukunft einiges verbessern wird.

p.s.: Ich bin übrigens dafür, analog zum amerikanischen System auch in Deutschland einen Bundeskanzler nur für maximal zwei Legislaturperioden wählen zu können, einfach um mehr Bewegung in die Regierung zu bringen.

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anboes 16.05.2019, 16:03
84. Dann ist die Opportunistin Merkel weg.

Sie schwimmt im Lager der "Starken" mit. Eigentlich bietet sie den Menschen, deren Stimmen sie fangen will, keinen einzigen Punkt, um sie zu wählen! D.h. das gerade ist der überzeugende Punkt, um sie NICHT zu wählen. Auch nicht ihre Partei, in der sie eine AKK anbot.

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Schartin Mulz 16.05.2019, 16:35
85. Aber was

Zitat von derjoey
Eben, die Wahl hatten wir nicht, und darüber freue ich mich ungemein. Einen Widerspruch zu meiner Aussage sehe ich nicht. Ob jemand "besser gewesen wäre" ist letztendlich pure Glaskugelausleserei, daher vergleiche ich unsere Bundeskanzlerin ja auch mit aktuell amtierenden Staatschefs und nicht theoretischen. Wenn jemand nie in einem Amt war kann man nicht wissen, wie gut er darin sein wird: Bei Mr. Trump hätte ich auch nie vorher vermutet, was für eine Katastrophe seine Präsidentschaft mal sein würde. Olaf Scholz, um ein deutsches Beispiel zu nennen, hat mir als Hamburger Bürgermeister, mit Ausnahme des völligen G20-Debakels, deutlich besser gefallen als jetzt amtierender Finanzminister. Ohne dass er seinen neuen Job bekommen hätte, hätte ich aber gedacht, dass er in meinen Augen einen recht guten Finanzminister abgeben würde.
wollen Sie denn dann mit der Aussage erreichen?
Man kann doch einen Politiker/in nur mit seinesgelichen vergleichen, sonst macht das doch keinen SInn.
Und niemand, der gegen Merkel angetreten ist, ist vom Kaliber Trump.
Also wären Sie mit Steinmeier - oder -brück genauso zufrieden gewesen? Hätte ja alles noch viel schlimmer kommen können?
Irgendwie kann ich Ihr Merkel-Lob nicht so recht einordnen.

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derjoey 16.05.2019, 17:05
86.

Zitat von Schartin Mulz
Aber was wollen Sie denn dann mit der Aussage erreichen? Man kann doch einen Politiker/in nur mit seinesgelichen vergleichen, sonst macht das doch keinen SInn. Und niemand, der gegen Merkel angetreten ist, ist vom Kaliber Trump. Also wären Sie mit Steinmeier - oder -brück genauso zufrieden gewesen? Hätte ja alles noch viel schlimmer kommen können? Irgendwie kann ich Ihr Merkel-Lob nicht so recht einordnen.
Haben Sie gelesen, was ich geschrieben habe und Sie sogar von mir zitieren? Anscheinend nicht, denn dann hätten Sie sich die Frage "wären Sie mit XYZ zufrieden gewesen" nämlich sparen können. Und ich vergleiche ja eben "mit seinesgleichen", wie ich ebenfalls schrieb: mit anderen Staatschefs bedeutender Länder.

Soll ich Frau Merkel mit Politikern vergleichen, die theoretisch eine Chance gehabt hätten, Bundeskanzler zu werden? Auf welcher Basis denn? Was die dann noch theoretischer gemacht hätten? Man sieht doch schon jetzt, dass sich einige (ich nannte ja ein Beispiel) in ihrem höheren Amt anders verhalten als zuvor, das ist also reine Wahrsagerei. Da schaue ich mir doch lieber konkret an, was in der internationalen politischen Welt passiert, und kann angesichts von Autokraten und Narzissten in höchsten Ämtern nur froh sein, in Deutschland zu leben.

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Deeds447 16.05.2019, 17:17
87.

Zitat von mwroer
Sehen Sie - genau das haben Sie falsch verstanden. Frau Merkel als Bundeskanzlerin Deutschlands ist vorrangig dem Wohl des deutschen Volkes bzw. dem Wohle Deutschlands verpflichtet. Das hat *nichts* mit der Jobbeschreibung als Präsidentin des EU Rates zu tun. Auf diesem Posten ist sie dann natürlich den Interessen der Europäischen Union mehr verpflichtet als dem deutschen. Das steht so in der Jobbeschreibung und was jeder Profi-Fußballer kann, das sollten Sie auch Frau Merkel zutrauen.
Da gibt es nichts falsch zu verstehen, ich bin einfach nur anderer Meinung als Sie, das müssen Sie schon aushalten. Imho ist Fr. Merkel eine sehr schlechte Bundeskanzlerin gewesen und konnte sich nur solange halten, weil sie die "Negativpolitik" dem Koalitionspartner und Ministern der Unionsfraktion überließ, die übrigens bis dato bis auf eine handverlesene Auswahl in der Versenkung verschwanden. Sie war aber auch eine und entgegen ihrer eigenen Aussage, sehr schlechte Europapolitikerin und darauf legt sie immer wert, etwas für Europa getan zu haben. Wohlgemerkt Europa, nicht EU. Im Rahmen der EU konnte sie neben Figuren wie zuletzt Tusk oder auch Juncker ausgezeichnet brillieren, in dem sie einfach das getan hat, was sie am Besten kann: NICHTS und Schweigen.
Das Problem am Politikertypus "Merkel" ist nicht der hier von einigen Foristen angemahnte Patriotismus, von dem hat Merkel nämlich genauso wenig, wie dem sog. Globalisierungspolitiker oder einem Geostrategen. Aber Sie können mich mit geeigneten Fallbeispielen gern vom Gegenteil versuchen zu überzeugen, ich wäre in jedem Fall darauf gespannt!
Sie hat schlicht gar keine Agenda und lässt sich von tagespolitischen Themen leiten und somit verpufft natürlich auch die gesamte Richtlinienkompetenz. Und falls diese, wie im Fall Müller, sogar nach Merkels Ansicht durchgesetzt werden müsste, wurden sogar solche seltenen Glanzstunden der Ära Merkel verschenkt zu Gunsten des Koalitions- bzw. Unionsfriedens. Dieser Politik"stil" hat schlicht weder ein greifbares noch ein ungreifbares Profil, da können Sie mit ihrer Deutschlandfahne noch so deutschlich die Posts anderer makieren. Frau Merkel ist dafür der völlig falsche Anlaufpunkt, sonst ließe sich auch kaum der europaweite Aufschwung der Splitterparteien rechts des EVP-Lagers erklären, dass unter der deutschen "Schirmherrschaft" in der Griechenlandkrise und beim Türkeideal immer wieder frischen Wind in die Segel bekam. Und dies, auch das ist meine persönliche Meinung, ist tatsächlich Fr. Merkels direkter Verdienst. Vernichtende Darstellung, das gebe ich auch umunwunden zu, es tut mir fast schon ein wenig Leid- fast!

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Schartin Mulz 16.05.2019, 17:20
88. Die Aussage,

Zitat von derjoey
Haben Sie gelesen, was ich geschrieben habe und Sie sogar von mir zitieren? Anscheinend nicht, denn dann hätten Sie sich die Frage "wären Sie mit XYZ zufrieden gewesen" nämlich sparen können. Und ich vergleiche ja eben "mit seinesgleichen", wie ich ebenfalls schrieb: mit anderen Staatschefs bedeutender Länder. Soll ich Frau Merkel mit Politikern vergleichen, die theoretisch eine Chance gehabt hätten, Bundeskanzler zu werden? Auf welcher Basis denn? Was die dann noch theoretischer gemacht hätten? Man sieht doch schon jetzt, dass sich einige (ich nannte ja ein Beispiel) in ihrem höheren Amt anders verhalten als zuvor, das ist also reine Wahrsagerei. Da schaue ich mir doch lieber konkret an, was in der internationalen politischen Welt passiert, und kann angesichts von Autokraten und Narzissten in höchsten Ämtern nur froh sein, in Deutschland zu leben.
froh zu sein, in Deutschland zu leben und die Aussage, dass sie mit Merkel zufrieden sind, sind aber 2 Paar Schuhe.
Unser Land hätte sich auch mit den von mir genannten Kandidaten nicht in eine Diktatur verwandelt, dazu braucht man keine Wahrsagerei.
Und wenn Sie ernsthaft meinen, dass die Art der Präsidentschaft es Herrn Trump nicht vorherzusehen war, haben Sie vermutlich in den letzten Jahrzehnten keine Zeitungen gelesen. Und Trump hat vor der Wahl ganz klar gesagt, in welche Richtung er sein Land verändern will.

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derjoey 16.05.2019, 18:32
89.

Zitat von Schartin Mulz
froh zu sein, in Deutschland zu leben und die Aussage, dass sie mit Merkel zufrieden sind, sind aber 2 Paar Schuhe.
Ich schrieb als Antwort auf einen anderen Foristen, dass ich das "sehr zufrieden" relativ sehe. Lesen Sie sich meinen betreffenden Beitrag durch (Nr. 83). "sehr zufrieden" halt im Vergleich zu narzisstischen und autokratischen Staatschefs, was man Frau Merkel nun selbst mit bösem Willen nicht unstellen kann.

Und natürlich kann ich verhältnismäßig zufrieden mit einer Bundeskanzlerin sein und gleichzeitig froh sein, in Deutschland zu leben. Würde ich bspw. in der Türkei leben, wäre ich mit Herrn Erdogan vermutlich sehr unzufrieden und würde deshalb lieber woanders leben. Ich sehe da keinen Widerspruch. Man kann in einigen Ländern natürlich auch gerne und trotz des amtierenden Staatschefs leben (insbesondere, wenn man sich mit diesem arrangiert). Ist halt keine Biimplikation.

Zitat von Schartin Mulz
Unser Land hätte sich auch mit den von mir genannten Kandidaten nicht in eine Diktatur verwandelt, dazu braucht man keine Wahrsagerei.
Das sehe ich auch so. Die Messlatte "kein Diktator" ist für einen neuen Bundeskanzler natürlich auch reichlich niedrig, und ich würde auch keinen der von mir genannten Staatschefs als einen solchen bezeichnen.

Zitat von Schartin Mulz
Und wenn Sie ernsthaft meinen, dass die Art der Präsidentschaft es Herrn Trump nicht vorherzusehen war, haben Sie vermutlich in den letzten Jahrzehnten keine Zeitungen gelesen. Und Trump hat vor der Wahl ganz klar gesagt, in welche Richtung er sein Land verändern will.
Ja, das meine ich Ernst, obwohl ich Mr. Trump vorher erlebt habe. Dass es derart schlimm werden konnte, habe ich mir in meinen ärgsten Alpträumen nicht ausmalen können, weil ich dachte, spätestens die Checks & Balances würden greifen, oder die Republikaner würden den Mann im Zaum halten, oder seine Berater würde ihn von der einen oder anderen Sache überzeugen können.

Hand auf's Herz, hätten Sie vor seiner Präsidentschaft damit gerechnet, dass der Mann seine Sippschaft ins Weiße Haus holt? Zahlreiche Versprechen bricht? Alle naslang zum Golfspielen verschwindet? Mit Autokraten und (tatsächlichen) Diktatoren auf Kuschelkurs geht? Seine Verbündeten verprellt? Kinder in Käfige sperren lässt? Dass ihm niemand ernsthaft Einhalt gebietet? Hätten Sie allen rationalen Ernstes das alles vorher gewusst?

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