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SPIEGEL exklusiv: Cameron warnte Merkel vor EU-Austritt Großbritanniens
AFP

Dicke Luft zwischen Berlin und London: Premierminister Cameron hat Kanzlerin Merkel nach SPIEGEL-Informationen indirekt mit dem EU-Austritt Großbritanniens gedroht. Und jetzt will auch noch AfD-Chef Lucke eine Fraktionsgemeinschaft mit den Tories bilden.

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makuzei 01.06.2014, 09:14
720.

Zitat von tao chatai
wann hat sich Cameron fuer einen Austritt aus der EU ausgesprochen,als democrat hat er vor der politischen Steroemung (UKIP) gewarnt... und warum wird es GB= Grosbritannien oder Great Britain nicht mehr geben?
Irgendwie ist es schwer vorstellbar ,dass er die AfD zurückweist,die identisch seine Position einnimmt.Wie sollen die Engländer das denn verstehen?
Diese Zurückweisung hätte doch genau den Effekt,den er vermeiden will,dass nämlich die Engländer die Hoffnung verlieren,dass die EU reformiert werden könnte.
Und dann wollen die mehrheitlich raus -
und das wäre dann nach EEG ,Eurorettung,Kosovo plus Krim, das nächste Merkel-Desaster.

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kaiservondeutschland 01.06.2014, 09:15
721. Können wir nicht gleich mitaustreten?

Wenn die EU so toll wäre, wären die Schweizer schon lange eingetreten. Die Briten werden jetzt einfach die Schweiz von der Insel. Aber was wird aus uns in einer Union mit Griechen, Bulgaren und Rumänen? Äh, ist mir auch egal. Ich ziehe ja ins Königreich. Meine Verwandten dort reden schon seit Jahren auf mich ein. In Deutschland haben mich bisher die frischen Brötchen gehalten. Aber die sind auch nicht mehr das, was sie mal waren...Aber in England gibt es sehr gute Bagels, nach echt jüdischen Rezept und keine GEZ und bei Sainsbury oder Tesco kann man sehr gut einkaufen, nicht so ein Murks wie in deutschen Discountern. Bye, bye, Germany.

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bert.hagels 01.06.2014, 09:19
722. Es ist nicht ...

Zitat von No Way, Jose
[...] Ich will nur anmerken: Die Briten sind nicht dumm und haben Erfahrung mit funktionierenden Weltreichen, auch wenns momentan vielleicht nicht so geschmeidig läuft. Wir hingegen haben hauptsächlich Erfahrung mit Diktaturen und verbrannter Erde. Wer sich in der Vergangenheit gegen Grossbritannien oder die USA gestellt hat, fand sich letztendlich immer auf der Verliererseite wieder. Man muss nicht alles mitmachen was von den Angelsachsen kommt, aber man tut sicher gut daran, ihren Standpunkt sorgfältig abzuwägen.
... der Standpunkt des UK, sondern der von David Cameron. Der hat sich innen- wie außenpolitisch in einen großen Schlamassel geritten und versucht nun, seine Haut zu retten. Wer mit dem EU-Austritt droht, um eine Personalie zu verhindern, dessen Politik ist auf den Hund gekommen.

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Behaglichkeit 01.06.2014, 09:19
723. abseits von Freihandelsabkommen

Zitat von Pegu
Assoziierungs- und Freihandelsabkommen heisst das Zauberwort. DiecEU macht dies auch mit anderen Ländern. Man wird sich schon finden und sonst gibt es noch andere Handelspartner.
Wirklich? Es geht doch nicht nur um Handel. Z.B. gibt es in der EU einen europäischen Gerichtshof ( EuGH ), der auch Menschenrechte und Bürgerrechte behandelt. Ich finde das toll!

Ein bloße Freihandelszone schwächt den Konsumenten und den Arbeitnehmer. Kein größeres Unternehmen hat ein ernstes Interesse an der Kaufkraft seiner Arbeitnehmer in einer bestimmte Region, wenn seine Absatzmärkte einen viel größeren Raum umfassen. Dergleichen heißt schwammig Globalisierung. Und tatsächlich kommt Globalisierung in diesem Sinne einer Kolonialisierung von Regionen gleich. Giechenland ist ein Beispiel dafür. Also muß doch im geographischen Raum, in welchem Freihandel gilt, ein entsprechendes Recht gelten, daß die Interessen der Konsumenten und Arbeitnehmer schützt. Freihandels-Abkommen alleine garantieren das nicht. Die EU ist eben nicht nur eine Freihandelszone und will es auch nicht sein. Und das ist gut so!

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mundi 01.06.2014, 09:27
724. Wirtschaftlichen Interessen entscheiden

Zitat von kaiservondeutschland
Wenn die EU so toll wäre, wären die Schweizer schon lange eingetreten. Die Briten werden jetzt einfach die Schweiz von der Insel. ....
Die Schweizer beklagen aber zunehmend, dass sie zwar die EU-Bestimmungen umsetzen müssen, aber keinen Einfluss auf die Gesetzgebung haben. Damit ist der Wunsch nach einem Beitritt durchaus latent vorhanden.
Genau diese Situation hindert GB daran, die EU zu verlassen.
Endlich entscheiden immer die wirtschaftlichen Interessen.

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Behaglichkeit 01.06.2014, 09:28
725. Frechheiten

Zitat von Warum
ihr könnt mir keinen besseren Gefallen tun als endlich endlich raus aus der EU. Dass man den Euro nicht will ok. Aber was ist mit dem Schengen-Abkommen? Wenn man ein Visum braucht ist wie bei allen englischsprachigen Ländern eine absolute Frechheit. Bleibt bei euren FIVE EYES und träumt weiterhin von grande britania und Margaret Thatcher.
Ist eigentlich keine Frechheit. Es drückt Geringschätzung aus, die man vergelten sollte. Also symmetrisch reagieren. Visa-Pflicht für US-Bürger, Kanadier usw.

Es ist aber so, daß man für die Einreise nach Großbritannien kein Visa benötigt. Innerhalb der EU reicht der Personalausweis bzw. Reisepaß. Lediglich finden Grenzkontrollen statt. Im Falle von Großbritannien gibt es sogar gute Gründe dafür. Erst im Schengener Raum besteht die Möglichkeit, ohne Kontrollen in ein anderes Land einzureisen. Bsp. von Dtl. nach Östereich.

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ernst lubitsch 01.06.2014, 09:29
726. Warum immer nur drohen?

Auf geht´s, Mr. Cameron!
Tun Sie uns doch endlich den Gefallen und vollziehen Sie den Schritt in die selbst gewählte Isolation. Vorher sollten Sie allerdings vielleicht noch mal in sich gehen und überlegen, wer von der EU-Mitgliedschaft mehr profitiert, die Insel oder wir? UK pickt sich doch jetzt bereits nur die Rosinen heraus und macht weder bei Schengen noch dem Euro mit. Wir können recht gut ohne Sie leben und niemand wird Sie vermissen. Hoffentlich greift Frau Merkel die Anredung auf und empfiehlt Ihnen ebenso, Ihre "Splendid Isolation"-Phantasien auszuleben. Dann können Sie mit den Qualitätsprodukten der britischen Automobilindustrie ("Buy British - it´s better") auf Ihrer Insel herumfahren und sich endlich über die Ruhe freuen. Vorsichtshalber sollten Sie vorher den Antrag auf Aufnahme als 51. Bundesstaat in die USA stellen, als deren Stiefelknecht Sie sich ohnehin seit langem gerieren.
Goodbye and farewell, Mr. Cameron !

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bert.hagels 01.06.2014, 09:30
727. David Cameron ...

... steht vor den Trümmern seiner Politik, innen- wie außenpolitisch. Innenpolitisch hat er versucht, UKIP nachzuplappern, mit dem Ergebnis, dass die Briten lieber das Original gewählt haben als die Tory-Kopie. EU-außenpolitisch ist er im europäischen Rahmen vollkommen isoliert - selbst verschuldet, wie der Austritt aus der EVP-Fraktion beweist. Als Regierungschef eines großen europäischen Staats kann man Europapolitik nicht nur als Funktion der Innenpolitik sehen, weil man sich dann logischerweise isoliert. Seine Drohung, wegen einer Personalie aus der EU auszutreten, zeigt, dass er politisch völlig am Ende ist. Es wird Zeit, dass das UK eine neue Regierng bekommt.

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tao chatai 01.06.2014, 09:31
728.

Genau richtig was Sie ansprechen

Zitat von Behaglichkeit
Wirklich? Es geht doch nicht nur um Handel. Z.B. gibt es in der EU einen europäischen Gerichtshof ( EuGH ), der auch Menschenrechte und Bürgerrechte behandelt. Ich finde das toll! Ein bloße Freihandelszone schwächt den Konsumenten und den Arbeitnehmer. Kein größeres Unternehmen hat ein ernstes Interesse an der Kaufkraft seiner Arbeitnehmer in einer bestimmte Region, wenn seine Absatzmärkte einen viel größeren Raum umfassen. Dergleichen heißt schwammig Globalisierung. Und tatsächlich kommt Globalisierung in diesem Sinne einer Kolonialisierung von Regionen gleich. Giechenland ist ein Beispiel dafür. Also muß doch im geographischen Raum, in welchem Freihandel gilt, ein entsprechendes Recht gelten, daß die Interessen der Konsumenten und Arbeitnehmer schützt. Freihandels-Abkommen alleine garantieren das nicht. Die EU ist eben nicht nur eine Freihandelszone und will es auch nicht sein. Und das ist gut so!
das aus England die Magna Charta stammt sollte bei der Festlandssozialisierung besser unters Volk gebracht werden.
Cameron gibt eine begrundete Warnung als Demokrat ab,aber die diktatorisch Merkel hoerigen Medien verdrehen es als Erpressung....

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thiel.franziska 01.06.2014, 09:39
729. Jetzt beruhigen wir uns erstmal alle

Ob UK jetzt dem Einen oder Anderen unsympatisch ist (Warum auch immer.) oder nicht, durch den starken Pfund können sie wirtschaftlich viel einbringen. Ein Austritt würde den Handel mit ihnen unnötig schwer machen.

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