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SPIEGEL exklusiv: Cameron warnte Merkel vor EU-Austritt Großbritanniens
AFP

Dicke Luft zwischen Berlin und London: Premierminister Cameron hat Kanzlerin Merkel nach SPIEGEL-Informationen indirekt mit dem EU-Austritt Großbritanniens gedroht. Und jetzt will auch noch AfD-Chef Lucke eine Fraktionsgemeinschaft mit den Tories bilden.

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nicolas1969 01.06.2014, 09:41
730. Komisch

Wollen die Briten nicht die EG der 80er-Jahre zurück? Dann wäre Juncker doch der ideale Kandidat. Entweder Cameron weiss nicht von was er spricht, oder es ist blanker Zynismus. In Anbetracht der Tatsache, dass sein Aussenminister Hague bei seinem ersten Interview die Erstärkung des Commonwealth beschwor, gehe ich übrigens davon aus, dass die Herren auch in den 80ern leben. Des 19ten Jahrhunderts.

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antitheist 01.06.2014, 09:44
731.

Zitat von winki523
...die briten nicht den gefallen und bauen eine große mauer um ihre kleine insel? Dann können sie rechts fahren, können mit pfund bezahlen und weiterhin ihre schlechte küche für sich behalten. Ich für meinen teil brauche die briten nicht.
Mir wäre es bedeutend lieber wenn die "Pleiteeurostaaten" eine Mauer bauen würden und wir den Euro gegen das Pfund tauschen könnten.
BTW die Queen ist mir millionenfach lieber als unser Volksgaukler.

Have a nice day.

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rugall70 01.06.2014, 09:44
732. Dann fliegt der ganze Laden krachend auseinander

Zitat von Thunder79
Ich bin für die EU, aber die kleine eingebildete Insel mit ihrem aufgeblähten Finanzsektor kann gerne austreten.
Ein Austritt der Briten bringt die ganze EU ins Wanken. Die schwedische Regierung hat schon angekündigt, dass ein Verbleib der Briten in der EU für sie essentiell wäre. Womöglich gibt es das nächste Referendum dann in Schweden. Und dann?

Wenn die Menschen Europas erst einmal sehen, dass man in einem Land tatsächlich die Bürger über den Verbleib in der EU hat abstimmen lassen, dann wird der Ruf nach Volksbefragung auch in anderen Ländern lauter.

Und wenn die Menschen sehen, dass ein Land tatsächlich austreten kann und sich die Erde wider Erwarten weiter dreht, dann werden auch sie den Mut finden, Nein zur EU zu sagen.

Und dann fliegt der ganze Laden krachend auseinander.

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ecbert 01.06.2014, 09:48
733. Austritt GB's ist logisch...

Es gibt sicher einen guten Grund dafür, warum so wohlhabende Staaten wie Norwegen und die Schweiz nicht in der EU sind. In der EU zahlen nur wenige aber nehmen ist weit verbreitet. Wenn nun GB zu dem Ergebnis kommt, dass für sie die EU nur kostet und wenig bringt ist ein Austritt doch verständlich. Im Gegensatz zu den großen Firmen habe ich als Otto Normalverbraucher auch bis auf die Reisefreiheit nichts von der EU ! Nur Schulden für die südeuropäischen Länder !

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bert.hagels 01.06.2014, 09:49
734. Das nenne ich ...

Zitat von tao chatai
[...] Cameron gibt eine begrundete Warnung als Demokrat ab,aber die diktatorisch Merkel hoerigen Medien verdrehen es als Erpressung....
... einen Euphemismus! Eine Warnung ist in der Regel ein Hinweis auf eine aus Sicht des Sprechers unabänderliche Entwicklung; eine Drohung hingegen die Ankündigung eines Tuns, das dem Adressaten widerfährt, wenn er dem Sprecher nicht willfährig ist. Cameron kann als Prime Minister über das Datum eines Referendums frei entscheiden, er kann es ansetzen oder auch sein lassen; er kann als Chef der Tories gegen die EU hetzen oder proeuropöisch argumentieren. Camerons Drohung ist der klassische Fall eines politischen Erpressungsversuchs.

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mtergeman 01.06.2014, 09:50
735. qou vadis eu-bürger?

Aus der Geschichte lernen bedeutet die Gegenwart besser zu verstehen und gleichzeitig die möglichen Wege in die Zukunft einzuleiten. Europa/EU hat die gleichen Probleme wie jeder Staatenzusammenschluss in der Vergangenheit: Ob das Heilige römische Reich Deutscher Nation, ob die USA, ob Italien, jeder in den Kleinstaaten, oder Bundesstaaten fühlte die Vorteile, hatte aber Angst vor Nachteilen, die immer mit so einer Symbiose einhergehen, Kontrollverluste nämlich. Nur wurde allen Teilnehmern klar: Allein ging es nicht mehr weiter. Aber trotzdem gab es immer einen starken Teilstaat, der daran ging alle zu einen. In DE war es Preussen, in Italien war es Sardinien- Piemont und in den USA die Nordstaaten unter Lincoln. Es gab zum Teil kriegerische Auseinandersetzungen, und noch Heute trauern deswegen einige Verblendete den alten Zeiten hinterher. Siehe Bayern( und einige Foristen), Venedig- Abstimmung, Mailand, Südstaatenflagge der USA als stiller Protest gegen den Bürgerkrieg. Aber was ist aus diesen Ländern geworden? Eine Supermacht, eine wirtschaftliche Supermacht und immerhin ein Italien das die drittstärkste Wirtschaftskraft in der EU darstellt und wenn es sich mal ordetlich aufstellen und ernsthafte Reformen durchziehen würde locker an Frankreich vorbeiziehen könnte und aus Italien richtig was machen könnte. Aber fakt ist: Allen Kleinstaaten hat der Zusammenschluss sowohl wirtschaftlich als auch politisch enorm viel gebracht. Ohne wären viele entweder in anderen stärkeren Nachbarn aufgegangen, oder in ständigem Kleinkrieg ausbluten bis auf die Knochen.Auf jeden Fall in der Bedeutungslosigkeit versinken in Zeiten der Globalisierung, und der weltweiten Konkurrenz der Märkte und Supermächte/ Machtblöcke.
Es ist jetzt an uns Bürgern zu zeigen, dass man aus Fehlern lernen kann und eine friedliche Weiterentwicklung der EU miteinander und nicht von "Oben" zu einem echten Bundesstaat mit starker Zentralmacht und gleichgestelltem Bundesrat aus den Einzelmitgliedern zu bilden. Ein Vorbild könnte hier ausnahmsweise die USA sein, deren System flexibel genug ist um di e wichtigsten Bereiche zentral zu steuern und trotzdem viele Kompetenzen vor Ort zu lassen, wo sie am besten geeignet sind Probleme schneller zu regulieren. Einen starken Staat als Träger dieser Entwicklung gibt es in Deutschland. Nutzen wir unsere Stellung. Bisher hat uns die EU enorm viel gebracht, aber der Scheideweg ist erreicht an dem man sich entscheiden muß ob weiterhin ein ungewolltes und unfertiges Gebilde vor sich hin wuchert und alle nur dieses entfernen wollen, oder Ordnung schafft und ein echtes politisches System basierend auf Menschenrechte, europäischen Werten und Demokratie bilden will. Zurück zur Kleinstaaterei hilft uns allen nicht. Und wer glaubt ohne EU besser leben zu können kann in die Kirche gehen, da ist Glaube und Angst gut aufgehoben. Hier sollte es um Ratio und Fakten gehen: Und die sprechen eindeutig in Richtung Vereinigte Staaten von Europa. Diese Welt wird in tausend Jahren nur dann funktionieren wenn wir jetzt Vorbild sind für ein späteres System gebildet aus der UNO. Teilnahme bedeutet großes erschaffen!

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DanielDüsentrieb 01.06.2014, 09:50
736. England war nie verliebt

das ist wie in einer Ehe - wenn einer nicht mehr will, dann hat es keinen Zweck mehr. Also geh good old England! Warst sowieso nie verliebt, war eine reine Zweckehe und rumgezickt hast Du auch schon immer. Wundere dich aber nicht, wenn der Eintritt ins Haus (Exporte in die EU) künftig viel schwerer ist. Auch Deine Börse wird an Bedeutung verlieren, da es im Bett nicht mehr kuschelig ist. Aber vielleicht ist England ja auch von Putin inspiriert und will das good old Empire wieder errichten. Denke Kanada und Australien warten nur darauf, daß einer wieder die Führung übernimmt. Wäre doch mal spannend zu sehen, wie sich England entwickelt nach einem Austritt - entweder wäre das dann Vorbild für andere, oder aber es wäre endlich Ruhe im Karton und alle würden dann wirklich an der Zukunft der Vereinigten Staaten von Euroa arbeiten.

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rugall70 01.06.2014, 09:51
737. "Haut doch ab"?!

Erstaunlich. Der Tenor der meisten Kommentare lässt sich auf die Formel "Dann haut doch ab!" bringen. Ist das der viel beschworende europäische Geist der EU-Befürworter?

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stechbienchen 01.06.2014, 09:53
738. Lieber Herr Cameron

Wie immer ein selbstbewusstes Statement von der kleinen Insel. Schon bei der Euro-Einführung wurde mächtig auf den Putz gehauen mit der 5-Jahres- Beitrittsklausel und der Forderung der 2-Säulenstrategie. Nun ja, beim Euro vermissen wir Sie nicht, was sollte uns also in der EU fehlen?

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Maya2003 01.06.2014, 09:56
739.

Zitat von kopp
Cameron (und auch Hollande) wollen Juncker nicht und Lucke piesackt die mächtigste Powerfrau der Welt - das finde ich wunderbar: diese verkrustete eine-Frauen-Partei CDU hat abgewirtschaftet und muss dringend unter Mithilfe der AfD entsorgt werden.
Merkel spielt wieder ihr übliches Spielchen. Sich erst nicht festlegen, "offen" sein nach aallen Seiten und einen Testballon steigen lassen. Dann abwarten woher der Wind weht und sich flugs an die Spitze der Mehrheit setzen - so FÜHRT Angie. Ein Blatt im Wind, aber IMMER bei den Siegern.

Und wenn es opportun ist wird sie ihre Unterstützung für Juncker ganz schnell aufgeben, wenn die Mehrheiten so bleiben wie jetzt wird sie "Juncker vorschlagen" - immer der "Parteilinie" folgen hat sie ja gelernt.

Hollande und Cameron werden ihr hoffentlich noch einheizen uund der Dame die Grenzen ihrer (vom Kapital geliehenen) Macht aufzeigen.
Richtige Führung sieht anders aus.

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