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SPIEGEL exklusiv: Cameron warnte Merkel vor EU-Austritt Großbritanniens
AFP

Dicke Luft zwischen Berlin und London: Premierminister Cameron hat Kanzlerin Merkel nach SPIEGEL-Informationen indirekt mit dem EU-Austritt Großbritanniens gedroht. Und jetzt will auch noch AfD-Chef Lucke eine Fraktionsgemeinschaft mit den Tories bilden.

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maikalex 09.06.2014, 19:40
950. die Besten

Es ist wie immer im Leben; für alle Probleme kann man Argumente pro und contra finden, also auch für den Austritt Großbritanniens bzw. für dessen Verbleib, der Rest ist dann Geschmackssache.

Was de Gaulle einmal gedacht hat, das ist schon lange her, und ist mir auch wurscht. Bei der Gründung der EWG haben sich damals die nördlichen, protestantisch geprägten Länder, und die leichtlebigeren südlichen Länder die Waage gehalten. Damals spielte Geld ja auch noch keine große Rolle, jeder war für sich selbst verantwortlich.

Die verschiedenen Erweiterungen der EU funktionierten ganz gut, auch wenn die Briten ihre Nettozahlungen zugunsten neu hinzukommender Habenichtse und zugunsten der französischen Agrarsubventionen als etwas zu hoch empfanden ("Iwant my money back"). Trotzdem blieben die Briten als zweitgrößte Nettozahler über Jahrzehnte an Bord, allerdings immer mit der Tendenz, die Geldumverteilung zu reformieren.

Das kann ich nur unterstützen, und da fühle ich mich mit der britischen Regierung im Hintergrund weit wohler als mit unseren Herrschaften in Berlin, die bereits meine Steuergroschen in Europa verteilen, wenn irgendjemand in Hintergriechenland die Augenbraue hebt.

Und Juncker war immer jemand, der gerne deutsche Steuergelder umleitete, gerne in seine Steueroase Luxembourg, oder auch als Eurogruppenchef in Richtung schmarotzender Eurozonenmitglieder. Was wurde uns alles versprochen bei Gründung der Eurozone, und welches Desaster haben wir jetzt, auch dank Juncker. Cameron hat Recht: Mit solcher Politik und solchen Leuten führt der Weg nur in die EU-Auflösung. Und Cameron hat die Besten der EU an seiner Seite: Also eine vernünftige Reform der EU und der Eurozone, oder besser Auflösung.

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HaPeGe 15.06.2014, 13:21
951. Den kann ich nur heftigst widersprechen !

Zitat von maikalex
Es ist wie immer im Leben; für alle Probleme kann man Argumente pro und contra finden, also auch für den Austritt Großbritanniens bzw. für dessen Verbleib, der Rest ist dann Geschmackssache. Was de Gaulle einmal gedacht hat, das ist schon lange her, und ist mir auch wurscht. Bei der Gründung der EWG haben sich damals die nördlichen, protestantisch geprägten Länder, und die leichtlebigeren südlichen Länder die Waage gehalten. Damals spielte Geld ja auch noch keine große Rolle, jeder war für sich selbst verantwortlich.
Das stimmt zwar, aber dass heißt ja nun nicht, dass das von de Gaulle gesagte keine Gültigkeit mehr hätte. Mitnichten !

Zitat von
Die verschiedenen Erweiterungen der EU funktionierten ganz gut, auch wenn die Briten ihre Nettozahlungen zugunsten neu hinzukommender Habenichtse und zugunsten der französischen Agrarsubventionen als etwas zu hoch empfanden ("Iwant my money back"). Trotzdem blieben die Briten als zweitgrößte Nettozahler über Jahrzehnte an Bord, allerdings immer mit der Tendenz, die Geldumverteilung zu reformieren.
Ach ja, die armen Briten ! Kennen Sie den obersten Grundsatz aller britischen Politik ? Ich habe ihn in den V. A. E. von meinen einheimischen Kollegen gelernt: Divide and rule ! Das sagt doch alles, oder ?!

Zitat von
Das kann ich nur unterstützen, und da fühle ich mich mit der britischen Regierung im Hintergrund weit wohler als mit unseren Herrschaften in Berlin, die bereits meine Steuergroschen in Europa verteilen, wenn irgendjemand in Hintergriechenland die Augenbraue hebt. Und Juncker war immer jemand, der gerne deutsche Steuergelder umleitete, gerne in seine Steueroase Luxembourg, oder auch als Eurogruppenchef in Richtung schmarotzender Eurozonenmitglieder. Was wurde uns alles versprochen bei Gründung der Eurozone, und welches Desaster haben wir jetzt, auch dank Juncker. Cameron hat Recht: Mit solcher Politik und solchen Leuten führt der Weg nur in die EU-Auflösung. Und Cameron hat die Besten der EU an seiner Seite: Also eine vernünftige Reform der EU und der Eurozone, oder besser Auflösung.
Und von wegen Cameron hat die Besten der EU an seiner Seite; das ich nicht lache ! Der Londoner Finanzmarkt hat kräftig zu dem Finanz-Desaster 2008/2009 beigetragen. Da kann ich nur sagen: Nein danke, darauf kann ich verzichten.

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KurtT. 15.06.2014, 16:22
952.

Ist es zuu "spekulativ", wenn man der Merkel unterstellt, dass sie schon jetzt für die Zeit nach ihrer - letzten (?) - Kanzlerschaft plant? Denn wenn sie dann z.B. UN-Generalsekretärin werden wollte, braucht sie auch das Wohlwollen der Briten ...*

* Und vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sie von Hillary Clinton - möglicherweise nächste US-Präsidentin - derzeit "in höchsten Tönen" gelobt wird, könnte man das durchaus vermuten ...

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