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SPIEGEL-ONLINE-Leser zur Burka-Debatte: "Einem Gefängnis gebührt keine Toleranz"
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Gehört die Burka verboten? Oder muss die deutsche Gesellschaft den Gesichtsschleier ertragen? Lesen Sie hier, was SPIEGEL-ONLINE-Leser über die Vollverschleierung denken.

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kraftmeier 24.08.2016, 17:50
10. d.ruecker@t-online.de

gegen Kopftücher etc. was mich allerdings stören würde ich die "Vollverschleierung", mit solchen Menschn könnte ich mich auch nicht unterhalten, da für mich das Gesicht dazu gehört. Wie gesagt Kopftücher sind hier überhaupt kein Problem, und sollte auch in der Öffentlichkeit keine Problem bereiten.
Verstehe auch das Burkineverbot in Frankreich nicht, und halte es für absolut übertrieben wie damit jetzt umgegangen wird.

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cindy2009 24.08.2016, 17:50
11. @olaf

Es geht eben nicht um den Stoff, sondern dem Menschen dahinter. Und den sehen Leute wie Sie einfach nicht.

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flessan 24.08.2016, 17:51
12. Ein Fetzen Stoff

Ja dieser Fetzen... Oder doch die Bedeutung die dahinter steht? Oder sind Bibel und Koran nur ein Fetzen Papier? In meinen Augen: ja. Jemand in Sturmhaube macht nichts anderes und verstößt gegen das deutsche Gesetzt, das wird allgemein akzeptiert. Und Mini Röcke... selten mehr als ein Fetzen aber ein toller aufreger. Äpfel und Bananen vergleichen klappt hier nicht!

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holgerpache77 24.08.2016, 17:52
13. Einige

"Um ein Burkaverbot auch vor dem Hintergrund von Art. 4 Abs. 1 GG (also der Religionsfreiheit, Anm. der Redaktion) durchhalten zu können, müssten also Rechte Dritter in der Abwägung gegenüber denen der Burkaträgerin schwerer wiegen als die Handlungsfreiheit und die Religionsausübungsfreiheit der Grundrechtsinhaberin. Das wird, glaube ich, sehr schwierig zu begründen; mir fiele insofern nur ein, dass der Staat gegenüber anderen Bürgern auch eine Pflicht haben könnte, sie in der Öffentlichkeit wiederum vor einer 'religiösen Indoktrinierung' und damit in ihrer (negativen) Religionsfreiheit zu schützen. Ob das allerdings allein durch den Anblick einer Burka der Fall ist, der dann noch schwerer wiegen muss als das Recht der Burkaträgerin selber, wage ich zu bezweifeln."

Liebe Juristen auch mal Art 3 Abs. 2 GG gelesen:
" Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

in Abs. 3 folgt das Diskriminierungsverbot

Hier muß juristisch abgewogen werden ob eine Burka usw nicht gegen die Gleichstellung der Frau verstößt und inwiefern diskriminiert wird. In der BRD gilt immer noch das GG und nicht die Scharia.

In Deutschland herrscht auch Entfaltungs und Meinungsfreiheit, dennoch sind diese eingeschränkt sollte ich gegen andere Grundrechte verstossen.

Ein Jurist sollte eigentlich wissen, dass es hier nicht allein um Art 4 geht.

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Neandiausdemtal 24.08.2016, 17:53
14. Der Fetzen Stoff....

...der ist es ja nicht als solcher, allerdings steht eine Burka ja für etwas. Etwas, dass vielen Menschen in Deutschland nicht passt, darunter auch vielen, die Mohammed für eine wichtige religiöse Persönlichkeit halten. Mit dem Handgeben, besonders zwischen Mann und Frau, verhält es sich ähnlich! Und ich bin, obschon politisch links, völlig areligiös und auch Gewerkschafter, dafür, dass unsere mitteleuropäischen und auch deutschen Gepflogenheiten zu beachten sind. Soviel Anpassung MUSS möglich sein! Andernfalls gehe ich von einem gewissen Integrationsunwillen meines Gegenübers aus. Wer sich nicht in Bayern, an der Nordsee oder im Rheinland usw. wohlfühlt, sollte doch lieber dort leben, wo 's besser konveniert.

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BlogBlab 24.08.2016, 17:53
15. Vergleich Nonne

Manche Befürworter der Burka und der Verschleierung vergleichen diese Frauen mit Nonnen oder Ordensschwestern. Dazu ist jedoch festzustellen:
Nonnen sind die Mitglieder eines kirchlichen Ordens, die in einem Kloster leben. Auch Ordensschwestern kleiden sich wie Nonnen, sie sind Mitglieder einer Ordensgemeinschaft und einer Oberin unterstellt. Die sich mit einer Burka verhüllenden muslimischen Frauen kann man aber nicht Nonnen oder Ordensschwestern vergleichen, weil sie keinem solchen Orden angehören, sondern nur ganz "normale" Gläubige sind.

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Klara.Fall 24.08.2016, 17:54
16. freiwillig?

Auch die Definition von freiwillig muß m.E. einmal überdacht werden. Wer von Kindesbeinen an zu
(religiösbemäntelten) Verhaltens-/Denkweisen indoktriniert wird, kann dieser Mensch sich tatsächlich noch "freiwillig" dafür entscheiden oder hat nicht im Laufe von ggfs. Jahrzehnten eine so ausgiebige Gehirnwäsche stattgefunden, daß z.B. das "freiwillige" Tragen einer Ganzkörperverschleierung in Zweifel gezogen werden müsste?
Und hat der Staat überhaupt die Möglichkeiten in Form von Gesetzen hier ->sinnvoll

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