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SPIEGEL-Umfrage: Zwei Drittel der Deutschen beklagen Rechtsruck und Verrohung
LUKAS BARTH-TUTTAS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Republik driftet nach rechts, der Ton wird rauer - eine aktuelle SPIEGEL-Umfrage zeigt: Viele Deutsche machen sich Sorgen über das politische Klima in Deutschland.

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knok 27.07.2018, 18:16
1.

Irgendwie ist das dann sogar wieder beruhigend. 2/3 stellen sich also gegen diese unsägliche Verrohung, gegen Lüge und Hass. Immerhin. Passt ja ganz gut zusammen von den Umfragen her, das sind dann wohl alle die weder die AfD gewählt haben, noch zum rechten Flügel der CDU/CSU-Wähler gehören. Ist ja auch mal schön, wenn die schweigende Mehrheit Haltung gegen den "rechts-blau-braun-versifften Mainstream" zeigt.

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Palmstroem 27.07.2018, 18:25
2. Eigentlich nichts Neues

Schon das Ergebnis der Bundestagswahl hatte ein klares Ergebnis. Allenfalls 20% wählten rechtsaußen.
Da muss man aber zu den 13% der AfD schon die Rechtsausleger bei CSU und FDP dazu rechnen. Die übergroße Mehrheit der Deutschen wählten aber die Mitte, trotz der monatelangen Asyldiskussionen in den Medien.
Und auch derzeit ist das Thema Migration weit übergewichtet. Es wird höchste Zeit, den Rechtsaußen den Wind aus den Segeln zu nehmen - sie sind nie "das Volk" gewesen.

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kenterziege 27.07.2018, 18:31
3. Bei Umfragen kommt es grundsätzlich auf drei Dinge an

Wer fragt?
Wie wird gefragt?
Wer bestellt und zahlt für die Umfrage!

Inwieweit das Klima rauher geworden ist, lässt sich nur durch Langzeit-Untersuchungen feststellen. Dabei müssen viele, auch unpolitische Felder berücksichtigt werde. Verhalten im Straßenverkehr, Verhalten von Schülern, Verhalten von Fußball-Fans!
Vielleicht ist die politische Debatte noch die harmloseste!

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StefanKomarek 27.07.2018, 18:32
4. beklagen?

Die Frage lautete "gibt es einen Rechtsruck. Wieso zählen Sie jetzt jeden, der darauf ja antwortet, als Kläger? Eine zweite Frage: "wie bewerten Sie diesen Rechtsruck (gur/schlecht/egal)?" wurde anscheinend nicht gestellt, Die 15% AfD-Wähler dürften ihn eher bejubeln, vermutlich auch andere konservative Kreise eher begrüßen.
Frau Merkels CDU ist nicht die Partei, die ich gerne wählen möchte. Ich würde es begrüßen, wenn die CDU ihren Linksruck wieder rückgängig machen und sich wieder da positionierte , wo sie im 20. Jahrhundert ihre großen Erfolge hatte: im konservativen Lager.

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sibbi78 27.07.2018, 18:33
5. Auch in der Vergangenheit,

bereits kurz nach dem Krieg, gab es latenten Nationalismus in Deutschland, aber auch in den Nachbarländern. Als unsere Familie Anfang der 70er am Hausruckwald urlaubte, wurde ganz offen von AH geschwärmt und die "guten alten Zeiten" vor 1945 wieder herbeigesehnt. Es ist davon auszugehen, dass es - zumindest in Europa - rund 20% rechtsgerichtete Bevölkerungsanteile gibt. Noch einige mehr dürften bei verschiedenen Themen die Kerngebiete der Rechten bejahen. Dennoch sehe ich die Demokratie nicht wirklich gefährdet. Eine Gefährdung tritt allerdings dann ein, wenn eine sich Art "Brexismus" breit macht: Gleichgültigkeit in der Gesellschaft ist der größte Freund der Rechten, nach den üblichen Mitläufern und Scharfmachern. Die Regierung sollte sich mehr um die wahren Bedürfnisse der Bevölkerung kümmern. Die Themen sind bekannt, werden aber lustlos angegangen, wenn überhaupt. Die Bevölkerung dieses Landes ist nicht dumm und merkt sehr schnell, ob Politiker ihre Probleme ernst nehmen oder nicht. Leider sind viele Politiker der Meinung, dass nur sie den totalen Überblick haben und wissen, wie, wann und wo welche Entscheidung die richtige ist. Das erwartet man auch von ihnen - nur sie erfüllen diese Erwartung zu selten. Theater, wie von der CSU kürzlich praktiziert, treiben die Menschen in die rechte Ecke. Auch die CSU sollte wissen, dass sie in der Regierungsverantwortung von ganz Deutschland ist und nicht nur Bayern gegenüber in der Pflicht steht. Die Kanzlerin sollte endlich mehr Politik für das Volk gestalten und nicht nur nach den Geswchichtsbüchern schielen. Und die SPD müsste mehr Mut zeigen und sich nicht noch überflüssiger machen...

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haarer.15 27.07.2018, 18:37
6. Zweidrittel der Deutschen beklagen ...

... Rechtsruck und Verrohung, besonders auch Verrrohung der Sprache. Dem wurde ja auch Tür und Tor geöffnet. Warum z. B. gibt man der AfD soviel Bühne und entlarvt diesen unseligen Verein nicht viel deutlicher ? Die haben doch außer Flüchtlingen und Fremdenhass leider sonst nichts auf der Pfanne. Gesundheit, Wohnungsnot, Rente, soziale Spaltung - was kommt da von denen ? Nichts - und das sagt alles. Dringend sollten sich Politik und Medien mal an die eigene Nase fassen. Die sind ursächlich mitverantwortlich für diese unsägliche Tonart, die latente Grundaggressivität in der Gesellschaft und öffentliche Ausschlachtung eines gezielten Themas. Es ist zu hoffen, dass der Wind sich dreht, denn ein Rückfall in alte unheilvolle Zeiten wäre fatal. Die ungute Entwicklung sollte uns sehr zu denken geben.

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krustentier120 27.07.2018, 18:39
7. Fühlt sich nicht gut an

Dieses white-male-macho-bonding ist auf jeden Fall furchtbar. Es kommt so oft vor, dass man als weißer Mann von anderen, meist älteren weißen Männern rassistische oder sexistische Sprüche hört, mit dem Unterton „wir sind bestimmt einer Meinung, ne?!“. So gehört von Männern jeder Schicht und jeden Bildungsstands. Vielleicht aus Angst, die eigene Vormachtstellung auf lange Sicht einzubüßen? Für nicht-weiße und Frauen muss das wirklich die Hölle sein.

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venicius 27.07.2018, 18:42
8. @Palmstroem

Falsch, die übergroße Mehrheit wählte links. mir drängt sich der Eindruck auf, dass es nur noch Parteien für einen Linkskurs bzw. Rechtskurve gibt. abgesehen von vielleicht der FDP, die versucht, die Bundesrepublik wieder auf einen vernünftigen Kurs der Mitte und des ausgleichenden Kompromisses zu lenken.

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haarer.15 27.07.2018, 18:51
9.

Zitat von Palmstroem
Schon das Ergebnis der Bundestagswahl hatte ein klares Ergebnis. Allenfalls 20% wählten rechtsaußen. Da muss man aber zu den 13% der AfD schon die Rechtsausleger bei CSU und FDP dazu rechnen. Die übergroße Mehrheit der Deutschen wählten aber die Mitte, trotz der monatelangen Asyldiskussionen in den Medien. Und auch derzeit ist das Thema Migration weit übergewichtet. Es wird höchste Zeit, den Rechtsaußen den Wind aus den Segeln zu nehmen - sie sind nie "das Volk" gewesen.
Sie haben recht. So weit hätte es nie kommen dürfen. Vor lauter Asyl-Diskussion vergisst die Öffentlichkeit, dass wir weitaus wichtigere Brandthemen im Land haben. Es brennt doch viel auf den Nägeln und überall ist Reformbedarf. Es ist Aufgabe von Politik und Medien, den Focus jetzt mal anders auszurichten. Oder wollt ihr eure Hausaufgaben nicht machen ? Allen Rechtsauslegern und bräunlich fremdenfeindlichen Umtrieben könnte man mit entsprechenden Themen konfrontativ das Wasser abgraben. Tut es doch endlich mal !

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