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Spionage-Affäre beim BND: Mutmaßlicher US-Spion bekam aus Wien Befehle
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Der mutmaßliche US-Spion beim BND wurde nach SPIEGEL-Informationen von Agenten aus der US-Botschaft in Wien gesteuert. Das könnte den amerikanischen Führungsoffizieren nun Probleme bescheren.

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el_realist 12.07.2014, 16:46
10. Ich finde das gut...

Zitat von sysop
Der mutmaßliche US-Spion beim BND wurde nach SPIEGEL-Informationen von Agenten aus der US-Botschaft in Wien gesteuert. Das könnte den amerikanischen Führungsoffizieren nun Probleme bescheren.
...dass uns die USA ein wenig auf die Finger schaut. Die von der Mehrheit des deutschen Volkes gewählten Politiker bekommen ja nichts mehr auf die Reihe, sei es Flughäfen oder Bahnhöfe zu bauen oder eigene Drohnen zu entwickeln. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Daher glaube ich nicht, dass unsere Politiker auch nur annähernd in der Lage sind, den heutigen Problemen zu begegnen. Erhöhung von Renten, OK, das traue ich Ihnen zu. Aber z.b. Cyberkriminilität? Da muss ich schmunzeln, während ich das tippe. Bei der Technikfeindlichkeit des deutschen Volkes muss man eben auf andere Resourcen hoffen. Zumal viele Informatiker nach dem Studium nicht mehr in Deutschland arbeiten, sondern oft in Kalifornien. Wer seine besten Kräfte ausplündern möchte, darf sich nicht wundern, wenn diese sich das nicht gefallen lassen.

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ambulans 12.07.2014, 16:53
11. >Sabi (nr. 5, oben),

Zitat von Sabi
Der 3. Mann sitzt erfahrungsgemäß immer in Wien !
absolut richtig! toller film - thema, darsteller, musikalisches thema, atmosphäre und nachkriegskulisse in wien - und dazu die völlig überzeugende, eindrückliche erzählung von graham greene als vorlage - einfach klasse alles ...

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JDR 12.07.2014, 16:55
12. ...

Zitat von salmo
"Justizminister Heiko Maas sieht angesichts des Vertrauensverlustes zwischen beiden Ländern sogar die Verhandlungen für das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA gefährdet." Ja !! :-)
Unwahrscheinlich. Andererseits könnten die Verhandlungen durchaus "zäher" werden. Eine denkbare neue Forderung wäre die Einbringung von Klauseln, welche für den Fall, dass Geheimdiensterkenntnisse in die Verhandlungen eingeflossen sind, empfindliche Strafen festsetzen, bzw. Klauseln des Abkommens, z.B. zum Schutz von Unternehmen aussetzen. Quasi eine Anti-Salvatorische-Klausel, dass bestimmte Teile des Abkommens nicht angewendet werden müssen, wenn bei ihrer Verhandlung Spionage im Spiel war.

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KingTut 12.07.2014, 16:57
13. Spitze des Eisbergs

Zitat von sysop
Der mutmaßliche US-Spion beim BND wurde nach SPIEGEL-Informationen von Agenten aus der US-Botschaft in Wien gesteuert. Das könnte den amerikanischen Führungsoffizieren nun Probleme bescheren.
Es ist gut, dass der SPIEGEL am Ball bleibt, denn dieser Artikel verstärkt meinen Eindruck, dass wir bis jetzt nur die Spitze des Eisbergs kennen. Wer sich einem Verbündeten gegenüber derart konspirativ verhält, der zeigt damit, dass wir in seinen Augen keine Freunde sind.
Mir kann niemand erzählen, dass das Abhören von deutschen Verfassungsorganen, einschließlich der Bundeskanzlerin, etwas mit Terrorabwehr zu tun hat.
Wenigstens scheint unsere Spionageabwehr noch zu funktionieren, denn sonst wären wir über die bekannt gewordenen Fälle heute noch im Dunkeln. Die Ausweisung des CIA-Spionagechefs in Deutschland war ein richtiger Schritt. Österreich sollte mE dasselbe tun.
Weiß man eigentlich, ob der gute Mann inzwischen das Land verlassen hat und kennt man endlich seinen Namen?

Solange die USA nicht aufhören, unsere Verfassungsorgane auszuspionieren, sollten auch keine Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA fortgeführt werden. Deutschland hat das Gewicht, dies durchzusetzen. Auch sollten wir andere Politikfelder der USA nicht mehr so vorbehaltslos unterstützen, solange diese feindseligen Aktionen nicht gestoppt werden. Ich hoffe, dass infolge des innenpolitischen Drucks in den USA dort ein Umdenken stattfindet. Gespannt bin ich auch, was bei dem bevorstehenden Treffen zwischen dem deutschen und amerikanischen Außenminister herauskommt. Wenn da keine konkreten Ergebnisse herauskommen, dann wird auch der öffentliche Druck hierzulande auf unsere Regierung nicht nachlassen, und zwar aus allen politischen Lagern.

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Luna-lucia 12.07.2014, 17:14
14. nur eine Frage

Zitat von sysop
Der mutmaßliche US-Spion beim BND wurde nach SPIEGEL-Informationen von Agenten aus der US-Botschaft in Wien gesteuert. Das könnte den amerikanischen Führungsoffizieren nun Probleme bescheren.
wovon??? muss, und oder möchte der CIA Agent ablenken? Wenn man mal vorsichtig son Agentennetz betrachtet, müssen doch die zeitnahen Ereignisse langsam auffallen, und zu denken geben. Und jetzt kommt raus, die Führungschefs sitzen in Wien. Ständiger Treffpunkt zwischen "Ost und West". Und das war's bestimmt noch lange nicht ...

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vogelsteller 12.07.2014, 17:14
15. zum schlapp lachen

Das ist eine Posse aller erster Ordnung.
Und den Clown machen unsere Politiker.
blamabel - blamabel - lächerlich.

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merlin 2 12.07.2014, 17:18
16. Flächendeckende Überwachung!

Zitat von sysop
Der mutmaßliche US-Spion beim BND wurde nach SPIEGEL-Informationen von Agenten aus der US-Botschaft in Wien gesteuert. Das könnte den amerikanischen Führungsoffizieren nun Probleme bescheren.
Das Hauptproblem sind nicht ein paar von den Amerikanern geführte Spione, sondern die grundsätzliche flächendeckende Überwachung.
Da mischen unsere Dienste voll mit und das seit Jahren.
Das gehört beendet!
Ansonsten viel Spaß noch mit den Amerikanern.
Sollten unsere Politclown ernsthaft an amerikanische Gutmenschen geglaubt haben, dann wünsche ich ein frohes Erwachen - diesem Witzfigurenkabinett!

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JDR 12.07.2014, 17:19
17. ...

Spionage ist ein weites Feld. Ein Mann, der in eine Botschaft geht und sich als Spion anbietet ist ja eher die Ausnahme. Üblicherweise geht der Anwerbung ein langer und verdeckter Prozess voraus, der gar nicht immer zum Abschluss führen muss, aber die Bedingungen hierfür schafft. Vor kurzem veröffentlichte das FBI Aufklärungsmaterial dazu, wie ein junger Amerikaner vom chinesischen Geheimdienst angeworben wurde. Es bagann mit einer Männerfreundschaft, ging über Geschenke und Karriereförderung hin zu kleineren Aufträgen, bis die feine Seide das Ziel so eingewoben hatte, dass er fast ohne es zu merken zum Spion geworden war - und entweder vermeintlich selbst entscheidet, es zu tun oder "überzeugt" werden kann.

Möglicherweise befand sich der Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums noch irgendwo in der Grauzone dieses Prozesses - der im übrigen nichts anderes ist als völlig normales Geschäftsverhalten, wie es die politische oder gewerbliche Arbeit auch kennt.

Für die Verteidigungsministerin bietet der Skandal natürlich durchaus die Option, sich zu profilieren, indem sie unter Hinweis auf die mögliche Spionage amerikanische Drohnen als Kaufentscheidung auszuschließen. Der scheinbare Rückschlag würde das Verfahren zum Erwerb am Ende sogar beschleunigen.

Richtig ist, dass solche strategischen Entscheidungen Aufklärungsziele jeder ausländischen Macht sind - auch der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Grunde entsteht der Skandal hier nicht durch den Vorgang, sondern nur durch die Umstände - und der Maulwurf, welcher offensichtlich die Russen beliefert ist immer noch nicht enttarnt.

Es wäre schon sehr von Vorteil für die Vereinigten Staaten von Amerika, wenn man diese "Trophäe" den Deutschen auf einem Silbertablett servieren könnte.

Am Ende geht es ja auch gegen einen gemeinsamen - Gegner.

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haarer.15 12.07.2014, 17:27
18. Not amused

Zitat von Leser1000
Nun sind wir also schon in Wien. Vielleicht sind unsere Nachbarn so nett und schauen ebenfalls noch einmal genau hin. Gibt bestimmt etwas zu entdecken -:)!
Wie wahr. Man kann ganz sicher davon ausgehen, dass unsere österreichischen Nachbarn mehr als verschnupft sein werden.

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Wieverlogenistdasdenn 12.07.2014, 17:28
19. Kein Handelsabkommen??Das wäre schön!!

Es wäre so schön wenn als Konsequenz dieser Posse dieser Handelsabkommen nicht zustande kommen würde. Denn es ist kein Handelsabkommen sondern ein Sonderverkauf Europas an den USA in der übelste Form die man sich vorstellen kann. Die ganze Affäre ist ansonsten eher wie aus der Feder eines mäßigen Drehbuchautors zu verstehen. Alle spionieren sich gegenseitig aus. Mich wundert es nur, dass die ach so kluge CIA sich kein etwas erfahreneren Mitarbeiter ausgesucht hat. Pleiten, Pech und Pannen würde ich sagen. Da ist jeder Bourne Film spannender

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