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Spionage-Affäre: Maas sieht Freihandelsabkommen mit USA gefährdet
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Die Spiona-Affäre könnte Konsequenzen für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen USA und EU haben. Bundesjustizminister Maas sieht das geplante Freihandelsabkommen in Gefahr.

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smoochy 12.07.2014, 10:30
1.

Was besseres hätte garnicht passieren können. Das Freihandelsabkommen darf unter keinen Umständen kommen.

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Immanuel_Goldstein 12.07.2014, 10:33
2.

Zitat von sysop
Die Spiona-Affäre könnte Konsequenzen für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen USA und EU haben. Bundesjustizminister Maas sieht das geplante Freihandelsabkommen in Gefahr.
Was heißt "gefährdet"? Das Freihandelsabkommen in der vorgesehenen, geheim ausgehandelten und verfassungfeindlichen Form ist schlichtweg unmöglich. Es darf und wird nie kommen, schon gar nicht ohne gleichzeitiges No-Spy-Abkommen.

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Adrenalina 12.07.2014, 10:33
3. Ja!

TTIP und TISA sofort stoppen.

Ich kanns nicht mehr hören, wenn die Wirtschaftsvertreter von "neuen Märkten", die sie sich erschließen wollen, schwafeln. Das war doch auch der Grund, weshalb man die Ukraine und andere wirtschaftlich desolate Staaten in die EU holen will. Neue Märkte - wer gewinnt, und wer zahlt?

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GGArtikel5 12.07.2014, 10:36
4. Was heisst hier Gefahr?

Es gibt genügend sachliche Gründe das "Frei"handelsabkommen abzulehnen, wie sie die ehemalige Justizministerin Frau Däubler-Gmelin zusammengefasst hat http://www.sueddeutsche.de/politik/f...etze-1.2029410

Die Ablehnung dieses Unterwerfungsabkommens und des nicht minder verhängnisvollen TISA sind keine Gefahr, sondern eine Chance zur Rettung unserer hart erarbeiteten Standards!

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privado 12.07.2014, 10:37
5. Na hoffentlich...

...nimmt die Diskussion nun Fahrt auf. Es wird Zeit, dass sich Deutschland von den Amerikanern emanzipiert. Sicher, die Amerikaner sind uns in vielen Dingen überlegen, da sie weitaus mehr Know-how, Selbstbewusstsein und nahezu unbegrenzte Mittel haben. Aber Deutschland hat auch seine Stärken und die gilt es zu schützen und zu fördern.

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TheBlind 12.07.2014, 10:38
6.

An diesen Reaktionen sieht man doch, das die Politiker ganz scharf sind auf das Abkommen. Die sehen nur IHRE Vorteile... DIES muss sich ändern, nur dann wird das Abkommen nicht kommen. Denke aber die werden das dennoch abnicken irgendwann.

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kaeptnahab 12.07.2014, 10:38
7. aha

"Mike Rogers. "Das ist Etwas, was wir von den Russen, den Iranern und Nordkoreanern erwarten, nicht etwas, was wir von den Deutschen erwarten"

soso, und ich erwarte von der usa genauso, das sie nicht methoden anwenden, die mann ansich eher den von mike rogers zitierten staaten gerne unterstellt.

Krude Vorstellung eines Vorssitzenden eines Geheimdienstausschusses.

Naja, so dreht mann sich die Welt, wie mann sie braucht.

Hier fehlt absolut das Gespür der Amis, was Toleranz, bzw. Akzeptanz eines westlichen Landes angeht.
Aber anscheinend fehlt es bewusst.

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Real Nobody 12.07.2014, 10:40
8. Falsche Sichtweise, Herr Maas!!!

Das klingt ja so, als ob wir das Freihandelsabkommen bräuchten.

Herr Oppermann ist noch dümmer - die Grundlage D - USA wurde durch die Spionage der USA bereits erheblich beschädigt, wenn nicht sogar zerstört, die Politik verdrängt das nur fleißig, wie ein Alkoholiker, der meint er sei trocken, bloß weil er das so will.

Für die Bürger in D ist das Freihandelsabkommen die Gefahr. Die Spionage macht das ultimativ klar.

TTIP wird auch Probleme im Gesundheitssystem versursachen, siehe http://heise.de/tp/artikel/42/42216/

Können wir das wollen? Darf die Politik das einfach so in Geheimverhandlungen machen?

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Progressor 12.07.2014, 10:46
9. Freihandelsabkommen mit den USA - Aspekte

Freihandelsabkommen sind immer gut, egal mit wem. Sie fördern den problemlosen Warenaustausch und sorgen so für einen erhöhten Wohlstand.

Dabei sind allerdings einige Punkte zu berücksichtigen:

1. Ist man sich einig, dass die Leistungsbilanzen ausgeglichen sein sollen? Verzichtet man auf Manipulationen auch und vor allem durch die Zentralbanken? Wer wacht darüber? Wie soll im Fall von Handelsungleichgewichten verfahren werden?

2. Welche Regeln gelten für den Investitionsschutz? Nur mal ein Fall zum Nachdenken: Wäre ein Ausstieg aus der Kernenergie per Gesetz in Deutschland möglich, falls Atomanlagen im Besitz ausländischer Investoren gewesen wären?

3. Freihandelsabkommen erhöhen die Produktivität der beteiligten Volkswirtschaften. Passiert dies nicht, war die Vereinbarung sinnlos. Höhere Produktivität bedeutet Freisetzung von Arbeitskräften. Das ist nicht schlecht, sondern der unausweichliche Weg unserer Zivilisation. Wie wird/soll man mit den Arbeitslosen umgehen? Sollen Menschen, denen man systemimmanent keine Arbeit mehr anbieten kann, weiterhin als Schmarotzer hingestellt werden, für die es gilt sie auf das niedrigst mögliche sozio-kulturelle Einkommensniveau zu setzen?

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