Forum: Politik
Spitzenposten in deutschen Parteien: Mitbestimmung unerwünscht
[M] DPA (8)

In Frankreich durften Millionen Bürger über den Präsidentschaftskandidaten der Konservativen entscheiden - in Deutschland sträuben sich die meisten Parteien gegen mehr Mitbestimmung. Warum?

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Baal 22.11.2016, 19:09
1. Warum

Geld und Angst.

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BettyB. 22.11.2016, 19:12
2. Tja, die Mitbestimmer wollen mitbestimmen

Innerparteiliche Mitbestimmung sollte selbstverständlich sein, überparteiliche bei der Kandidatenauswahl aber wohl kaum, denn wer meint schon, dass z.B. ein AfDler oder ein Linker sich bei der Wahl der Kandidaten der CDU oder der SPD für den stärksten Gegenkandidaten entscheiden würde. In Frankreich hat man sich bei den Konservativen für Fillon entschieden, der für Le Pen, aber auch für die Sozialisten wohl der schwächste Gegenkandidat sein würde. Warum wohl?

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shaman-art 22.11.2016, 19:14
3. Warum?

Weil so ziemlich alle infrage kommenden Kandidaten berechtigt Angst haben müssen, sich schon vor dem eigentlichen Bundestagswahlkampf eine Klatsche von der Basis wegen nicht vorhandener Glaubwürdigkeit einzufangen. Dazu passt ein Artikel weiter unten auf der Startseite von SPON: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-agentur-dementiert-kein-politikertreffen-gegen-geld-a-1122573.html
Wer derart käuflich ist, ist als Kandidat schlicht ungeeignet.

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joes.world 22.11.2016, 19:14
4. Findet sich noch ein Idealist in der CDU?

Mit jedem Jahr mehr an der Macht, verengte sich Ms Horizont. Wurde ihre innere Welt kleiner. Und nahm sie diese immer konsequenter als Maßstab für jede politische Entscheidung. Am Ende steht, dass vieles hätte besser laufen können. Dass der Kaiserin die Einsicht fehlt. Verständlich, wenn man die kleine eigene Welt als Maßstab für die große sieht.

Sie ist nur eine von Vielen an der Macht, die von dieser nicht lassen können. Und langsam an ihr erblinden. Macht scheint nun mal ein großes Suchtpotential zu haben. Was die Sache für Deutschland allerdings nicht besser macht.

Interessant auch, dass bei den Beobachtern, die sich mit Politik intensiver auseinandersetzen, M weniger Begeisterung entgegenschlägt als bei denen, die Politk nur aus dem Augenwinkel betrachten. Zwischen Abendessen und Toilettengang ein kurzer Blick auf die Nachrichten in der Glotze.

Gibt es da draußen, in hohen Positionen der CDU, noch jemanden, der an die Zukunft denkt? Nicht an die eigene, sondern an die von allen Deutschen. Dann sollte dieser Eine, dieser Einsame, sich auf die Suche begeben. Nach potentiellen Nachfolgern von mehr Format. Und er sollte beginnen, solche Leute zu fördern. Einfach aus Selbstlosigkeit. Nicht, weil er selber einst etwas davon haben könnte, sondern „nur“ Deutschland gewinnen würde.

Denn M hat Mini-Merkels um sich gescharrt. Leute, die denken wie sie und eine Stufe weniger können und ausstrahlen. Die beste Art, um die CDU jederzeit davon zu überzeugen, dass sie, M, alternativlos ist. Denn neben und direkt unter ihr ist nur Ödnis und unfruchtbarer Boden. Auf dem Deutschlands Zukunft nicht gedeihen kann.

Deshalb bräuchte es nun einen Idealisten in der CDU. In gehobener Position, von der aus er für die Zukunft die fördern kann, die anders als M denken. Beweglicher sind, vielschichtiger, freier im Geist, Ausstrahlung haben. Aber gibt es so einen Idealisten noch in gehobener Position innerhalb der CDU? Hoffen wir es für Deutschland. Denn der oder diejenigen müssten sich schon an die Arbeit machen. Am besten außerhalb des Gesichtskreises von M. Denn auch wenn M in anderer Hinsicht so manches nicht bringt, hier ist sie voll bei der Sache. Wie ein guter Wachhund hütet sie ihr Revier. Bereit jeden Besseren zu vertreiben, der ihrem Hof auch nur nahe kommen könnte.

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Neandiausdemtal 22.11.2016, 19:15
5. Mitgliederbefragung!

Dagegen ist nichts einzuwenden. Wer in Parteien mitbestimmen will, soll gefälligst vorher eintreten und möglichst auch in der Partei der Wahl mitwirken. So einfach ist das. Die nörgelnden und besorgten Alternativbegabten können ja weiterhin in ihren Parallelwelten glauben, sie seien die Mehrheit oder sonst irgendwie wichtig.

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kraus.roland 22.11.2016, 19:17
6. Falsche Voraussetzungen..

..bringen niemals mehr Demokratie! In Frankreich sind weder die gemässigte Linke, noch die gemässigte Rechte in der Lage, einen innerparteilichen Willensprozess in Gang zu bringen, der einem mehrheitlich unterstützten Kandidaten auf den Weg bringt. Aus purer Heuchelei ist der PS unfähig, Hollande eine erneute Kandidatur auszureden. Dasselbe galt bis Sonntag für Sarkosy, den niemand mehr als Kandidaten sehen wollte. Das Ganze ist auch deshalb eine Farce, weil die Präsidialmonarchie das Land nicht mehr adequat regieren kann, aber keiner daran gehen will, die Institutionen neu zu ordnen. Die Fanzosen haben keineswegs mehr Demokratie, sondern möglicherweis bald gar keine mehr!

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Allezy 22.11.2016, 19:17
7. So leicht ist das nicht

In UK erlebt die Labour Party damit gerade ein manipulierbares Desaster.
Und in D erlauben wir uns ja schliesslich die teuerste und ineffizienteste Nachwuchskaderschmiede der Welt fuer einzig und allein diesen Zweck: unsere legislativ nutzlosen Laenderparlamente und deren kompetenzfreie Landesregierungen und Minister.

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gruenertee 22.11.2016, 19:20
8.

Wenn man ehrlich ist hat Clinton gegen Trump verloren, weil Sanders ihr vorheriger Gegner war.

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nine1011 22.11.2016, 19:23
9. au weia

... dass man sich die USA nicht unbedingt als Vorbild nehmen sollte, zeigen doch gerade die aktuellen Tagesthemen, oder...?!
Ferner frage ich mich, warum immer wieder, gerne auch von SPON hier, die Volksabstimmung sehr populistisch ins Rennen gebracht wird. Antwort: um das Volk aufzuwiegeln, und um zB. der AfD in die Karten zu spielen.
Interessanter finde ich zB Auslosungen. Dafür gäbe es tatsächlich auch mal eine Evidenz, dass eine Politik mit gelosten Politikern mehr bewegt, als -allein- mit Berufspolitikern.

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