Forum: Politik
Spitzentreffen in Berlin: Merkel und die Brexit-Drängler
DPA

In Berlin trifft Angela Merkel auf EU-Ratspräsident Tusk, Italiens Premier Renzi und Frankreichs Präsident Hollande. Sie brauchen eine Brexit-Strategie - doch die Meinungen gehen auseinander.

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brotherandrew 27.06.2016, 16:50
70. Wer in ...

Zitat von MadDoubleF
Aus den vielen Mitgliedsstaaten hätte ein großer Staat werden müssen.
... Europa will das ernsthaft? De Gaulle und Adenauer prägten den Begriff vom "Europa der Vaterländer" im Gegensatz zu den "Vereinigten Staaten von Europa" nicht ohne Grund.

Es gibt schlicht unter den Europäern kein gemeinsames Staatsbewusstsein und auch keinen echten Willen, so einen Superstaat zu kreieren.

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a.totok 27.06.2016, 16:50
71.

Zitat von ackergold
Die Mehrheit will aber austreten. Jeder Tag kostet die Briten Abermillionen, die sie lieber in ihr Gesundheitssystem stecken wollen... So wird es behauptet. Was anderes macht also Sinn, als ein sofortiger Austritt?
weil austreten aus der eu nicht einfach so schnell geht.

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newbie99 27.06.2016, 16:50
72. Herumgeeiere vermeiden

Ein schnelles Austrittverfahren ohne Herumgeeiere ist das Beste für alle!

Die Brexit-Befürworter waren im Wahlkampf doch immer der Meinung, man könne ohne Probleme Vereinbarungen mit der Rest-EU aushandeln, die quasi alle Vorteile, wie Binnenmarkt & Co. für die Briten erhielten, ohne dass sie aber irgendwelche anderen Verpflichtungen im Gegenzug eingehen müssten.

Wer so denkt, der sollte sich doch nun tunlichst ranmachen, diese paradiesischen Zustände baldmöglichst herzustellen. Jede Verzögerung bedeutet doch nur unnötige Gängelei und vermeidbare Transfer-Netto-Zahlungen (zu Lasten des nationalen Gesundheitswesen, wie immer wieder betont wurde).

Dass das so einfach wohl nicht ist, dürfte auch einem Johnson klar sein. Und so hoffen die Brexit-Fans in diesem Forum augenscheinlich , dass GB mit einem möglichst schonungsloses Verhalten am Ende wenigstens eine ordentlich geschwächte EU zurücklässt (auch zu Lasten Deutschlands) und fordert von Merkel, EU-Kommission & Co., dass sie das gefälligst auch so akzeptieren. Ja-neh, is klar!

Übrigens: In GB ist es seit Jahrzehnten gut geübte Tradition, euro-skeptisch zu sein. Wahrscheinlich sind sie wohl das eurokritischste Volk der EU. Trotzdem hat es dort aber keinen Erdrutsch-Sieg pro Brexit gegeben. Vielmehr reichte es gerade einmal für eine hauchdünne Mehrheit. Ich würde mich nicht so darauf versteifen, dass man in anderen Ländern klare Mehrheiten hinter eine Austritts-Kampagne vereinen könnte!

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mr.andersson 27.06.2016, 16:51
73.

Zitat von fbdgbd
[...] Nicht GB hat hier mehr zu verlieren (wie momentan überall propagiert) Sondern die EU! Man verliert nicht nur eines seiner stärksten Mitglieder sondern auch das Vertrauen der Finanzmärkte und einen Global gut-vernetzten Partner. [...]
Es geht aber nicht darum wie sie die Finanzmärkte so empfinden, sondern wie die Realitäten sind. Und da ist es so, dass in GB heute die Finanztitel derartig kollabiert sind, dass z.B. die Royal Bank of Scotland von Handel ausgesetzt werden musste und danach direkt rund 20% in die Knie ging.

Es ist also der Finanzplatz GB, der gerade von den Märkten die Hucke vollbekommt. Und mit wem war der denn vernetzt, mit dem die EU nicht vernetzt war? GB war für Asien und USA so interessant, weil sie eben mit der EU verbunden waren. Und weil sie dass nun nicht mehr sein wollen, befinden sich deren Finanztitel im freien Fall.

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jowitt 27.06.2016, 16:52
74. @fbdgbd

Zitat von fbdgbd
Was ist denn aktuell so ungewiss? Die Engländer verlassen die EU (da gibt's doch keine Unsicherheiten?) Warum also hektisch dinge überstürzen? Ich denke die EU befindet sich in einer extremen Krise. Und wie ich vor ein paar tagen in den SPON-Foren geschrieben habe. Nicht GB hat hier mehr zu verlieren (wie momentan überall propagiert) Sondern die EU! Man verliert nicht nur eines seiner stärksten Mitglieder sondern auch das Vertrauen der Finanzmärkte und einen Global gut-vernetzten Partner. Das Getöse um die "Unsicherheit" scheint mir eher ein Ablenkungsmanöver zu sein. Ich frage mich wie lange, bis die Ratingagenturen wie die Geier zuschlagen... Welche Sicherheiten gibt es in der EU überhaupt noch? Deutschland kann nicht alles alleine stemmen. Die Griechenland-Milliarden könnten schon sehr bald auf dem Spiel stehen! Ich würde ja nicht mit den fingern auf andere Zeigen (aber wenn SPON das darf, darf ich das auch) Nicht Cameron ist Schuld - Angela Merkel hat das Fass durch den Alleingang bei der Migrations-Krise verursacht! Das Ergebnis wäre deutlich Pro EU-Verbleib, wenn nicht Millionen junger Muslimischer Migranten nach Europa gekommen wären! (und dass muss man ganz allein Frau Merkel anheften) Flüchtlinge würde ich herzliche empfangen - aber 18-Jährige Muslime als Billigarbeitskräfte, die in einem Europa voller Jugendarbeitslosigkeit und Altersarmut in unser Sozialsystem migrieren - NEIN DANKE!!!
So einen Unsinn habe ich ja lange nicht gelesen. Der Ausländeranteil in GB spielte sicher eine Rolle, aber dort geht es eher um Osteuropäische Einwanderer, die in der EU sind und übrigens zum Beitritt Polens extra von der Regierung in GB eingeladen wurden, da dort Arbeitskräfte fehlten.

Und Ihre "muslemischen Billigarbeitskräfte, die in unsere Sozialsysteme immegrieren" gibt es kaum. Das ist haarstreubend.

Es handelt sich hier ganz überwiegend um Flüchtlinge. Die kommen nicht wegen unserer Sozialsysteme, sondern weil sie nicht weiter in einem Krieg oder in Elend leben wollen. Die sind fast alle willig, hier sofort zu arbeiten.

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schwester arno 27.06.2016, 16:52
75.

Zitat von multi_io
Warum hätten die Briten Flüchtlinge aufnehmen sollen, die Merkel nach Schland eingeladen hat? Die hätten da eh nicht hingewollt. .
Dann schauen Sie mal Calais und fragen, die von den Franzosen zurückgehalten Flüchtlinge, wo sie hin wollen.
Mal davon abgesehen, das Briten diese Flüchtlingskrise aufgrund des komplett unnötigen Rachefeldzugs von George Doublebush durch Lügen wesentlich mitverursacht haben. Genau deshalb !!

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INGXXL 27.06.2016, 16:55
76. Also hier finde ich

die Postion abwarten richtig. Die Abstimmung ist doch nicht bindet. Das war doch nicht mehr als eine große Meinungsumfrage Erst muß ein neuer Premiere gefunden weden. Dann muss das Parlament zu stimmen und dann gibt's Neuwahlen. Wie das dann ausgeht ist nicht absehbar Also abwarten und Tee trinken

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ralphitschik 27.06.2016, 16:56
77. dumm gelaufen aber vermeidbar

Ich schätze, die 'Verlängerung' um das Glyphosat und dem ganzen Geschäft drumrum (dazu verbandelt bleibt ziemlich sicher auch TTIP) wird dem mündigen Bürger seine Entscheidung leicht machen, wenn es anderweitig noch um einen Austritt geht...

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hausbrecher 27.06.2016, 16:58
78. Sonderregeln

Wenn es nicht so bitter wäre, wären die Tage nach dem Referendum zu lachen. "Denn sie wussten nicht, was sie tun...".
Auch wenn jetzt getrickst, verschoben, gel..., und alle politischen Finessen genutzt werden - die für Großbritannien geltenden Sonderregeln sollten m.E. mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden, genauso wie alle durch die EU finanzierten Infrastrukturprojekte.
Klar, man trifft auch die Falschen - aber das ist Demokratie....

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jujo 27.06.2016, 16:59
79. ...

Zitat von ackergold
Farage höchstpersönlich hat Mitte Mai laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "Mirror" erklärt, man könne ein so knappes Ergebnis nicht als repräsentativen Wunsch der britischen Bevölkerung akzeptieren. Ein Referendum, das mit einem Ergebnis 52 zu 48 Prozent ausgehen würde, bezeichnete Farage in dem Bericht als "unerledigte Aufgabe". Nur wenn eine Seite mit 70:30 gewinnen würde, sei es eine Willenserklärung der Bürger. Er hat das zwar für den Fall einer knappen Niederlage gemeint, aber natürlich gilt es auch für einen genauso knappen Sieg. Das Parlament täte gut daran, noch heute das Referendum für nicht bindend zu erklären und den Brexit abzusagen. Alles andere macht keinen Sinn.
Einverstanden, insoweit das die Spitzen der EU-Bürokraten und der wichtigen EU-Länder den Briten klarmachen, das die Briten nichts mehr zu ihren Gunsten mit der EU zu verhandeln haben. Schluß,Punkt,Aus.
Es ist doch unglaublich niemand, absolut niemand scheint in GB einen Plan zu haben wie sie mit dem Referendum umgehen sollen, die sind im absoluten Blindflug ins Nirwana unterwegs!

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