Forum: Politik
Spitzentreffen in Berlin: Merkel und die Brexit-Drängler
DPA

In Berlin trifft Angela Merkel auf EU-Ratspräsident Tusk, Italiens Premier Renzi und Frankreichs Präsident Hollande. Sie brauchen eine Brexit-Strategie - doch die Meinungen gehen auseinander.

Seite 9 von 17
egon_kallinski 27.06.2016, 17:00
80. Schon komisch...

... die Brexitler, halten die EU für ein Monster. Aber nun wollen sie möglichst lange mit ihm kuscheln.

Beitrag melden
Reza Rosenbaum 27.06.2016, 17:00
81. Quark

Zitat von polaris65428
Die Britische Bevölkerung hat nach demokratischen Regeln eine Entscheidung getroffen. Die Initiatoren des entsprechenden Referendums versprachen im Vorfeld, sich an das Votum des Volkes zu halten und es umzusetzen. Ein bischen schwanger gibt es nicht. Ein bischen tot oder nur halb ist auch nicht möglich. So tut was ihr tun wolltet, aber das konsequent und aufrichtig. Keinem und niemandem ist damit gedient, auf Zeit zu setzen. Was soll das bringen ? Es schadet den Briten und noch mehr dem Rest der (ehemaligen) Gemeinschaft weil niemand mehr auch nur minimale Planungssicherheit hat. Was diverse Kreise in GB und wie es scheint auch unsere Aussitzerin, Frau Dr. Merkel, jetzt veranstalten, ist der Startschuss zum klassischen Rosenkrieg. Ein Schrecken ohne Ende auf Kosten der eigenen Gesundheit und der des Rest der Familie.
Ihre Vergleiche hinken. Nur weil man nicht "ein bisschen schwanger" oder "ein bisschen tot" sein kann, heisst das nicht, dass ein Land nicht 50/50 abstimmen kann, wie hier in GB annaehernd geschehen. Wenn es eine Lehre aus dem Referendum gibt, dann ist es doch die, dass das Land geteilter Meinung ueber den Brexit ist. Bei 35 Mio Stimmen ist ein Abstand von etwa 1 Mio Stimmen denkbar gering. Ein EU Austritt ist eine schwerwiegende Entscheidung, die auch ein hohes Risiko der Abspaltung von Schottland und Nordirland mit sich bringt. So eine Entscheidung sollte moeglicherweise nicht mit einfacher Mehrheit gefaellt werden. Und in GB steht ein Machtwechsel an, d.h. es steht zu erwarten, dass es dort in kuerzester Zeit Neuwahlen geben wird. DAS Thema im Wahlkampf wird pro/contra EU sein. Wenn die Briten dann ihre Wahl bestaetigen, wird es einen Austritt geben. Andernfalls nicht. Fuer die EU ist jede Woche, die GB Mitglied bleibt, viel wert - etwa 175 Mio Pfund naemlich. Ein Verbleib waere fuer beide Seiten wirtschaftlich von Vorteil.


Anstatt beleidigte Hausfrau zu spielen, sollte die EU jetzt endlich mal handfeste Vertraege aufsetzen. Keine Extrawuerste mehr, entweder drin oder draussen. Knallharte Ueberwachung der Maastricht-Kriterien, und entsprechend klausulierte Rauswurfmechanismen. Dazu ein schlagfertiger Durchsetzungsapparat fuer Sanktionen und Rauswurf abtruenniger Mitglieder. Wenn sich ein Land nicht an Maastricht haelt, fliegt es raus. Das sollte auch fuer Deutschland gelten.

Beitrag melden
bernd.stromberg 27.06.2016, 17:00
82. Spiegel

Zitat von brotherandrew
... blühender Unsinn. Denn Merkel kann keine Fakten schaffen, die den Austritt der Briten herbeiführen würden. Merkelbashing wird immer dümmer.
Falsch, Merkel soll auch keine "Fakten schaffen" - sie darf aber sehr wohl Verschleppungstaktiken von GB kritisieren und anmahnen. Und sei es nur, dass sie sich hinstellt und höflich darum bittet, jetzt schnell für alle Seiten Klarheit und Sicherheit zu schaffen, wie es denn jetzt weitergeht.
Merkelapologising wird auch immer dümmer.

Den blühenden Unsinn gebe ich somit mal an den Verfasser zurück...

Beitrag melden
Gerd@Bundestag.de 27.06.2016, 17:02
83. Mehrheit ist Mehrheit!

Zitat von jowitt
Das, was Farange gesagt hat, hat aber nun wirklich nichts mit Mehrheitswahlrecht versus Verhältniswahlrecht zu tun. Bei einer einfachen ja/nein-Frage ist ja das Verhältnis immer auch gleich der Mehrheit. Insofern ist Ihre Anmerkung also Unsinn. Es geht hier vielmehr darum, ob in einer solchen existennziell wichtigen Frage eine knappe Mehrheit ausreicht, oder ob man nicht der meinung ist, man bräuchte eine 2/3-Mehrheit oder ähnlich.
darüber hinaus a´hat sich der famose Herr Farage nach der Abstimmung deutlich geäussert:

"He (Farage) then called for the current Government to be replaced with a "Brexit Government" so that negotiations to leave the EU can begin immediately."

The Sun 23.06.2016

Noch irgendwelche Fragen?

Beitrag melden
hans.lotz 27.06.2016, 17:02
84. Katze aus dem Sack gelassen

Welch ein Fingerspitzengefühl. Hochkarätige EU-Politiker zu mehreren Treffen bei der Kanzlerin in Berlin. Die Kleinen durften nicht mitkommen und mussten zu Hause bleiben.
Zur Unzeit macht Merkel klar, wo die Musik für Europa spielt. Berlin statt Brüssel, eine Bestätigung der deutschen Dominanz.

Beitrag melden
giovanni22 27.06.2016, 17:02
85. strategie

genau das ist es wovon die menschen satt sind , unentschlossenheit , und immer wieder gipfel , einer nach dem anderen , alle ergebnislos , Ich glaube von den 27 würden 20 für EXIT stimmen .

Beitrag melden
gemsi 27.06.2016, 17:02
86. Ist doch alles

nur noch mehr Macht erreichen wollen gegenüber dem Rest der EU.
Gier, Geld und Macht versauen nun mal den Charakter.
Was soll's, Großbritannien bestimmt den Zeitpunkt. Bei einer stinknormalen Scheidung muss man auch durch ein Trennungsjahr! Punkt

Beitrag melden
elizar 27.06.2016, 17:02
87.

Zitat von ulrich-lr.
Nicht so schnell! Natürlich haben die Briten jetzt - im Unterschied zur EU - großen Handlungs- und Interpretationsspielraum. Solange sie keinen Austrittsantrag gestellt haben, können sie als Vollmitglied einen neuen Vertrag mit vielen vernünftigen Reformen initiieren und ......
Prinzipiell natürlich richtig.

Deshalb sollte der Druck auf GB einerseits erhöht werden (ihre Wirtschaft leidet wohl auch bzw. sogar am meisten) und andererseits jegliche Verhandlungen über den Austritt abgelehnt werden, solange der Artikel 50 noch nicht in Gang gesetzt wurde.

Sonst passiert leider exakt was Sie gesagt haben ...

Beitrag melden
nisse1970 27.06.2016, 17:02
88. Strafzahlungen

...für die Briten für jeden weiteren Tag des Hinauszögerns. Es scheint ja, das ihnen zumindest im Vorfeld der Abstimmung, die Knete ziemlich wichtig war.

Beitrag melden
iffelsine 27.06.2016, 17:04
89. Mit Druck kommt tatsächlich der Brexit !

Und der hilft niemandem ! Das britische Parlament wird nicht den Antrag nach § 50 stellen, denn dann reduziert sich dieses Land um Nordirland, Schottland, Gibraltar und die eigentlich selbständigen Kanalinseln - die machen alle den Brexit nicht mit. Auch der Charme eines Stadtstaates London in der EU liegt über der Insel. Das Referendum sollte der Startschuss sein, die EU grundlegend zu reformieren, denn Zweifel an dem aktuellen Konstrukt haben viele EU-Steuerzahler. Auch Politiker wie Merkel und Hollande sollten vor dem Neubau der EU ausgewechselt werden, die beiden sind ja maßgeblich Schuld am jetzigen Desaster. Schäuble hat Ahnung - das wäre eine gute Wahl. Aber ob der sich das antun will, ist höchst fraglich, zu kleinlich sind diese vielen EU-Mitglieder, die alle in Kleinstaaterei zerfallen.

Beitrag melden
Seite 9 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!