Forum: Politik
S.P.O.N. - Im Zweifel links: Außen hart, innen Minister

Der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich hat einen Schritt auf die Muslime zugemacht - aber er ist immer noch weit davon entfernt, die deutsche Realität anzuerkennen: Wenn wir unseren Wohlstand halten wollen, ist Multikulti ohne Alternative.

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Spiegeleii 14.04.2011, 11:42
10. ....

"Wenn wir unseren Wohlstand halten wollen, ist Multikulti ohne Alternative. "

Im Zweifel links.
Ehrlich gesagt mein Wohlstand als Arbeitnehmer ist auch gerade dank sogenannter linker Parteien merklich gesunken.
Aber es geht den linken ja am wenigsten um Arbeitnehmer.

Wenn ich die Taz so lese ist es eine riesige Katastrophe das es keine Frauenquote für eine Hand voll Karrierefrauen in Dax Konzernen gibt.
Seitenlange Entrüstung über Monate immer mal wieder, aber kein Piep zu den Millionen Frauen die sich in prekärer Arbeit abstrampeln.
Das ist links hier in der BRD.

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promedico 14.04.2011, 11:43
11. falsch!

Zitat von shokaku
Das kann man aber nun mal nicht trennen. Wenn genügend Leute dieser "archaischen, dualistischen Religion" anhängen, dann ist die halt im Land. Deutschland steht mit diesem Problem ja nicht alleine da. Die Auswirkungen zeigen sich in ganz Europa. Ein bissel schwanger ist da nicht.
Das ist grundfalsch.
Etwas, was "hier ist", gehört noch lange nicht dazu!
Das hat mit "ein bisschen schwanger" gar nichts zu tun, sondern: der Islam gehört g a r n i c h t zu Deutschland.

Wie soll das denn gehen?
Aufgrund der dualistischen Logik des Koran gehört Deutschland ja mehrheitlich (bis auf die Muslime) auch nicht zum Islam.
Westliche Logik (gleiche Gültigkeit der Vorschriften für "Gläubige" und "Ungläubige")ist nach dem Koran gar nicht möglich.

Wie also soll der Islam zu Deutschland gehören?
Das ist schon in der Sache völlig unlogisch.

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JEW-T 14.04.2011, 11:44
12. Davon abgesehen, ...

... daß Herr Augstein fortgesetzt Islam und Muslime miteinander verwechselt:

Vermutlich wird Deutschland in absehbarer Zeit hochqualifizierte Zuwanderer gebrauchen, und dazu eine Lockerung oder Anpassung seiner Immigrationspolitik. Allerdings werden hochqualifizierte Einwanderer nicht aus dem islamischen Kulturkreis kommen, sondern aus Südostasien und Südasien, vielleicht auch aus den USA oder Rußland - nämlich daher, wo es sie gibt. In Ländern, in denen 1/4 bis 1/3 des Unterrichstvolumens an Universitäten für Islamlehre draufgeht, die keine Industie und dem zur Folge keine industrielle Fertigung haben, in denen naturwissenschaftliche Grundlagenforschung -meßbar an der Zahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen in entsprechenden Journalen- seit Jahrhunderten allenfalls ein marginales Schattendasein führt, in denen Ingenieursleistungen seit der Vertreibung aus Granada nicht mehr erbracht wurden - aus solchen Ländern können hochqualifizierte Zuwanderer erst kommen, wenn sie ausgebildet und angelernt wurden, also in frühestens 1 Generation nach heute.

Dasselbe gilt für nicht minder hochqualifizierte Industriearbeiter, ob sie nun für die chemische, pharmazeutische oder Metall verarbeitende Industrie benötigt werden.

Bis dahin wird der deutschen Industrie nichts anderes übrig bleiben, als die Generation Praktikum zu qualifizierem einzustellen und angemessen zu bezahlen.

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MrGold 14.04.2011, 11:44
13. ich halte es für ein Gerücht ...

... dass wir in Europa mehr Menschen brauchen.
Die Welt braucht überall weniger Menschen!
Ansonsten gebe ich dem Autor recht.

Und die ewige Leier, Multikulti wäre längst überall gescheitert ... Blödsinn!
Sicher gibt es Porbleme, aber manche Leute tun so, als hätten wir täglich Straßenschlachten mit Migranten.
Im Großen und Ganzen funktioniert doch alles Super.
Wenn sich die Regierung noch darum kümmern würde, soziale Ungleichheiten abzubauen und auch Migranten und generell Menschen aus der Unterschicht gleiche Bildungschancen zukommen ließe, würden sich auch die "Multikulti"-Probleme, die in Wahrheit nur Probleme der Unterpriviligierten sind, lösen.

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Matyaz 14.04.2011, 11:44
14. Einwanderungsproblem

Besonders im Hinblick Einwanderung gebe ich Herrn Augstein recht:da herscht durchgehend blanker Illusionismus , oder noch schlimmer Realitätsnegierung.
Besonders in der CSU ist man immer noch der Meinung, in Zukunft ohne Einwanderung auskommen zu können, ansonsten wird über "Kriterien" und Punktesysteme" diskutiert, als würden die Leute Schlange stehen , nach D zu kommen.
Das denken viele vielleicht, angesichts der angeworbenen Gastarbeiter und deren Nachkommen, die nicht wieder gehen wollten, nur hatte das eben andere Gründe.
Nicht genug , dass alle paar Jahre mal Inder durchs Dorf getrieben, Ausländerhäuser oder Asylheime angezündet werden, nein, mittlerweile haben all die Sarrazins, Seehofers, Schönbachs und andere den Ruf D´s im Ausland zumindest in Bezug auf Einwanderung nachhaltig geschädigt.

Warum bitte sollte denn etwa ein (womöglich auch noch qualifizierter) Inder nach D immigrieren, wo er auf wenig Akzeptanz stösst, er eine neue, komplizierte Sprache erlernen muss, wenn er gleiche oder bessere Chancen in einem englischsprachigen Land hat.Dasselbe gilt eigentlich, vielleicht mit Ausnahme Osteuropas einschliesslich der Türkei oder eben den Nahen Osten für den Rest der Welt.

Ich prophezeie, dass wir nicht nur keine hochqualifizierte, sondern überhaupt keine Nettoeinwanderung mehr zustande bringen werden, wenn nicht schnell ein Mentalitätswechsel einsetzt, wenn Immigranten annehmbare Chancen auf dem Wohnungs-und Arbeitsmarkt erhalten, wenn die Verwaltung, egal ob Polizei,Ausländerämter oder sonstige Stellen ihre schikanös-arrogante Grundhaltung ändern.
Lohnenswert wäre auch in deutsche Universitäten im Ausland zu investieren, die dann über Partnerschaften der dort tätigen deutschen Unternehmen Qualifizierte anwerben könnten.

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thepunisher75 14.04.2011, 11:45
15. Und Ich bestreite das Christen zu Deutschland gehören...

Zitat von promedico
Nein, Herr Augstein! Auch wenn Sie sich noch so sträuben - das darf man anders sehen: 1. keiner wird die Tatsache bestreiten, dass die hier lebenden Muslime zu Deutschland gehören. 2. Aber ich bestreite kategorisch, dass deren archaische, dualistische Religion zu Deutschland gehört. Das ist und bleibt Unfug!
..denn die gibt es auch überall auf der ganzen Welt und nicht nur zu Deutschland. Genauso wie es Buddhisten in Deutschland und der ganzen Welt gibt, Mormonen in Deutschland und Amerika gibt, Muslime in Deutschland und der ganzen Welt und Atheisten und Agonisten in Deutschland und der ganzen Welt.

Machen sie endlich einen Unterschied zwischen den Menschen und der Religion und die falsche Moral, die Christen dürfen in Deutschland leben aber die Muslime nicht, geht schon beihahe in Richtung, die Christen dürfen hier leben aber die Juden nicht, verehrter Herr Mitforist. Ist das was sie uns allen sagen wollen ?

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movfaltin 14.04.2011, 11:45
16. Alternativlos?

Zitat von sysop
Wenn wir unseren Wohlstand halten wollen, ist Multikulti ohne Alternative.
Multikulti ist nicht alternativlos. Sondern aussichtslos. Wer Multikulti will, bedarf einer klaren Reglementierung, die dann wiederum dazu führen würde, dass am Ende weniger Multikulti bei rumkommt.

Warum befleißigt sich ein angeblich "eher links" ausgerichteter Kommentator des Duktus der Kanzlerin?
Mir tut es immer weh, wenn jemand meint, in allen Politikfeldern irgendwelchen vorgefertigten, aber unzusammenhängenden Denkfragmenten nacheifern zu müssen (wie z.B. soziale Gerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft geht zwangsläufig mit einer weniger reglementierten Zuwanderungspolitik einher). Ich freue mich auf den Tag, an dem die ganzen Linken, Rechten und Mittigen merken, dass man auch jede Sachfrage einzeln dezidiert betrachten kann, an dem diese ganze gedankenlose Nachplapperei endlich mal aufhört und links, Mitte und rechts aus dem Denken verschwinden.

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hirnbenutzer 14.04.2011, 11:46
17. konstruktive Analyse wird nicht erlaubt

An der Gesamten Diskussion fehlt der Zukunftsbezug:

Man sollte sich die Länder anschauen, in welchen Moslems in der Überzahl sind und der Islam die Religion der Mehrheit der Bürger darstellt (denn unsere demographische Entwicklung läuft auf diese Verteilung hinaus. Leider fehlt mir in der gesamten Diskussion der Zukunftsbezug. Denn entscheidend wird sein, wie tritt der Islam in Erscheinung, wenn dessen Anhänger in der Überzahl sind).

Dann hat eine Abwägung zu erfolgen, ob in diesen Ländern Zustände herrschen, wie wir sie auch in unserer Gesellschaft in Zukunft (der Zukunft unserer Kinder), gerne anstreben, ob wir sagen, ja das ist die Gesellschaft und Rechtsordnung, auf die es sich lohnt hinzuarbeiten und wie wir sie unseren Kindern übergeben wollen

Wenn ja, dann ist alles in Ordnung und der Islam gehört zu Deutschland (dann ist er nicht nur Realität, dann gehört er dazu.

Wenn nein, dann muss man weiter analysieren. Sind die Entwicklungen in diesen Ländern auf eine nicht kontrollierbare Radikalisierung zurückzuführen oder ist die Entwicklung doch Islam immanent.

Und dann beginnt der schwierige Part – Die Suche nach Lösungen.

Aber erst soll man sich der konstruktiven Analyse stellen dürfen, ohne als Nazi beschimpft zu werden.

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.Zerberus. 14.04.2011, 11:46
18. ...

"Wenn wir unseren Wohlstand halten wollen, ist Multikulti ohne Alternative."

Ich habe bisher nur die Überschrift gelesen, werde gleich noch den Artikel lesen, aber bei diesem Satz in der Überschrift fragt man sich doch wo der Mann lebt.

Multikulti mit Leuten aus dem islamischen Kulturkreis hat uns schon jetzt mehr als eine Billion € mehr gekostet als eingebracht. Und die 1. Generation war produktiver als die Jetzige ... wo soll da also der mehr nutzen herkommen?

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Jochen 14.04.2011, 11:47
19. "Im Zweifel neoliberal" - wie der Vater, so der Sohn

Zitat von hornbeam
"unser Wohlstand" ist woh eher der Wohlstand der oberen Zehntausend, denen es immer besser geht, und für die das ganze Leben ein einziger Ponyhof ist. Der Normalbüger erfährt seit Jahrzehnten eine Reallohnkürzung.
Und diesen Wohlstand der Billigjobber möchte Jakob Augstein für uns erhalten. Also für sich, der gewiß zu den sprichwörtlichen "oberen Zehntausend" zählt. Und dem die 4,2 Millionen offiziellen Arbeitslosen, die 6 Millionen Niedriglöhner und die 9 Millionen Teilzeitbeschäftigten ohne Aufstiegschancen - übrigens zu einem großen Teil "Migranten" und Opfer der neoliberalen Politik - sowas von egal sind.

Daß die INSM-Rechte, der CDU-Wirtschaftsrat, die Neoliberalen ein großes Interesse daran haben, die millionenfache Massenarbeitslosigkeit und die Lohndrückerei über die "Reservearmee" in die nächsten Jahrzehnte fortzuschreiben, liegt auf der Hand; daß sich Leute für die Fortführung der Massenarbeitslosigkeit einsetzen und gleichzeitig als links bezeichnen oder sich links fühlen, ist ein relativ neues Phänomen, das erst die Grünen um die Jahrtausendwende in die Politik eingeführt haben.

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