Forum: Politik
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Klaus Wowereit hat sich an seinem Stuhl festgeschnallt, und das Abgeordnetenhaus duldet es. Die Lehre aus dem Flughafen-Desaster: Berlin ist nicht zu helfen - und aus Großprojekten soll sich die Politik künftig bitte raushalten.

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die-dicke-aus-der-uckerm. 14.01.2013, 14:30
40. Wie lautete noch das geflügelte Wort in der FIN-Krise 2008 ?

Zitat von sysop
Klaus Wowereit hat sich an seinem Stuhl festgeschnallt, und das Abgeordnetenhaus duldet es. Die Lehre aus dem Flughafen-Desaster: Berlin ist nicht zu helfen - und aus Großprojekten soll sich die Politik künftig bitte raushalten.
Too big to fail.

So sind auch diese Politversager:
Schon zu weit nach oben gebuckelt um abgesägt zu werden.
Da allesamt massig Leichen in den Kellern haben, wird keiner den Anfang machen.

Die sind doch nicht lebensmüde.

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tdse13 14.01.2013, 14:35
41. Warum holt Berlin nicht einen erfahrenen Bürgermeister aus dem Westen?

Berlin ist das schwarze Loch der Steuerzahler. Wenn keiner da ist, der es übernehmen könnte, warum nimmt man nicht Herrn Ude aus München. Der hat dort einen guten Job gemacht und bei der Bayernwahl wird es über einen Achtungserfolg hinaus nichts werden.

Und um beim Thema zu bleiben: was ist mit Kurt Beck, was ist mit den Aufsichtsräten der WestLB, Bayern LB, LBW, etc?

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eine-Meinung-unter-Vielen 14.01.2013, 14:38
42. Vielleicht läuft ja deswegen so viel schief ...

Zitat von WhereIsMyMoney
Ich kann die Einschätzung nicht teilen. Es stimmt einfach nicht dass man als Politiker unbedingt von Bauen etwas verstehen muss um Aufsichtsratsvorsitzender zu sein. Man muss einfach nur die richtigen Leute einstellen.
... weil die Politiker dieser Meinung auch sind. Eine Kleinigkeit wird aber dabei häufig ausser Acht gelassen. Wie beurteilt ein Nichtkompetenter einen Kompetenten, oder (etwas Spass muss sein...)

wie Christian Springer alias Fonsi so trefflich sagt ...

Aschermittwoch der Kabarettisten 2008 - Fonsi 5 - YouTube

... "wie erkennt ein Depp einen Hochbegabten" ...

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potsdamer02 14.01.2013, 14:38
43. Fachleute...

...hätten ein Projekt dieser Größenordnung strukturiert, Teilverantwortlichkeiten, Teilkosten definiert und auch Termine aller Einzelaktivitäten festgelegt. Sie hätten auf diesem Weg auch zu dem sogenannten "Kritischen Weg" gefunden, also den Einzelaktivitäten, die den Abschlußtermin bestimmen. Diese Planung wäre auch in den Verdichtungsebenen vor dem Schlußtermin Grundlage der Berichterstattung an einen Aufsichtsrat.
Inhaltlich ermöglicht diese Struktur auch Auskünfte zu vollendeten oder unvollendeten Aktivitäten. Dazu wird nichts gesagt, nur allgemeines Geschwafel (incl. Amman).
Das lässt mich vermuten, dass es eine derartige (und notwendige) Planung nie gab (oder nicht mehr gibt). Von keinem der Verantwortlichen war zu hören "Teilabschnitt XY ist fertig".
Dilettantismus dieser Art ist nicht mehr steigerbar!
Sie haben ja so Recht, Herr Augstein.

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tom33 14.01.2013, 14:41
44. Jade-Weser-Port beweist, dass Politik auch funktionieren kann

Es gibt auch ein positives Beispiel bei großen Infrastrukturprojekten: der Jade-Weser-Port in Niederdersachsen. Er wurde zeitgerecht fertig und die öffentliche Hand musste keinen Euro mehr bezahlen als geplant. Das beweist, dass die CDU/FDP-Landesregierung es kann. Meines Erachtens ist es kein Zufall, dass der Nürburgring und der Berliner Flughafen in SPD-regierten Ländern liegen. SPD und Grüne haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie es nicht können. Der Bürger hat eine klare Wahl.

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potsdamer02 14.01.2013, 14:44
45.

Zitat von peter_30201
Das kluge Heer der Nacher-Besserwisser, die sollen bitte im nächsten Projekt durch Vorbild zeigen, wie man ein Projekt ordentlich durchzieht. Zum Beispiel wäre das.....
Wenn hier nur gekleckert worden wäre, dann wäre ja alles in Butter. Es hat der Koch keinen Überblick mehr gehabt, weder über die Qualität der Speisen, noch über deren Kosten und Anzahl...

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Manni Gerstenschloss 14.01.2013, 14:44
46. Gilt das auch für die

Sich raushalten, wenn man von einer Sache nichts versteht - gilt das auch für die Energiewende? Eine Wende, besser gesagt, eine Rolle rückwärts, die sich gegen Steuerzahler und Stromkunden "wendet". Verursacht von einer Regierung, die die Komplexität der Energiewirtschaft masslos unterschätzt hat und die Priester, Lehrer und Theaterwissenschaftler im Ethikrat als Energieberater fungieren liess. Wird endlich mal jemand für Dilletantismus zur Rechenschaft gezogen?

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zudummzumzum 14.01.2013, 14:45
47. Augstein, das ist primitiv ...

Zitat von
Welchen Beitrag kann er zu der Frage leisten, ob die Sicherheitstüren mit Schlüsseln oder Chipkarten geöffnet werden sollen? Woher soll er wissen, was mit der Verkabelung ist, mit den Rolltreppen, mit den Förderbändern, mit den Abfertigungsschaltern und mit der zentralen Computeranlage, bei der die Kühlung zu schwach ist und überhaupt: was hat ein Politiker mit dem Bau eines solchen Großprojekts zu schaffen?
Stellen Sie diese Fragen doch mal einem Vorstand oder x-beliebigen Aufsichtsratschef eines DAX- oder M-DAX-Konzerns - es wird auch keine bessere Antwort geben als von einem Politiker. Weil dort nun mal keine Ingenieure, sondern Finanzwirtschaftler oder Juristen sitzen. Sogar ein Herr Wowereit würde in einem derartigen Gremium nicht weiter auffallen, insofern wendet sich Ihre Kritik an der Politik zu einer Kritik an der Aufstellung fast der gesamten modernen Wirtschaft.

Die Frage ist ganz anders zu stellen: Kann ein solches Projekt überhaupt aus einem Aufsichtsrat kontrolliert werden, oder Bedarf es hierzu einer ganz anderen Organisation? Z.B. einer Revisionsabteilung, die sich außerhalb der vom Vorstand gebildeten Hierarchie bewegt und auch nach außerhalb berichten darf - sogar an "die Politik", an die Rechnungshöfe und parlamentarische Kontrollgremien.

Es ist einfach verlogen zu glauben, dass "die Wirtschaft" derartige Projekte besser kann - das zeigen z.B. die Pannenserien und Verzögerungen beim A380 und beim Dreamliner. Nur fällt es etwas weniger auf, solange keine Politiker damit befasst sind. Ob diese Tatsache der besseren Geheimhaltung gut oder schlecht ist, liegt im Auge des Betrachters.

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Europa! 14.01.2013, 14:48
48. Sie haben völlig recht

Zitat von BeBeEli
In Bezug auf den Flughafen mag die Politkaste versagt haben, aber in Bezug auf den Euro, Griechenland, Afghanistan, die Renten, die Familie macht die gleiche Politkaste wenigstens alles richtig. Es handelt sich um ein begrenztes Versagen des Einsichtsvermögens.
GUTE Politiker machen auch vieles richtig. Ohne Schröders (und Steinbrücks) Agenda 2010 stünde Deutschland heute viel schlechter da.
Und die Eurokrise haben die Kanzlerin und Herr Schäuble (mit ein bisschen Hilfe von Mario Draghi u.a.) auch ziemlich gut eingegrenzt. Auch, wenn das manche noch nicht gecheckt haben.

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Europa! 14.01.2013, 14:57
49. Politik und Wirtschaft

Zitat von sysop
Klaus Wowereit hat sich an seinem Stuhl festgeschnallt, und das Abgeordnetenhaus duldet es. Die Lehre aus dem Flughafen-Desaster: Berlin ist nicht zu helfen - und aus Großprojekten soll sich die Politik künftig bitte raushalten.
Das Problem ist doch ziemlich einfach: Ein Unternehmer unternimmt nur solche Dinge, die auf absehbare Zeit Gewinn versprechen. Wenn sich bei einem solchen Groß-Projekt KEIN Privatunternehmen findet, das auch nur einen Teil der Verantwortung tragen will, dann ist an der Geschichte mit Sicherheit etwas faul. Und wenn ein Breitmaulfrosch wie Klaus Wowereit auch noch verkündet: "Das können wir billiger" als die Privatwirtschaft, dann müssen doch ALLE Alarmglocken schrillen.

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