Forum: Politik
SPON-Umfrage: Bürger sehen keine klare Kompetenz bei der SPD
AFP

Soziales, Familie, Europa - all das versteht die SPD als ihre Kernthemen. Aber eine SPON-Umfrage zeigt: Bei diesen Themen traut die Bevölkerung anderen Parteien immer mehr zu. Vor allem die Union überzeugt.

Seite 8 von 13
qjhg 22.01.2019, 23:48
70. Was heißt denn „klare Kompetenz“,

die SPD ist doch nur noch ein Abnickverein der CDU/ CSU. Man könnte auch sagen, Satellit der Unionsparteien. Eigene Ideen zu Deutschlands Zukunft in der sich verändernden Welt in Deutschland und Europa hat Frau Nahles immer noch nicht vorgestellt. Offensichtlich scheint das SPD Führungspersonal überfordert oder verkapptes Anhängerpotential der CDU.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 22.01.2019, 23:50
71.

Die Aufgabe der SPD war es, die gegen Entgeld arbeitende Bevölkerung des Landes gegen eine unbegrenzte bzw. unkontrollierte Marktwirtschaft zu schützen. Statt dessen hat die Schröder-Regierung auf diversen Gebieten genau das Gegenteil getan. Egal ob (Unternehmens)steuern, Gesundheitswesen, Rente, Sozialwohnungen, Bankenregulierung, Privatisierung der Infrastruktur oder Sozialhilfe - die Errungenschaften der Bonner Republik wurden demoliert. Als wäre diese Land nicht reich genug gewesen, sie aufrecht zu erhalten. Dummerweise war es aber reich genug, den ohnehin schon Vermögenden mehr zu geben.

Nachdem die Bürger die SPD ganz klar gewählt hatte, damit die CDU-Regierung genau diese Dinge nicht tut (niemand hätte befürchtet, daß sie einen solchen Umfang annehmen würden), hat die SPD also aus meiner Sicht ihre Wähler verraten, ihr historisches Versprechen gebrochen und sich nie davon distanziert. Sorry, aber wenn ich Kapitalismus will, kann ich gleich CDU wählen. Man muß sich mal ansehen, welche Positionen Herr Gabriel im Laufe der Zeit so vertreten hat. Da wird einem schwindlich. Und wieviele Vorsitzende der Laden inzwischen so durchschiebt ... Es gäbe nur eine einzige Sache, die die SPD machen könnte, um wieder ins Geschäft zu kommen - nämlich Herrn Lafontaine zurückholen, falls der nicht schon zu alt ist, um noch was zu machen. Keine Ahnung, ob sonst noch ein richtiger SPD-Politiker übrig ist, den die Leute kennen und respektieren. Tja ... gab zu Agendazeiten keinen Mitgliederaufstand ... warum eigentlich nicht ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joejoejoe 22.01.2019, 23:50
72. Ist eine Civey-Umfrage wirklich repräsentieren???

Ist ja wunderschön, wie Civey aus nicht repräsentativen Leserbefragungen repräsentative Umfragen Macht.

Doch ist das wirklich repräsentativ?
Wer hat das überprüft?
Wenn mit Gewichtungsfaktoren und Selektion gearbeitet werden muss, ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-felix 22.01.2019, 23:54
73. Na,ja

Zitat von giespel
1), politisch zieht man sich auf den Standpunkt zurück, die Industrie ist schuld und solle nachbessern. Industrie lacht darüber und SPD steht doof da. 2) Statt dessen sind die Einzigen, die die Abstrusität der Debatte benennen sind die Hirnis von der AFD. Dahin wandert der "kleine" Mann jetzt ab und die SPD versteht nicht warum.
1) Das ändert nichts daran , dass die Autoindustrie die Käufer massiv betrogen hat . Das Problem ist nur, während die USA die VW-Manager für Jahre hinter Gittern schicken und Amerikaner 10.000 Euro Schadenersatz haben , schont die Regierung mit Hilfe der SPD die deutsche Autoindustrie. Das nehmen vermutlich sehr viele betrogene Dieselkäufer der Regierung übel.
Kann ich verstehen .

2) Das gibt die Wählerwanderung nicht her. Bei der Bundestagswahl haben 92% der AfD Wähler vorher nicht SPD gewählt. Ca. 20% wechselten von der CDU/CSU und nur ca. 8% von der SPD zur AfD .
Die AfD ist also primär ein CDU/CSU Problem , allerdings haben 90% der Wahlberechtigten die AfD nicht gewählt. Ich denke das wird auch so bleiben . 10% Rassisten , Rechtsradikale , Xenophobe und Antisemiten hatten wir in Deutschland immer. Da hat die SPD relativ wenig mit am Hut , die AfD war halt nur die Steigbügelhalterin für Merkel indem sie rot-rot-grün verhinderte garantierte sie die 4. Amtszeit Merkel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seppfett 23.01.2019, 00:04
74. Das Dilemma....

Zitat von haralddemokrat
es fehlt in der SPD sowie bei den Wählern an Fähigkeiten. Der einen Seite fehlt es an Kompetenz und den Willen zur wahren Sozialpolitik, Grund ist die Gier nach Macht und Eigenverwirklichung. Der anderen Seite fehlt der notwendige Anteil an Wähler mit der geistigen Kompetenz der Erkennung, dass hier das Kapital regiert. Wenn die Vollsattgeneration, derer ab 65 aufwärts, das Wahltableaut verlassen haben, dann werden Zigtausenden die Augen aufgehen. Aber bis dahin gibt es keine SPD mehr. Aber vielleicht erreiche ich ein paar mit der Erinnerung, dass ein Grüner es war, der deutsche Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz schickte, auch wenn der BT zugestimmt hatte.
Ist, dass es im Kapitalismus keine „wahre“ Sozialpolitik geben wird, geben kann. Das ist keine Frage einer einzelnen Partei, sondern, dass Kapitalismus sich generell am Wirtschaftswachstum orientiert und nur nachrangig an den Menschen. Nun, innerhalb eines solchen Systems gibt es Parteien die an der Durchführung dieses Kapitalismus unterschiedlich arbeiten. Unter diesen Voraussetzungen scheint mir selbst heute noch die SPD als die einzige Alternative, die den Menschen und sein Wohlergehen relativ in den Vordergrund stellt - relativ!
Das was sie die Vollsattgeneration nennen, sind die Mitmenschen die vor 1955 geboren wurden. Informieren Sie sich bitte wie diese während des Krieges und bis 10 Jahre danach aufgewachsen sind. Bei uns gab es ein Klo und das Wasser auf dem Zwischenstockwerk für 4 Familien, zum Beispiel. Vollsattgenerationen sind die die heute zwischen 30 und 50 Jehre alt sind. Die, die von den 65+ alten gepampert und verzogen wurden - den ewig Unzufriedenen. Mit dem Grünen und den Soldaten haben sie recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
saaman 23.01.2019, 03:18
75. Wo ist die Strategie der SPD?

Ich sehe keine. Die Parteivorsitzende lässt nicht erkennen, was ihre Strategie für die Partei ist. Das kann nicht verwundern wenn man Nahles über Jahre beobachtet hat. Sie ist alles, nur keine Strategin. Das Ziel, wieder mehr Attraktivität gegenüber Wählern aufzubauen, ist und bleibt ohne eine konsequente strategische Ausrichtung blutleer. Darüber täuscht auch die Parteifarbe Rot nicht hinweg. Wer mitten im See wild herum planscht anstatt ruhig und entschlossen In Richtung des nächst gelegenen Ufers zu schwimmen, vermindert seine Überlebenschancen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
matbhmx 23.01.2019, 04:23
76. Schau, schau ...

... der Bürger erkennt also keine klare Kompetenz bei der SPD! Sollte der Bürger intelligenter sein als bisher gedacht? Die SPD braucht keiner! Sie ist Geschichte! Sie kennt und begreift die Themen der Zeit nicht! Sie vertritt immer noch die Arbeiterklasse - obwohl es kaum noch Arbeiter gibt - und die wählen lieber Union! Hat das Gründe?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RobertReintal 23.01.2019, 05:35
77. Deutschland ist zu einer Einparteiendiktatur verkommen

Es ist egal, was du wählst, ob SPD, LINKE, GRÜNE, FDP oder AfD, du bekommst auf jeden Fall einen CDU-Kanzler. Da die CDU keine eigenen politischen Standpunkte mehr vertritt und mit allen Parteien von links nach rechts koalieren würde, um irgendwie an der Macht zu bleiben, lässt sie sich auf demokratischen Weg nicht mehr absetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
whitemouse 23.01.2019, 06:05
78. Gewählt

In die Regierung kam die SPD wegen Außenpolitik (Brandt) oder Wirtschaftspolitik (Schmidt). Insbesondere aussen- und sicherheitspolitisch hat die SPD aber seit langem nichts zu bieten. Schröder/Fischer haben die unsinnigen Auslandseinsätze begonnen. Und die unsinnigen Russland-Sanktionen macht die SPD auch bis heute mit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unaufgeregter 23.01.2019, 06:34
79. Wenn das der Willy sehen könnte....

Die SPD hat seit Einführung von HartzIV ihre eigene Kernkompetenz aufgegeben. Es war das Soziale. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich treuer SPD-Wähler. Heute erkenne ich diese Partei nicht wieder.
Die SPD ist für mich die CDU-light geworden. Darum ist es auch so schön kuschelig in der Mitte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 13