Forum: Politik
SPON-Umfrage: Große Vorbehalte gegen möglichen SPD-Chef Kühnert
Jens Schlueter/ Getty Images

Kann Kevin Kühnert SPD-Chef? Selbst bei den eigenen Anhängern gibt es laut einer SPON-Umfrage große Bedenken gegen den Juso-Vorsitzenden. In der Sonntagsfrage fallen die Sozialdemokraten weiter zurück.

Seite 22 von 28
Little_Nemo 11.06.2019, 17:49
210. WAs erkühnt sich Kühnert?

Gut, man könnte jetzt natürlich fragen, ob es in der SPD denn außer Kühnert noch jemanden gibt der die SPD wirklich erneuern will und es auch könnte. Und wenn man auf Nummer sicher gehen und ihn erstmal noch zehn Jahre reifen lassen will, wäre auch noch die Frage von Interesse, in welcher Partei sich Kühnert denn dann bewähren soll, denn ob es die SPD dann noch geben wird erscheint angesichts der Entwicklungen der letzten Jahre fraglich. Komische Sache, eigentlich herrscht weitestgehend Eingkeit darüber, dass die SPD eine erstarrte und verkrustete, orientierungslose Parteileiche ist, die dringendst einen Reboot nötig hätte. Nur in der SPD selbst hat man das noch nicht kapiert und glaubt sich nach wie vor mit folgenlosen Erneuerungsbekundungen in Endlosschleife aus der Affäre ziehen zu können. Nun gibt es da einen, der wirklich neue und sozialdemokratische Ideen hat, und die schlagendsten Argumente gegen ihn sind sein sündhaft junges Alter von dreißig (!!!) Jahren und sein Vorname. Ja, es ist wahrlich nicht einfach mit Sachthemen zu den Wählern durchzudringen. Selbst wenn man wollte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keine-#-ahnung 11.06.2019, 17:50
211. "Die "Jungen" mögen zwar vieles richtig einordnen ...

Zitat von Havel Pavel
Die "Jungen" mögen zwar vieles richtig einordnen, können ihre Ziele aber nicht offen nennen, weil sie dann von der Mehrheit sofort harsch angegriffen und niedergemacht würden. Jeder von denen hat Angst davor morgen nicht mehr mit einem dicken SUV herumfahren zu können oder seinen überborderten Fleischkonsum einschränken zu müssen, nicht mehr endlos Müll zu produzieren dürfen, usw. Aber gerade dies sind halt die Hauptprobleme für die Lösungen gefunden werden müssen, wenn wir nicht im Abgrund landen wollen. Viele Jüngere scheinen dies offenbar erkannt zu haben, Friday for future" lässt grüssen! Ob aber alle die an den Protesten teilnehmen den gesamten Umfang der notwendigen Massnahmen überblicken sei mal dahingestellt. Zumindest finden aber die allermeisten Wissenschaftler es gut und richtig, das die Jungendlichen von der Politik endlich wirksame Lösungen fordert und dies weltweit! Auch weiss jeder der Wissenschaftler, dass mehr Umweltschutz auch sehr oft nur durch Verzicht oder zumindest Einschränkungen erreichbar sein wird und nicht ausschliesslich durch neue Techniken ein "weiter wie bisher" möglich ist.
... können ihre Ziele aber nicht offen nennen, weil sie dann von der Mehrheit sofort harsch angegriffen und niedergemacht würden."

Ob die "Jungen" vieles richtig einordnen können, sei einmal dahingestellt.
Das in einer demokratischen Staatsform aber Mehrheiten politische Entscheidungen treffen (resp. deren politische Repräsentanten) ist doch eher eine Binse?
Und dann muss man solche politischen Entscheidungen auch akzeptieren, wenn sie einem nicht in den Kram passen ... it's life.

Oder wollen Sie nur Weisse entscheiden lassen? Oder nur Farbige? Alte? Junge?

Gesellschaftliches Zusammenhalten geht nur mittels Kompromiss - und die Teile sind halt von Natur aus nicht immer die Schönsten auf dieser Erdscheibe ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k70-ingo 11.06.2019, 17:52
212.

Zitat von almeo
So lange es Menschen gibt, die sich seine Aussagen nicht näher ansehen, sondern das nachplappern, was die BILD dazu schreibt (kleiner Hinweis: Kühnert hat NIE von verstaatlichen gesprochen!), vermutlich nicht. Schade eigentlich. Die Frage, ob Arbeitnehmer nicht mehr von der Arbeit hätten, wären sie genossenschaftlich organisiert, ist eigentlich eine wichtige im heißlaufenden Turbokapitalismus... Sonst leben wir bald alle in einer Gesellschaft Marke "Shadowrun"...
Doch, hat er. Er hat es später auch noch ausdrücklich bekräftigt.
Oder wollen Sie jetzt eine Grundsatzdiskussion über die Begriffe Verstaatlichung und Vergesellschaftung vom Zaum brechen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GP1 11.06.2019, 17:53
213. Man muß nicht unbedingt

von Lügenmedien oder fake news reden, aber die Sache mit Kevin Kühnert ist ein Lehrstück wie Medien funktionieren. Da wird ein Artikel in die Welt gesetzt, mit dem Inhalt, das Hr.Kühnert SPD Vorsitzender werden soll. Bin mir sicher, das jeder Erwachsene mit etwas Verstand und einem Sinn für Verantwortung und Machbarkeit, dies zumindest zum heutigen Zeitpunkt für dumm und falsch hält, auch zum Zeitpunkt des Artikels. Das gilt wohl für SPD Mitglieder als auch für Nichtmitglieder. Aber das spielte keine Rolle, erst mal einen entsprechenden Titel raushauen. Dann in einem zweiten anderen Artikel stolz berichten, das lt. einer "Spiegel Umfrage" doch nur eine Minderheit Kevin an der SPD Spitze haben will. Ob man damit dem Herrn Kühnert was gutes tut, bleibt mal dahingestellt. Auf jeden Fall hab ich von gutem und verantwortungsvollen Journalismus eine andere Vorstellung. Aber letztendlich sind die Medien auch nichts anderes als Wirtschaftsunternehmen, für die der Gewinn im Vordergrund steht. Das sollte der Leser / die Leserin beim Lesen solcher Artikel immer im HInterkopf haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lenslarque 11.06.2019, 17:54
214. Der Zustand

der SPD ist im Moment so, daß auch der/die nächsten Vorsitzenden "verbrannt" werden. Jeder, der in der SPD noch was werden will und bei klarem Verstand ist, wird die Finger vom Vorsitz lassen. Ich nehme mal an, das weiß Kühnert auch. Das derzeitige Triumfeminat/-virat hat das schon begriffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cosmos 11.06.2019, 17:55
215. Klingbeil völlig ungeeignet

Zitat von Watschn
Als sich wie ein Hühnerhaufen gleich auf Kühnert zu stürzen. Wie im Leben ist der normale Werdegang...Step by Step...Und das ist normalerweise auch in der Politik so. (Ausser man ist ein echtes Kaliber u. Überflieger wie vielleicht Winston Churchill, Willy Brandt, oder Deng Xiaoping...) Klingbeil hat sich gut eingefügt, u. ist/war zum Glück (für die Partei) nicht unter den schwer verdaulichen SPD-Quer-Seeheimern wie Kahrs, Schulz, Oppermann oder Nahles zu verorten. Für Kevin Kühnert wäre der Parteisitz bestimmt ein wenig zu früh, evtl. in 5 Jahren könnte es soweit sein (dann kennt er bestimmt die Partei In- und Auswendig, u. keiner kann ihm dann noch etwas vormachen). Bis dahin wäre er als Generalsekretär - als Nachfolger von Klingbeil auf der SPD-Aufstiegsleiter...Top on place....
Lars Klingbeil wäre für den SPD-Parteivorsitz völlig ungeeignet.
Als Generalsekretär und erster Assistent von Nahles hat er den Niedergang der SPD genauso mitzuverantworten und hätte zusammen mit seiner Chefin zurücktreten müssen. Er hat seine Chefin weder unterstützen können, noch den Rücken stärken können.
Politisch lommen von ihm NULL Impulse oder Ideen, nur dieses belanglose alte SPD-Kauderwelsch.
Weiter hat Klingbeil in jungen Jahren eng für Schröder gearbeitet und gehört heute dem konservativen Seeheimer-Kreis an.
So einer wird die Partei nur weiter nach unten fahren, aber bitte schön.
Die SPD wird und sollte in den nächsten 10 Jahren keiner Regierung aangehören, sie waren jetzt lange genug in der Regierung. Ausserhalb der Regierung haben sie dann Zeit, sich zu erneuern, und können es mit jungen Leuten wie Kühnert versuchen, auch wenn oder gerade weil er mit neuen Impulsen kommt.
Schlechter als Klingbeil oder anderen wie Heil oder Scholz ( mehr hat die SPD ja momentan nicht ) kann er nicht sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Flinger 11.06.2019, 17:55
216. Selbst ins Bein geschossen

Im April dachte ich noch, der ist für einen Coup fähig: gewitzt, eloquent, vorausdenkend, mutig. Nach seinen Marxismus-Platitüden ist aber klar, dass er nicht in der Lage sein wird, in der Mitte zu punkten und damit neue Mehrheiten im Bundestag zu organisieren. Da hat er sich selbst ins Bein geschossen. Wiedervorlage evt. in zehn Jahren, da hat der Oppermann schon recht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Einer12345 11.06.2019, 18:04
217. Eine große Klappe...

Er hat eine große Klappe, das ja. Aber eine große Klappe hatte auch Andrea Nahles - das wurde ihr zum Verhängnis. Die SPD tut sich nichts gutes damit, wenn sie ihn an die Spitze holt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bastian__ 11.06.2019, 18:06
218. das Problem der SPD sind die Stammwähler

Das eigentliche Problem der SPD sind ihre Stammwähler. Das sind die Wähler, denen die SPD androhen könnte, diese Wähler nach der Wahl in den Ar... zu treten (so ganz tief), die dann trotzdem die SPD wähle und keine ander Partei wählen können. - Diese Stammwähler sind das Problem der SPD - Denn sonst hätte die SPD schon jetzt gemerkt das die 5% Hürde ein "Wink mit dem Zaunpfahl" für eine Erneuerung ist. --> die SPD soll sich auf ihre Grundwert besinnen, eine für Arbeiter und Angestellte soziale Politik vertreten, mit dem richtigen Gespür für die Wirtschaft. Sich mal von der Lobby trenne und in sich gehen, wie hätten die "Großen Sozialdemokraten" in dieser Situation gehandelt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer-rau 11.06.2019, 18:06
219. Weier so???

Erdöl wird niemals knapp, die Meere haben unendlich viel Platz für Müll, Trump wird niiee Präsident, die Briten treten niiee aus, jeder LKW hat abends einen Parkplatz, alle haben weltweit genug zu essen...
Jetzt merken langsam immer mehr, dass sich einiges radikal ändern muss. Wenn alle die Angst um ihr Ryanairticket und ihr Billigschnitzel einmal verloren haben sollten, gibt's mit NEUEN Ideen und Lebensweisen vielleicht eine Chance. Leute wie Herr Kühnert sind unbezahlbar, Lindner, Altmeier, Klöckner, Amthor usw. werden den Schuss nie hören, weil Lobbyistenohren nur das Rascheln von Kontoauszügen hören können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 22 von 28