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SPON-Umfrage: Große Vorbehalte gegen möglichen SPD-Chef Kühnert
Jens Schlueter/ Getty Images

Kann Kevin Kühnert SPD-Chef? Selbst bei den eigenen Anhängern gibt es laut einer SPON-Umfrage große Bedenken gegen den Juso-Vorsitzenden. In der Sonntagsfrage fallen die Sozialdemokraten weiter zurück.

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Hamberliner 11.06.2019, 18:25
230. Re: Wäre prima wenn er es machen würde,

Zitat von naja_
Die hier abledern sind garantiert allesamt CDU/CSU Wähler.
Das ist nicht nur gelogen, das ist übelriechende Nachrede [tm]. Ich hab erklärt, warum Kühnerts Mietwohnungsverbot / Wohneigentumspflicht finanzschwache Arbeitnehmer daran hindert, ihre berufliche Existenz durch entsprechende Umzüge zu sichern und weiterzuentwickeln und ggf. sogar trotz freier Stellen direkt nach Ausbildung oder Studium in die (Massen-)Arbeitslosigkeit zwingt. Seit wann wird man durch ein Plädoyer für Arbeitnehmer zum CDU/CSU-Wähler?

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günter1934 11.06.2019, 18:26
231.

Zitat von lenslarque
der SPD ist im Moment so, daß auch der/die nächsten Vorsitzenden "verbrannt" werden. Jeder, der in der SPD noch was werden will und bei klarem Verstand ist, wird die Finger vom Vorsitz lassen. Ich nehme mal an, das weiß Kühnert auch. Das derzeitige Triumfeminat/-virat hat das schon begriffen.
Das ist nicht nur der Zustand der SPD, das ist der Zustand der Politik in Deutschland.
Die steckt in einem Dilemma, das Dreieck Energiewende, Migration, soziale Frage. Und dieser gordische Knoten ist nicht zu lösen, ohne dass man wie dunnemals zum Schwert greift und ihn durchhackt.
Entweder cancelt man die Energiewende oder man greift bei der Einwanderung knallhart durch oder man versucht, die nötigen finanziellen Mittel dadurch zu generieren, dass man à la Kevin enteignet und die reichen besteuert, bis es knirscht.
Deshalb drängt sich niemand dazu, in einer Partei den Vorsitz zu übernehmen.
Die einzigen, die das begriffen haben, ist die AfD.

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eiderstedt 11.06.2019, 18:35
232. Bachricht vom 2.11. 2018

Betreff:Bento im Spiegel Obline
Lieber Kevin Kühnert,

du scheinst ja guten Kontakt zur Presse zu haben. Die sind natürlich über jede Aufregung, die du der Partei zufügen kannst, erfreut.

Ich finde, du solltest dich mal etwas zurückhalten mit deinen öffentlichen Äußerungen, denn du bist es, der die Leute verunsichert und das Ergebnis der Wahlen der vergangenen Monate sind auch auf deine Aktionen zurückzuführen , vielleicht überschätze ich es – aber vielleicht überschätzt mach dich ja.



Du hast in den vergangenen Monaten nur eine Thema gehabt: raus aus der GroKo !

Ich habe von dir keinen konkreten Vorschlag gesehen, wie wir innerhalb der SPD agieren sollten, um unser öffentliches Bild der SPD zu verbessern – nein du möchtest den totalen Untergang der SPD – und dann – was dann?

Die Mehrheit hat für die GroKo gestimmt, nachkarten ist jetzt eigentlich nicht angesagt, sondern treibe die Parteifunktionäre mal dahin, gute Politik zu betreiben und darzustellen, anstatt immer dein „GroKo raus“ zu äußern, denn bei einer Wahl erhält die SPD 15 %, wenn überhaupt, ist das dein Bestreben – wenn ja – dann gehe zu den Grünen oder den Linken. Etwas Parteidisziplin ist angesagt, wenn du es nicht möchtest, dann verlasse die Partei, aber versuche sie nicht zu ruinieren- nicht nach dem Prinzip, wenn du eine Organisation bekämpfen willst, dann trete dieser Organisation bei!

Nochmals etwas sehr persönliches, vielleicht auch nicht ganz fair:

Ich habe deine Vita gelesen. Gemacht und vollbracht hast du eigentlich noch nichts oder? außer gegen die GroKo gestimmt, aber das Oder kann man sich sparen. Du leidest nach meinen rein persönlichen Einschätzungen entweder an Minderwertigkeitskomplexen oder an Größenwahn. Sorry – aber so ist dein Erscheinen.



Mit dennoch solidarischen Grüßen der SPD gegenüber



Mitglieds SPD AG 60+ Leipzig und Sachsen

Mitgliedsnummer 58544396

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spon_7302413 11.06.2019, 18:38
233. Zustimmung

Zitat von umweltfreak
Unabhaengig davon, dass ich Kevin Kuehnert fuer einen ausgezeichneten Politiker halte, der endlich wieder sozialdemokratische Inhalte vertritt und bereits jetzt das Zeug zum SPD-Vorsitzenden hat, halte ich das System Civey fuer manipulativ. Nachdem ich in der Vergangenheit bei der Sonntagsfrage regelmaessig fuer die Linke gestimmt hatte, ist es mir seit ein paar Monaten verwehrt, meine Stimme bei der Sonntagsfrage abzugeben. Nur da, alle anderen Fragen wie z.B. nach derm Internetanbieter etc. duerfte ich beantworten, nur die Sonntagsfrage nicht mehr. Die Linke hatte in den vergangenen Monaten immer Zustimmungswerte von 8-10%. Nun auf einmal vegetiert sie bei lediglich 7% herum. Zufall? Wohl kaum, wenn Abstimmungen unterdrueckt werden. Man koennte auch sagen, manipuliert werden, denn nichts anderes ist die Verweigerung einer Abstimmung fuer eine den Medien nicht genehme Partei.
Ich habe zwar nicht die genau gleichen Erfahrungen gemacht, stelle aber jedesmal wenn ich mich zum Mitmachen entschließe fest - weil vom Fach - dass die Fragestellungen bereits massiv manipulativ formuliert worden id und das meiner Erfahrung nach kein Zufall sein kann. Das werden Ergebnisse bewusst in gewünschte Richtungen manipuliert. Somit sind alle Ergebnisse im Grunde für die Tonne - einmal vorausgesetzt, dass die Daten eine "objektive" Lagebstimmung erlauben sollen. Doch davon ist nicht auszugehen. Dass Stimmabgaben gezielt unterdrückt werden um das vorgebliche Meinungsbild "zu gestalten" ist natürlich noch ein erheblich schwerwiegenderer Eingriff und alles andere als rechtschaffen - falls das kein singulärer technischer Ausrutscher sein sollte, der insgesamt nur marginale Auswirkungen hat. Doch ich habe, wie eingangs beschrieben, begründete objektive sachliche Zweifel an der Methode, somit ist auch das durchaus denkbar. Im Grunde ist es wie gehabt: glaube nur den Ergebnissen der Statistik, die du selbst manipuliert hast.

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HansSzymanski 11.06.2019, 18:38
234. Schaumschläger

Sicher unter Wehner, Brandt und Schmidt, gab es auch Genossen, die für die Verstaatlichung von Banken, Schwerindustrie und Raffinerien plädierten, trotzdem ging es aufwärts für die SPD, weil diese Leute dem Sklavendasein entfliehen wollten. Das ist 40 Jahre her. Der ganze Arbeitsmarkt hat sich gedreht und die SPD ist nicht mehr in Arbeiterhand.
Derzeit ist keiner da der den Vergleich mit den einstigen charismatischen Führern standhält und nicht jeder der laut Enteignung brüllt oder sich anderweitig nach vorne drängt ist prädestiniert eine Partei zu führen. Da gehört mehr zu. Es muss jemand an die Spitze der die Jusoschule hinter sich, die Hörner abgestossen hat. Er/sie muss Stärke zeigen, standhaft sein ,sozialdemokratisch denken und schon soweit gelebt, studiert und gearbeitet haben dass er die Sorgen und Nöte der Mitmenschen nicht nur vom Hörensagen kennt. Gerade an letzterem dürfe der liebe Kevin noch große Defizite aufweisen.

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magier 11.06.2019, 18:42
235.

Wer ernsthaft Hubertus Heil oder Stefan Weil als Vorsitzende vorschlägt, wie Oppermann, der hat wirklich den Knall noch nicht gehört. Begreifen die nicht, dass die SPD am Abgrund steht und nichts mehr zu verlieren hat? Es muss ein klares Zeichen der Änderung und klare Kante in inhaltlichen Positionen deutlich werden. 40 % werden sie nie mehr erreichen. Aber mit klaren glaubhaften linken Positionen kann man immer noch alte Wähler zurückgewinnen, wie die erste Reaktion auf die Nominierung von Schulz gezeigt hat (30%). Als ihn dann die Seeheimer wieder eingenordet hatten, fielen die Werte sofort. Mit Heil und Weil ist die SPD auf jeden Fall näher an der 5% Hürde als mit einem Kühnert, weil der klaren Kurs hält und keine Schlaftablette ist. Aber die rechten Genossen arbeiten schon kräftig weiter an ihrem Untergang, wie die Initiative von SPD-Totengräber Groschek in NRW zeigt. Einfach nur verrückt, diese Seeheimer!

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kolloq 11.06.2019, 18:44
236. Interessant

sind wiederkehrende Wortwahl und identische sprachliche Fehler in zahlreichen ablehnenden Beiträgen. Wer versucht denn da die Stimmung zu manipulieren?
Im Gegensatz zu manch verdächtig uniformem Geschreibe hier, ist Herr Kühnert auf den Regionalkonferenzen der SPD sehr gut aufgenommen und in seinen Forderungen unterstützt worden.

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Havel Pavel 11.06.2019, 18:45
237. Warum Problem?

Zitat von Bastian__
Das eigentliche Problem der SPD sind ihre Stammwähler. Das sind die Wähler, denen die SPD androhen könnte, diese Wähler nach der Wahl in den Ar... zu treten (so ganz tief), die dann trotzdem die SPD wähle und keine ander Partei wählen können. - Diese Stammwähler sind das Problem der SPD - Denn sonst hätte die SPD schon jetzt gemerkt das die 5% Hürde ein "Wink mit dem Zaunpfahl" für eine Erneuerung ist. --> die SPD soll sich auf ihre Grundwert besinnen, eine für Arbeiter und Angestellte soziale Politik vertreten, mit dem richtigen Gespür für die Wirtschaft. Sich mal von der Lobby trenne und in sich gehen, wie hätten die "Großen Sozialdemokraten" in dieser Situation gehandelt?
Wie kommen Sie darauf, dass die Stammwähler- erinnert mich irgendwie immer an Stammtisch- ein Problem für die SPD darstellen sollen? Sie sind wohl eher die Überlebensgarantie für diese Partei, obwohl unter denen wohl auch immer mehr als Wähler entfallen und sei es aus biologischen Gründen. Neuwähler die sich für die SPD entscheiden dürfte es ja wohl kaum in nennenswerter Zahl geben, da diese angeblich doch meist die Grünen favorisieren, weil sie dort hoffen und womöglich auch glauben am ehesten Gehör zu finden. Die SPD hat sich in ihrer eigenen Ideologie verheddert und dadurch ist es fast unmöglich geworden ein für den "normalen" Arbeitnehmer ausgerichtete Politik zu betreiben. Wohnraumknappheit und damit Verteuerung, Lohndumping, Sozialabbau, usw. sind alles Faktoren die die SPD massgeblich durch ihre politischen Forderungen entschieden mit gefördert hat. Und man glaubt nun allen Ernstes hier mit Mindestlohn und sozialen Almosen wirksam gegensteuen zu können. Wenn innerhalb kürzester Zeit Millionen neuer Bewohner und damit auch vielfach Arbeitskräfte ins Land strömen ergeben sich die gegenwärtig anliegenden Probleme von ganz alleine, hier hätte man eingentlich von Politikern erwarten können, dass sie dies voraussehen und rechtzeitig die geeigneten Gegenmassnahmen treffen und nicht erst damit anfangen wenn das Kind bereits im Brunnen liegt. Auch im Elfenbeinturm sollte man soviel von der Lebenswirklichkeit mitbekommen. Es gab mal Zeiten da haben sich selbst unter SPD Regierungen die Bedingungen für "normale" Arbeitnehmer kontinuierlich in jeder Hinsicht verbessert, mittlerweile hat sich dies in vielen Bereichen ins Gegenteil umgekehrt und das merken die meisten Wähler natürlich. Natürlich gibt es auch viele Profiteure von der gegenwärtigen Situation und sei es es der Hausbesitzer der sich darüber freut, dass sein Häuschen im Wert enorm gestiegen ist, was ihm aber herzlich wenig nutzt solange er darin wohnt und es nicht veräussern möchte. Ja es könnte sogar mal zu seinem Nachteil gelangen, wenn die Forderer einer Vermögensteuer sich durchsetzen sollten. Dann müssen im Rahmen der Gleichstellung alle Vermögenswerte gleichermassen besteuert werden, wie aus einen Grundsatzurteil hervorgeht. Da in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern die Mehrheit wohl zur Miete wohnt ist es gar nicht mal so abwegig, dass eine Vermögensteuer auf den Weg gebracht werden könnte.

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a.knieling 11.06.2019, 18:48
238. SPD-Führungsproblem

Wie viele Vorsitzende die SPD in den letzten Jahren verschlissen hat, lässt sich kaum noch beziffern. Schulz hat sich ins politische Aus monöveriert, Nahles ist wegen ihrer Unfähigkeit zurückgetreten und scholz will auch nicht das Ruder übernehmen. Da es kaum noch Anwärter gibt, stellt sich die Frage, warum die von der geistigen Pest erkrankten Leute vom Seeheimer Kreis einen der letzten Hoffnungsträger demontieren, bevor er überhaupt sich zur Wahl gestellt hat, mehr noch: bevor er überhaupt gewählt wurde.
Zu tun hatte ein Kühnert mehr als genug: Er müsste die SPD vom Schröder-Effekt entgiften und die Partei wieder wählbar machen. Schon diese Aufgabe kann Kühnert nur erfolgreich meistern, wenn er starke Verbündete hat. Er muss vor allem die Frage der sozialen Gerechtigkeit stellen, indem er den Verrat an die Arbeiter durch Schröders Agenda 2010 aufhebt und das Ungleichgewicht zwischen den Einkommen der Dax-Vorstandsmitgliedern und einer Putzfrau anspricht. Dafür muss der Mindestlohn angehoben werden - keine Frage - aber flankiert durch die Anpassung der Steuertarife. Und schließlich hätte die (neue) SPD genug zu tun, die alten Stammwähler wieder für sich zu gewinnen. Mit der GroKo segnet sie ja nur den Willen der CDU ab, setzt keine eigene Schwerpunkte, und scheucht (gemessen an den letzten Umfragen) die letzten Wahlwilligen noch zur AfD.
Sie SPD hat keine Zeit mehr für die dummen Spiele des bzw ihres konservativen Flügels. Sie muss handeln bevor sie in Sachsen an der 5%-Hürde scheitert.

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Hamberliner 11.06.2019, 18:54
239. Re: Ein SPD-Chef, der Mietwohnungen verbieten will?

Zitat von spon_7302413
... um so wenig von dem verstanden zu haben, worum es im Kern geht? Man muss nicht gut finden, dass jemand meint, der urbane Wohnraum gehöre nicht in die Hände von Spekulanten. Man muss auch nicht den Gedanken teilen, dass sich niemand an der Verknappung eines lebensnotwendigen knappen Gutes auf Kosten der davon Abhängigen überproportional bereichern können soll. Man muss auch nicht der Haltung zustimmen, dass Firmen nicht zum alleinigen Daseinszweck die Spekulation mit Wohnraum betreiben und die Verteuerung der Anlagegüter im Sinn haben dürfen. Es muss auch niemanden scheren, dass es Menschen gibt, die zwar in der Stadt arbeiten sollen, um die Infrastruktur am Laufen zu halten, dort selbst aber nicht in absehbarer Zeit nicht mehr wohnen können, weil zu teuer und selbst kein ausreichendes Kapital, um selbst Besitzer werden zu können. Darüber nicht nachzudenken und es auch nicht ändern wollen, wenn es schon Misstände gibt, ist jedes Menschen gutes Recht. Dann aber bitte auch nicht darüber beschweren, wenn ab einem absehbaren Punkt die urbane Versorgung zu wünschen übrig lässt, und keine erschwinglichen Wohnungen in den Stadtlagen mehr zu finden sind, die von Polizisten, Krankenpflegern, Feuerwehrleuten, Krankenhauspersonal, Stadtreinigern, Beschäftigten im Handel, den Verwaltungsangestellten und so weiter bezahlt werden können... und das Pendeln zu teuer geworden ist, um aus dem Umland in die Stadt zum Arbeiten zu fahren. Wer die Kausalitäten und Schlussfolgerungen für das proaktive Handeln nicht zusammen bekommt und nachvollziehen kann, müsste auch folgerichtig die Klappe halten, wenn es darum geht, die Suppe der Summe der normativen Kraft des Faktischen tapfer auszulöffeln. In einer gerechten Welt gäbe es in der folgenden Hölle der Realität für Zuwiderhandlungen den Dreizack ohne Spucke...
Danke für das ausführliche Elaborat, aber das ändert rein gar nichts daran, dass Kühnert Mietwohnungen verbieten statt bezahlbar halten will. Jede Mietwohnung gehört irgendwem, der nicht drin wohnt, jede. Auch staatliche oder städtische, und auch beliebig preisgünstige und bezuschusste, auch solche, deren Miete irgendein Amt bezahlt. Also ist Kühnerts Verbot, Wohnungen zu besitzen ohne drin zu wohnen, ein Verbot von Mietwohnraum, ein Verbot, Arbeitnehmern, die kein Geld für Eigentum haben, durch Überlassung von Wohnraum den Umzug zu einer neuen Stelle zu ermöglichen. Was ist daran so schwer zu begreifen?

Man beachte auch die SPIEGEL-Kolumne von Michael Sauga.

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