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SPON-Umfrage: Union und SPD drohen Verluste bei der Europawahl
CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX

CDU und CSU liegen kurz vor der Europawahl zwar in Führung. Aber wie die SPD muss auch die Union laut einer SPON-Umfrage mit Verlusten rechnen. Einen Rücktritt von Kanzlerin Merkel lehnt eine Mehrheit ab.

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schumann.s.markus 22.05.2019, 18:02
50. Was ist der Unterschied zwischen A, NL und D?

A: Politiker besäuft sich, schwätzt Unsinn, um einer Blondine zu gefallen - Rücktritt Strache.
NL: Politiker lässt relevante Details zu Asylkriminalität weg - Rücktritt Harbers.

D: Politikerin veruntreut Geld in großem Stil - KEIN Rücktritt von der Leyen/CDU.
D: Politikerin plagiiert und gibt Autobio als Dissertation aus - KEIN Rücktritt Giffey/SPD.
D: Na, und über Merkels fortgesetzte Rechtsbrüche werden die Historiker den Stab brechen - auch hier KEIN Rücktritt/CDU.

Wer wählt so 'was noch? Immer weniger ;-) bzw. Immer noch zu viele :-(o

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Peletua 22.05.2019, 18:09
51. Von Drohungen umzingelt

Ergebnisse wie erwartet.
Noch etwas: Ist den geschätzten SpOn-Redakteuren eigentlich schon mal der aktuell hochgradig inflationäre Gebrauch des Wortes 'drohen' in ihrem Medium aufgefallen? Egal um was es geht: Ständig 'droht' irgendwem irgendwas. Dem Attentäter von Christchurch 'droht' in einem kürzlich erschienenen Artikel lebenslange Haft (als gebe es bei 51 selbst dokumentierten vollendeten und 40 versuchten Morden auch nur die geringste Chance, mit 3 bis 5 Jährchen hinter Gittern davonzukommen). Dem österreichischen Bundeskanzler 'droht' der Amts-, den großen deutschen Parteien bei der Europawahl der Stimmenverlust.

Wem sonst noch irgendwas 'droht', habe ich im Einzelnen gerade nicht präsent, aber man wird nicht lange im Archiv herumsuchen müssen, um die jüngsten 'Bedrohungen' aufzuspüren.

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boidsen 22.05.2019, 18:09
52. Die Frage...

Zitat von make_tux_great_again
Irgendwie unterschlägt man uns ständig die umgekehrten Zahlen und zieht meiner Ansicht nach die falschen Schlüsse. Wenn 59% für Merkels Fortführung sind, sind immerhin 41% dagegen. Zuzüglich derer aus den 59% die lediglich mangels Alternativen so abstimmen. Ich finde das schon sehr dünn. Außerdem sehe ich zwar viel Protest bei den AfD Wählern (wo man sich mal damit beschäftigen sollte woher dieser Protest seine Ursprünge hat) aber ich sehe auch noch sehr viel mehr Potential nach oben bei denen die Die AfD gerne wählen würden, dies aber nicht tun weil, "das macht man ja nicht". Die AfD hält an Höcke und Co fest weil dieser vermeintlich stimmen bringt. Die Frage ist aber, wie viele würden sich zusätzlich trauen die AfD zu wählen wäre Höcke NICHT länger in der AfD?
... beantworte ich gerne: Es würden nicht MEHR, sondern WENIGER Menschen die AfD wählen.
Was bliebe denn übrig von einer AfD ohne ihren rechten Flügel?
Eine extrem marktliberale Partei? Dafür ist die F.D.P. da.
Eine Partei für gerade noch so demokratische Ultrakonservative? Die finden sich in der Union immer noch sehr gut aufgehoben.
Eine reine Protestpartei? Dafür steht "Die Partei".
Nein - der Erfolg der AfD beruht eben gerade NICHT darauf, eine Alternative für Wähler zu sein, die mit den etablierten Parteien unzufrieden sind, sondern vielmehr darauf, eine Partei für Menschen mit mehr oder weniger geschlossenem rechten Weltbild darzustellen, die man gerade noch so wählen und zu der man sich gerade noch öffentlich bekennen kann, ohne sich dadurch selbst in die rechte Schmuddelecke zu stellen!

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duerrmi 22.05.2019, 18:18
53. Danke für diesen Beitrag!

Zitat von Niteftef
wird nie etwas besser werden. Stoppt die CDU!
Aha, Danke für diesen fundierten Beitrag. Welche Partei empfehlen Sie, die alles besser macht? Bin für jeden Insider-Tipp dankbar. Und nein - ich bin kein CDU-Wähler.

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nici_d 22.05.2019, 18:23
54. Wahlbeeinflussung

Diese ständigen Wahlumfragen und der darauf aufsetzende Alarmismus ist Wahlbeeinflussung. Wem sollen denn solche Informationen nutzen? Einen Wähler, der einen Denkzettel verpassen will, umstimmen? Eine Wählerin, die meint, ihre Stimme an eine Partei, die aufgrund der Prognose wenig Chancen hat, nicht zu wählen?

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duerrmi 22.05.2019, 18:24
55. Wahl-o-mat ist Chance für kleine Parteien

Zitat von kommentator24de
Das Verbot des Wahl-o-mat ist richtig, überfällig und absolut korrekt. Denn wer mal verschiedene Optionen durchspielt, wird verwundert sein wie schlecht die "etablierten" abschneiden. Außerdem gibt es keine 5% Hürde bei der Europaratswahl. Man "muss" also nicht Manfred Weber wählen. Außerdem steht der EU ein D-Präsident sehr sehr schlecht.
Ich sehe es eher komplett anders herum - ziumindest für meinen Teil: Erst durch den Wahl-o-mat habe ich eine Komplettüberblick über die zur Wahl stehenden Parteien bekommen und habe mich damit auch so erst mit den Themen der kleineren Parteinen auseinandergesetzt. Klar, hätte ich diesen Überblick auch anders bekommen könnne - so wurde ich aber regelrecht darauf gestoßen.

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zzipfel 22.05.2019, 18:30
56. Nein: Es ist diskriminierend, weil dadurch kleine Parteien schlechtere

Zitat von hman2
Im Wahl-O-Mat SIND alle Parteien. Es werden nur 8 Ergebnisse ausgespuckt, aber die kann man frei auswählen. Klar, die Beschränkung kann man kritisieren. Aber nur als unsinnig, nicht als diskriminierend.
Chancen haben. Und es ist doch absoluter Humbug, daß die Veranstalter des Wahlomat (die sattsam bekannte steuerfinanzierte und von Leuten der großen Parteien bestückte "Zentrale zur poltischen Aufklärung") behaupten, es sei "technisch nicht anders möglich, als die Auswahl auf 8 Parteien zu begrenzen". Das ist einfach mal frech gelogen von den "Aufklärern".

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stiller-denker 22.05.2019, 18:38
57. 11,1 Prozent "Sonstige" - Wer ist das?

Da es keine Sperrklausel gibt, verbergen sich dahinter ja Parteien, die bisher und auch demnächst wieder Sitze im EU-Parlament haben. Warum werden diese nicht wenigstens aufgelistet?

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waldschrat_72 22.05.2019, 18:39
58. Frau Merkel muss unbedingt weitermachen.

Am besten noch über die jetzige Legislatur hinaus. Damit AKK am Prinz-Charles-Syndrom zu leiden beginnt und sich in der Warteschleife aus lauter Verzweiflung dem ökologischen Landbau verschreibt. Und die CDU auch unter 15% gefallen ist.

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radbodserbe 22.05.2019, 18:39
59. Gott sei Dank "nur" 12,3 % für "ich bin ja kein AfD-Wähler, aber..."

Klar ist dieser Stimmenanteil für die Rechten immer noch viel zu hoch.
Würde mich mal interessieren, welche bei der CDU vermissten "konservativen" Werte das sind, die angebliche "bürgerliche" Wähler dazu bewegen, aus "Protest zur AfD wechseln".
Die AfD wird wohl wegen Höcke und anderer Rechtsaussen in der AfD gewählt und nicht trotz.
Daher haben auch Skandale wie in Österreich oder in der eigenen Partei auf deren Wählerschaft keinen großen Einfluss, denn man wählt halt rechts und jetzt erst recht rechts und noch viel weiter rechts, weil man halt rechts wählt.
Straches "Geschäftsverhandlungen" sind wohl auf wesentlich mehr Zustimmung bei der AfD gestossen, als man offiziell zuggeben will.
Eine Auseinandersetzung mit Sachfragen ist da eher störend und könnte schlimmstenfalls zum Nachdenken führen.
Deshalb investiert man lieber mehr Zeit und Geld, um über Trolle im Internet den "Willen des Volkes" zu suggerieren, als eine inhaltliche Alternative bilden zu wollen.

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