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SPON-Umfrage zur Bayern-Wahl: CSU rutscht weiter ab
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Kurz vor der Landtagswahl in Bayern steckt die CSU im Tief: Laut einer Umfrage für SPIEGEL ONLINE können die Christsozialen ihren Abwärtstrend nicht stoppen. Die Grünen dagegen legen weiter zu.

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Berti86 11.10.2018, 10:20
110.

Zitat von Pickle__Rick
Vor 50 Jahren wurde Bayern als Nehmerland im LFA noch von anderen Bundesländern finanziell unterstützt. Ihre Behauptung stimmt also schon allein im Hinblick auf die Wirtschaft nicht.
Genau, daran sieht man mal was die CSU aus Bayern gemacht hat! Vom Agrarland zum Wirtschaftsstandort Nr. 1
Andere Bundesländer hatten gleiche oder sogar bessere Vorzeichen und haben über die Jahrzehnte nix daraus gemacht.

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touri 11.10.2018, 10:20
111.

Zitat von mostly_harmless
Ich vermute, dass dieses Mal die bürgerliche Mitte der CSU einen Denkzettel verpassen will (und wird). Wenn eine Partei ausschliesslich dem rechten Rand hinterherhechelt, wirds irgendwann dem geduldigsten Mensch zu braun ... ehm ... bunt.
Das Problem der CSU ist, das die AfD eine neue Front aufgemacht hat, rechts der CSU, die sich zu Teilen mit dieser überlappt und damit viele Prozente kosten. Die 10-15 % AfD Wähler dürfte ja vorher größtenteils CSU gewählt haben. Das Problem der CSU ist daher nicht die Stärke der Grünen sondern die Existenz der AfD, denn da wandern sehr viel mehr Stimmen hin als zu den Grünen.

Wenn man sich die Stimmverteilung in Bayern nach Umfragen insgesamt anschaut, dann ist es nicht die Linke Seite die stärker geworden ist sondern die Konservative/Rechte.

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Siebengestirn 11.10.2018, 10:21
112. Der Artikel stützt sich auf eine aktuelle Erhebung

Zitat von Thilo_Knows
Jeder weiß, dass der Spiegel und die CSU keine Freunde sind. Die Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit. Was hier in den letzten Wochen aber an tendenziöser Berichterstattung läuft, ist m.E. unwürdig für die eigenen Ansprüche des Spiegel und die Leseransprüche an ein vermeintliches Qualitätsmedium. Täglich neue Jubelartikel über die bayrischen Grünen und ihre Spitzenkandidatin. Das Verhältnis Seehofer/Söder wird ohne echte Neuigkeiten immer wieder thematisiert. Ebenso die schlechten Umfragewerte der CSU. Die Krönung ist aber die Bento-Befragung, die CSU und AfD unverhohlen auf eine Stufe stellt. Sorry Leute, das geht zu weit. Wie soll der Leser Euch noch vertrauen, wenn die Präferenzen der Redaktion derart deutlich zu Tage treten? Das ist kein Journalimus. Das ist aktive Wahlkampfhilfe.
von Civey. Wie schon die meisten vorangegangenen Artikel zur Vorwahlsituation in Bayern. Dass Ihnen dieses nicht gefällt, ist offensichtlich. Warum das aber gegen die Objektivität der Berichterstattung verstoßen soll, ist nicht ersichtlich.

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SubjektiverRealist 11.10.2018, 10:22
113. Servus CSU

Also mich hat die CSU spätestens mit der Wiederbelebung der Losung: "Rechts von der CSU ist kein Platz" verloren. In meinen Augen hat sich die CSU Spitze da einfach verspekuliert. Leute, welche die bisherige Asyl/Migrationspolitik ein Dorn im Auge ist, wählen lieber die AFD. Anderen wie mir ist der Rechtsruck der CSU ein Graus. Es ist schon wirklich traurig, dass sich eine Volkspartei wie die CSU von einer kleinen Partei wie der AFD herum treiben lässt.

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schnackluure 11.10.2018, 10:22
114. Lieber Herr Scheer...

.. und so bekommen Sie dann indirekt vielleicht doch noch die gewünschten 30-x Prozent.
Auch wenn Sie dabei die Autolobby im Blick hatten...
Verheerend, welches Bild die CSU in den letzten Monaten abgibt. Schön, dass sich der Wähler offenbar nicht verschaukeln lässt.
Ich freue mich, am Sonntag mein Kreuz NICHT bei der CSU zu machen.

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rdiess 11.10.2018, 10:25
115. Abwarten

Ich tue mich schwer damit, die Umfrageergebnisse als Vorschau auf das Wahlergebnis zu sehen. Der gemeine Bayer bekennt sich nicht öffentlich zur "C"SU, er wählt sie einfach. Ich wohne in einer vernachlässigten Gegend, wo diese Partei für ewiges Nichtstun regelmäßig 60% einfährt. Allerdings findet man in der Woche nach der Wahl kaum jemanden, der im Gespräch zugibt, daran beteiligt zu sein.

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mostly_harmless 11.10.2018, 10:27
116.

Zitat von Berti86
Das liegt wohl ehr an der generellen konjunkturellen Entwicklung. Da konnten selbst die Grünen nix vermasseln :-) Im Ernst: Wirtschaftliche Lage und Arbeitslosigkeit hängen sehr stark von der konjunkturellen Lage und der Bundespolitik ab und sind zumindest kurzfristig (und damit meine ich durchaus ein paar Jahre) durch eine Landesregierung nicht signifikant zu verbessern oder zu verschlechtern. Aber schauen Sie sich doch mal die Bildungspolitik an. Die Leistungen der Schüler in BW sind in den letzten Jahren im Ländervergleich deutlich gesunken. Darauf hat die Politik einen sehr starken Einfluss!
Jaja, klar. Gestern hatte ich hier noch eine Diskussion, in der mir ein Forist die 100%ige Verantwortlichkeit der CSU für den Wohlstand Bayerns klarmachen wollte. Und heute haben die Grünen mit der Entwicklung in Bawü nicht das Geringste zu tun. Passt schon :-)
Und was die Bildungspolitik angeht: Da steht Bawü beim Bildungsmonitor auf Platz 4

https://www.insm-bildungsmonitor.de/

Und das Abrutschen von Neuntklässlern aus Bawü

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/bildung-in-deutschland-der-norden-holt-auf-baden-wuerttemberg-schmiert-ab-a-1118576.html

den Grünen in die Schuhe zu schieben ist wohl eher als Witz aufzufassen.

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carlitom 11.10.2018, 10:32
117.

Zitat von nnn00nnn
Mit den kruden Umfragen ist das so eine Sache. Die Bayern und grün wählen, da muss ich laut lachen.
Vielleicht sehen Sie das falsch. "DIE" Bayern gibt es ja so heute auch nicht mehr. In dem Bundesland floriert die Wirtschaft, was automatisch bedeutet, dass Menschen aus allen anderen Bundesländern dorthinstreben, um dort zu arbeiten. Das sind alles keine gebürtigen Bayern. Und warum sollten nicht zumindest die grün wählen?

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zensurgegner2017 11.10.2018, 10:33
118.

Wenn man sich die Zukunftsfelder der Weltwirtschaft und die CSU so betrachtet

1: Autonomes vernetztes Fahren
Akkubetrieb

--> Hierzulande fällt die Lenkung der Automobilwirtschaft in das Ressort des Verkehrsministers

2: Landwirtschaft: Die Zukunft gehört, ob man will oder nicht, komplet durchdigitaisierten landwirtschaftlichen Betrieben ab einer gewissen Größenordnung. Dabei müssen die Anbaumethoden nicht schlecht sein. Aber Digiatisierung ist das Zauberwort, Bayer zeigt es auf worum es geht

--> Landwirtschaftsministerium

3: Digitalisierung allgemein: Jeder popelige Architekt, jede bessere Fabrik ist mittlerweile auf hohe Down und Uploadgeschwindigkeitenangewiesen
Auch Dienstleister können nur digitale Angebote schaffen, wenn der Kunde dieses Angebot nachfragen kann

---> Ressort Digitaler Infrastrukturminister, also Verkehrsminister

Das sind die absoluten Tob und Schlüsselzentren, die über die Zukunft des Indstriestandortes Deutschland entscheiden

All diese Ressorts sind CSU geführt, auf Bundesebene

Und leider sind wir in dieser Hinsicht mit das Schlusslicht Europas
Wir leben aus der Substanz
Etwas, was heute Substanz ist, da sich die Welt so atemberaubend schnell digitalisiert.
Vor 10 Jahren waren wir noch auf einem aktuellen Stand

Die CSU(und CDU) zeichnet aussitzen, abwarten und mal schauen aus
Gepaart mit demokratischen Wegen von Anno Dazumal

Wenn wir in derselben Qualität wie bisher weitermachen, dann gehen wir unter
Das bescheinigt auch die EU, die den Reformstau , dieses gestern in Deutschland immer öfters, auch juristisch, lammentiert, mahnt, anmahnt

So schwer es mir fällt eine Alternative zur CSU zu finden, die CSU selber ist letztelich gestriger, alter Mief

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rdiess 11.10.2018, 10:33
119. Genau hinschauen

Zitat von Berti86
Genau, daran sieht man mal was die CSU aus Bayern gemacht hat! Vom Agrarland zum Wirtschaftsstandort Nr. 1 Andere Bundesländer hatten gleiche oder sogar bessere Vorzeichen und haben über die Jahrzehnte nix daraus gemacht.
Bayern hat nach dem Krieg davon profitiert, dass Unternehmen ihren ursprünglichen Sitz verlassen mussten (z. B. Audi, Siemens), in das Vakuum Bayern abgewandert sind, während andere Bundesländer wider besseres Wissen die Schlote rauchen lassen mussten, obwohl bald absehbar war, dass Bergbau und Schwerindustrie in der damaligen Form langfristig keine Zukunft hatten.
Wer wissen möchte, was Bayern ist, sollte sich dort informieren, wo keine Wirtschaftsdelegationen oder Touristen hin kommen. Ich bin über 20 Jahre täglich über 100 km mit dem PKW gependelt und war bei Weitem nicht allein. Hätte ich das nicht gemacht, gehörte ich heute zu denen, die bundesweit das höchste Risiko für Altersarmut (Bayern!) zu schultern hätten.

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