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SPON-Wahltrend : AfD in Brandenburg vorn, Grüne legen zu
Alexander Becher / EPA

Zwei Wochen vor der Brandenburg-Wahl liegt die AfD in einer neuen Umfrage weiter vorn. SPD, Grüne, CDU und Linke folgen fast gleichauf dahinter. In der Frage einer AfD-Regierungsbeteiligung sind die Wähler gespalten.

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leser66in 14.08.2019, 16:07
30. Thüringen

Zitat von mueller1
Es wird voraussichtlich eine Mehrheit für ein R2G-Bündnis geben und wie in Bremen auch eine solche Koalition gebildet werden. Spannender werden imo die Ergebnisse in Sachsen und Thüringen sein, falls es dort keine solche Mehrheit geben wird und die CDU vor der Frage steht, ob sie eher mit der Linken oder der AfD in irgendeiner Weise kooperieren will, um eine Regierungs-Mehrheit im Landtag zu erhalten. Ein Durchlavieren der Parteispitze um Merkel und AKK wird dann nicht mehr möglich sein.
Soweit ich mich erinnere, hat M. Mohring (CDU) sowohl eine Koalition mit der Linken als auch mit der AFD ausgeschlossen.

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correctiv 14.08.2019, 16:08
31.

1. Die vorherigen Beiträge zeigen ja an, dass es eigentlich nur 2 Möglichkeiten bei der Wahl gibt. Die AfD oder die Anderen. Und genau hier liegt doch das Problem. Alle anderen Parteien haben sich doch gegenseitig angeglichen, dass es nur noch Nuancen sind die hier den Unterschied machen.
2. Vielleicht liegt der Erfolg der AfD zum Teil auch darin, dass die Bürger im Osten keine Bindung an eine bestimmte Partei haben und deswegen einfach von Wahl zu Wahl entscheiden welche Partei ihren Problemen die meiste Aufmerksamkeit schenkt.
3. Wer hier behauptet, dass die AfD eine Ein-Themen-Partei ist hat sich offensichtlich mit der Partei nicht wirklich auseinandergesetzt. Da hilft schon mal ein Blick in das Parteiprogramm.

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_gimli_ 14.08.2019, 16:09
32.

Zitat von tipto
dass ein kleiner Teil der Bürger aus dem schönen Brandenburg, so wenig über andere wichtige Probleme dieses Bundeslandes nachzudenken scheint und Themen wie Frust, Denkzettel und Ausländer zur Grundlage der eigenen Wahlentscheidung macht.
Ich stamme aus der Oberlausitz. In meinem dortigen Bekanntenkreis (Alter zwischen 40 und 80) wählen mehr als 50% der Leute AfD. Denen geht es aber nicht um Denkzettel oder Frust (kein einziger Arbeitsloser dabei), sondern um die Themen Einwanderung, EU-Skepsis (Stichwort nationale Selbstbestimmung) und Euro-Skepsis (Stichwort Niedrigzinsen), gefolgt von Forderungen nach Abbau der Handelshemmnisse zu Russland (für eine relevante Zahl der Industriebetriebe in Ostdeutschland sehr wichtig) und dem Thema innere Sicherheit (insbesondere in Grenzgebieten zu Polen aufgrund der Einbruchszahlen ein Thema). Und da wären wir bei Themen, die weit über die Grenzen Ostdeutschlands hinaus mehr und mehr Leute in Richtung rechts-nationaler Parteien treiben. Damit muss sich die Politik auseinandersetzen, oder Deutschland steuert auf ähnliche Konstellationen zu, wie wir sie heute in Frankreich, Italien oder GB erleben.

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Fuscipes 14.08.2019, 16:11
33.

Wenn keiner mit der AfD koaliert, welche Auswirkungen sollte das auf den Bund haben?
Da geht die AfD als "stärkste Kraft" in Opposition und fertig.

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nils1966 14.08.2019, 16:16
34. Auf Sand gebaut...

Die Standsicherheit der Demokratie im Osten ist m.E. sehr gut durch den Kollaps der Autobahn A20 symbolisiert worden.

Sowas hätte man ja überall in Entwicklungsländern erwartet, aber sichr nicht bei uns, DEM Land der Autobahnen überhaupt.

Was sollten da all die Leute denken, die von der A20 direkt abhängig sind (Tourismus von Rügen und Usedom), insbesondere in Gegenden, wo es in den letzten Jahren ansonsten nur Abbau und Verfall gegeben hatte?

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Egonolsen 14.08.2019, 16:17
35. ....

Den Wählern der AfD, OST wie West, kann man reines Protestwählen langsam nicht mehr unterstellen. Sie sind klar ausländerfeindlich (im Osten warum auch immer, die haben gar keine) und wollen einen starken Mann. Die unterschwellige Ausländerfeindlichkeit auch bei christlichen Demokraten hat diesen Wählern ein Ventil gegeben. Sie machen nun ihr Kreuzchen dort wo sie sich eher zu Hause fühlen. Alles Abschotten nach Süden hat sie nur noch darin bestärkt das Original zu wählen. Wirkliche Demokratie funktioniert doch nur in Städten und Landstrichen mit einem hohen Anteil an gelebter Migration, Frankfurt, Düsseldorf, Bremen, ja und auch Dresden und Leipzig.

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StefanXX 14.08.2019, 16:17
36. Wilde Spekualtionen

Zitat von GeMe
Vor der letzten Bundestagswahl diskutierte ich mit einer AfD-Anhängerin aus dem Osten, das Wahlprogramm der AfD (Rente, Arbeitslosenversicherung, ALGII, Steuersenkungen für Reiche) Auf meine Fragen, wie die AfD mit diesen Programmpunkten das Leben der "Abgehängten" verbessern würde, bekam ich keine Antworten. Schließlich fragte ich, warum sie denn dann die AfD wählen wolle. Antwort: "Die AfD ist die einzige Partei, die gegen Ausländer ist, darum wähle ich die. Was die sonst noch wollen, ist mir egal." Das dürfte auf min 95% der AfD-Wähler zutreffen.
Haben Sie für diese steile These, mit der Sie mal eben 95% der AFD-Wähler generell Ausländerfeindlichkeit unterstellen denn auch irgendwelche seriösen Quellen? Oder basiert Ihre 95%-Schätzung lediglich auf Ihrer persönlichen Erfahrung, die noch dazu mit sage und schreibe einer Befragten ja extrem repräsentativ ist.

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sucher533 14.08.2019, 16:21
37. schlechtes Angbot

Ich bin Brandenburger und bin immer wählen gegangen. Das werde ich auch diesmal tun. Die AfD ist für mich nicht wählbar. Die anderen Parteien haben aber auch kein überzeugendes Angebot. Der Wahl(o)mat ist auch keine Hilfe, da die Parteiprogramme viele allgemeine Wohlfühlphrasen enthalten. Am Ende werde ich mich diesmal für eine strategische Wahl entscheiden, Hoffnung auf die daraus entstehende Koalition in Brandenburg habe ich nicht. In meinem Umfeld geht es vielen so.

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Traumfrau 14.08.2019, 16:22
38. es kann doch keiner ...

es kann doch keiner begründen, WARUM er/sie AfD wählt. Man hört immer nur: die sind gegen ... die sind gegen ... die sind gegen...
Wenn das als Parteiprogramm reicht um gewählt zu werden, ja dann: armes Deutschland. Jeder der die AfD wählt macht sich mitschuldig.

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friedrich_eckard 14.08.2019, 16:22
39.

Zitat von burlei
... 1.) Niemand will mit ihnen koalieren. Die AfD sieht darin unter dem Beifall ihrer Fanatiker eine Bedrohung der Demokratie, denn "das Volk" hat gesprochen. Man empört sich über die "Systemparteien", die "korrupten Politiker", die "Lügenpresse" und der ganzen "linksgrün versifften Sippe". 2.) Nachdem die Braunen nicht in der Lage sind, eine Regierung zu bilden sondieren Rot-Rot-Grün die Möglichkeit einer Koalitin. Die Braunen ... siehe 1), zweiter und dritter Satz. 3.) Die CDU erklärt sich bereit, zusammen mit der FDP Gespräche mit der AfD zu führen, um Brandenburg nicht zum linksgrünen Experimentierfeld werden zu lassen. 4.) Nach 14 Tagen wird die "Regierung der konservativ-nationalen Bewegung" aus AfD, CDU und FDP vereidigt. Bautrupps beginnen, die Doitsche Grenze zu Berlin zu sichern. 5.) Frau AKK spricht über die "Notwendigkeit, auch mit anderen konservativen Parteien zu sprechen, um in Zeiten der Not ...."
Sie werden meinen runnig gag kennen: ein Papen ist immer und überall... und dasss sich irgendwann und -wo das "Bündnis der bürgerlichen Kräfte", auch bekannt als "neue harzburger Front", als Damm wider die anbrandende rote Flut... rhabarber... konstituiert ist leider überhaupt nicht ausgeschlossen. Ob es aber schon so weit ist?

Wenn übrigens in Brandenburg so gewählt wird wie vorhergesagt droht das ja dort nicht: es wird da eine recht solide Mehrheit für Mitte-links prognostiziert, und dann kann es nicht gleichzeitig eine rechnerische Rechtsblock-Mehrheit geben, weil keine Partei in den Landtag einziehen wird, die "so oder so" könnte. Ich ahne da eher für Sachsen wenig Gutes...

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