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SPON-Wahltrend für Sachsen, Thüringen und Brandenburg: Regierungen vor dem Aus, Grüne
DPA

Im Osten droht ein turbulenter Herbst. In drei Ländern wird gewählt, drei Regierungen stehen vor der Abwahl. Die SPON-Umfragen zeigen: SPD und CDU schwächeln, Grüne und AfD sind im Aufwind.

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jjcamera 13.06.2019, 17:21
20. Dauerwahlkampf

Zitat von rosenrot367
Die wird bestimmt noch kommen. Warum auch nicht?? Wenn man sieht, mit wem die SPD koaliert, um an der Macht zu bleiben, wird die CDU auch umdenken müssen- Stehen die Grünen nicht bereit, wird der CDU nixxxx anderes übrig bleiben als auch mit der AfD zu koalieren - oder sie bleibt für immer in der Opposition.
Richtig. Blicken Sie nach Italien. Dort gibt es nach dem Untergang der Volksparteien eine Koalition von Extremlinken (5 Sterne) mit Extremrechten (Lega Nord). In Frankreich ist die RN-Partei von Le Pen quasi gleichauf mit Macrons en Marche. Sozialisten und Konservative spielen dort gar keine Rolle mehr.
Nach meiner Meinung ist bei uns der Hauptgrund, dass sich SPD und Union durch täglich neue Umfragen getrieben praktisch im Dauerwahlkampf befinden, in dem sie ihre Unterschiedlichkeit und Unversöhnlichkeit deutlich stärker betonen, als ihre Gemeinsamkeiten (die zweifellos überwiegen).

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Jörg-Detlef 13.06.2019, 17:22
21. Kenya-Koalition

Zitat von isi-dor
Eine Kenya-Koalition (schwarz-rot-grün) wäre in allen drei Ländern problemlos möglich. Folglich gibt es kein wirkliches Problem.
So wird es auch kommen. In allen drei Bundesländern. Da wage ich jede Wette. Es gibt also kein wirkliches Problem? Nicht aktuell, das sehe ich ähnlich. Ich denke aber, längerfristig wird diese Konstellation auch Federn lassen müssen. Wenn dann auch noch die Gelben mithelfen müssen, dann haben wir endgültig den Salat. Aber vielleicht hat sich bis dahin zwangsläufig etwas völlig Neues entwickelt. Etwas, wovon heute noch niemand etwas ahnt, was auf ganz Deutschland ausstrahlt. Dann käme endlich auch mal etwas Gutes aus dem Osten.

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hockeyer12 13.06.2019, 17:28
22.

Zitat von mundi
Man kann über Parteiprogramme streiten, Mann kann debattieren. Aber nie sollte man Wähler von demokratisch zugelassenen Parteien pauschal beschimpfen. Es ist auch unklug, denn durch die Trotzreaktion erreicht man weniger als man mit Argumenten erreicht hätte.
leider erreicht man bei (zumindest vielen) AfD Wählern auch keine Besinnung. Denn ansonsten würde man ja nicht eine Partei wählen, die So gar nichts auf dem Kasten hat, ausser Beschimpfung von Geflüchteten und Leuten die (zum teil schon vor Generationen) zugezogen sind.
Und dann wähle ich die noch in einer Region, wo kaum welche davon Leben. Muss man nicht verstehen.
Wer der AfD glaubt, muss also gegen Fakten und Argumente resistent sein.

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mouth 13.06.2019, 17:28
23. Glyphosat und Kückenshreddern

Hier sag ich nur Glyphosat und Kückenshreddern dazu und "wir haben verstanden"
Von der Mindestrente ganz zu schweigen.

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widower+2 13.06.2019, 17:29
24. Trotzreaktion?

Zitat von mundi
Man kann über Parteiprogramme streiten, Mann kann debattieren. Aber nie sollte man Wähler von demokratisch zugelassenen Parteien pauschal beschimpfen. Es ist auch unklug, denn durch die Trotzreaktion erreicht man weniger als man mit Argumenten erreicht hätte.
Dann wählen in den neuen Bundesländern also 20 Prozent und mehr aus reinem Trotz eine Partei, die ihren ureigensten Interessen als angeblich Abgehängte zuwiderhandelt, gar nicht über das Personal verfügt, um in einer Koalition Regierungsverantwortung zu übernehmen und Investoren nachhaltig davon abhält, in den neuen Bundesländern zu investieren? Interessant.

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claus7447 13.06.2019, 17:30
25. Wird nicht passieren

Zitat von rabindranat
Siehe Bundespräsidentenwahl in Österreich. Die zwei bringens auf den Punkt. Der Rest ist von gestern.
Im Gegensatz von Kurz (die mittlerweile ein Personen Partei ÖVP) haben die Grünen noch Mitspracherechte - so wie in einer Basisdemokratie. Also das funktioniert nicht - Aber in Sachsen - echt problematisch. Aber bis Oktober ist ja noch Zeit.

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hockeyer12 13.06.2019, 17:31
26.

Zitat von taliara
... wenn ich sehe, dass die AFD hier deutlich stärker wird.Ich kann es auf Landesebene auch nicht verstehen, denn ohne einer der Koalitionsparteien nahezustehen, muss ich sagen, dass sie ihren Job gut machen. Ich halte es deshalb für wahrscheinlich, dass der Einfluss der Bundespolitik hier durchschlägt. Anders ist das nicht zu erklären, denn von den neuen Bundesländern geht es uns Thüringern wirklich noch am Besten. @merlin 2: Ich bin Thüringerin und ich bin eine der Glücklichen, die einen guten Job hat und das auch zu schätzen weiß. Aber unterschätzen Sie mal bitte nicht, dass es immer noch strukturelle Unterschiede gibt, die sich frühestens in zwei Generationen angeglichen haben dürften. Hier gab es kaum Wohneigentum zu DDR-Zeiten. Wer doch welches hatte, konnte es schlecht erhalten (fehlendes Material). Die Löhne waren zu Ostzeiten klein und kaum einer, noch dazu, wenn er nicht politisch richtig gesinnt war, konnte hier reich werden. Deshalb fehlt häufig in den Familien auch heute noch der Finanzielle Rückhalt, den man sich in Teilen des Westens über die Jahrzehnte hat aufbauen können. Und ja, auch die Treuhand spielt da eine Rolle. So manche Fabrik hier wurde komplett entkernt und alles, was an neuen Maschinen da war, wurde verscherbelt und nicht selten in den Westen transportiert. Das macht sich noch heute bemerkbar, denn obwohl Thüringen sehr zentral liegt, ist auch hier wenig Industrie angesiedelt. Desweiteren muss man als Westdeutscher vielleicht auch mal verstehen, dass noch immer nicht alles gleich ist. Ich arbeite seit 20 Jahren in einer internationalen Firma und weiß, was ich im direkten Vergleich zu Westdeutschen mit der gleichen Tätigkeitsbeschreibung leiste. Ich mache meinen Job sehr gut und bekomme viel Anerkennung, arbeite 40 Stunden und habe ein Gehalt, was hier überdurchschnittlich ist. Jeder Kollege aus dem Westen lacht sich darüber aber kaputt. Die haben andere Einstufungen und 36-38 Stunden Arbeitszeit pro Woche, verdienen aber das 1,5-fache. Und wenn Sie sich jetzt fragen, warum ich nicht bei dieser Firma in z.B. Frankfurt arbeite, dann ist das ganz einfach: Ich gehöre zu einer eigens für den Osten gegründeten Konzerngesellschaft und da ist es der Firma komplett egal, wo ich arbeite. Am Geld ändert das nichts. Wie gesagt, mir geht es nicht schlecht, aber das ist in anderen Branchen, mit niedrigeren Löhnen auch so und dort macht es dann eben was aus.
So ? Und 1. Wählen Sie deshalb AfD? denn darum ging es ja?
Und 2. WAS würde die AfD denn für solchen Leute (oder auch allgemein) an Lösungen anbieten, die Praktikabel,Langfristig und Umsetzbar sind

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widower+2 13.06.2019, 17:32
27. Ihr Ernst?

Zitat von gm-nk
Die GroKo-Parteien haben sich in den vergangenen Jahren nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Worten folgten bei Klima und Migration selten Taten. Für Wähler, für die diese beidenThemen wichtig sind, bleiben eigentlich nur noch Grüne und AfD wählbar.
Wem das Klima wichtig ist, wählt AfD? Dann könnte man als überzeugter Kommunist auch gleich die FDP wählen. Das wäre ähnlich "sinnvoll".

Derartige Kommentare bestärken mich in meiner Ansicht, dass die allermeisten AFD-Wähler intellektuell ziemlich herausgefordert sind.

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Markus_210 13.06.2019, 17:32
28. In Thüringen dann also Sondierungsgespräche der CDU mit Linken und AFD

natürlich gleichzeitig ... das wird dann ein schöner Doppel-Shitstorm im Netz.
Außer sie haben Glück und die FDP kommt rein, dann können sie eine 4er Koalition mit SPD und Grünen anregen und schauen, wer den Lindner macht und sie platzen läßt. Wird dann wohl eine Minderheitsregierung oder wie der Ramelow ganz trocken bemerkt hat : Wenn kein neuer Regierungschef gewählt wird, bleibe ich weiter im Amt (Landesverfassung).

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mikelinden 13.06.2019, 17:33
29.

Zitat von mundi
Man kann über Parteiprogramme streiten, Mann kann debattieren. Aber nie sollte man Wähler von demokratisch zugelassenen Parteien pauschal beschimpfen. Es ist auch unklug, denn durch die Trotzreaktion erreicht man weniger als man mit Argumenten erreicht hätte.
Selbstverständlich kann man das! Diese Schimäre namens AFD ist im Kern so dunkelbraun, dass es angsteinflößend ist. Sollte jemals diese "Partei" an die Macht kommen, wird der harte Kern von innen heraus die AFD übernehmen und alle halbwegs liberalen Kräfte in die Wüste schicken. Gestalten wie Höcke und Konsorten scharren schon mit den Hufen. Im Übrigen sind Trotzreaktionen zutiefst infantil, mit dem Wahlrecht sollten die Bürger dieses Landes deutlich verantwortungsbewusster umgehen!

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