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SPON-Wahltrend: G20-Aufwand steht für Deutsche in keinem Verhältnis zum Nutzen
DPA

Die Deutschen haben eine klare Meinung zum G20-Gipfel in Hamburg und zu den möglichen Konsequenzen. Das zeigt der SPON-Wahltrend. Lesen Sie hier die Ergebnisse und stimmen Sie selbst ab.

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Steve1982 11.07.2017, 19:20
1. Es ist tatsächlich ein sehr großer Aufwand...

...als Nutzen wird - zurecht - regelmäßig angeführt, dass die Staats- und Regierungschefs gemeinsam reden können müssen und dass sie unter dem Druck der Öffentlichkeit auch eher Entscheidungen für das (weltweite) Allgemeinwohl treffen. Warum nicht also einfach wieder eine Verkleinerung des Gipfels? Dann würde es alles etwas (!) geräuschloser ablaufen, man wäre bei der Wahl des Ortes nicht auf die Großstädte beschränkt und die Kosten wären letztlich geringer. Die oben beschriebenen Vorteile hätte man aber trotzdem....

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SarahMue 11.07.2017, 19:39
2. Fehler im Akkord

Der größte Fehler war es G20 in einer Großstadt stattfinden zu lassen. Der nächste größte Fehler war die harte Hamburger Linie die von Beginn an zu einer Eskalation geführt hat. Danach hat man Gewalttäter über 3 Stunden randalieren lassen - ein katastrophales Versagen der Polizeistrategie. Herr Dudde ist größtenteils für diesen Fehlschlag verantwortlich und sollte dieses Amt in Zukunft nicht mehr ausüben.

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Johannes60 11.07.2017, 19:47
3. Hallig Hooge

Die G20 Treffen als ein Forum, bei dem sich die Staatschefs der wichtigsten Industrienationen treffen, ohne dass daraus gleich Staatsbesuche werden, und miteinander auf eher informeller Ebene reden, ist prinzipiell eine sehr gute Sache.
Man sollte allerdings versuchen, die Delegationen der einzelnen Staaten klein zu halten und auch den Medienansturm zu begrenzen. Dann lässt sich eine solche Veranstaltung auch an anderen Orten realisieren, an denen es leichter ist für Sicherheit zu sorgen.
Es muss ja nicht unbedingt gleich Hallig Hooge zum Tagungsort werden....

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Berg 11.07.2017, 20:05
4.

Zitat von SarahMue
Der größte Fehler war es G20 in einer Großstadt stattfinden zu lassen. Der nächste größte Fehler war die harte Hamburger Linie die von Beginn an zu einer Eskalation geführt hat. Danach hat man Gewalttäter über 3 Stunden randalieren lassen - ein katastrophales Versagen der Polizeistrategie. Herr Dudde ist größtenteils für diesen Fehlschlag verantwortlich und sollte dieses Amt in Zukunft nicht mehr ausüben.
Erstens können Sie sich mal informioeren, wo bisher G20-Gipfel stattgefunden haben. Darunter sind "Großstädte" wie Petersburg, Antalya, Cannes, Seoul, Toronto, London, Ottawa, Melbourne, also nur Großstädte der beteiligetne Staaten. Da ist Hamburg nichts Ungewöhnliches.

Es wird offenbar vergessen, dass die Gewalt, die Zerstörungen, die Angriffe auf den Staat, die Einbrüche, die Brandschatzungen NICHT von Scholz, seinen Beamten und nicht von Merkel und den Gipfelteilnehmern verübt wurden, sondern von angereisten Straftätern.Es wird vergessen dass 450 Polizisten verletzt wurden, die zu Beschützenden aber beschützt worden sind. Verletzte Gipfelteilnehmer oder verletzte Hamburger Bürger wurden jedenfalls nicht gemeldet.

Es ist eine neue falsche Logik, Ausschreitungen denen zuzuordnen, die sich für die Verhinderung eingesetzt haben.

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Steve1982 11.07.2017, 20:12
5.

Zitat von SarahMue
Der größte Fehler war es G20 in einer Großstadt stattfinden zu lassen. Der nächste größte Fehler war die harte Hamburger Linie die von Beginn an zu einer Eskalation geführt hat. Danach hat man Gewalttäter über 3 Stunden randalieren lassen - ein katastrophales Versagen der Polizeistrategie. Herr Dudde ist größtenteils für diesen Fehlschlag verantwortlich und sollte dieses Amt in Zukunft nicht mehr ausüben.
Es mag sein, dass das Isolieren / Einkesseln des Mobs durch die Polizei für einige provozierend war. Es mag auch sein, dass es nicht die beste Wahl der Polizei war.
Aber die Vermummten müssen doch ein paar Dinge bedenken:
1) Die Staat als Gesetzgeber & die Polizei als ausführende Kraft haben in D. das Sagen.
2) Vermummung ist verboten, auch weil an der Staatbahn West in Frankfurt einst durch Vermummte Polizisten erschossen wurden.
3) Die Polizisten mussten auch die Interesse der zahlreichen nicht-vermummten Demonstranten schützen - deshalb die Isolierung.
4) Selbst wenn die Polizei kleine Fehler gemacht hat, wird das bedeutungslos angesichts des Werfen von Molotow-Cocktails, Steinen, Stahlkugeln, Steinplatten, Plünderungen.
Jetzt groß die Polizei zu kritisieren, bedeutet deshalb sich mit - höchstens - Winzigkeiten zu beschäftigen. Das Wesentliche sind die Krawallmacher & dafür sind ausschließlich sie selbst verantwortlich. Die Polizei verdient einen Mega-Respekt, erst recht angesichts der Arbeitszeiten....!!

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Kradfahrer 11.07.2017, 20:19
6. Falsche Überschrift!

Die Überschrift zu dem Beitrag suggeriert, dass die Befragten den G20 generell ablehnen. Dem ist absolut nicht so, denn danach wurde gar nicht gefragt. In der Befragung ging es konkret um den G20 in Hamburg 2017.

So vorhersehbar, wie die gewesenen Kravallereignisse an einem Ort wie Hamburg oder Berlin grundsätzlich sind, ist jeder Cent, der dort für einen G20 oder eine ähnliche Veranstaltung ausgegeben wird, zu viel! Hätte man als Veranstaltungsort jedoch z.B. Helgoland gewählt, wäre es zu keinerlei Randale gekommen, die Proteste wären friedliche und europaweite gewesen und kein Mensch würde den G20 als unverhältnismäßig oder nutzlos ansehen. Das ist übrigens nicht nur meine Meinung, das sagen auch Experten der Polizei.

Tja, von einem Qualitätsjournalismus erwarte ich schon, dass er Umfrageergebnisse hinterfragt und auch kritisch kommentiert. Der Autor hat mithin weder sich noch seinen Arbeitgeber mit Ruhm bekleckert. Schade, wirklich schade!

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garzo 11.07.2017, 20:22
7. Kreuzfahrschiff

Darauf passen tausende Würdenträger, deren riesiges Gefolge und Journalisten.
Luxus ist gegeben und das Familienfoto kann ohne Vorkomnisse angefertigt werden.
Mit entsprechende Polizeiliche- oder Militärische-Begleitschiffen ist das ganze optimal zu schützen.
....und kostet nur ein Bruchteil was der G20 in Hamburg der Steuerzahler, mit 130 Mill. Euro, gekostet hat.
Die 130 Millionen werden nach neuste Erkentnisse wohl weit überschritten.

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nele12 11.07.2017, 20:22
8. Finde den Fehler

Zitat von SarahMue
Der größte Fehler war es G20 in einer Großstadt stattfinden zu lassen. Der nächste größte Fehler war die harte Hamburger Linie die von Beginn an zu einer Eskalation geführt hat. Danach hat man Gewalttäter über 3 Stunden randalieren lassen - ein katastrophales Versagen der Polizeistrategie. Herr Dudde ist größtenteils für diesen Fehlschlag verantwortlich und sollte dieses Amt in Zukunft nicht mehr ausüben.
Ihre Analyse ist nicht schlüssig. Glauben Sie denn tatsächlich, dass Menschen, die mit Pyrotechnik, Waffen usw. nach Hamburg reisen friedlich demonstrieren wollen? Selbst wenn der Einsatz der Polizei nicht in Ordnung gewesen wäre, hätte man das auf dem Rechtsweg und über Gerichte klären können. Wir leben in einer Demokratie! Niemand muss deshalb ganze Stadtviertel zerlegen, Autos angezünden, mit Feuerwerkskörper und allem was nicht niet- und nagelfest ist auf Einsatzkräfte losgehen, diese aufs schwerste verletzen und evtl. auch deren Tod in Kauf nehmen.

Es sind sicherlich Fehler gemacht worden, aber diese rechtfertigen niemals solch ein Verhalten.

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luny 11.07.2017, 20:24
9. Inszenierung eines politischen Gipfels

Zitat von Steve1982
...als Nutzen wird - zurecht - regelmäßig angeführt, dass die Staats- und Regierungschefs gemeinsam reden können müssen und dass sie unter dem Druck der Öffentlichkeit auch eher Entscheidungen für das (weltweite) Allgemeinwohl treffen. Warum nicht also einfach wieder eine Verkleinerung des Gipfels? Dann würde es alles etwas (!) geräuschloser ablaufen, man wäre bei der Wahl des Ortes nicht auf die Großstädte beschränkt und die Kosten wären letztlich geringer. Die oben beschriebenen Vorteile hätte man aber trotzdem....
Hallo Steve1982,

die Inszenierung eines politschen Gipfels entspricht in etwa der
Eröffnung einer neuen Brücke durch die britische Königin.

Sie bekommt eine Schere in die Hand gedrückt, durchschneidet
das Band, findet noch ein paar lobende Worte, die jemand für sie
aufgeschrieben hat und das war es dann auch schon.

Die Queen hat diese Brücke nicht geplant oder gebaut, nein, sie
ist nur repräsentativ unterwegs.

Und so ist das beim G20-Gipfel auch.

Die Teilnehmer reisen mit der vorbereiteten Abschlußerklärung
an, es gibt einen kleinsten gemeinsamen Nenner und das war
es auch schon.

Politiker sind keine Fachleute. Die an der absoluten Spitze sind
Selbstdarsteller, die ein Theaterstück aufführen, mehr nicht.

Das in Hamburg ging komplett daneben.

LUNY

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