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Spott über Bundeswehr-Reform: Von der Leyen muss sich selbst verteidigen
DPA

Die Bundeswehr soll schöner werden - so will es die Verteidigungsministerin. Fernseher, Teilzeit, Kinderkrippen hat sie der Truppe verordnet. Doch ihr Konzept erntet vor allem Spott. Jetzt geht Ursula von der Leyen ihre Kritiker an.

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ulfderzweite 04.06.2014, 18:36
10. Anerkennung & Rückhalt

Blickend auf meine Heimat (eine Garnisonsstadt) und viele Freunde in der Truppe: Stärkt die gesellschaftliche Anerkennung der Bürger in Uniform. Sie und Ihre Familien leiden während Ihrer mehrmonatigen Abwesenheit im z.T. gefährlichen Einsatz. Ermöglicht Ihnen und Ihren Familien eine versetzungsarme Laufbahn an Standorten die beiden Partner in Ihrer Lebensplanung ansprechen. Und spart die Truppe nicht stetig kaputt!

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humorrid 04.06.2014, 18:39
11. Bundeswehr ist kein Unternehmen

Doch gerade als solches wird es von der Ministerin eingeschätzt. Dabei geht sie wie jeder neue Manager vor - sie möchte dort Eingriffe vornehmen, wo sie medial am wirksamsten sind. Doch ein paar überteuerte Werbespotts zu drehen und ggf am Logo schrauben, macht Bundeswehr nicht attraktiver. Auch hinsichtlich wachsenden internationalen Verantwortung Deutschlands sind unsere Soldaten von der Ausrüstung, Ausbildung und mentalen Vorbereitung her der Aufgabe nicht gewachsen. Ganz zu schweigen von der Betreuung nach den Einsätzen, das ist ein Neuland für Bund. Also ist eine Skipsis gegenüber Wohlfühlarmee durchaus berechtigt. Bei diesem Ministerium kann man gerade bei einer Vollblutpolitekerin schon von Fehlbesetzung sprechen.

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JKStiller 04.06.2014, 19:00
12. Das Wort Teilzeit

im Kontext mit einer Berufsarmee, in der die Sodaten(innen) im Zweifelsfall ihr Leben ohne wenn und aber riskieren müssen, ist völlig absurd. Für eine kämpfende Truppe, die ja die Bundeswehr immer mehr sein soll, gehört dieses Risiko jeden Tag der Dienstzeit ins Bewusstsein gerufen und die Psyche jedes einzelnen so für den Ernstfall, nämlich Verwundung, Trauma, Tod gewissenhaft vorbereitet. Und für diese reale Gefahr gibt es nur einen einzigen Kompensation: Geld und/oder Karriere. Punkt.

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killi 04.06.2014, 19:08
13. General Kujat hat recht

-Von der Leyen attestierte er, von Militär offenkundig keine Ahnung zu haben.- Auf ihrem Posten gehört ein Ex-Militär. Am besten einer/eine die auch Kampferfahrung hat. Glücklicherweise ist die Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland noch nicht so lange her, da wird sich wohl nahezu jeder Leser selbst erinnern, welche Vorstellungen er vom Militärdienst vor und nach Antritt hatte / hat. In der Regel sind es Welten. Hat sich die Frau wenigstens einmal bei einer KSK-Übung retten lassen oder tritt sie da in Schröders Fussstapfen, welcher die "obligatorische" Einladung ablehnte? Lächerlich was da teilweise für Politik gemacht wird...

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nguelk 04.06.2014, 19:10
14. Oh Mann,

Immer das gleiche Genöle von der kalten Kriegern. Die Bundeswehr kann es ruhig kuschelig haben, daheim. Dann will wenigstens keiner mehr raus - wozu auch?!
Je mehr die Kalten Krieger aus den Löchern gekrochen kommen, desto besser ist eine nicht einsetzbare Armee. Weiter so!

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Greybird 04.06.2014, 19:16
15. Keeping cool

Das ist doch typisch für jedes politische Thema: Hysterie, Frotzeleien, Mobbing und, wie Herr Lütz es nennt, "Vernichtungsimpulse beim Publikum".

Man muss sich das mal vorstellen: Das Projekt wird in den Schmutz gezogen, noch bevor man dessen Nützlichkeit überhaupt bewerten kann.

Frau von der Leyen sollte cool bleiben und ihre Sache durchziehen. Entscheidend ist der Rückblick in 5 Jahren, nicht die Meinung der Trolle von heute ;)

Wenn man als Politiker keinen Burn-Out kriegen will sollte man die mediale Öffentlichkeit soweit wie machbar ignorieren.

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Chris_7 04.06.2014, 19:27
16. Liebe Bundes-Uschi

Nur mal so zur erklärung, liebe Frau Ministerin. Soldaten sind Männer, die bereit sind für einen einfachen Befehl hin ihr Leben zur Erfüllung ihres Auftrages einzusetzen und dabei zu sterben. Es sind Männer, die auch mal eine oder zwei Wochen im Dreck leben können. Soldaten sind Männer, die ebenfalls auf einen einfachen Befehl hin Feinde erschießen, in die Luft sprengen, erschlagen, erstechen,...

Und denen kommen Sie mit Minibar und Flachbildschirm? Sie haben wohl den Schuss nicht gehört.

Was Soldaten brauchen sind

1. Eine Solide Ausbildung, bei der nicht an geld gespart wird.
2. Eine vernünftige und zeitgemäße Ausrüstung. Und zwar bevor es in den Einsatz geht. Bei der darf auch nicht an Geld gespart werden.
3. Freie Hand bei der Ausführung ihrs Auftrags. d.h. ohne einengende Rules of Engagement die von sessefurzenden Wehrjuristen und karrieregeilen Politoffizieren erstellt wurden.
4. Eine vernünftige Versorgung, wenn sie verwundet an Leib oder Seele wieder heim kommen bzw. ihrer Angehörigen wenn sie nicht wieder heim kommen.
5. Eine vernünftige Bezahlung. Für das Geld, das Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere o.P. arbeiten bekommen Sie in den meisten Bundesländern nicht mal einen Polizeibeamten bezahlt. Und in der Wehrverwaltung keinen einzigen Beamten. Also einfach die Besoldungstabelle außer Kraft setzen und da für die Bundeswehr was eigenes einführen. So mit faktor x 2.
6. Respekt. Wenn ein Soldat in der Heimat in Uniform unterwegs ist und er angepöbelt oder angegriffen wird, dann muss hier die volle Härte des Rechtsstaates zuschlagen. Dafür sind die Gesetze entsprechend anzupassen, damit nicht mehr jeder Querulant sich bei seinen Pöbeleien auf die freie Meinungsäußerung berufen kann (für deren Verteidigung die ein Soldat nebenbei bereit ist sein Leben zu geben.

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-anger- 04.06.2014, 19:28
17. Aufrüstung

Ich mag Fr.v.Leyen nicht.
Aber lieber ist mir Sie rüstet so auf, als wenn man sich den Gelüsten der Ams hingibt.
Wenn schon aufrüsten, dann lieber die Lebensbedingungen der Soldaten verbessern und in besseren Schutz investieren, defensiv aufrüsten halt !

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lupenreinerdemokrat 04.06.2014, 19:29
18.

Zitat von Lankoron
arbeiten ja auch gerne für ne Firma, die zwar tolle Kindertagesplätze bietet und nen Fernseher im Schlafzimmer, dafür aber Maschinen aus der Adenauer-Ära, und Kopien werden mit Blaupapier erstellt.... Gute Soldaten für die Bundeswehr bekommt man sicher nicht mit ein paar Bildschirmen. Dazu muss man erst mal für eine vernünftige Aussendarstellung sorgen, für ein ordentliches Berufsbild und für die Beschäftigten auch die Anerkennung haben, die sie verdienen.
Genau so ist es.
Flachbildfernseher, Kitas, Internet - alles flachhirniges esoterisches Geschwurbel und weitab der Realität, was die BW wirklich nötig hätte, um engagierte und motiviierte Soldaten zu bekommen.

Uraltes Gerät, miserable Bezahlung, extrem schlechtes Verhältnis zwischen Anzahl an "Wasserköpfen" zur kämpfenden Truppe, Staus über Staus bei technischen Erneuerungen, die entweder so spät eingeführt werden (Hauptsache billiger), bis sie schon wieder veraltet sind oder gar nicht erst kommen und ersatzlos gestrichen werden -
wo soll da eine motivierte und funktionierende Truppe herkommen?

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taliesinwest 04.06.2014, 19:29
19. Der Spott bleibt

Die Ministerin will auf dem sogenannten freien Markt 60000 Bewerber jährlich rekrutieren und damit mit der Wirtschaft konkurrieren. Natürlich werden von den 60000 nicht alle eingestellt, das ist klar. Aber Sie will ja auch die Guten bis hin zu den Besten. Die überlegen sich das und werden
mit Teilzeitarbeit und Flachfernsehern nicht gewonnen werden. Ich glaube, dass die wenigen Guten oder Besten entweder aus einer gewissen Überzeugung heraus zur Bundeswehr gehen oder aber Kampfpiloten oder Schiffskapitäne werden wollen mit der Aussicht nach dem Dienst noch für die ein oder andere Fluggesellschaft/Reederei richtig Geld verdienen zu können.

Mit dem freien Arbeitsmarkt kann die Bundeswehr bei den höherbezahlten Jobs nicht wirklich konkurrieren.

Und dieses ganze Kita und Flachbildfernseher-Gedöns beleidigt die Soldatinnen und Soldaten möglicherweise sogar.

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