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Sprache und Diskriminierung: Die sollen erst mal anständig deutsch lernen!
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Integration gelingt über die Aneignung der Landessprache - dieser Satz ist Allgemeingut. Doch welche Logik steckt hinter dieser Forderung? Ist Sprache tatsächlich ein Hauptmerkmal "nationaler Identität"?

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El pato clavado 02.07.2016, 16:24
1. Nein

Ist Sprache tatsächlich ein Hauptmerkmal "nationaler Identität"? Nein muss sie nicht.
aber wenn ich in einem fremden Land lebe und die Landessprache nicht beherrsche,bleibe ich ein Aussenseiter und

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stoffi 02.07.2016, 16:26
2.

Noch ist die deutsche Sprache in unserem Land nicht der englischen Sprache gewichen und darum sollten alle Menschen, die hier in Deutschland leben möchten erst die deutsche Sprache lernen, auch wenn sie bereits englisch sprechen, was die meisten Migranten aber nicht können.
Um mit seinem Nachbarn zu kommunizieren und um was vom Leben in Deutschland zu lernen, ist es absolut nötig, deutsch zu sprechen. Das ist der erste Schritt zur Integration.

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lilelile 02.07.2016, 16:27
3. Frau Götz übersieht,

dass an Hochschulen etc. praktisch jeder englisch spricht/versteht. Im *Alltagsgebrauch - u.a. normale Arbeitswelt ist die Landessprache unumgänglich.

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privado 02.07.2016, 16:28
4. Integration

Für mich ist das Aneignen der deutschen Sprache seitens der Zugereisten der Ausdruck eines klaren Bekenntnisses zu diesem Land und (immerhin teilweise) seinen Werten. Wer sich dem verweigert, dem kann man mangelnden Integrationswillen unterstellen.

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hein_blöd 02.07.2016, 16:31
5. gelebte Mehrsprachigkeit im Alltag einer Einwanderungsgesellschaft?

Diese gelebte Mehrsprachigkeit möchte ich gerne mal erleben, z.B. vor Gericht, in der Schule, an der Uni, bei Behörden, im Gesundheitswesen, bei einem Feuerwehreinsatz usw.
Ich glaube allerdings, dass dadurch nichts besser sondern nur komplizierter und fehleranfälliger würde.
Der Verzicht auf eine landeseigene Sprache ist der Beginn der Kapitulation vor den Problemen der Immigration und die in Teilen die Aufgabe der eigenen Identität einer Nation.

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MatthiasPetersbach 02.07.2016, 16:32
6.

Nationale Identität kann man in der Pfeife rauchen. Ich hab mit meinem moslemischen Gemüseverkäufer mehr Gemeinsamkeiten als mit Herrn Schäuble oder irgendjemanden andern , der in Berlin im Anzug rumläuft.

Das hat doch eher mit der Lebensweise und der Region zu tun als mit dem Paß.

Daß die Leute keine XXXXX als Nachbarn haben wollen, ist ein Trugschluß der Rechten und Blinden.

Ich will Nachbarn, die mich nachts schlafen lassen, ihren Laden in Ordnung halten, Steuern zahlen, ihre Kinder anständig erziehen und ansonsten mir im Winter helfen, mal den Wagen anzuschieben.

Also Leute, die ÄHNLICH sind wie ich.

Da ist es egal, welche Hautfarbe und/oder Nationalität die haben bzw. was aus welchen Gründen im Paß steht.

DIE Unterscheidung ist was für völlig Blöde.

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ionele 02.07.2016, 16:33
7. Sprache

Sprache ist sicher eines: ein Schlüssel zu jeder Kultur.

Wie gut jemand eine Fremdsprache beherrscht, ist individuellen Gegebenheiten zuzuordnen, denn nicht jeder verfügt über die Möglichkeit, sich eine Sprache in all ihren Facetten zu erschließen.

Wer 20 Jahre in einem anderen Land lebt, sollte zumindest dessen Sprache so weit sprechen können, dass er den Alltag bewältigen kann, dies halte ich für eine Respektsbezeugung gegenüber dem Gastland.

Ein ausländischer Akzent, Probleme mit der jeweiligen Landessprache stellen für mich aber nicht annähernd einen Ausgrenzungs- oder Diskriminierungsgrund dar.

Es gilt die Bemühungen um das Erlernen der Sprache zu würdigen.

Es gibt zB Deutsche in Deutschland, die ihre eigene Sprache nicht kennen geschweige beherrschen.

Urteile und offizielle Schreiben von Ämtern legen beredtes Zeugnis dafür ab. Voller Fehler, bis hin zur Unverständlichkeit.

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lenslarque 02.07.2016, 16:33
8. Zum Thema

Deutsch lernen gehört auch, daß der Deutsche der sich mit einem Ausländer unterhält, korrektes Deutsch spricht. Das aber können viele oder fast alle nicht. Unvergeßlich bleibt mir folgende Frage eines Deutschen: "In der Türkei ihr alle müssen Soldat?"

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ohjespon 02.07.2016, 16:34
9. wo wird denn dieses

gesprochen? von Sachsen über Thüringen nah Bayern ... quer durch Baden Württemberg... ins Rheinland ab in den Norden rüber nach Hamburg und dann noch mal durch alle Bundesländer die jetzt nicht erwähnt sind... WER spricht denn hier das "Deutsch" als Muttersprache?

wichtig für Integration ist, dass sich die Menschen verständigen können und gegenseitig verstehen wollen ... dazu braucht es nicht zwingend die Kenntnis der "Muttersprache" ... "Woist scho" .. "wo gehste?" .. "noa"

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