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Sprecherin des Außenministeriums: Putins Fachfrau für Faschismus
DPA

Maria Sacharowa spricht für das russische Außenministerium - in schroffsten Tönen. Wer sich gegen ihr Land stellt, ist rasch ein "Faschist". Damit steht sie für die neue Härte der Kreml-Propaganda.

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Zaunsfeld 10.09.2016, 09:27
10.

Zitat von MtSchiara
Was ist an dieser Härte neu? Seit Putins dritter Amtszeit sind Propagandamüll und Haßpropaganda Markenzeichen seiner Politik - und sind stete Begleiter bei seinen militärischen Raubzügen im Ausland, und beim Erklären des Versagens seiner Politik im Inneren , die daran scheitert, den großen Reichtum seines Landes an Bodenschätzen und an Expertenwissen in Wisschenschaft und Technik in Wohlstand für alle umzusetzen.
Bodenschätze? Hmmm, ja.
Aber an Expertenwissen in Wissenschaft und Technik mangelt es in Russland. Atomkraft, ein paar Militärspielzeuge und der Bereich Luft-/Raumfahrt ... ja, da endet auch schon Russlands Expertenwissen in Wissenschaft und Technik.
Das reicht aber bei weitem nicht aus, um ein 180-Millionen-Volk zu versorgen.
Auf allen anderen Gebieten (Maschinenbau, Schiffbau, Fahrzeugbau, Werkstoffe und und und) befindet sich Russland auf dem Stand der 70er oder 80er Jahre. Innovative Unternehmen gibt es keine. Seit 50 Jahren kam keine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung mehr aus Russland.

Russlands Wirtschaft müsste in einem mindestens 20 Jahre andauernden Prozess von grundauf umgebaut und modernisiert werden. Aus eigener Kraft kann es das nicht schaffen, da Korruption und Vetternwirtschaft, fehlendes kreatives Denken und fehlende Freiheit in Wissenschaft und Bildung durch das repressive System stark eingeschränkt sind. Und andere haben auf absehbare Zeit auch kein Interesse daran, Russland bei diesem Modernisierungsprozess zu helfen - der Westen nicht und China mittlerweile auch nicht mehr.

Aber in 20 Jahren ist der Zug sowieso abgefahren. Russland hat ein noch wesentlich stärkeres demografisches Problem als beispielsweise Europa oder Japan. In 20 Jahren wird Russland vergreist sein und dann braucht man mit Modernisierung nicht mehr anfangen.

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howun 10.09.2016, 09:33
11. Rettung

Frau Sacharowa sollte Rußland verlassen, in sich gehen und Abbitte leisten. Das ist die einzige Chance, ihre Seele noch zu retten.

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ingnazwobel 10.09.2016, 09:36
12.

Ich denke die Dame hat Geschichte studiert, wohl aber nicht die ihres eigenen Landes.

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Hank Hill 10.09.2016, 09:43
13. Die Russen

bekommen seit dem Zerfall der Sowjetunion nicht viel auf die Reihe. Ihr Nationalismus und der Zeigefinger auf das böse Ausland sind nur Ablenkungsmanöver. Das machen Staaten dieser Art immer so. Man sollte das nicht zu ernst nehmen. Es gibt wichtigere Themen auf der Welt als die Befindlichkeit von Russland.

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fördeanwohner 10.09.2016, 09:50
14. -

Zitat von Der einfache Bürger
Wenn man den Fachismus (zumindest teilweise) ausklammert, ist Sacharowa eine patriotische Frau, so wie die allermeisten russischen Menschen. Sie steht für ihr Land, wie wir auch für Deutschland stehen.
Jemand, der alles, was kritisch gegen das eigene Land geht, als "faschistisch" und "Faschismus" bezeichnet, ist nicht patriotisch, sondern entweder ungebildet (Definiere "Faschismus"!) oder leidet unter einer Art Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
Die Dame ist das Gegenteil von patriotisch, denn in ihrer Position macht sie Russland wohl eher komplett lächerlich.

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H. Krämer 10.09.2016, 10:19
15. Jeder redet eben so gut wie es möglich ist

Wenn die gute Frau für Kommentierungen in normaler Sprache nicht fähig ist, wird sie immer die Funktion der Wadenbeißerin haben. Bis zum großen Kampfhund reicht es dann eben nicht. --- Da sie diese Position nicht selbst eingenommen hat, sondern darauf gesetzt wurde, sagt dies einiges über die Führung des Außenministeriums aus.

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syracusa 10.09.2016, 10:22
16.

Zitat von Der einfache Bürger
Wenn man den Fachismus (zumindest teilweise) ausklammert, ist Sacharowa eine patriotische Frau, so wie die allermeisten russischen Menschen. Sie steht für ihr Land, wie wir auch für Deutschland stehen.
Nein, das tut sie nicht. Wir (also alle nicht AfD/NPD-Pegida nachlaufenden Dummies) stehen für Deutschland, weil das ein frreiheitlicher, demokratischer Rechtsstaat ist, mit einer offenen Gesellschaft, in der jeder nach seiner Façon glücklich werden darf., und das nach Frieden mit all seinen Nachbarn sucht. Sacharowa aber steht für ein autoritäres, oft fast schon faschistisches Russland, das jede Abweichung von der gleichgeschalteten Norm bestraft, das seine Minderheitenvölker unterdrückt, und das seinen Nachbarn keine staatliche Souveränität zugesteht.

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interessierter Laie 10.09.2016, 10:36
17. @voiceecho

Diesen Gegensatz hätte es gar nicht geben müssen. Welche Bedrohung stellt bspw. die EU dar. Sie hat nichtmal eigene Truppen. Und welches Feinbild gibt eine NATO, deren Mitglieder in Europa durch die Bank ihre Truppen extrem reduziert und auf andere Szenarien umgestellt haben. Das Feindbild ist in Russland bewusst aufgebaut und geschürt worden. Und es steht in der Jahrzehnte dauernden Tradition, Fehler in der Innenpolitik mit einer Verschwörungstheorie zu begründen. Auch unter Putin - erst Tschetschenien, dann Georgien, dann die Ukraine jetzt Syrien. Und gerade der Begriff Faschismus steht im Zentrum dieses Wahnsinns. Je länger eine Lüge lebt, desto schwieriger wird es, die Wahrheit zu sagen. Und sie ist bereits älter als alle heute lebenden Russen. Man müsste Ihnen sagen: Hey - war alles nur Quatsch! Stalin hat seinerzeit Polen mit überfallen - und vorher Finnland angegriffen. Er hat Völkermord begangen und Millionen Menschen grundlos ermordet. Der eiserne Vorhang war kein Schutz. Es war die Begradigung einer Frontlinie - entstanden durch einen geheimen Feldzug während und nach dem offiziellen Krieg, der alle Länder östlich davon in Büttel der Sowjetunion verwandelt hat und eigentlich erst am Atlantik hätte enden sollen...

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Listkaefer 10.09.2016, 10:44
18. Sprachregelung ...

... gehörte schon immer zum Werkzeugkasten der autoritären Kommunisten: Andersdenkende sind da nicht mehr Menschen und Individuen, sondern Konterrevolutionäre, Revisionisten, Imperialisten oder eben Faschisten. Der Gegner wird pauschal herabgesetzt und permanent ausgegrenzt, zugleich wirkt auf die eigene Bevölkerung ein gleichschaltender Mechanismus der Gehirnwäsche. Wie bei Orwells 1984.

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hdwinkel 10.09.2016, 10:58
19. Kommunisten

Zitat von Listkaefer
... gehörte schon immer zum Werkzeugkasten der autoritären Kommunisten: Andersdenkende sind da nicht mehr Menschen und Individuen, sondern Konterrevolutionäre, Revisionisten, Imperialisten oder eben Faschisten. Der Gegner wird pauschal herabgesetzt und permanent ausgegrenzt, zugleich wirkt auf die eigene Bevölkerung ein gleichschaltender Mechanismus der Gehirnwäsche. Wie bei Orwells 1984.
Russland ist nicht kommunistisch, ganz im Gegenteil. Und die Tendenz, mit Begriffen eine eigene Wirklichkeit zu schaffen, ist auch im freiheitlich demokratischen Westen zu beobachten. Russland übertreibt lediglich maßlos.
Was denken Sie z.B., wenn Sie Begriffe wie 'gemäßigte Rebellen' auch hier in SPON ständig zu lesen bekommen?

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