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Staatsbesuch in der Türkei: Gauck weist Erdogans Kritik zurück
DPA

Der türkische Premier Erdogan lästert über den deutschen Bundespräsidenten - weil der mehr Demokratie in der Türkei angemahnt hat. Jetzt kontert Joachim Gauck: "Ich war noch zurückhaltend."

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Adminaccount 29.04.2014, 19:08
80. .

Zitat von StudentXY
Jetzt muss Gauck nur den Mut (soweit ist es schon gekommen) besitzen, auch in Deutschland für die Einhaltung der Gesetze und Rechte einzustehen.
Nanana... wir wollen doch die Zuwanderer nicht abschrecken, oder? Man muss mit Augenmaß handeln und kulturelle Unterschiede akzeptieren. Wenn es in deren Herkunftsland normal ist dass z.B. eine Frau das Eigentum des Mannes ist, dann soll man den Einwanderer nicht dafür bestrafen, sondern muss ihm das Gegenteil erklären. Unsere Kanzlerin hat es richtig formuliert: "Das Müssen wir aushalten." Ein oder zwei Freischüsse sollten wir denen schon gewähren.

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brut_dargent 29.04.2014, 19:11
81.

Zitat von wbabs21
und sagt Herrn Gauck, dass er sich nicht in innere Angelegenheiten einzumischen hat. Hier, in unserem Land hält er sich mehr als zurück wenn er z.B. etwas sagen müßte zur NSA

Danke, aber das wurde bereits mehrfach redundant angesprochen.

Bitte erklären Sie, warum Deutschland mit China so stark wirtschaftlich verknüpft ist, während die Menschenrechte dort mit Füßen getreten werden. Bitte erläutern Sie auch, warum das von deutschen Politikern immer nur ein Randthema ist und warum Frau Merkel für die Türkei keine deutlichen Worte findet. Letzteres kann ich vielleicht sogar beantworten. Ich vermute: Feigheit. Auf höchstem Niveau.

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elikey01 29.04.2014, 19:22
82. "Diskutieren Sie über diesem Artikel"?

Erdogan hat Gaucks in der Tat ebenso berechtigte wie zurückhaltende Ansagen bestimmt nicht "kalt" gelassen, sonst hätte er nicht so völlig daneben reagiert und dabei auch noch Gauck beschimpft.

Doch solches Auftreten passt zu Erdogan; er offenbart damit stets aufs Neue seine türk. Herrscher-Mentalität.
"Man" kennt sein wie spätpubertierend wirkendes verbales Aufstampfen als Reaktion gg. jedwede, auch noch so berechtigte Kritik, hat sich offensichtlich längst an solches Auftreten gewöhnt.
Und seinen Wählern scheint dies wohl auch zu gefallen, verwechseln dgl. mieses Benehmen eines Premiers womöglich mit Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen, mutmaßlich, weil dies auch der eigenen Mentalität nahe zu kommen scheint.

Wie der "Rest der Welt" solche Unflätigkeiten wahr nimmt, interessiert Erdogan nach seiner Aussage nicht.
Deshalb wäre Berlin h.E. gut beraten, diesem "Politiker" nicht mehr zu gestatten, in DEU Wahlkampf vor "seinen" Türken zu machen.

Glaubwürdig ist seine Aussage eher nicht, denn RTE "dürstet" offensichtlich viel mehr nach Anerkennung, nicht nur bei seinen Wählern.
Seine auf jede Kritik folgenden völlig überzogenen Reaktionen und Entgleisungen erinnern an den Trotz eines Kindes, dem im Sandkasten sein Schäufelchen weggenommen wurde, weil es damit andere Kinder (die nicht nach seinem Willen "spurten") mit Sand bewarf.

Eines Tages werden ihn die Konsequenzen seines vielfältig unmöglichen Verhaltens zwangsläufig einholen müssen.

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weltpolitik 29.04.2014, 19:37
83. Danke Hr. Gauk

für diese deutlichen Worte. Der Türkische Staatsherr versteht es sonst nicht!!
Nun sollten unsere Soldaten von der Türkisch-Syrischen Grenze noch abgezogen werden, dann sollte es Hr. Erdogan einleuchten das man keinen Krieg auf kosten anderer Völker führen kann.

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elikey01 29.04.2014, 19:43
84. @ghanima23: Antwort-Kammentar

Zitat von ghanima23
Das ist weder seine Pflicht, noch sein Job. Sein Job ist es, die BRD im Ausland zu repräsentieren und nicht, sich in die Konflikte anderer Gesellschaften einzumischen. Das kann er zu Hause machen wenn er will und wenn man ihn lässt.
Mit dieser Behauptung befinden Sie sich gewaltig im Irrtum.
"... wenn man ihn lässt" ?
Wie bitte? Ist der Bund.Präs. irgend jemandens Leibeigner od. etwa der höchste Mann im Staate?

Im Übrigen:
Im Aufgabenbereich des Bund.Präs. ist sehr wohl angesiedelt, dass er bei Staatsbesuchen (die ja auf Gegenseitigkeit beruhen) die gesamte Bandbreite der Beziehungen auf die Tagesordnung bringen kann und soll.
Das können Abstimmungen der jeweiligen Politik sein, ggf. z.B. zur Bereinigung von Problemen, die zw. den Staaten bestehen, od. die Verdeutlichung deutscher Interessen etc.

Ein Staatsbesuch kann auch einen besonderen thematischen Schwerpunkt im polit., wirtschaftl. oder menschenrechtlichen Bereich haben.

Von "Einmischung" kann also nicht die Rede sein.
Darüber hinaus leben in der BR DEU üb. vier Mio. Menschen mit türk. Wurzeln, viele weiterhin mit türk. Staatsangehörigkeit. Von daher ist eine klare Ansage des Bund.Präs. in der TR geradezu geboten.

Selbst der türk.-stämmige (SPD-)Politiker Kenan KOLAT, nicht gerade als besond. Freund deutscher Integrationspolitik und mehr für Empörungsmentalität ausgewiesen, lobte Gauck's Rede ausdrücklich, fand sie absolut angemessen

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musca 29.04.2014, 20:01
85.

Zitat von wbabs21
und sagt Herrn Gauck, dass er sich nicht in innere Angelegenheiten einzumischen hat. Hier, in unserem Land hält er sich mehr als zurück wenn er z.B. etwas sagen müßte zur NSA oder anderem. Bei uns wird oft Recht und Gesetz nicht eingehalten, vor allem bei den "Kleinen". Er sollte sich lieber mit den Problemen in seinem Land befassen, da hat er genug zum tun!!!!!!!!!!
Erdogan hat das mindestens genau so getan, bei seinen Staatsbesuchen in Deutschland - das mit dem sich in innere Angelegenheiten einzumischen..

Beim Thema NSA traut sich ohnehin kein deutscher Politiker ( oder Bundespräsident) bei einem offiziellen Staatsbesuch in Washington dagegen was zu sagen.


Das stimmt leider auch und ist genauso zum Kopf zerbrechen.

Trotzdem ist es nicht schlecht das Gauck sich doch mal getraut hat den Mund gegen Erdogan direkt vor Ort auch mal aufzumachen.


Vielleicht lernt ja die Kanzlerin von Gauck ja noch dazu und traut sich auch mal den Mund aufzumachen , nicht immer nur die Aussitzpolitik.


Auch mal den Mund aufmachen gegen die Politik der USA.

( auch Freunde und Allierte müssen mal Kritik vertragen können)

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wollebvb 29.04.2014, 20:03
86. nun ja...

ist es keine Einmischung in innere Angelegenheiten der Bundesrepublik, wenn Schulmeister Erdogan bei jedem Deutschlandbesuch auf der hiesigen Regierung rumhackt, weil sie seine hier lebenenden landsleute nicht so behandelt, wie er es will? Der Sultan vom Bosporus soll erstmal vor seiner eigenen Haustüre kehren...

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Erda 29.04.2014, 20:11
87.

Zitat von wbabs21
und sagt Herrn Gauck, dass er sich nicht in innere Angelegenheiten einzumischen hat. Hier, in unserem Land hält er sich mehr als zurück wenn er z.B. etwas sagen müßte zur NSA oder anderem. Bei uns wird oft Recht und Gesetz nicht eingehalten, vor allem bei den "Kleinen". Er sollte sich lieber mit den Problemen in seinem Land befassen, da hat er genug zum tun!!!!!!!!!!
Und Sie sollten sich einmal mit den
Aufgaben des BP beschäftigen. Der BP ist der erste Mann im Staat und repräsentiert Deutschland auf offiziellen Staatsbesuchen im Ausland.
Selbst Gül hatte ja Erdogan kritisiert im Zusammenhang mit Twitter und youtube.
Innenpolitisch kann der BP höchstens Anstöße geben, die Richtlinien der Politik bestimmt die Kanzlerin!

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spon-facebook21 29.04.2014, 21:58
88. Das Fähnchen, dass weht bevor der Wind weht

Ich bin gespannt was die nächsten Wochen mit Erdogan passiert.
Bei den Olympischen Spielen hatte Herr Gauck mit seinem Boykott ja auch schon so eine Vorahnung, dass er auf der richtigen Seite steht.
Seine vorteilsuchende und aufbrausende Mittelpunktsattitüde war ja auch der Grund, warum man mit Wulff, nach Köhler den Versuch startete, den "Rettungsschirm" unterschreiben zu lassen. Funktionierte nicht.
Nun hat man halt den Geist gerufen.
Ich würde gerne mal wissen, wie viel Quadratmeter Wohnfläche unserem gegeißelten Pastor in der DDR zur Verfügung stand.
Auf jeden Fall repräsentiert er den derzeit rückgradlosen Zustand der BRD.

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Joe L. 30.04.2014, 23:27
89. Gauck auf Reisen

Auch wenn er im Prinzip recht hat, sollte er nicht immer predigen. Muss er das wirklich? Sollte er nicht zuerst in seinem eigenen Leben aufräumen? Sonst wird er langsam peinlich. Auch wenn es dem Zeitgeist entspricht, sollte ein Buprä nicht wie ein Jugendlicher mit seinem Verhältnis herumreisen. Das kommt nicht bei allen gut an.

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