Forum: Politik
Staatskrise in Brasilien: Kalter Putsch
AFP

Brasiliens Justiz bläst zur Hexenjagd auf Ex-Präsident Lula. Unterstützung erhält sie von rechtsextremen und ewiggestrigen Demonstranten. Für die Demokratie des Landes ist das gefährlich.

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hansulrich47 19.03.2016, 16:17
1. Was für ein schräger Bericht!

Das grenzt ja schon an Tatsachenverdrehung, was Jens Guesing hier schreibt. Rousseff hat den Wählern vor ihrer Wahl mit verleumderischen Argumenten Angst vor dem Gegenkandidaten gemacht und ziemlich dünn gewonnen. Von ihren Versprechungen hat sie nichts gehalten.
Es ist ausserdem völlig klar, Lula (die alle umarmende Krake) hat nur durch Bestechung und durch das Anzapfen der grossen Staatsfirmen (Petrobras) so lange regiert. Und grosse Privatfirmen haben mitgespielt. Einige seiner Geldgeber sitzen schon (wie Odebrecht), einige haben ein Geständnis abgelegt. Von der Mensalao-Finanzierung haben alle Koalitionspartner der Arbeiterpartei profitiert.

Es ist natürlich offen, ob andere Parteien weniger korrupt sind. Brasilien lebt schon ewig mit Schmiergeldern bei allen ööfentlichen Projekten. Menschen, die das satt haben als rechtsradikal und ewiggestrig zu bezeichnen, ist für mich Verleumdung. Lieber Herr Guesing, versuchen Sie etwas neutraler zu schreiben!

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bronstin 19.03.2016, 16:18
2. Bin konsterniert

Der Artikel ließt sich wie ein Spontiblatt aus den 70ern. Fakt ist wohl, das Herr Lula korrupt war und das ihn seine Parteifreundin Rousseff in die Regierung holen wollte.

Das hat mehr als ein Geschmäckle und ist Vetternwirtschaft. Warum man gegen einen korrupten Politiker nicht demonstrieren darf erschließt sich wohl nur dem Autor.

Er sollte froh sein, das offenbar die Justiz in Brasilien funktioniert, ohne das gleich ein Staatsstreich stattfindet. Aber nein, die "Hoffnung der Arbeiterklasse" (was ist das übrigens genau?) wird von Ewig-Gestrigen und Rechten in den Abgrund geritten. Vielleicht selbst verschuldet?

Bei H. Chavez hätte ich mir auch kritischere Berichte gewünscht, statt der Überhöhung für einen Putschisten, der das Land sichtbar (was schon von Anfang an absehbar war) gen Abgrund regierte...

Wie war das bei Marxen nochmal mit der Ökonomie und der späteren realistischen Festellung zu den Marktgesetzen? Hatten wohl doch eher Smith und Riccardo recht, wenn es um die praktische Umsetzung ging...

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sapucaeira 19.03.2016, 16:31
3. 3,6mio Rechtsextreme?

Ich frage mich,wie sie sich ihre Meinung bilden, mit welchen Teilen der Bevölkerung reden sie?
Am Freitag haben nach Angaben der Polizei landesweit 179.000 für die Regierung demonstriert.Sie wurden im wesentlichen mit 30R dafür bezahlt,mit Steuergeldern.
Am Sonntag waren es 3.600.000 und zwar ohne Bezahlung.
Diese nennen sie ewiggestrig und rechtsextrem!
Das ist schon ein starkes Stück.

Die Demoktratie ist in Gefahr, wenn Korruptionsgelder verwendet werden um im Parlament die Stimmen zu kaufen. (Mensalao, Petrolao)
Das Aufdecken dieser Zustände ist ganz und gar KEINE
Gefahr für die Demokratie.

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sapucaeira 19.03.2016, 16:32
4. 3,6mio Rechtsextreme?

Ich frage mich,wie sie sich ihre Meinung bilden, mit welchen Teilen der Bevölkerung reden sie?
Am Freitag haben nach Angaben der Polizei landesweit 179.000 für die Regierung demonstriert.Sie wurden im wesentlichen mit 30R dafür bezahlt,mit Steuergeldern.
Am Sonntag waren es 3.600.000 und zwar ohne Bezahlung.
Diese nennen sie ewiggestrig und rechtsextrem!
Das ist schon ein starkes Stück.

Die Demoktratie ist in Gefahr, wenn Korruptionsgelder verwendet werden um im Parlament die Stimmen zu kaufen. (Mensalao, Petrolao)
Das Aufdecken dieser Zustände ist ganz und gar KEINE
Gefahr für die Demokratie.

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joG 19.03.2016, 16:37
5. Lula hat eine populistisch sozialistische ....

.....Politik gemacht und mit Sozialprogrammen und Transfers Wähler auf Pump gekauft. Das kennen wir aus EU Ländern auch. Nun ist Brasiliens Schatz ausgegeben und das Land am Ende. Auch wie in Europa. Auch die Korruption ist wie hier, wenn auch anders strukturiert. Aber man will dort damit aufräumen. Das ist hier anders.

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caipis 19.03.2016, 16:38
6. Linkspopulisten in Südamerika

Kein Wort zum Luxusappartment am Meer und dem Landsitz in Atibaia? Wohne selber in einer Nachbarstadt von Atibaia, die Sache ist schon seit Monaten allen bewusst und stinkt zum Himmel.
Lulas Söhne sind heute schwerreiche Unternehmer, aber das scheint dazuzugehören. Ganz nach dem Motto wie beim alten Hasen Maluf: er klaut zwar, aber immerhin tut sich etwas. Die Elite der Arbeiterpartei PT lebt in Saus und Braus und tut so, als wären sie die Heilsbringer für die Armen. Was nützt ein Mindestlohn wie das Programm "bolsa familia", wenn das Schul- und Gesundheitswesen seit Jahren bankrott ist und auch Dilma nur leere Versprechungen rausposaunt? Das geht nicht mehr lange gut, man schaue nur nach Venezuela . . .

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yumadaddy 19.03.2016, 16:49
7. Völlig falsch dargestellt

Ich verstehe nicht wie jemand der in Brasilien lebt so an der Realität vorbei schreibt. Schon vor Jahren hiiessen Lula und seine Genossen in Brasilien "Ali Baba und die 40 Räuber. Dimas Sohn war auch schon unter koruptions verdacht gestanden.

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matt4866 19.03.2016, 16:49
8. Journalistisches Wunschdenken

Ein schlimmer Artikel. Lebe seit Jahren in Suedamerika und sehe, wie eine korrupte PT ein Land an die Wand faehrt, die Pertrobras ausraubt und das Land mittels Mafiamethoden kontrolliert. Fuer den "Journalisten" scheint die Demokratie immer dann in Gefahr, wenn Linke die Macht verlieren koennten.
Das Aufdecken von Korruption haelt eine Demokratie sauber. Frau Roussef sollte wegen Behinderung der Justiz aus dem Amt entfernt werden.
Ein wirklich schlimmer Artikel - wer Brasilien ein wenig kennt, wird den Kopf schuetteln. Schade fuer den Spiegel,
Gruesse aus Suedamerika

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duke_van_hudde 19.03.2016, 16:50
9. Hmm

Ein typische Beitrag des SPON´s zur Zeit garniert mit den üblichen Begriffen.

Es sieht so aus das Petrobas der Selbstbedienungsladen der gesammten Politik war. Ein quasi Staatskonzern der in Zeiten der hohen Ölpreise gigantische Gewinne erzeugt hat wovon womöglich ein nicht kleiner Teil an verschiedene Politiker gegangen ist.

Das Herr Lula in seiner Position von den alles nichts mitgekommen haben will ist schwer zu glauben oder würde von extrem grosser Dummheit zeugen. Diese Dummheit würde ich ihn aber nicht unterstellen wollen.

Selbst wenn er sich nicht selber die Taschen voll gestopft hat er entweder davon gewusst oder er hat nicht richtig kontrolliert.

Spannend ist das sie das Telefongespräch ansprechen.
Ja ich kenne mich natürlich nicht mit Recht in Brasilien aus und kann nicht beurteilen ob der Richter das hätte veröffentlichen dürfen. Nur abgehört wurde der Leibwächter von Lula und über diese Telefon wurden die Gespräche abgewickelt.

Sehr spannend ist aber doch wohl der Inhalt des Gesprächs auf den gehen sie überhaupt nicht ein und haben nur den Link zu der Meldung von SPON drin.

Dann wird natürlich wieder das Lieblingswort 2016 des SPONS Hass was man allen seinen Gegner vorwirft verwendet ins Feld gezogen.

Der politische Gegner wird dann als Putschisten Rechtsradikale und Ewiggestrige bezeichnet das schürt natürlich keinen Hass wenn man solche Wörter benutzt.

Von Putsch kann dann auch keine Rede sein den das versucht wird die Präsidenten mit den Regeln die die Verfassung dafür vorgesehen hat aus den Amt zu entfernen. Wenn sie also nach dem Recht am Ende aus den Amt entfernt wird kann man natürlich nicht von einen Putsch sprechen.

Das auch Politiker der anderen Seite bei Petrobas und anderen Staatlichen Betrieben die Hand aufgehalten haben da muss ich ihnen natürlich Recht geben.Das Zeigt aber nur wieder sehr deutlich wass passiert wenn Betriebe unter den Einfluss des Staates sind. Wir in Deutschland kennen das ja von den Landesbanken wo man auch einen guten Posten bekam wenn man in der richtigen Partei war.

Das ein Teil der jungen Leute auf der anderne Seite wie der SPON nicht Rechts sind sondern libatär wie der Spiegel selbst noch im letzten Jahr geschrieben hat ist dann wirklich lustig. Ich kann mir schon denken warum der Spiegel so eine Angst vor diesen Leuten haben.

Den mann könnte halt sagen das Problem sind nicht falsche Regeln für politische Entscheidungsträger sondern das System das solche Firmen in Staatshand sind wird bei welchen Regeln auch immer zu diesen Problemen führen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-134660899.html

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