Forum: Politik
Staatskrise in Brasilien: Kalter Putsch
AFP

Brasiliens Justiz bläst zur Hexenjagd auf Ex-Präsident Lula. Unterstützung erhält sie von rechtsextremen und ewiggestrigen Demonstranten. Für die Demokratie des Landes ist das gefährlich.

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jovanni 19.03.2016, 18:02
30. Danke / Obrigado

Sehr gute, klare Analyse! Man kann Dilma, Lula und der PT viele Fehler vorwerfen. Aber die zur Zeit stattfindende Hetzjagd wird tatsächlich vom korrupten, konservativen Netzwerk geführt, das Brasilien seit der Kolonialzeit ausbeutet. Die Wutbürger auf den Straßen sind auffallend weiß und rückwärtsgerichtet - manche fordern offen eine Rückkehr zur Diktatur. Wer das nicht kapiert, ist entweder schlecht informiert oder AFD/Pegida ...

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jovanni 19.03.2016, 18:04
31. Danke / Obrigado

Sehr gute, klare Analyse! Man kann Dilma, Lula und der PT viele Fehler vorwerfen. Aber die zur Zeit stattfindende Hetzjagd wird tatsächlich vom korrupten, konservativen Netzwerk geführt, das Brasilien seit der Kolonialzeit ausbeutet. Die Wutbürger auf den Straßen sind auffallend weiß und rückwärtsgerichtet - manche fordern offen eine Rückkehr zur Diktatur. Wer das nicht kapiert, ist entweder schlecht informiert oder AFD/Pegida ...

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Cuparius 19.03.2016, 18:07
32. Spon, das Qualitätsmedium ...

... wird dem Herrn Gläsing doch hoffentlich nicht einen Cent oder noch nicht einmal einen Centavo für diesen Bericht gegeben haben.

Sollte er sich wirklich in Brasilien befinden oder dies sogar seit einigen Jahren tun, so muss ihm selber klar sein, dass er absichtlich die Wahrheit verdreht, also lügt. Lula hat schon gelogen und betrogen, bevor er Präsident war. Sogar in seiner glorifizierten Haftzeit hat er mit dem Militärregime kollaboriert im Gegensatz zu seinen idealistischen Mitkämpfern.

Abgesehen von den vielen Millionen Dollars, die er seiner ganzen Familie und sich durch Petrobras, aber auch aus vielen anderen Quellen zugeschustert hat, hat er sogar nicht davor zurückgescheut, auch die Gastgeschenke fremder Regierungen an frühere Präsidenten oder die vorhandene Ausstattung des Prasidentenpalastes mit zu sich nach Hause zu nehmen oder in seinen Bankfächern zu verwahren, wenn sie ihm und seiner Frau gefielen, etwa ein goldenes Besteck von Queen Elisabeth oder einen Original Van Gogh. Man kann froh sein, dass er sich in frühen Jahren selbst zwei Finger abgeschnitten hat, um eine Frührente zu erhalten, sonst hätte der kleptokratische Oktopus sicher noch mehr Dinge an sich gerafft.

Gläsing auch noch für so einen peinlichen Artikel zu bezahlen, sollte für uns Leser Anlass sein, die Spon-Seiten seltener zu besuchen, da sie ja von der Bandenwerbung mitfinanziert werden.

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pensa 19.03.2016, 18:07
33. beschaemend falsch

Ich habe soziale Projekte in den Favelas aufgebaut und bin ein ueberzeugter Sozialist : dieser Artikel ist beschaemend falsch gelegt.Lula hat einfach die Korption notorisch fuer seine Macht benutzt und Heute haben sich sogar die Aermsten in den Favela abgewandt und sehen in Moro einen Helden.

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richardheinen 19.03.2016, 18:07
34.

Was ich in den Jahren seiner Präsidentschaft über Lula gelesen habe, ist für ihn wenig schmeichelhaft. Kein Wunder, dass die Justiz sich für ihn interessiert. Ob an den Verdächtigungen was dran ist, müssen die Untersuchungen und ggfs. der Prozess zeigen. Die sollen offensichtlich verhindert werden. Damit hat nicht der Untersuchungsrichter die Staatskrise heraufbeschworen, sondern Rousseff und Lula sind deren Verursacher. Was der Korrespondent da schreibt, erscheint mir persönlich mehr als verwegen.

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Lankoron 19.03.2016, 18:11
35. Was für ein Pamphlet,

dass SPon hier abdruckt. Auch Deutschland liefert Verbrecher nicht aus, wenn sie Deutsche sind, und verfolgt deren verbrechen im Ausland auch nicht. Sieht man ja an diversen Kriegsverbrechern, die hier in Deutschland unbehelligt leben dürfen. Das der Richter hier Fehler begeht, ist die eine Sache. Dass die herrschende Politik aber die Justiz behindert, dass gezielt vorgegangen wird, um die Untersuchungen zu behindern und zu unterbinden, das vergisst der Autor. Und die Protestierenden, die die Nase voll haben von Korruption und Bestechung, dann als Ewiggestrige zu bezeichenen, gar als Putschisten und Rechtsradikale, ist SPon absolut unwürdig.

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johannws 19.03.2016, 18:17
36. Tendenziöser und falscher geht es nicht!!!

In welchem Land/Welt lebt denn der Herr Autor?
Wie lange und in welchen brasilianischen (wohlgemerkt) Gesellschaftsschichten verkehrt der Mensch, um so ein tendenziösen Kommentar zu schreiben? Ich bin seit 88 hier als Unternehmens- und Entwicklungsberater und muss wieder mit ansehen wie 25 Jahre wirtschaftliche, rechtstaatliche UND soziale Errungenschaften zurückgeschraubt werden um dem blinden Machtwillen eines systematisch korrupten Regimes gerecht zu werden. Das hat die ehrlich arbeitende Bevölkerung Brasiliens nicht verdient. über 90% der Bevölkerung will Dilma und die PT loswerden. Mehr als das, sie sind es leid von ALLEN Politikern belogen und betrogen zu werden. Spiegel sollte sich wirklich besser überlegen wer es hier vertritt. Unfassbar.

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markus_copacabana 19.03.2016, 18:20
37. Unglaublich schlechter Artikel!

dieser Artikel ist des Spiegels unwürdig!
Verdrehte Fakten, einseitige Berichterstattung und unzulässiger Generalisierungen.
Aber vielleicht ist der Autor ja von der Arbeiterpartei bezahlt um die Regierungsgegner zu diffamieren. Eine Taktik die von der "Arbeiterpartei" (PT) immer wieder gerne angewandt wird.
Ich lebe hier in Rio de Janeiro. Bei uns in der Familie wurde Dilma gewählt. Aber jetzt kommt die Sicherheit auf, dass dies ein echter Fehler war. Diese unfähige Exponentin der PT richtet die Wirtschaft zu Grunde. Ihr Rückhalt in der Bevölkerung ist in den 10% angekommen. Natürlich wird sie nicht zurücktreten, da sie weiss, dass sie und die PT sicher nicht mehr gewählt werden. Daher ist Aussitzen angesagt. Und wenn es eine Machenschaft gibt, mit der man legal oder illegal jemanden aus der Partei vor Strafverfolgung bewahren kann, so ist dies zu tun.
Auf der anderen Seite ist leider keine Besserung in Sicht, da die Korruption der Macht in allen Parteien kultiviert wird. Es wird schwierig hier in Brasilien.
Aber Artikel wie der obige helfen nicht dazu etwas zu bewegen.
Bitte den Korrespondenten zur Konsultation zurückbeordern!

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Emderfriese 19.03.2016, 18:20
38. Wahlen

Ich bin kein Brasilianer und lebe auch nicht als Deutscher in dem Land, nicht einmal in Südamerika. Aber was da vor Ort und hier im SPON-Forum abgeht, erinnert mich doch stark an die Berichte über Chile, als Allende noch Präsident war. Damals hat vor allem eine korrumpierte Mittelschicht mit Lug und Trug Horrorstories verbreitet, die einzig und allein eine rechtmäßig gewählte Regierung mit Gewalt stürzen sollte. Was schließlich ja auch gelang...
Sollen die wo auch immer politisch angesiedelten Gegner von Frau Dilma und Lula doch bis zu den Wahlen warten und dann ihre Gegner abwählen. Wenn sie denn die Mehrheit kriegen.

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raber 19.03.2016, 18:21
39. Den der Korruption mehrmals beschuldigten Lula als Minister zu ernennen

Was fur ein realitätsfremder Spiegel-Artikel. Die Staatskrise haben Rousseff und Lula gemacht. Etliche korrupte Manager, darunter ein oder zwei Milliardäre, sitzen seit Monaten im Gefängnis; insgesamt um die 60. Warum sollten die Hauptakteure unbestraft davonkommen. Es ist gerade ein Zeichen der Gerechtigkeit wenn korrupte Beamte ins Gefängnis kommen. Vielleicht wären diese Leute in Deutschland davongekommen wie die VW-, BER-, Hamburger Philarmonie-, Banker- und viele andere Betrüger. Zum Glück nicht mehr in Brasilien. Diese scheinheiligen Lulas gehören abgeschafft. Die Spitze der Verachtung des Landes seitens Rousseff, und die am meisten Empörung hervorgerufen hat, war Lula diese Woche als Minister zu ernennen um ihm so die Straffreiheit zu erleichtern. Das war ein Bumerang.

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